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2012 / 2013

Buchvorstellung

Montag, 3. Juni 2013, 19.00 Uhr

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Großer Saal
Oranienburger Str. 28–30
10117 Berlin

Berlin–Minsk. Unvergessene Lebensgeschichten
Ein Gedenkbuch zur Erinnerung an die nach Minsk deportierten Berliner Jüdinnen und Juden

Begrüßung:
Dr. Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin –
Centrum Judaicum

Einführung:
Prof. Dr. Michael Wildt, Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin
Felix Lipski, Überlebender des Ghettos Minsk

Vorstellung des Gedenkbuches und Lesung:
Anja Reuss und Kristin Schneider, Herausgeberinnen und Autorinnen

Am 14. November 1941 deportierten die Nationalsozialisten 1000 jüdische Frauen, Männer und Kinder aus Berlin in das Ghetto von Minsk, Ende Juni 1942 wurden weitere 200 Jüdinnen und Juden aus Berlin vermutlich über Königsberg in die Vernichtungsstätte Maly Trostinez nahe Minsk verschleppt und dort ermordet. Heute scheinen diese Opfer vergessen. Die 59 biografischen Texte des Gedenkbuches rufen die Lebensgeschichten von 127 Menschen in Erinnerung. Jede von ihnen ist einzigartig und erzählt von individuellen Lebenswegen und Schicksalen. Hintergrundtexte erläutern den historischen Kontext und rücken den bisher wenig beachteten Deportationsort Minsk ins Bewusstsein.


Anja Reuss · Kristin Schneider (Hrsg.)

Berlin–Minsk. Unvergessene Lebensgeschichten
Ein Gedenkbuch zur Erinnerung an die nach Minsk deportierten Berliner Jüdinnen und Juden

ISBN: 978-3-86331-116-2 · ca. 500 Seiten · 24,– Euro

Buchvorstellung

978-3-86331-110-0

Februar 2013

ISBN: 978-3-86331-110-0
296 Seiten, 19, 00 Euro

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Mittwoch, 22. Mai 2013, 18.00 Uhr

Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung
Heinrich-Mann-Allee 107
Haus 17, Eingang Friedhofsgasse
14473 Potsdam

Zeitgeschichte kontrovers
Die Auseinandersetzung um die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße in Potsdam


Kontroversen über den angemessenen Umgang mit der Geschichte von nationalsozialistischer Diktatur und Diktatur in der sowjetischen Besatzungszone und DDR gehören seit 1990 zur pluralistischen Erinnerungskultur.

Diese Diskussionen entzünden sich in der Regel an Orten, die mit ihrer Geschichte eine Verbindung zu beiden Regimen haben. Auch die Realisierung der im April 2012 eröffneten Dauerausstellung in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße, dem ehemaligen Gefängnis der sowjetischen Spionageabwehr, war von heftigen Auseinandersetzungen begleitet.
Kontroversen um die Darstellung und Deutung von Leid und Verbrechen, um die Gewichtung von Nationalsozialismus und Kommunismus haben den Aufbau aller SBZ/DDR-Gedenkstätten begleitet. Die Hintergründe dieser Konflikte darzustellen und zu bewerten ist das Ziel der Diskussion.

Podiumsgespräch mit:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, ehemaliger Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, TU Berlin
Dr. Ines Reich, Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Horst Schüler, Vorsitzender der Lagergemeinschaft Workuta/GULag Sowjetunion und Ehrenvorsitzender der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e. V.
Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Mitglied des Fachbeirats der Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße

Moderation:
Alfred Eichhorn, freier Journalist, ehemals Redakteur und Moderator von „FORUM – die Debatte im Inforadio“

Book Release Party

978-3-86331-043-1

März 2013

ISBN: 978-3-86331-043-1
296 Seiten, 19,00 Euro

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Dienstag, 7. Mai 2013, 19.00 Uhr

Amadeu Antonio Stiftung
Linienstr. 139
10115 Berlin

Gender und Rechtsextremismusprävention

Begrüßung:
Dr. Heike Radvan, Referentin im Bereich „Arbeit gegen Antisemitismus“ – Fachstelle Gender und Rechtsextremismusprävention

Vorstellung des Sammelbandes:
Autorinnen und Autoren des Sammelbandes

Im Anschluss: Getränke, Snacks & Musik

Was kann aus Genderperspektive gegen Rechtsextremismus getan werden? Gender ist eine relevante Analysekategorie, um den Strukturen im modernen Rechtsextremismus nachzuspüren; sie ist aber auch für die präventive Arbeit von Relevanz. Sucht man im wissenschaftlichen Fachdiskurs und in der Projektpraxis nach Antworten, zeigt sich jedoch, dass bislang kaum Veröffentlichungen und Praxiserfahrungen vorliegen, in denen geschlechterreflektierende Ansätze mit der Arbeit gegen Rechtsextremismus zusammengedacht werden.

Buchpräsentation
mit Diskussion

978-3-86331-099-8

Januar 2013

ISBN: 978-3-86331-099-8
230 Seiten, 19,00 Euro

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Mittwoch, 17. April 2013, 19.00 Uhr

Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ)
Lindenstraße 20–25
10969 Berlin

„Erst Deutscher, dann Beamter“.
Geschichte staatlicher Institutionen in der NS-Diktatur und
Menschenrechtsbildung heute


Die Publikation „NS-Geschichte, Institutionen, Menschenrechte – Bildungsmaterialien zu Verwaltung, Polizei und Justiz“ verbindet erstmals historisch-politische Bildung zur NS-Zeit mit heutigen Menschenrechtsfragen für Mitarbeitende staatlicher Institutionen. Schwerpunkte der Publikation sind die Verflechtungen von Institutionen und Beamten in die NS-Diktatur, Kontinuitäten und Brüche nach Kriegsende sowie Materialien zur Menschenrechtsbildung, die für staatliche Institutionen neu entwickelt wurden.


Begrüßung:
Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ
Buchpräsentation und Projektvorstellung:
Dr. Oliver von Wrochem und Ulrike Pastoor, Herausgeber,
KZ Gedenkstätte Neuengamme

Podiumsgespräch:
Prof. Dr. Birgit Menzel, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg;
Dr. Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin;
Jörg Papendorf, Justizvollzugsanstalt Billwerder, Hamburg;
Ulrike Pastoor, KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Moderation:
Akim Jah, Politologe und freischaffender Bildungsreferent, Berlin

Stehempfang

Eine Veranstaltung der
Stiftung EVZ in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Um Anmeldung wird gebeten unter: veranstaltungen@stiftung-evz.de

Vortrag und Lesung

978-3-86331-096-7

März 2013

ISBN: 978-3-86331-096-7
ca. 320 Seiten, 24,00 Euro

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Dienstag, 9. April 2013, 17.00 Uhr

MedienGalerie Berlin
Dudenstraße 10
10965 Berlin
U-Bhf Platz der Luftbrücke, Bus 104

Gewerkschaften am Scheideweg
Siegfried Aufhäuser (1884–1969). Ein Leben für die Angestelltenbewegung

Begrüßung:
Dr. Hartmut Simon, ver.di, Leiter des Archivs

Es spricht:
Frank Bsirske, ver.di, Vorsitzender

Lesung aus der Biografie:
„Siegfried Aufhäuser (1884–1969) – Ein Leben für die Angestelltenbewegung“
Gunter Lange, Autor


Gunter Lange
Siegfried Aufhäuser (1884–1969).
Ein Leben für die Angestelltenbewegung
Eine Biografie
Metropol Verlag 2013

Reihe Gewerkschafter im Nationalsozialismus.
Verfolgung – Widerstand – Emigration, Band 5

Buchvorstellung

978-3-86331-096-7

März 2013

ISBN: 978-3-86331-096-7
ca. 320 Seiten, 24,00 Euro

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Donnerstag, 28. März 2013, 18.00 Uhr

ver.di Haus, Empore
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Gewerkschaften und Widerstand
Siegfried Aufhäuser (1884–1969). Ein Leben für die Angestelltenbewegung


Begrüßung:
Dr. Hartmut Simon, ver.di, Leiter des Archivs

Vortrag „Gewerkschaften und Widerstand“:
Prof. Dr. Siegfried Mielke
, Freie Universität Berlin

Lesung aus der Biografie:
„Siegfried Aufhäuser (1884–1969) – Ein Leben für die Angestelltenbewegung“
Gunter Lange, Autor

Als Hilfskräfte der Meister und Prinzipale haben Arbeiter und Angestellte gleiche historische Wurzeln; für Siegfried Aufhäuser ein Beleg, dass beide Lohnabhängige sind. Als Gewerkschafter und Sozialdemokrat prägte er ein halbes Jahrhundert die deutsche Angestelltenbewegung, bündelte Verbände gegen ein berufsständisches Lager. Als Fabrikantensohn geboren, als Gewerkschafter Sozialist aus Überzeugung, als Parlamentarier leidenschaftlicher Demokrat, als Jude von Antisemiten angefeindet und von den Nazis ins Exil getrieben, verkörpert er einen außergewöhnlichen Lebensweg.


Gunter Lange
Siegfried Aufhäuser (1884–1969).
Ein Leben für die Angestelltenbewegung
Eine Biografie
Metropol Verlag 2013

Reihe Gewerkschafter im Nationalsozialismus.
Verfolgung – Widerstand – Emigration, Band 5

Buchvorstellung

978-3-86331-090-5

März 2013

ISBN: 978-3-86331-090-5
359 Seiten, 24,00 Euro

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Dienstag, 19. März 2013, 18.00 Uhr

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin

„Was für ein Teufelspack“
Die Deutsche Operation des NKWD in Moskau und im Moskauer Gebiet 1936 bis 1941


Begrüßung:
Friedrich Veitl, Metropol Verlag

Vortrag
Alexander Vatlin, Professor am Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte der Lomonossow-Universität Moskau

Prof. Dr. Alexander Vatlin im Gespräch mit Dr. Ulrich Mählert, Bundesstiftung Aufarbeitung

Auf der Grundlage von über 700 im Staatsarchiv der Russischen Föderation aufbewahrten Strafakten stellt Alexander Vatlin Verlauf und Auswirkung der „Deutschen Operation“ des NKWD in Moskau und dem Moskauer Gebiet dar. Mit ihr begann 1937 der „Große Terror“, der nach dem Überfall der Wehrmacht auf die UdSSR eine Neuauflage erlebte. Alexander Vatlin hat die Geheimdienstaktion zur Bekämpfung der „hinterlistigen Machenschaften der ausländischen Spione“ akribisch recherchiert und dabei zahlreiche Einzelschicksale von Politemigranten und Facharbeitern dokumentiert.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Bundesstiftung Aufarbeitung, des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung und des Metropol Verlags.

Alexander Vatlin
„Was für ein Teufelspack“
Die Deutsche Operation des NKWD in Moskau und im Moskauer Gebiet 1936 bis 1941
Metropol Verlag 2013

Buchvorstellung

978-3-86331-106-3

Januar 2013

ISBN: 978-3-86331-106-3
216 Seiten, 19,– Euro


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Montag, 18. März 2013, 19.00 Uhr

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
Rathaus Charlottenburg | Minna-Cauer-Saal
Otto-Suhr-Allee 100
10585Berlin

Rainer Faupel
Berlin Jenaer Straße 7: Zwei von sechs Millionen
Zur Erinnerung an Albert und Minna Neuburger

Begrüßung:
Bezirksstadtrat Klaus-Dieter Gröhler

Vorstellung des Buches:
Dr. Hans Otto Bräutigam

Lesung:
Dr. Rainer Faupel

Anschließend kleiner Empfang

Albert und Minna Neuburger haben als Schriftsteller und Journalisten wichtige Beiträge zu Kultur und Gesellschaft ihrer Zeit geleistet. Durch die judenfeindlichen Diskriminierungen der Nationalsozialisten wurde ihr Lebenskonzept als Intellektuelle und Teil des deutschen Bürgertums lange vor ihrem elenden Tod zerstört. Auf der Höhe ihres Schaffens sind sie ausgegrenzt und stigmatisiert, ausgeplündert und um ihren Lebenserfolg gebracht worden. Am Ende wurden sie von den Vollstreckern der „Endlösung“ aus ihrer Wohnung vertrieben und in den Tod nach Theresienstadt deportiert.

Ausstellungseröffnung

978-3-86331-117-9

März 2013

ISBN: 978-3-86331-117-9
192 Seiten, 16,00 Euro

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Donnerstag, 14. März 2013, 18.00 Uhr

Eröffnung der Dauerausstellung
zur Geschichte des Gedenkortes SA-Gefängnis Papstraße
Werner-Voß-Damm 62
12101 Berlin

Begrüßung:
Jutta Kaddatz, Stadträtin

Grußworte:
André Schmitz, Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten
Andreas Sander, Stiftung Topographie des Terrors

Zum Gedenkort:
Andreas Weidlich, Enkel von Martin Plettl

Zur Ausstellung:
Dr. Irene von Götz, Kuratorin

Anschließend gemeinsame Besichtigung der Ausstellung im Gedenkort

Auf den Monat genau 80 Jahre nach der Einrichtung der Haftkeller unter Führung der SA-Feldpolizei im Gebäude des heutigen Werner-Voß-Damm 54a wird die historische Dokumentation der Öffentlichkeit übergeben. Von März bis Dezember 1933 befand sich hier ein frühes Konzentrationslager. Die Kellerräume sind weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten und gelten als der einzige historische Ort des frühen NS-Terrors in Berlin.

Irene von Götz | Petra Zwaka (Hrsg.)
SA-Gefängnis Papestraße.
Ein frühes Konzentrationslager in Berlin

Metropol Verlag 2013

Lesung

978-3-86331-089-9

November 2012

ISBN: 978-3-86331-089-9
192 Seiten, 19,– Euro


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Donnerstag, 28. Februar 2013, 19.00 Uhr

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstraße 50
44147 Dortmund

Hans Frankenthal
Verweigerte Rückkehr
Erfahrungen nach dem Judenmord

Lesung aus der Biografie von Hans Frankenthal (1926–1999) anlässlich des 70. Jahrestages seiner Deportation von Dortmund nach Auschwitz:
Claus Dieter Clausnitzer, Dortmunder Kammerschauspieler

Hans Frankenthal erlebte die Gräueltaten des Nazi-Regimes am eigenen Leib. Als Jugendlicher wurde er mit seiner Familie am 1. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Seine Eltern wurden ermordet. Hans und sein Bruder Ernst überlebten die Zwangsarbeit im Lager Monowitz, das Konzentrationslager Mittelbau-Dora und wurden schließlich 1945 in Theresienstadt befreit. Sie kehrten in ihre Heimatstadt Schmallenberg im Sauerland zurück, wo sie erneut Ausgrenzung erfuhren.

Eine Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache in Kooperation mit der Bezirksregierung Arnsberg, der VHS Dortmund, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e. V., dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe und der Auslandsgesellschaft NRW e.V.

Buchvorstellung
und Podiumsdiskussion

978-3-86331-098-1

November 2012

ISBN: 978-3-86331-098-1
285 Seiten, 19,– Euro


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Donnerstag, 28. Februar 2013, 19.00 Uhr

Jüdisches Gemeindehaus
Kleiner Saal
Fasanenstraße 79–80
10623 Berlin

Eintritt: € 5,– | erm. € 3,–
Um telefonische Anmeldung unter 030/ 880 28 265 wird gebeten.

Beschneidung:
Das Zeichen des Bundes in der Kritik

Zur Debatte um das Kölner Urteil

Podiumsdiskussion mit:
Prof. Dr. Johannes Heil, Erster Prorektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und Ignatz-Bubis-Stiftungsprofessor für Religion, Geschichte und Kultur des europäischen Judentums;
Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland und Direktor des Büros des European Jewish Congress in Berlin sowie Mitglied des Board of Governors im World Jewish Congress, New York;
Jost Müller-Neuhof, Journalist, Rechtspolitischer Korrespondent, Der Tagesspiegel; Lehrbeauftragter am Fachbereich Rechtswissenschaft der FU Berlin;
Dr. Juliane Wetzel
, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, Mitglied des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus des Deutschen Bundestages und der deutschen Delegation der International Holocaust Remembrance Alliance, Vorstandsmitglied des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien

Moderation:
Alfred Eichhorn, freier Journalist, arbeitete bis zu dessen Ende beim Rundfunk der DDR, 1990–1991 letzter Chefredakteur von RADIO DDR, 1993 kam er zum SFB und war fast 15 Jahre Redakteur und Moderator von „FORUM – die Debatte im Inforadio“

Das Urteil des Landgerichts Köln vom Mai 2012 zur Beschneidung hat heftige Kritik hervorgerufen, weil es eine elementare rituelle Praxis von Juden und Muslimen kriminalisiert und Religion auf eine Angelegenheit des Strafrechts reduziert. Überraschend war die Intensität der folgenden Mediendebatte, die von teilweise heftigen antisemitischen Kommentaren begleitet war. Sie zeigte, dass es nicht allein um ein Ritual und seine Begründung, sondern um Grundfragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der religiösen Selbstbestimmung geht.

Eine Veranstaltung der Jüdischen Volkshochschule Berlin in Kooperation mit SPME, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam, dem Metropol Verlag und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.

Buchpräsentation
mit Diskussion

978-3-86331-102-5

Dezember 2012

ISBN: 978-3-86331-102-5
207 Seiten, 19,– Euro


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Donnerstag, 21. Februar 2013, 19.00 Uhr

Gedenkstätte Lindenstraße
Lindenstraße 54
14467 Potsdam

Andersdenkende
Oppositionelle aus dem Raum Frankfurt (Oder) – Gorzów Wielkopolski berichten

Einführung:
Dr. Krzystof Wojciechowski, Gründer des
Vereins „My Life – erzählte Zeitgeschichte e. V.

Lesung:
Ulrike Poppe, Beauftragte des Landes Brandenburg zur
Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Podium:
Dr. Krzystof Wojciechowski
Ulrike Poppe
Rüdiger Sielaff
, Leiter der BStU-Außenstelle Frankfurt (Oder), Moderation

Musik:
Ralf Benschu, Saxophonist (ehemals bei der Gruppe Keimzeit)
Karsten Intrau, Gitarrist

Dreizehn polnische und ostdeutsche Dissidenten geben konkrete Einblicke in ihre Lebenswelt unter der kommunistischen Diktatur. Sie beschreiben die oft beschwerlichen Wege vom Arrangement über die Abkehr bis hin zum Widerstand. Zur Sprache kommen die Unterschiede des oppositionellen Daseins in Polen und in der DDR, die mit der jeweiligen Geschichte und Tradition in beiden Ländern, aber auch mit den spezifischen politischen Rahmenbedingungen verbunden sind. Mit den Interviews sind hervorragende Zeitdokumente entstanden, die jene geistigen und moralischen Ressourcen vermitteln können, aus denen die Kraft erwuchs, ein hoch gerüstetes politisches System zu Fall zu bringen

Eine Veranstaltung der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Kooperation mit der Gedenkstätte Lindenstraße und der Fördergemeinschaft „Lindenstraße 54“

Lesung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

978-3-86331-089-9

November 2012

ISBN: 978-3-86331-089-9
192 Seiten, 19,– Euro


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Sonntag, 27. Januar 2013, 17.00 Uhr

Rathaus Dortmund
Friedensplatz 1
44135 Dortmund

Hans Frankenthal
Verweigerte Rückkehr
Erfahrungen nach dem Judenmord

Am Holocaust-Gedenktag 2013 stellt das Kinder- und Jugendtheater Dortmund in Anwesenheit von Oberbürgermeister Ullrich Sierau Auszüge aus den Erinnerungen von Hans Frankenthal vor. Nach der Lesung stellen junge „Botschafter/innen der Erinnerung“ ihre Überlegungen zum Gedenktag und zum Vermächtnis der Holocaust-Überlebenden in Form einer Videocollage vor.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V. in Kooperation mit dem Jugendring, der Auslandsgesellschaft NRW e.V., dem Schulreferat der Evangelischen Kirche in Dortmund und Lünen, der VHS Dortmund, der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, der Evangelischen Jugendkirche und der Fachhochschule Dortmund.

Buchvorstellung

978-3-86331-079-0

Januar 2013

ISBN: 978-3-86331-079-0
392 Seiten, 24,– Euro


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Am 15. Januar 2013 erscheint im Metropol Verlag die erste umfassende Studie über das Vernichtungslager Belzec in deutscher Sprache.


Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec

Aus dem Polnischen übersetzt von Steffen Hänschen
Lizenzgeber und Rechteinhaber: Staatliches Museum Majdanek

Nachdem die NS-Führung im Herbst 1941 die Ermordung aller in ihrem Machtbereich lebenden Juden beschlossen hatte, wurde im November 1941 im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ mit dem Bau der drei Vernichtungslager Belzec, Sobibór und Treblinka begonnen.
In Belzec, dem ersten der drei Vernichtungslager, fielen annähernd 500000 Menschen den Mordaktionen zum Opfer. Robert Kuwalek zeichnet die Entscheidungsprozesse, die zur Errichtung des Lagers führten, sowie die Deportationen aus den Distrikten Galizien, Krakau und Lublin in das Lager Belzec nach. Er befasst sich mit dem Ablauf der Vernichtung, der ausweglosen Situation der Opfer und dem Handeln der Täter und ihrer Helfer.


Dazu bieten wir in Zusammenarbeit mit dem
Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. sowie örtlichen Institutionen und Vereinen sieben Veranstaltungen mit dem Autor an:


17. Januar, 19.00 Uhr, Jugendgästehaus Dachau
18. Januar, 19.00 Uhr, Hieronymus-Hofer-Haus, Frankenthal
20. Januar, 12.00 Uhr, Theater Polittbüro, Hamburg
22. Januar, 18.00 Uhr, Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin
23. Januar, 20.00 Uhr, Café ExZess, Frankfurt am Main
24. Januar, 19.00 Uhr, Multifunktionsraum GCSC, Gießen
26. Januar, 15.00 Uhr, Alte Synagoge Vöhl

Buchvorstellung

978-3-86331-079-0

Samstag, 26. Januar, 15.00 Uhr

Alte Synagoge Vöhl
Mittelgasse 9
34516 Vöhl

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Vortrag:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belze

Eine Veranstaltung des Förderkreises „Synagoge in Vöhl“ e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. und dem Metropol Verlag.

Buchvorstellung

978-3-86331-079-0

Donnerstag, 24. Januar, 19.00 Uhr

Multifunktionsraum GCSC
(Campus Phil I)
Alter Steinbacher Weg 38
35394 Gießen

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Vortrag:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belze

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Justus-Liebig-Universität Gießen mit der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich, dem Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V., dem Metropol Verlag und der Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer e.V.

Buchvorstellung

978-3-86331-063-9

2012

ISBN: 978-3-86331-063-9
199 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Donnerstag, 24. Januar, 18.15 Uhr

Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg
Raum 1.01
Sophienstraße 22a
10178 Berlin

Isabel Enzenbach · Wolfgang Haney (Hrsg.)
Alltagskultur des Antisemitismus im Kleinformat


Begrüßung:
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Kurzvortrag:
Dr. Isabel Enzenbach, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des
Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin
Dr. Christoph Kreutzmüller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts der Humboldt-Universität zu Berlin

Anschließend Empfang

Eine Veranstaltung des Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, des Zentrums für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin und des Metropol Verlags.

Buchvorstellung
und Diskussion

978-3-86331-079-0

Mittwoch, 23. Januar, 20.00 Uhr

Café ExZess
Leipziger Straße 91
60487 Frankfurt am Main

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Vortrag:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belzec

Eine Veranstaltung der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Frankfurt und des DFG-VK Bildungswerks Hessen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V.
und dem Metropol Verlag.

Buchvorstellung

978-3-86331-079-0

Dienstag, 22. Januar 2013, 18.00 Uhr

Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Ort der Information
Cora-Berliner-Str. 1
10117 Berlin

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Begrüßung:
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Einführung: Prof. Dr. Wolfgang Benz
Vortrag: Robert Kuwalek: Zur Geschichte des Vernichtungslagers Be??ec

Podiumsgespräch:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belzec
Dr. Ingo Loose, Institut für Zeitgeschichte München–Berlin
Moderation: Uwe Neumärker

Eine Veranstaltung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, des Bildungswerks Stanislaw Hantz e.V. und des Metropol Verlags.

Buchvorstellung
und Lesung

978-3-86331-079-0

Sonntag, 20. Januar, 12.00 Uhr

Theater Polittbüro
Steindamm 45
20099 Hamburg

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Vortrag:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belzec

Lesung aus dem Buch:
Esther Bejarano, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees,
Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück

dazu:
Lieder und Gedichte von Erich Mühsam:
Thomas Ebermann, Publizist und Kabarettist, und Freunde

Eine Veranstaltung des Auschwitz-Komitees in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. und dem Metropol Verlag.


Buchvorstellung

978-3-86331-079-0

Freitag, 18. Januar, 19.00 Uhr

Hieronymus-Hofer-Haus
Foltzring 12
67227 Frankenthal

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Vortrag:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belzec

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. und dem Metropol Verlag.

Buchvorstellung

978-3-86331-079-0

Donnerstag, 17. Januar, 19.00 Uhr

Jugendgästehaus Dachau
Roßwachtstraße 15
85221 Dachau

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Vortrag:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belzec

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Jugendgästehaus Dachau, dem Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. und dem Metropol Verlag.

Buchvorstellung

978-3-86331-080-6

November 2012

ISBN: 978-3-86331-080-6
428 Seiten, 24,– Euro


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Dienstag, 15. Januar 2013, 20.00 Uhr

Galerie Schwartzsche Villa
Grunewaldstraße 55
Berlin-Steglitz

Christoph Kreutzmüller
Ausverkauf
Die Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit in Berlin 1930–1945

Vortrag:
Dr. Christoph Kreutzmüller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert der Humboldt-Universität zu Berlin

Buchvorstellung
und Lesung

978-3-86331-101-8

November 2012

ISBN: 978-3-86331-101-8
204 Seiten, 19,– Euro


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Donnerstag, 29. November 2012, 19.00 Uhr

Kulturhaus Premnitz
Fabrikenstraße 7
14727 Premnitz

DDR-Alltag in Brandenburg in den achtziger Jahren
Kalenderblätter von Hubert Biebl (1925–2012)
Büttenreden von Jürgen Mai
Erinnerungen

Begrüßung:
Ulrike Poppe, Beauftragte des Landes Brandenburg
zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Lesung und Podiumsgespräch:
Dr. Jeannette Madarász-Lebenhagen, Herausgeberin
Jürgen Mai, Co-Autor, Premnitz

Moderation:
Rainer Potratz, Referent für Forschung und Öffentlichkeitsarbeit der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Kalenderblätter, Büttenreden und Erinnerungen aus der brandenburgischen Kleinstadt Premnitz veranschaulichen den sozialistischen Alltag in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Ergänzende Dokumente und ausgewählte Fotografien zu Premnitz und dem örtlichen Chemiefaserwerk gewähren faszinierende, oftmals auch überraschende Einblicke in Lebens- und Arbeitssituationen in der ostdeutschen Provinz in den 1970er- und 1980er-Jahren.
Dahinter stehen die Fragen: Wie gingen DDR-Bürger mit der sie pausenlos bedrängenden Mischung aus kommunistischen Idealen, politischer Doktrin, Mangelwirtschaft und sozialer Absicherung um? Wie sahen und wie gestalteten sie ihren Alltag?

Buchvorstellung
und Lesung

978-3-86331-088-2

ISBN: 978-3-86331-088-2
185 Seiten, 16,– Euro


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Donnerstag, 22. November 2012, 19.00 Uhr

Volkshochschule Bremerhaven
Ella Kappenberg Saal
Lloydstraße 15
27568 Bremerhaven

Christine Bartlitz · Edelgard Herfort
Mutterland
Minna Rattay (1902–1943) und ihre Töchter

Referentin:
Edelgard Herfort (Tochter von Minna Rattay)
Moderation:
Christine Bartlitz

Begleitprogramm zur Ausstellung
POLIZEI. GEWALT. Bremerhavener und Bremer Polizei im Nationalsozialismus,
15.–28. November 2012 in der Volkshochschule Bremerhaven

Minna Rattay, Arbeiterin im Bremerhavener Fischereihafen, widersetzt sich schon 1933 der nationalsozialistischen Diktatur. Sie kann nicht gegen ihr Gewissen handeln, auch wenn sie Gefahr läuft, ihre Kinder zu verlieren. Aus der Perspektive ihrer zweitjüngsten Tochter Edelgard wird die Geschichte einer mutigen Widerstandkämpferin und ihrer fünf Töchter erzählt. Minna Rattay wurde 1939 zum wiederholten Mal verhaftet, nach Ravensbrück und schließlich nach Auschwitz deportiert, wo sie 1943 ums Leben kam. Ihre Töchter hat sie nicht mehr wiedergesehen.
Vom Leben ihrer Mütter
(www.nordsee-zeitung.de)

Buchvorstellung

978-3-86331-080-6

November 2012

ISBN: 978-3-86331-080-6
428 Seiten, 24,– Euro


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Dienstag, 20. November 2012, 19.30 Uhr

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Großer Saal
Oranienburger Str. 28/30
10117 Berlin

Christoph Kreutzmüller
Ausverkauf
Die Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit in Berlin 1930–1945

Begrüßung:
Dr. Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Prof. Dr. Michael Wildt, Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin

Kurzvortrag:
Dr. Christoph Kreutzmüller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert der Humboldt-Universität zu Berlin

Lesung über das Schicksal des Hutfedernhändlers Max Kulies:
Kaspar Nürnberg, Geschäftsführer des Aktiven Museums –
Faschismus und Widerstand in Berlin e. V.

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem kleinen Empfang ein.


In der Reichshauptstadt waren zu Beginn der dreißiger Jahre rund 50 000 jüdische Gewerbebetriebe ansässig – etwa die Hälfte aller jüdischen Unternehmen Deutschlands. Schon deshalb wurde Berlin ab 1933 zum Zentrum des Boykotts und der Gewalt. Gleichzeitig bot die Handels- und Industriemetropole einen einzigartigen Raum für jüdische Selbstbehauptung. Hilfseinrichtungen, Netzwerke und Kunden sicherten das Fortbestehen der jüdischen Unternehmen deutlich länger als andernorts in Deutschland. Im Novemberpogrom kulminierten dann jedoch ein verwaltungsmäßiger und gewalttätiger Verfolgungsprozess, dessen Analyse neue Blicke auf die Normalität der Verfolgung wie auch die Alltäglichkeit des sozioökonomischen Zusammenlebens erlaubt.

Konzert und Buchvorstellung

Montag, 19. November 2012, 17.30 Uhr



klezmer-dialog-tour
Leopold Kozlowski-Kleinman zu Gast in Weimar
Live-Musik & Lesung
Mit deutsch-polnischer Moderation

Nationaltheater Weimar
Foyer I
Theaterplatz 2
99423 Weimar

Kartenpreis: 14,50 Euro; ermäßigt: 10,30 Euro
Kartenreservierung unter: 03643 / 75 53 34

Eine Veranstaltung des Nationaltheaters Weimar, des Wilhelm Fraenger-Instituts und des Metropol Verlags. Unterstützt von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Leopold Kozlowski-Kleinman ist nicht nur in Polen eine Legende. Wo immer der heute 89 Jährige auftritt, füllt er Konzertsäle. Die jahrhundertealte Tradition der Klezmorim zu pflegen, hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. In Polen ist er berühmt als der „letzte Klezmer Galiziens“ und Begründer des weltbekannten Klezmer -Festivals in Krakau. Er entstammt einer Familie von traditionellen Klezmorim: Sein Onkel war der legendäre Klarinettist Naftule Brandwein, der in den 1920er-Jahren ein gefeierter Klarinettenvirtuose in New York war. Auch Leopold entdeckt früh seine Liebe zur Musik. Als Junge spielte er im Ensemble seines Vaters. Leopold Koz?owski-Kleinman hat als Einziger seiner Familie den Massenmord der Nationalsozialisten überlebt.
Der bekannte Schriftsteller Jacek Cygan erzählt die Geschichte seines Freundes. Das einfühlsame Porträt erscheint im Oktober 2012 unter dem Titel „Der letzte Klezmer. Das Leben des Leopold Koz?owski-Kleinman“ in deutscher Übersetzung im Metropol Verlag.

Jacek Cygan, geboren 1950, ist polnischer Lyriker und Autor von über 1000 Songtexten für die prominentesten Vertreter der Musikszene Polens. Für seinen Poesieband „Ambulanza“ wurde er 2007 ausgezeichnet.

Buchvorstellung
und Gespräch

978-3-86331-036-3

November 2011

ISBN: 978-3-86331-036-3
208 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Donnerstag, 15. November 2012, 19.00 Uhr

Galerie für Zeitgenössische Kunst
Bibliothek
Karl-Tauchnitz-Str. 9–11
04107 Leipzig

Angelika Benz · Marija Vulesica (Hrsg.)
Bewachung und Ausführung
Alltag der Täter in nationalsozialistischen Lagern

Buchvorstellung und Gespräch mit den Herausgeberinnen
Angelika Benz und Marija Vulesica

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig und und des Metropol Verlags.

Das unterste Glied des nationalsozialistischen Vernichtungsapparats – das KZ-Wachpersonal – fand in der Täterforschung bisher kaum Berücksichtigung. Die Beiträge des Bandes untersuchen, wer diese Menschen waren, die Gefangene in Lagern ganz unterschiedlichen Typs innerhalb des Deutschen Reichs wie auch in besetzten oder mit dem NS-Regime kollaborierenden Ländern bewachten, die Mordbefehle ausführten, aber auch eigeninitiativ und willkürlich Menschen töteten. Wie wurden sie rekrutiert, wie sah ihr Dienstalltag aus?

Angelika Benz, 1981 geboren, absolvierte ein Studium der Neueren Deutschen Geschichte und Neueren Deutschen Philologie und promoviert am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin über das SS-Ausbildungslager Trawniki. Sie veröffentlichte 2011 das Buch „Der Henkersknecht. Der Prozess gegen John (Iwan) Demjanjuk in München“.

Marija Vulesica, 1978 geboren, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Sie studierte Geschichte, Ost- und Südosteuropäische Geschichte sowie Politikwissenschaft. Ihre Dissertation „Die Formierung des politischen Antisemitismus in den Kronländern Kroatien-Slawonien 1879–1906“ ist 2012 erschienen.

Konzert und Buchvorstellung

Dienstag, 13. November 2012, 19.00 Uhr



klezmer-dialog-tour
Leopold Kozlowski-Kleinman zu Gast in Leipzig
Live-Musik & Lesung
Mit deutsch-polnischer Moderation

Alte Börse
Naschmarkt 2
04109 Leipzig

Kartenpreis: 14,00 Euro; ermäßigt: 9,00 Euro
Kartenreservierung unter: 0341 / 9 60 56 56

Eine Veranstaltung der Alten Börse Leipzig, des Polnischen Instituts Leipzig, des Wilhelm Fraenger-Instituts und des Metropol Verlags. Unterstützt von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Leopold Kozlowski-Kleinman ist nicht nur in Polen eine Legende. Wo immer der heute 89 Jährige auftritt, füllt er Konzertsäle. Die jahrhundertealte Tradition der Klezmorim zu pflegen, hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. In Polen ist er berühmt als der „letzte Klezmer Galiziens“ und Begründer des weltbekannten Klezmer -Festivals in Krakau. Er entstammt einer Familie von traditionellen Klezmorim: Sein Onkel war der legendäre Klarinettist Naftule Brandwein, der in den 1920er-Jahren ein gefeierter Klarinettenvirtuose in New York war. Auch Leopold entdeckt früh seine Liebe zur Musik. Als Junge spielte er im Ensemble seines Vaters. Leopold Koz?owski-Kleinman hat als Einziger seiner Familie den Massenmord der Nationalsozialisten überlebt.
Der bekannte Schriftsteller Jacek Cygan erzählt die Geschichte seines Freundes. Das einfühlsame Porträt erscheint im Oktober 2012 unter dem Titel „Der letzte Klezmer. Das Leben des Leopold Koz?owski-Kleinman“ in deutscher Übersetzung im Metropol Verlag.

Jacek Cygan, geboren 1950, ist polnischer Lyriker und Autor von über 1000 Songtexten für die prominentesten Vertreter der Musikszene Polens. Für seinen Poesieband „Ambulanza“ wurde er 2007 ausgezeichnet.

Konzert und Buchvorstellung

Sonntag, 11. November 2012, 18.00 Uhr



klezmer-dialog-tour
Leopold Kozlowski-Kleinman zu Gast in Berlin
Live-Musik & Lesung
Mit deutsch-polnischer Moderation

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Großer Saal
Oranienburger Str. 28/30
10117 Berlin

Kartenpreis: 10,00 Euro; ermäßigt: 8,00 Euro

Eine Veranstaltung der Jüdischen Volkshochschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, des Wilhelm Fraenger-Instituts und des Metropol Verlags. Unterstützt von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Leopold Kozlowski-Kleinman ist nicht nur in Polen eine Legende. Wo immer der heute 89 Jährige auftritt, füllt er Konzertsäle. Die jahrhundertealte Tradition der Klezmorim zu pflegen, hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. In Polen ist er berühmt als der „letzte Klezmer Galiziens“ und Begründer des weltbekannten Klezmer -Festivals in Krakau. Er entstammt einer Familie von traditionellen Klezmorim: Sein Onkel war der legendäre Klarinettist Naftule Brandwein, der in den 1920er-Jahren ein gefeierter Klarinettenvirtuose in New York war. Auch Leopold entdeckt früh seine Liebe zur Musik. Als Junge spielte er im Ensemble seines Vaters. Leopold Koz?owski-Kleinman hat als Einziger seiner Familie den Massenmord der Nationalsozialisten überlebt.
Der bekannte Schriftsteller Jacek Cygan erzählt die Geschichte seines Freundes. Das einfühlsame Porträt erscheint im Oktober 2012 unter dem Titel „Der letzte Klezmer. Das Leben des Leopold Koz?owski-Kleinman“ in deutscher Übersetzung im Metropol Verlag.

Jacek Cygan, geboren 1950, ist polnischer Lyriker und Autor von über 1000 Songtexten für die prominentesten Vertreter der Musikszene Polens. Für seinen Poesieband „Ambulanza“ wurde er 2007 ausgezeichnet.

Buchvorstellung

978-3-86331-076-9

November 2012

ISBN: 978-3-86331-076-9
304 Seiten, 24,– Euro


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Montag, 29. Oktober 2012, 11.30 Uhr

Oberlandesgericht München
IV. Stock, Saal 4
Prielmayerstraße 5
80335 München

Hannes Ludyga
Das Oberlandesgericht München
zwischen 1933 und 1945

Buchpräsentation mit Hannes Ludyga
u. A. w. g. unter 089/55 97–25 10 oder per E-Mail

Die Studie über die Geschichte des Oberlandesgerichts München im Nationalsozialismus steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Themenkomplexen der nationalsozialistischen Verfolgung und „Rassenpolitik“ sowie des Widerstands gegen das Regime. Analysiert wird die Rechtsprechung des Oberlandesgerichts im Zivil- und Strafrecht. Den Schwerpunkt der Untersuchung bilden das Familien- und Erbrecht, Hochverrats- und Landesverratsprozesse, Verfahren wegen „Wehrkraftzersetzung“ und „Feindbegünstigung“ sowie die Erbgesundheits- und Erbhofgerichtsbarkeit. Des Weiteren gilt der personellen Zusammensetzung des Oberlandesgerichts München in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur besondere Aufmerksamkeit.

Hannes Ludyga, geb. in München, Studium der Rechts- und Geschichtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München 1995–2001; Dissertation 2006 und Habilitation 2009 an der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München; Lehrstuhlvertretungen 2009 bis 2012.

Buchvorstellung
und Lesung

978-3-86331-036-3

Freitag, 28. September 2012, 18.00 Uhr

Pestalozzi-Fröbel-Haus
Karl-Schrader-Straße 7-8, Haus 1, Raum 202
10781 Berlin


Zum 140. Geburtstag
Alice Salomon – eine Protagonistin der Moderne


mit
Dr. Adriane Feustel
Prof. em. Dr. Dr. hc. C. Wolfgang Müller
Sibylle Nägele und Joy Markert

Es spielt das Duo Musicadentro, Esther Feustel, Violine und Marco Santini, Violine und Klavier.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Literatur-Salons Potsdamer Straße in Kooperation mit dem Pestalozzi-Fröbel-Haus und dem Metropol Verlag

Das Gebiet um die Potsdamer Straße war schon vor über 100 Jahren ein Zentrum der bürgerlichen Frauenbewegung. Alice Salomon schloss sich ihr früh an. Ab 1899 leitete sie die Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit, ab 1900 war sie Mitglied im Bund deutscher Frauenvereine. Zusammen mit Josephine Levy-Rathenau gründete Alice Salomon den Berliner Frauenclub von 1900 e. V. Sie war Mitglied im 1905 gegründeten Berliner Lyceum-Club.
Dr. Adriane Feustel, Historikerin und Leiterin des Alice Salomon Archivs Berlin, ist eine profunde Kennerin des Werkes von Alice Salomon. Sie stellt ihr neues Buch vor: »Das Konzept des Sozialen im Werk Alice Salomons«. Im Gespräch mit Prof. em. Dr. Dr. hc. C. Wolfgang Müller entwirft sie das Bild von Alice Salomon als eine der herausragenden und international renommierten Frauen der Berliner und deutschen Sozial- und Kulturgeschichte. Sibylle Nägele und Joy Markert lesen Ausschnitte aus Alice Salomons Text von 1899: »Frauenklubs« und stellen die neue Veranstaltungsreihe vor: »Schaut sie an, die Landstraße im Städtemeer. Jubiläen der Potsdamer Straße 2012–2013«.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe
Schaut sie an, die Landstraße im Städtemeer.
Jubiläen der Potsdamer Straße 2012–2013

Gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms »Zukunftsinitiative Stadtteil«, Teilprogramm »Soziale Stadt«.

Buchpräsentation

978-3-86331-036-3

November 2011

ISBN: 978-3-86331-036-3
208 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Dienstag, 21. August, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin


Angelika Benz · Marija Vulesica (Hrsg.)
Bewachung und Ausführung
Alltag der Täter in nationalsozialistischen Lagern

Buchpräsentation mit Angelika Benz und Marija Vulesica.

Kurzvortrag:
Stefan Hördler, Historiker, Universität Wien:
Die KZ-Wachmannschaften in der zweiten Kriegshälfte. Genese und Praxis
Moderation:
Dr. Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors

Das unterste Glied innerhalb des nationalsozialistischen Lagersystems, die große Gruppe der Wachmannschaften, fand in der NS-Täterforschung bisher kaum Berücksichtigung. Die Autoren des Bandes untersuchen, wer die Menschen waren, die Gefangene in Lagern unterschiedlichen Typs innerhalb des Deutschen Reichs wie auch in besetzten oder mit dem NS-Regime kollaborierenden Ländern bewachten, die Mordbefehle ausführten, aber auch eigeninitiativ töteten.

Buchvorstellung

978-3-86331-011-0

2011

ISBN: 978-3-86331-011-0
248 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Sonntag, 24. Juni 2012, 11.00 Uhr

Zentralbibliothek/Münchner Stadtbibliothek
im Kulturzentrum am Gasteig

Bibliothekssaal
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Angelika Benz
Der Henkersknecht
Der Prozess gegen John (Iwan) Demjanjuk in München
Berlin: Metropol Verlag 2011

Verlag Dachauer Hefte
In Kooperation mit der Stadtbibliothek München und dem
Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“
 
Von November 2009 bis Mai 2011 stand John (Iwan) Demjanjuk vor dem Landgericht München II – angeklagt der 27 900-fachen Beihilfe zum Mord, begangen 1943 im Vernichtungslager Sobibór. War der in einem Kriegsgefangenenlager rekrutierte Trawniki-Mann unbeteiligter Wachsoldat, williger Handlanger der SS oder Mörder aus eigenem Antrieb? Angelika Benz hat den Prozess von Anfang bis Ende beobachtet. Sie rekonstruiert die Verhandlungen, porträtiert die Beteiligten und stellt die historischen Hintergründe dar. Momentaufnahmen aus dem Gerichtssaal geben einen präzisen Einblick in den Prozessalltag.

Buchvorstellung
und Diskussion

978-3-86331-059-2

März 2012

ISBN: 978-3-86331-059-2
615 Seiten, 29,90 Euro


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Donnerstag, 7. Juni 2012, 19.00 Uhr

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13–14
10785 Berlin

Vortrag:
Prof. Dr. Siegfried Mielke, Professor für Politikwissenschaft (i. R.) am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin, Leiter des Projektes „Metallgewerkschafter/innen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ (1933–1945) am Otto-Suhr-Institut Berlin

Dr. Stefan Heinz, Politikwissenschaftler; wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin

Funktionäre des Deutschen Metallarbeiterverbandes im NS-Staat
Widerstand und Verfolgung

Gewerkschaftlicher Widerstand gegen das NS-Regime wird bis heute in Forschung und Öffentlichkeit, aber auch in den Gewerkschaften selbst erheblich unterschätzt. Die von Siegfried Mielke und Stefan Heinz herausgegebene Studie, die 82 Mitglieder einer Widerstandsgruppe ehemaliger Funktionäre des Deutschen Metallarbeiterverbandes (DMV) porträtiert, belegt: Zahlreiche Gewerkschafter, die noch im Frühjahr 1933 die Anpassungspolitik der Gewerkschaftsführung unterstützt hatten, engagierten sich nur wenige Monate später gegen das NS-Regime und bauten eines der größten Widerstandsnetze reichsweit auf. In einzelnen Verbandsbezirken beteiligten sich 30 bis 50 Prozent der ehemaligen Funktionäre an illegalen Aktivitäten. Kontakte zur Illegalen Reichsleitung der Gewerkschaften, zum Exilvorstand der SPD und zu internationalen Gewerkschaftsorganisationen unterstreichen die Bedeutung dieser Widerstandsgruppe.

Buchpräsentation
und Vortrag

978-3-86331-007-3

2011

ISBN: 978-3-86331-007-3
284 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Dienstag, 5. Juni 2012, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Die Angehörigen des Kommandanturstabs im KZ Sachsenhausen
Sozialstruktur, Dienstwege und biografische Studien

Vortrag:
Dr. Andrea Riedle
,
Historikerin und Politikwissenschaftlerin

Moderation:
Prof. Dr. Günter Morsch,
Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Andrea Riedle befasst sich in ihrer Dissertation auf quantitativer Basis mit Sozialstruktur und Karrierewegen von Angehörigen eines Kommandanturstabs in einem Konzentrationslager und unterzieht die Werdegänge von vier SS-Unterführern des KZ Sachsenhausen einem Vergleich. Sie kann zeigen, nach welchen Kriterien die SS-Führung ihr Personal für die Konzentrationslager aussuchte, welche Rolle die Ausbildung für das Funktionieren des KZ-Systems spielte und wie das Wissen der Männer für den Aufbau weiterer Konzentrationslager genutzt wurde.

Buchpräsentation

978-3-86331-074-5

2012

ISBN: 978-3-86331-074-5
ca. 300 Seiten, 19,00 Euro

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Donnerstag, 31. Mai 2012, 18.00 Uhr

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Veranstaltungssaal
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Aus einem Land vor ihrer Zeit.
Neue Forschungen zur DDR-Geschichte.


Begrüßung:
Dr. Anna Kaminsky
, Geschäftsführerin Bundesstiftung Aufarbeitung
Anja Hertel, Kunsthistorikerin und Herausgeberin

Podiumsgespräch mit:
Dr. Jens Bisky
, Buchautor und Journalist bei der Süddeutschen Zeitung
1966 in Leipzig geboren, wuchs als Jugendlicher in Berlin-Marzahn auf

Dr. Ulrich Mählert, Historiker und Leiter des Arbeitsbereichs Wissenschaft in der Bundesstiftung Aufarbeitung
1968 in Neckarsulm geboren, setzt sich seit 1988 mit der DDR und der deutschen Teilung auseinander

Dr. Andreas Stirn, Historiker und Wissenschaftlicher Referent der Enquete-Kommission zur DDR-Aufarbeitung in Brandenburg
1974 in Berlin geboren und dort mit SERO, Sandmännchen und Solibasar aufgewachsen

Adriana Lettrari, Politik- und Kommunikationswissenschaftlerin
1979 in Neustrelitz geboren, initiierte 2010 das Projekt „Dritte Generation Ostdeutschland“

Moderation:
Marcus Böick, Historiker und Herausgeber
Franziska Kuschel, Historikerin und Herausgeberin

Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berichten über ein Land vor ihrer Zeit. Das Land heißt DDR. In 25 anschaulichen Geschichten geben Stipendiatinnen und Stipendiaten der Bundesstiftung Aufarbeitung Einblicke in ihre aktuellen Forschungsarbeiten zur SED-Diktatur und deutschen Teilung. Zwanzig Jahre nach dem Ende der DDR ändert sich die Blickrichtung. Aus der Zeit der Mitlebenden wird allmählich Geschichte. Das Buch öffnet neue Perspektiven und zeigt, dass zeitliche Distanz Erkenntnisse fördern kann. Auf dem Podium diskutieren darüber Journalisten, Politologen und Historiker, aufgewachsen in Ost und West, Nord und Süd, sozialisiert in der alten Bundesrepublik, der DDR und dem vereinten Deutschland.

Lesung

978-3-936411-78-2

2., vollständig
überarbeitete und
erweiterte Auflage,
2011


ISBN: 978-3-86331-052-3
464 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Donnerstag, 26. April 2012, 19.30 Uhr

Schöneberg Museum
Hauptstr. 40/42
10827 Berlin

Lesung in der Reihe
„Berühmte Schönebergerinnen und Schöneberger“

David Kalisch – Volkstheater und „Kladderadatsch“
Lesung mit Sibylle Nägele und Joy Markert

Im zweiten Kapitel ihres Buches „Die Potsdamer Straße. Geschichten, Mythen, Metamorphosen“, dessen Neuauflage jetzt erschienen ist, erzählen Sibylle Nägele und Joy Markert von David Kalisch, von der Rolle des Schöneberger Volkstheaters bei der Revolution von 1848 und dem Pressefrühling nach den revolutionären Ereignissen. Kalisch gehörte zu den wichtigsten Theaterautoren und war Gründer des Satireblattes „Kladderadatsch“, zusammen mit seinen Cousins Ernst Dohm und Rudolf Löwenstein und mit dem Zeichner Wilhelm Scholz.

Buchvorstellung
und Gespräch

978-3-86331-015-8

2011

ISBN: 978-3-86331-015-8
354 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Donnerstag, 26. April 2012, 20.00 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin-Mitte

Lebenszeugnisse:
Jakub Poznanski „Tagebuch aus dem Ghetto Litzmannstadt“

Wolfgang Benz im Gespräch mit dem
Herausgeber Ingo Loose


Im Ghetto Litzmannstadt waren insgesamt über 200 000 Menschen eingesperrt, die meisten von ihnen wurden in den Vernichtungslagern Kulmhof und Auschwitz ermordet. Die Tagebücher von Jakub Poznanski sind eines der wichtigsten zeitgenössischen Dokumente zum Leben und Sterben in Litzmannstadt. Zwischen 1941 und 1945 notierte der Autor eine Vielzahl von Details: vom Ghettoalltag und der Zwangsarbeit über die Deportationen in die Vernichtungslager bis hin zur Befreiung der letzten wenigen Überlebenden 1945. Ingo Loose hat die Tagebücher erstmals ins Deutsche übersetzt, kommentiert und herausgegeben.

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung.

Vortrag und Buchpräsentation

978-3-86331-038-7

2011

ISBN: 978-3-86331-038-7
256 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Mittwoch, 25. April 2012, 19.00 Uhr

Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
Zwieseler Straße 4
10318 Berlin

Tatorte der Endlösung. Das Ghetto Minsk und die Vernichtungsstätte Maly Trostinez

Vortrag:
Petra Rentrop, Berlin


Minsk war zur Zeit der deutschen Besetzung (1941–1944) ein zentraler Schauplatz des Holocaust. Den Verbrechen im örtlichen Ghetto und in der Vernichtungsstätte bei Maly Trostinez vor den Toren der Stadt fielen Zehntausende zum Opfer, darunter über 20 000 österreichische, tschechische und deutsche Juden. Sie starben an den extremen Existenzbedingungen im Ghetto, wurden erschossen oder in Gaswagen erstickt. Petra Rentrop stellt die Ereignisse dar und untersucht ihre Bedeutung im Gesamtprozess der nationalsozialistischen „Endlösung der Judenfrage“. Zugleich schildert sie das Schicksal der Opfer und liefert eine dichte Beschreibung des Lebens im Ghetto und im Arbeitslager von Maly Trostinez.

Eröffnung der Dauerausstellung

978-3-86331-072-1

April 2012

ISBN: 978-3-86331-072-1
237 Seiten, 19,– Euro

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Mittwoch, 18. April 2012, 14.00 Uhr
Einlass ab 13.00 Uhr

Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Leistikowstraße 1
14460 Potsdam

Begrüßung:
Staatssekretär Martin Gorholt, Vorsitzender des Kuratoriums
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
OKR Martin Vogel, Vorsitzender des Beirats
Pfarrer i. R. Reinhart Lange, Evangelisch-Kirchlicher Hilfsverein, Stifter

Ansprachen:
Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg
Bernd Neumann, MdB, Staatsminister für Kultur und Medien
Dr. Ines Reich, Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
sowie ein ehemaliger Häftling des Gefängnisses Leistikowstraße

Szenische Lesung:
Potsdamer Schülerinnen und Schüler lesen aus Erinnerungen ehemaliger Häftlinge (unter Leitung der Theaterpädagogin Gela Eichhorn)

Musik:
Jaspar Libuda

Kranzniederlegung

ca. 15.45 Uhr Besuch der Ausstellung

Um Anmeldung wird gebeten:
Tel.: 0331– 20 11 540 oder
E-Mail: mail@gedenkstaette-leistikowstrasse.de


Die Dauerausstellung erzählt auf etwa 1000 m? die Geschichte des zentralen Untersuchungsgefängnisses der sowjetischen Spionageabwehr in der Potsdamer Leistikowstraße. Erinnerungsstücke, Alltagsgegenstände, Fotos und Dokumente sowie Filme und Hörstationen veranschaulichen, wie Menschen in vollkommener Isolation und unter katastrophalen Haftbedingungen gelitten haben. Einen Schwerpunkt bilden die Schicksale ehemaliger Häftlinge, insgesamt werden auf drei Etagen 50 Lebensgeschichten vorgestellt. Außerdem informiert die Ausstellung über Strukturen und Personal der sowjetischen Spionageabwehr, die das Gefängnis bis 1989 betrieb. Neunzehn ausführliche Häftlingsbiografien findet der Besucher in drei Räumen im südlichen Flügel des Obergeschosses, in denen der Geheimdienst Häftlinge in Sammelzellen einsperrte.

Buchvorstellung

978-3-86331-067-7

April 2012

ISBN: 978-3-86331-067-7
160 Seiten, 19,– Euro

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Dienstag, 17. April 2012, 19.00 Uhr

Spanische Botschaft
Lichtensteinallee 1
10787 Berlin-Tiergarten

Asesinato y matanzas en el campo de concentración
de Sachsenhausen 1936–1945

(Katalog zur Ausstellung „Mord und Massenmord im KZ Sachsenhausen 1936–1945“ in spanischer Sprache)

Begrüßung:
S. E. D. Rafael Dezcallar y Mazarredo, Botschafter von Spanien
Dr. h. c. Klaus Schütz, Vorsitzender des Fördervereins der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen e. V.

Vorstellung des Ausstellungskataloges:
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 13. April 2012.
Tel.: 03301 – 81 09 27
E-Mail: presse1@stiftung-bg.de


El presente catálogo contiene todos los textos y gran cantidad de fotos e ilustraciones de los objetos expuestos en la muestra “Asesinato y matanzas en el campo de concentración de Sachsenhausen 1936-1945”. La inauguración de la misma y del nuevo sitio conmemorativo “Estación Z” se realizó el 17 de abril de 2005, fecha que coincide con el 60 aniversario de la liberación de los prisioneros del campo de concentración. Los asesinatos y operativos de exterminio fueron escogidos a modo de ejemplo. No se toman únicamente en consideración los delitos que fueron cometidos en contra de los prisioneros del campo de concentración sino que también se tienen en cuenta los asesinatos de personas que fueron transportadas a Sachsenhausen desde la Oficina Central de Seguridad del Reich en la calle Prinz-Albrecht, o sea, desde la central de la Gestapo en Berlín, con el objetivo principal y directo de su inmediata ejecución.

Der vorliegende Band enthält alle Texte und viele Exponatabbildungen der Dokumentation „Mord und Massenmord im Konzentrationslager Sachsenhausen 1936–1945“. Die Ausstellung wurde anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers gemeinsam mit dem neu gestalteten zentralen Gedenkort „Station Z“ am 17. April 2005 eröffnet.
Die dargestellten Mord- und Massenmordaktionen wurden exemplarisch ausgewählt. Sie berücksichtigen nicht nur die Verbrechen, die gegen Häftlinge des Konzentrationslagers verübt wurden, sondern auch die Morde an Menschen, die vorwiegend von Dienststellen des für das gesamte Reichsgebiet zuständigen Reichssicherheitshauptamtes in der Prinz-Albrecht-Straße bzw. der Berliner Gestapo am Alexanderplatz nur zum Zwecke ihrer Exekution nach Sachsenhausen verschleppt wurden.

Buchvorstellung

978-3-86331-024-0

2011

ISBN: 978-3-86331-024-0
232 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Montag, 2. April 2012, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Heinz Schneppen

Walther Rauff
Organisator der Gaswagenmorde
Eine Biografie

Als Gruppenleiter Technik im Reichssicherheitshauptamt war der SS-Standartenführer Walther Rauff maßgeblich an der Entwicklung der „Gaswagen“ beteiligt, die die Massenerschießungen der Einsatzkommandos ergänzen oder ersetzen sollten. Nach Kriegsende gelang ihm die Flucht. In Syrien und Italien arbeitete er für verschiedene Geheimdienste. 1949 setzte er sich nach Südamerika ab. Das von der Bundesrepublik betriebene Auslieferungsverfahren scheiterte 1963 aus formalen Gründen. Rauff, der 1984 in Santiago starb, wurde wegen seiner NS-Verbrechen nie belangt.

Dr. Heinz Schneppen, Botschafter a. D., war von 1960 bis 1996 im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik tätig.

Buchvorstellung

978-3-86331-044-8

2011

ISBN: 978-3-86331-044-8
284 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Dienstag, 20. März 2012, 18.00 Uhr

Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin
Seminarraum 1
Saargemünder Str. 2
Berlin-Zehlendorf

Buchvorstellung mit
Thomas Pekar:

Flucht und Rettung
Exil im japanischen Herrschaftsbereich (1933–1945)

Der Band versammelt Beiträge von Forscherinnen und Forschern aus China, Japan, Österreich und Deutschland, die aus historischer, interkultureller und kulturwissenschaftlicher Perspektive das jüdische und politische Exil während des Zweiten Weltkrieges in Japan und den zeitweilig von Japan kontrollierten Gebieten Ostasiens untersuchen.
Neben den Besonderheiten des Exils im Japanischen Herrschaftsbereich stehen die Schicksale einzelner Emigranten im Mittelpunkt, darunter Philosophen und Schriftsteller wie Karl Löwith, Kurt Bauchwitz, Kurt Singer, Architekten wie Bruno Taut und Musiker wie Klaus Pringsheim und Eta Harich-Schneider.
Thomas Pekar ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Gakushuin Universität in Tokyo und Herausgeber des Sammelbandes.

Buchvorstellung

978-3-86331-066-0

Februar 2012

ISBN: 978-3-86331-066-0
208 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Donnerstag, 8. März 2012, 19.00 Uhr

Schwules Museum Berlin
Mehringdamm 61
Berlin-Kreuzberg

Buchvorstellung mit
Insa Eschebach u. a.:

Homophobie und Devianz
Weibliche und männliche Homosexualität im Nationalsozialismus

Den Nationalsozialisten galt Homosexualität als „Volksseuche“, die sie mit einer eigenen Einrichtung, der Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung, zu eliminieren suchten. Gemeint war nur die männliche Homosexualität. Etwa 50 000 Männer sind im Dritten Reich wegen Verstoßes gegen § 175 verurteilt worden. Zwar wurde weibliche Homosexualität nicht strafrechtlich verfolgt, sie konnte aber als  „Asozialität“ stigmatisiert werden und damit die Überführung in ein Konzentrationslager bedeuten.
Der vorliegende Band versammelt Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung homosexueller Männer und Frauen und befasst sich mit homophoben Strategien der Diskriminierung in den Konzentrationslagern. Weitere Themen sind die Erinnerungsgeschichte seit 1945 und die Kontroversen um die Praxis des Gedenkens.

Dr. Insa Eschebach ist Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und Herausgeberin des Sammebandes.

Buchvorstellung

978-3-940938-99-2

2011

ISBN 978-3-940938-99-2
XXXIV, 446 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Donnerstag, 23. Februar 2012, 19.00 Uhr

LVR-Industriemuseum Oberhausen
Hansastraße

Buchvorstellung mit
Günter Morsch und Bertrand Perz

Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentötungen durch Giftgas
Historische Bedeutung, technische Entwicklung, revisionistische Leugnung

Von mindestens 5,3 Millionen europäischen Juden, die der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik zum Opfer fielen, wurde etwa die Hälfte durch Giftgas ermordet. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der ersten umfassenden Darstellung zum Thema "Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas" wird in diesem Sammelband der neueste Forschungsstand vorgestellt. International ausgewiesene Wissenschaftler thematisieren die historischen Hintergründe wie auch die naturwissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen der Massentötungen durch Giftgas und ihre konkrete Durchführung im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten.

Die Herausgeber stellen das Buch hier erstmals in Nordrhein-Westfalen vor.

Günter Morsch, Prof. Dr. phil., Historiker, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen

Bertrand Perz, Univ-Doz., Dr. phil., Historiker, stellvertretender Vorsitzender des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien

Buchpräsentationen
und Vortrag

978-3-86331-009-7

2011

ISBN: 978-3-86331-009-7
256 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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978-3-86331-010-3

2011

ISBN: 978-3-86331-010-3
230 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Dienstag, 7. Februar 2012, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Neuere Forschungen zur Geschichte und Nachgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager

Vortrag:
Christiane Heß, Hamburg, und Dr. Karsten Wilke, Bielefeld
Rückblicke – Einblicke – Ausblicke.
15 Jahre „Workshop zur Geschichte der Konzentrationslager“

Buchpräsentationen:
Dr. Régis Schlagdenhauffen, Paris
Die Erinnerung an die nationalsozialistischen Konzentrationslager.
Akteure, Inhalte, Strategien (2011)

Dominique Schröder, Bielefeld
Kontinuitäten und Brüche. Neue Perspektiven auf die Geschichte
der NS-Konzentrationslager (2011)

Moderation:
Dr. Thomas Lutz, Berlin


Der „Workshop zur Geschichte der Konzentrationslager“ ist eine eigenständige Initiative von fortgeschrittenen Studierenden und Promovierenden, der 1994 das erste Mal stattfand und sich inzwischen zu einer wichtigen interdisziplinären und internationalen Fachtagung entwickelt hat. Nahezu jährlich werden selbstständig organisierte Treffen mit einer wachsenden Zahl von Teilnehmenden an wechselnden Orten – zumeist in Anbindung an Gedenkstätten – durchgeführt. Die jeweiligen Tagungsbände spiegeln die Vielfalt der Fragestellungen wider.
Die Referenten vermitteln anlässlich des 15-jährigen Bestehens einen Überblick über die Geschichte des Workshops und stellen als beteiligte Herausgeber bzw. Autoren die inhaltlichen Schwerpunkte der letzten beiden Tagungsbände vor, die von der Entwicklungs- und Strukturgeschichte des KZ-Systems über die juristische Aufarbeitung der KZ-Verbrechen bis zur Erinnerung an die Lager reichen.

Christiane Heß studierte Geschichte und Kunstgeschichte an den Universitäten Hamburg und Salamanca. Sie arbeitet an einem Dissertationsprojekt über Zeichnungen aus den Konzentrationslagern Neuengamme und Ravensbrück.
Régis Schlagdenhauffen studierte Soziologie, Ethnologie und Politik an der Universität Strasbourg und der HU Berlin. Er promovierte 2009 über das Gedenken an die homosexuellen NS-Opfer in Westeuropa am Beispiel der Städte Berlin, Paris und Amsterdam.

Dominique Schröder studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Bielefeld. Ihr Dissertationsprojekt untersucht das Schreiben von Tagebüchern in nationalsozialistischen Konzentrationslagern.
Karsten Wilke studierte Geschichte und Literaturwissenschaften an den Universitäten Bielefeld und Groningen. Er promovierte mit einer Studie über Die „Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit“ (HIAG) 1950–1990. Veteranen der Waffen-SS in der Bundesrepublik (2011).

Thomas Lutz ist Gedenkstättenreferent der Stiftung Topographie des Terrors.

Vortrag und Diskussion

978-3-86331-065-3

2011

ISBN: 978-3-86331-065-3
416 Seiten
Preis: 29,80 Euro

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Dienstag, 24. Januar 2012, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Nationalsozialistische Zwangslager.
Strukturen und Regionen – Täter und Opfer


Vortrag: 
Prof. Dr. Wolfgang Benz, Berlin
NS-Zwangslager und KZ-System. Eine Einführung

Dr. Angelika Königseder, Berlin
Die Stellung der Arbeitserziehungslager im NS-Haftsystem zwischen Polizeihaft- und Konzentrationslagern

Dr. h.c. Barbara Distel, München
Kriminelle und „Asoziale“ als Häftlingskategorien

Moderation: Dr. Detlef Garbe, Hamburg

Mit Abschluss der neunbändigen Reihe Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager ist die Geschichte der KZ im engeren Sinne erstmals umfassend aufgearbeitet. Jenseits der formalen Definition des KZ als einer Haftstätte unter der Verwaltung der Inspektion der Konzentrationslager in Oranienburg bzw. des SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamts in Berlin existierten zahllose weitere Zwangslager, die in gleicher oder ähnlicher Weise Stätten nationalsozialistischen Terrors waren und von den darin Gefangenen als „KZ“ empfunden wurden. Das galt für die rund 200 „Arbeitserziehungslager“ wie für „Polizeihaftlager“ oder „Erweiterte Polizeigefängnisse“ unter regionaler Gestapo-Hoheit, für „Zwangsarbeitslager für Juden“, für „Zigeunerlager“, für Ghettos und andere Haftstätten. Die Beiträge des gerade erschienenen Bands Nationalsozialistische Zwangslager. Strukturen und Regionen – Täter und Opfer (2011), herausgegeben von Wolfgang Benz, Barbara Distel und Angelika Königseder, setzen die Erforschung von Problemen dieser Lagerwelt unter deutscher Herrschaft fort, sie zeigen die Landschaft des Terrors und machen auf Desiderate der Forschung aufmerksam.

Wolfgang Benz, 1941 geboren, ist Professor em. an der Technischen Universität Berlin und leitete bis März 2011 das Zentrum für Antisemitismusforschung. In gemeinsamer Herausgeberschaft mit Barbara Distel entstand 2005 bis 2009 die Gesamtdarstellung Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.

Barbara Distel, 1943 geboren, war bis Juli 2008 Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau. Gemeinsam mit Wolfgang Benz gab sie von 1985 bis 2009 die als Periodikum erschienenen Dachauer Hefte heraus.

Angelika Königseder, 1966 geboren, ist Historikerin und war bis 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Vorurteils- und Konfliktforschung am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin.

Detlef Garbe ist Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Buchvorstellung
und Gespräch

978-3-86331-011-0

2011

ISBN: 978-3-86331-011-0
248 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Donnerstag, 19. Januar 2012, 20.00 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin-Mitte

Lebenszeugnisse:
„Der Henkersknecht – Der Prozess gegen John (Iwan) Demjanjuk in München“

Wolfgang Benz im Gespräch mit Angelika Benz


Von November 2009 bis Mai 2011 stand John (Iwan) Demjanjuk vor dem Landgericht München II – angeklagt der 27 900-fachen Beihilfe zum Mord, begangen 1943 im Vernichtungslager Sobibór. War der in einem Kriegsgefangenenlager rekrutierte Trawniki- Mann unbeteiligter Wachsoldat, williger Handlanger der SS oder Mörder aus eigenem Antrieb? Angelika Benz hat den Prozess von Anfang bis Ende beobachtet. Sie rekonstruiert die Verhandlungen, porträtiert den Angeklagten, Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und Nebenkläger und stellt die historischen Hintergründe dar. Momentaufnahmen aus dem Gerichtssaal geben einen präzisen Einblick in den Prozessalltag.

Angelika Benz, 1981 geboren, absolvierte ein Studium der Neueren Deutschen Geschichte und Neueren Deutschen Philologie und promoviert am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin über das SS-Ausbildungslager Trawniki.


News

 

2011

Gespräch und Diskussion

978-3-86331-005-9

2011

ISBN 978-3-86331-005-9
159 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Donnerstag, 15. Dezember 2011, 20.00 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin-Mitte

Lebenszeugnisse:
„Ein Mädchen allein auf der Flucht:
Ungarn – Slowakei – Polen 1944–1945“

Wolfgang Benz im Gespräch mit Eva Szepesi und Babette Quinkert


Als die Deutschen im Frühjahr 1944 in Ungarn einmarschieren, beginnt die Verfolgung und Ermordung der ungarischen Juden. Die elfjährige Eva wird von ihrer Mutter in die Slowakei geschickt. Von nun an lebt das jüdische Mädchen auf der Flucht. Sie findet Verstecke bei gutwilligen Menschen, doch schließlich wird sie gefangen genommen und nach Auschwitz verschleppt. Nach dem Krieg schweigt Eva Szepesi, geb. Diamant, fünfzig Jahre lang. Erst Mitte der neunziger Jahre kann sie über das Erlebte sprechen.
Eva Szepesi lebt heute in Frankfurt am Main. Die Historikerin Babette Quinkert hat sie bei der Abfassung ihrer Lebenserinnerungen unterstützt und in der Einleitung zum Buch eine historische Einbettung der geschilderten Ereignisse in Ungarn vorgenommen.

Lesung

978-3-936411-78-2

2., vollständig
überarbeitete und
erweiterte Auflage


ISBN: 978-3-86331-052-3
464 Seiten, 29,90 Euro

Erscheint voraussichtlich
im November 2011

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Freitag, 25. November 2011, 19.00 Uhr

Adolf-Kurtz-Haus, Großer Saal
An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin
Nähe Nollendorfplatz | Kurfürstenstraße

Starke Frauen – die Avantgarde der Emanzipation

Lesung mit
Iris Berben
Elke Mascha Blankenburg
Christiane Carstens
Marguerite Kollo
Bertram von Boxberg
Schülerinnen und Schülern der Alexander-Puschkin-Schule

Am Flügel:
Christoph Hagemann
Schülerinnen und Schüler der Allegro-Grundschule musizieren

Moderation:
Sibylle Nägele und Joy Markert

Frauenrechte sind Menschenrechte.
Vor 200 Jahren wurde Fanny Lewald geboren, sie widersetzte sich der Zwangsverheiratung und dem väterlichen Verbot zu publizieren. Vor 190 Jahren wurde Ludmilla Assing geboren. Sie ging ins Exil, als revolutionäre Schriftstellerin von der preußischen Polizei steckbrieflich gesucht. Vor 180 Jahren wurde Hedwig Dohm geboren, die bedeutende Schriftstellerin und radikalste Frauenrechtlerin.
In der Potsdamer Straße und Umgebung lebten Schriftstellerinnen, Künstlerinnen, Sängerinnen, Schauspielerinnen, Wissenschaftlerinnen, die engagiert für die Rechte der Frauen kämpften, zu einer Zeit, als Frauen nur unter erschwerten Bedingungen studieren konnten, kaum einen Beruf ausüben und nicht politisch tätig sein durften. Sie waren stark, sie ließen sich nicht einschüchtern und lebten vor, was heute selbstverständlich geworden ist.

Bilder, Lesung, Musik

978-3-86331-045-5

2011

ISBN: 978-3-86331-045-5
112 Seiten
Preis: 14,00 Euro

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Dienstag, 22. November 2011, 19.00 Uhr

Botschaft des Königreichs der Niederlande
Klosterstraße 50
10179 Berlin-Mitte

Ravensbrück – Rückblicke 2011
Bilder, Lesung, Musik

Begrüßung, Rückblick 2011, Vorstellung des Sammlungsgegenstandes: 
Michael Pistecky, Botschaft des Königreichs der Niederlande
Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Dr. Peter Plieninger, Internationaler Freundeskreis e. V.

'Samenwerking' der Gedenkstätten Westerbork und Ravensbrück
Übergabe des Kleides von Sylvia Elizabeth van Otten (30. 1. 1945 – 1. 3. 1945 im KZ Ravensbrück)
Maarten Peters singt 'Sylvia Elizabeth'

Buchvorstellung: 
Erna de Vries: Der Auftrag meiner Mutter. Eine Überlebende der Shoah erzählt (Metropol Verlag)

Konzert: 
Esther Bejarano & Microphone Mafia

Gemeinsam mit ihrem internationalen Freundeskreis e. V. und dem Metropol Verlag Berlin lädt die Gedenkstätte Ravensbrück zu einer Benefiz-Veranstaltung in die Botschaft des Königreichs der Niederlande ein.

Der Eintritt ist frei
.
Gebeten wird um eine Spende zum Erhalt der Sammlungsgegenstände der Gedenkstätte.

Buchpräsentation und Podiumsiskussion

978-3-86331-004-2

2011

ISBN: 978-3-86331-004-2
183 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Montag, 21. November 2011, 19.00 Uhr

Interkulturelles Zentrum „Gertrud von Saldern“
Gotthardtkirchplatz 10
14770 Brandenburg

Justizalltag im Unrechtsstaat

Begrüßung:
Ulrike Poppe, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Einführung:
Prof. Dr. Rainer Schröder, Rechtshistoriker, Humboldt-Universität zu Berlin

Podiumsgespräch:
Rudi Beckert, früherer Oberrichter am Obersten Gericht der DDR
Prof. Dr. Rainer Schröder
Peter Peukert, bis 1983 Richter am Kreisgericht Potsdam, aus politischen Gründen entlassen, heute Rechtsanwalt in Potsdam
Ulrike Poppe
Dr. Reinhard Höppner, von 1994 bis 2002 Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt

Moderation:
Dr. Erardo C. Rautenberg, Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg

Der langjährige Oberrichter am Obersten Gericht der DDR Rudi Beckert war der fünfthöchste Richter im SED-Staat.
Mit seiner Autobiografie Glücklicher Sklave legt er nicht nur eine persönliche, ungeschminkte Bilanz seiner Justizkarriere in der DDR vor. Zugleich setzt sich der ehemalige DDR-Jurist (selbst)kritisch mit dem Justizalltag im sozialistischen Staat auseinander. Das Ergebnis ist »eine vorbehaltlose Rechenschaftslegung«, was seine Lebenserinnerungen exemplarisch macht, so Karl Wilhelm Fricke im Vorwort. Interne Abläufe wie das Zusammenwirken von Justiz, Partei und Staatssicherheit werden aus der Sicht eines unmittelbar Beteiligten behandelt. Beckert stellt die Frage nach dem Charakter der DDR als Unrechtsstaat und weicht der Antwort nicht aus. Rudi Beckerts Autobiografie soll Ausgangspunkt sein zu einem fachkundigen Expertengespräch über den Justizalltag im SED-Staat.

Eintritt frei
Anmeldung nicht erforderlich

Buchvorstellung
und Lesung

978-3-86331-061-5

2011

ISBN: 978-3-86331-061-5
32 Seiten
Preis: 12,00 Euro

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Donnerstag, 17. November 2011, 17.00 Uhr

Alte Turnhalle Herrenberg
Seestraße 31
71083 Herrenberg

Froim – Der Junge aus dem Warschauer Ghetto

Buchvorstellung und Lesung mit Walter Sittler

Vorgestellt wird das Kinderbilderbuch „Froim – der Junge aus dem Warschauer Ghetto“ von David A. Adler mit Illustrationen von Karen Ritz, das die Sektion Böblingen-Herrenberg-Tübingen des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. übersetzt und herausgegeben hat.

Das Bilderbuch erzählt die authentische Kindheitsgeschichte von
Erwin/Froim Baum. 

Erwin/Froim Baum wurde 1926 in Warschau geboren. 1939 kam er in das dortige Waisenhaus von Janus Korczak. Im Oktober 1940 musste er mit seiner Familie in das Warschauer Ghetto umsiedeln. Ende 1942 wurde nach Auschwitz deportiert. Im Herbst 1944 kam er über das KZ Stutthof in das KZ-Außenlager Hailfingen. Ende April 1945 befreiten ihn die Amerikaner auf dem Todesmarsch. 1948 wanderte er nach Israel aus, 1951 ging er nach Kanada und später in die USA. Erwin Baum starb 2006.

Infos über Erwin Baum:
www.kz-gedenkstaette-hailfingen-tailfingen.de

Walter Sittler, der sich als einer der „Prominenten“ engagiert gegen Stuttgart 21 einsetzt, war in vielen Fernsehserien und Kinofilmen zu sehen, zuletzt in der Schwedenkrimi-Reihe „Der Kommissar und das Meer“. Zurzeit tourt er mit einem Kästner-Programm durch Deutschland. Und dazwischen liest er jetzt in Herrenberg. Er ist Mitglied von Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.

Die Lesung und die Vorstellung des Buches wenden sich vorrangig an Schüler des 4. bis 7. Schuljahres sowie an Eltern und Lehrer.

Eine Veranstaltung von GV/FD in Zusammenarbeit mit dem Gäubote, dem Verein KZ Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen e. V., der Stadtbibliothek Herrenberg und der Buchhandlung Schäufele Herrenberg.

Eintritt: Erwachsene 6,– Euro, Kinder und Jugendliche 3,– Euro. 
Kartenvorverkauf ab 17.10. beim Gäubote, Bronntor 1, 71083 Herrenberg,
Telefon: 07032 – 95 25 103.

Vortrag und Diskussion

978-3-940938-84-8

2011

ISBN 978-3-940938-84-8
428 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Dienstag, 15. November 2011, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Lettland unter deutscher Besatzung 1941–1944.
Der lettische Anteil am Holocaust


Vortrag: 
Dr. Katrin Reichelt, Berlin

Moderation: 
Dr. Peter Klein, Berlin

Die Studie Lettland unter deutscher Besatzung 1941–1944. Der lettische Anteil am Holocaust (2011) gibt einen Überblick über die Radikalisierung der Verfolgungsmaßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung während der nationalsozialistischen Okkupation Lettlands. Unter dem Aspekt der lettischen Beteiligung untersucht Katrin Reichelt die Entrechtung, Ausbeutung, Enteignung, Terrorisierung, Inhaftierung und die Ermordung der Opfer.
In ihrem Vortrag konzentriert sich die Autorin auf das Zusammenwirken von deutschen und lettischen Komplizen bei der Judenverfolgung. Anhand von Fallbeispielen zeigt sie, inwieweit aktive oder passive Beteiligung von Letten am Holocaust als ein für die gesamte lettische Gesellschaft repräsentatives kollektives Verhalten bewertet werden kann. Reichelt zeichnet Täterstrukturen und -profile nach, diskutiert Ursachen und Motive der Kollaboration und geht auch der Frage der Solidarität von Letten mit verfolgten Juden nach.

Katrin Reichelt, 1970 geboren, studierte Russistik, Polonistik, Neuere und Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie war mehrere Jahre am kanadischen Justizministerium/Abt. Kriegsverbrechen in Ottawa sowie am United States Holocaust Memorial Museum in Washington D.C. tätig. Im April 2011 erschien ihre Dissertation Lettland unter deutscher Besatzung 1941–1944. Der lettische Anteil am Holocaust.

Peter Klein, 1962 geboren, ist wissenschaftlicher Angestellter bei der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Zu seinen Veröffentlichungen gehört die gemeinsam mit Andrej Angrick verfasste Studie Die „Endlösung“ in Riga. Ausbeutung und Vernichtung 1941–1944 (2006).

Veranstaltung

978-3-86331-024-0

2011

ISBN: 978-3-86331-024-0
232 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Donnerstag, 13. Oktober 2011, 12.10–12.40 Uhr


Rainer Blasius
(F.A.Z.) im Gespräch mit
dem Autor Dr. Heinz Schneppen, Botschafter a. D.

Frankfurter Buchmesse – Autorengespräch

Stand der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Messegelände
3.1 D154

Buchvorstellung

978-3-86331-037-0

2011

ISBN: 978-3-86331-037-0
263 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Mittwoch, 28. September 2011, 18.30 Uhr

Hessische Landesvertretung
In den Ministergärten 5
10117 Berlin

Wolfgang R. Assmann · Albrecht Graf von Kalnein (Hrsg.)
Erinnerung und Gesellschaft
Formen der Aufarbeitung von Diktaturen in Europa

Buchvorstellung mit Staatsministerin a. D. Ruth Wagner und
Wolfgang R. Assmann

Europa im 20. Jahrhundert – das ist auch eine Geschichte von Diktaturen und Widerstand, von politischer Gewalt und Zivilcourage. Die Beschäftigung mit dieser Grundkonstante vernachlässigt oft deren über-nationale Bedeutung; im Regelfall ist sie zudem ausschließlich sozialwissenschaftlich ausgerichtet. Eine sinnvolle Auseinandersetzung mit „Erinnerung und Gesellschaft“ erfordert jedoch einen übergreifenderen Blick.
Hier setzt dieses Buch an: Es thematisiert sowohl deutsche Diktaturgeschichte(n) als auch Fälle von Diktaturen und deren Aufarbeitung in anderen europäischen Ländern. Somit geht es der Frage nach, ob es einen gemeinsamen europäischen Erinnerungsraum gibt bzw. geben kann. Dabei verbindet es den fachwissenschaftlichen Blick mit Perspektiven aus Literatur, bildender Kunst und Musik. Neben Beiträgen von Aleida Assmann, Eduard Beaucamp und anderen enthält es auch bisher unveröffentlichte Fotos aus dem Nachlass des Historikers Reinhart Koselleck.

Buchvorstellung

978-3-86331-008-0

2011

ISBN: 978-3-86331-008-0
368 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Donnerstag, 22. September 2011, 19.00 Uhr

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9 
14467 Potsdam

Claus Gerhard
Der begrenzte Himmel
Drachen- und Gleitschirmfliegen in der DDR

Vortrag und Gespräch mit dem Autor
Dr. med. Claus Gerhard, Facharzt für Chirurgie, Sportmediziner,
Autor, erfahrener Drachen- und Segelflieger

Kurzfilme:
Drachen- und Gleitschirmfliegen, Fluchtversuche aus der DDR

Moderation:
Friedrich Kurz (ZDF-Redakteur)

Drachenflieger und Paraglider in der DDR lebten gefährlich: Neben den Unfallgefahren jeder Luftsportart mussten die ostdeutschen Piloten stets fürchten, entdeckt zu werden. Denn die Regierung unterstellte ihnen, ihre Geräte zur Flucht in den Westen zu benutzen. Sie verhängte ein strenges Verbot – eine weltweit einmalige Bestimmung. Wer dennoch „fliegen“ wollte, brauchte Mut, Fantasie und Verschwiegenheit: Die selbst gebauten Fluggeräte und die fehlende Ausbildung bargen Risiken, und das Ministerium für Staatssicherheit überwachte und sanktionierte jede fliegerische Unternehmung. Claus Gerhard schildert ihre aufregend schönen, oft aber auch bedrückenden Erfahrungen sowie die Reaktion der Sicherheitsorgane. Er konnte Stasi-Akten einsehen und fast einhundert Betroffene zu ihren Erlebnissen befragen.

Eine Veranstaltung der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte.

Buchvorstellung

978-3-86331-011-0

2011

ISBN: 978-3-86331-011-0
248 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Dienstag, 20. September 2011, 19.00 Uhr

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchner Straße 8
10963 Berlin

Angelika Benz
Der Henkersknecht
Der Prozess gegen John (Iwan) Demjanjuk in München

Vortrag:
Angelika Benz

Moderation:
Hannes Honecker, Rechtsanwalt für Straf- und Arbeitsrecht in Berlin 

Von November 2009 bis Mai 2011 stand John (Iwan) Demjanjuk vor dem Landgericht München II – angeklagt der 27 900-fachen Beihilfe zum Mord, begangen 1943 im Vernichtungslager Sobibór. War der in einem Kriegsgefangenenlager rekrutierte Trawniki-Mann unbeteiligter Wachsoldat, williger Handlanger der SS oder Mörder aus eigenem Antrieb? Angelika Benz hat den Prozess von Anfang bis Ende beobachtet. Sie rekonstruiert die Verhandlungen, porträtiert Angeklagten, Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und Nebenkläger und stellt die historischen Hintergründe dar. Momentaufnahmen aus dem Gerichtssaal geben einen präzisen Einblick in den Prozessalltag.

Buchvorstellung

978-3-86331-039-4

2011

ISBN: 978-3-86331-039-4
285 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Freitag, 2. September 2011, 17.00 Uhr

Heimatmuseum Steglitz
Literarischer Salon
Drakestraße 64 A
12205 Berlin

Otti Binswanger-Lilienthal
Der Albatros
Ein Weg durch die Zeit
Jugend in Berlin – Leben in der Emigration

Buchvorstellung mit dem Herausgeber der Autobiografie,
Professor Friedrich Voit, Universität Auckland/Neuseeland. 

Anschließend Gespräch mit dem Herausgeber.

Otti Binswanger-Lilienthal (1896–1971), Tochter des Architekten und Flugpioniers Gustav Lilienthal, zeichnet auf hohem literarischen Niveau ihren außergewöhnlichen Lebensweg nach: ihre Kindheit ausgangs des Kaiserreichs, ihr Erwachsenwerden in der Jugendbewegung während der Weimarer Zeit, das Exil mit ihrem jüdischen Ehemann in Italien und Neuseeland und die Rückkehr nach Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihre Autobiografie besticht durch den klaren Blick auf das Zeitgeschehen. Otti Binswanger-Lilienthal porträtiert ein Leben, das sich trotz aller äußeren, zeitbedingten Widerstände in sozialem Engagement und Kreativität realisierte: als Gymnastiklehrerin, Künstlerin und Schriftstellerin.

Vortrag und Diskussion

978-3-940938-11-4

2008

ISBN 978-3-940938-11-4
205 Seiten
Preis: 18,00 Euro

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Mittwoch, 31. August 2011, 19.00 Uhr

60 Jahre nach der „Affäre Walter“ –
Die Verfolgung der Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit 1951

Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund
Mohrenstraße 64
10117 Berlin

Kurzvortrag:
Enrico Heitzer, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und Autor des Buches
„Affäre Walter“. Die vergessene Verhaftungswelle, Berlin 2008.

Diskussion: 
Dr. Wolfgang Buschfort, Historiker 
Enrico Heitzer
, Historiker 
Prof. Dr. Bernd Stöver, Historiker 

Moderation:
Harald Asel, Journalist des RBB 

Die Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU) trat dem SED-Regime offensiv entgegen, auch mit militanten Aktionen. Die Organisation zählte so für mehrere Jahre zu den härtesten Widersachern der kommunistischen Diktatur. Viele Akteure der KgU waren durch den vorangegangenen Krieg und die NS-Herrschaft geprägt, einige in problematischer Weise. Die KgU wurde durch die besondere Situation Berlins als „Frontstadt“ und internationales Zentrum für Spionage beeinflusst. Im September 1951 setzte eine große Verhaftungswelle gegen die KgU ein: Nie zuvor oder hernach wurde in der DDR eine so große Zahl aktiver SED-Gegner inhaftiert, abgeurteilt und hingerichtet. 

Buchvorstellung

978-3-86331-008-0

2011

ISBN: 978-3-86331-008-0
368 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Donnerstag, 14. Juli 2011, 18.00 Uhr

Deutsches Technikmuseum Berlin
Vortragssaal (im 4. OG des Altbaus, Zugang über den Haupteingang)
Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin

Claus Gerhard
Der begrenzte Himmel
Drachen- und Gleitschirmfliegen in der DDR

Begrüßung:
Prof. Dr. Dr. Holger Steinle, Leiter der Abteilung Luft- und Raumfahrt im Deutschen Technikmuseum
Rainer Eppelmann, Theologe, Bürgerrechtler, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Vortrag:
Dr. med. Claus Gerhard, Facharzt für Chirurgie, Sportmediziner, Autor, erfahrener Drachen- und Segelflieger

Kurzfilme:
Drachen- und Gleitschirmfliegen, Fluchtversuche aus der DDR

Podiumsgespräch:
Dr. med. Claus Gerhard, Volkmar Kienöl (versuchte 1986 mit einem „Drachen“ aus Ostberlin zu fliehen),

Moderation:
Friedrich Kurz (ZDF-Redakteur)

Ende der Veranstaltung: ca. 20 Uhr

Drachenflieger und Paraglider in der DDR lebten gefährlich: Neben den Unfallgefahren jeder Luftsportart mussten die ostdeutschen Piloten stets fürchten, entdeckt zu werden. Denn die Regierung unterstellte ihnen, ihre Geräte zur Flucht in den Westen zu benutzen. Sie verhängte ein strenges Verbot – eine weltweit einmalige Bestimmung. Wer dennoch „fliegen“ wollte, brauchte Mut, Fantasie und Verschwiegenheit: Die selbst gebauten Fluggeräte und die fehlende Ausbildung bargen Risiken, und das Ministerium für Staatssicherheit überwachte und sanktionierte jede fliegerische Unternehmung. Claus Gerhard schildert ihre aufregend schönen, oft aber auch bedrückenden Erfahrungen sowie die Reaktion der Sicherheitsorgane. Er konnte Stasi-Akten einsehen und fast einhundert Betroffene zu ihren Erlebnissen befragen.

Buchvorstellung

978-3-86331-007-3

2011

ISBN: 978-3-86331-007-3
284 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Donnerstag, 7. Juli 2011, 18.30 Uhr

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Besucherzentrum
Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg

Andrea Riedle
Die Angehörigen des Kommandanturstabs im KZ Sachsenhausen
Sozialstruktur, Dienstwege und biografische Studien

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 31

Die Studie befasst sich erstmals auf quantitativer Basis mit Sozialstruktur und Karrierewegen von Angehörigen eines Kommandanturstabs in einem Konzentrationslager und unterzieht die Werdegänge von vier SS-Unterführern des KZ Sachsenhausen einem Vergleich. Die Autorin kann zeigen, nach welchen Kriterien die SS-Führung ihr Personal für die Konzentrationslager aussuchte, welche Rolle die Ausbildung für das Funktionieren des KZ-Systems spielte und wie das Wissen der Männer für den Aufbau weiterer Konzentrationslager genutzt wurde.

Begrüßung und Moderation
Prof. Dr. Günter Morsch
Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Eintritt frei

Ausstellungseröffnung

978-3-86331-032-5

2011

ISBN 978-3-86331-032-5
176 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Sonntag, 15. Mai 2011, ab 17,00 Uhr

Semperoper Dresden

Festakt zur Eröffnung der Ausstellung
„Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der ,Juden‘ und
,politisch Untragbaren‘ aus den Dresdner Theatern
1933 bis 1945“ in der Semperoper Dresden


Ab 17 Uhr Ausstellungsrundgang in der Semperoper

18 Uhr Festakt unter Mitwirkung von Mitgliedern der Semperoper und des Staatsschauspiels Dresden

Eröffnungsredner: Helm Stierlin

Ca. 19.30 Uhr Ausstellungsrundgang im Schauspielhaus und Empfang

Zur Ausstellung liegt ein Begleitband vor:
Hannes Heer · Jürgen Kesting · Peter Schmidt
Verstummte Stimmen
Die Vertreibung der „Juden“ und „politisch Untragbaren“ aus
den Dresdner Theatern 1933 bis 1945

Ausstellungseröffnung

978-3-86331-031-8

2011

ISBN 978-3-86331-031-8
240 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Montag, 2. Mai 2011, 14.00 Uhr

DGB-Haus am Hackeschen Markt
Berlin-Mitte

„Seid wachsam, dass über Deutschland
nie wieder die Nacht hereinbricht“
Deutsche Gewerkschafter im KZ 1933–1945

Reden:
Michael Sommer, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Die Ausstellung ist vom 2. Mai bis zum 30. Juni 2011 im DGB-Haus am Hackeschen Markt zu sehen.

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 10,00–18,00 Uhr
 
Zur Ausstellung liegt ein Begleitband vor:
„Seid wachsam, dass über Deutschland nie wieder die Nacht hereinbricht.“

Buchvorstellung

978-3-940938-99-2

2011

ISBN 978-3-940938-99-2
XXXIV, 446 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Dienstag, 15. März 2011, 20.00 Uhr

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchner Str. 8
10963 Berlin


Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentötungen durch Giftgas

Historische Bedeutung, technische Entwicklung, revisionistische Leugnung
Herausgegeben von Günter Morsch und Bertrand Perz

Vortrag:
Robert Jan van Pelt, University of Waterloo, Ontario:
Weil ein Nagel fehlte. Überlegungen, wie Geschichte nicht umgeschrieben werden darf

Moderation:
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Buchvorstellung

978-3-940938-82-4

2011

ISBN 978-3-940938-82-4
478 Seiten
Preis: 28,00 Euro

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Mittwoch, 2. März 2011, 19.00 Uhr

Gewerkschaftshaus Stuttgart
Willi-Bleicher-Str. 20
70174 Stuttgart


Martin Ulmer
Antisemitismus in Stuttgart 1871–1933. Studien zum öffentlichen Diskurs und Alltag

Vortrag:
Dr. Martin Ulmer, Kulturwissenschaftler und Historiker, Tübingen
Anschließend Diskussion

Veranstaltet u. a. von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Stuttgart und Mittlerer Neckar und der Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg

Buchvorstellung

978-3-940938-63-3

2010

ISBN 978-3-940938-63-3
424 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Dienstag, 1. März 2011, 20.00 Uhr

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchner Str. 8
10963 Berlin


Dirk Riedel
Ordnungshüter und Massenmörder im Dienst der „Volksgemeinschaft“:
Der KZ-Kommandant Hans Loritz



Vortrag:
Dr. Dirk Riedel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau

Moderation:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Buchvorstellung

978-3-940938-75-6

2010

ISBN 978-3-940938-75-6
245 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Dienstag, 22. Februar 2011, 19.00 Uhr

Internationale Jugendbibliothek München
Christa-Spangenberg-Saal
Schloss Blutenburg
81247 München


Wolfgang Benz
Vorurteile in der Kinder- und Jugendliteratur

Vortrag:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin
Anschließend Diskussion

Buchvorstellung

Mittwoch, 16. Februar 2011, 19.00 Uhr

Landgericht Berlin
Littenstr. 12
10179 Berlin


Rudi Beckert
Glücklicher Sklave. Eine Justizkarriere in der DDR

Buchpräsentation und Podiumsgespräch zum Justizalltag in der DDR mit:
Rudi Beckert, früherer Oberrichter am Obersten Gericht der DDR
Prof. Dr. Hubert Rottleuthner, Freie Universität Berlin
Prof. Dr. Friedrich-Christian Schroeder, Universität Regensburg
Prof. Dr. Rainer Schröder
, Humboldt-Universität zu Berlin

Moderation:
Monika Nöhre, Präsidentin des Kammergerichts

Buchvorstellung

978-3-940938-63-3

2010

ISBN 978-3-940938-63-3
424 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Dienstag, 15. Februar 2011, 18.30 Uhr

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Besucherinformationszentrum
Straße der Nationen
16515 Oranienburg


Dirk Riedel
Ordnungshüter und Massenmörder im Dienst der „Volksgemeinschaft“:
Der KZ-Kommandant Hans Loritz


Vortrag:
Dr. Dirk Riedel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau

Moderation:
Prof. Dr. Günter Morsch
, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Buchvorstellung

978-3-940938-68-8

2010

ISBN 978-3-940938-68-8
176 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Montag, 7. Februar 2011, 19.00 Uhr

Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main


Wolfgang Benz
„Der Ewige Jude“
Metaphern und Methoden nationalsozialistischer Propaganda


Vortrag:
Prof. Dr. Wolfgang Benz
, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Moderation: Dr. Raphael Gross, Direktor des Fritz Bauer Instituts

Buchvorstellung

978-3-940938-79-4

2010

ISBN 978-3-940938-79-4
815 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Donnerstag, 20. Januar 2011, 19.00 Uhr

Landesvertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund
In den Ministergärten 3
10117 Berlin


Andreas Stirn
Traumschiffe des Sozialismus
Die Geschichte der DDR-Urlauberschiffe 1953–1990


Vortrag: Dr. Andreas Stirn

Buchvorstellung

978-3-940938-72-5

2010

ISBN 978-3-940938-72-5
432 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Dienstag, 11. Januar 2011, 20.00 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestr. 125
10115 Berlin


Meinhard Stark
Die Gezeichneten
Gulag-Häftlinge nach der Entlassung


Vortrag: Dr. Meinhard Stark
Moderation: Prof. Dr. Lutz Niethammer

Buchvorstellung

978-3-940938-88-6

2010

ISBN 978-3-940938-88-6
704 Seiten
Preis: 39,90 Euro

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Freitag, 3. Dezember 2010, 18.00 Uhr

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchner Str. 8
10963 Berlin


Helmuth Bauer
Innere Bilder wird man nicht los
Die Frauen im KZ-Außenlager Daimler-Benz Genshagen


Begrüßung:
Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Vortrag von Doreen Eschinger:
Ungarisch-jüdische Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück

Vortrag von Dr. Helmuth Bauer:
Die Frauen von Genshagen

Buchvorstellung

978-3-940938-75-6

2010

ISBN 978-3-940938-75-6
ca. 220 Seiten
Preis: 19,– Euro

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Dienstag, 29. Juni 2010, 20.00 Uhr

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchner Str. 8
10963 Berlin


Wolfgang Benz (Hrsg.)
Vorurteile in der Kinder- und Jugendliteratur

Vortrag:
Prof. Dr. Wolfgang Benz

Buchvorstellung

978-3-940938-68-8

2010

ISBN 978-3-940938-68-8
ca. 240 Seiten
Preis: 19,– Euro

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Dienstag, 18. Mai 2010, 20.00 Uhr

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchner Str. 8
10963 Berlin


Wolfgang Benz
„Der Ewige Jude“
Metaphern und Methoden nationalsozialistischer Propaganda

Vortrag:
Prof. Dr. Wolfgang Benz

Buchvorstellung

978-3-940938-71-8

2010

ISBN 978-3-940938-71-8
220 Seiten
Preis: 19,– Euro

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Donnerstag, 20. Mai 2010, 20.00 Uhr

NS-Dokumentationszentrum Köln
Appellhofplatz 23
50667 Köln


Klaus Schmidt
„Ich habe aus Mitleid gehandelt“
Der Kölner Waisenhausdirektor und „Euthanasie“-Bauftragte Friedrich Tillmann (1903–1964)

Vortrag:
Klaus Schmidt

Buchvorstellung

978-3-940938-72-5

2010

ISBN 978-3-940938-72-5
432 Seiten
Preis: 24,– Euro

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Donnerstag, 6. Mai 2010, 19.00 Uhr

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Grimmaische Str. 6
04109 Leipzig


Meinhard Stark
Die Gezeichneten
Gulag-Häftlinge nach der Entlassung

Vortrag:
Dr. Meinhard Stark

Buchvorstellung

978-3-940938-72-5

2010

ISBN 978-3-940938-72-5
432 Seiten
Preis: 24,– Euro

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Dienstag, 4. Mai 2010, 19.00 Uhr

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstr. 5
10117 Berlin


Meinhard Stark
Die Gezeichneten
Gulag-Häftlinge nach der Entlassung

Einführung:
Dr. Meinhard Stark

Podiumsgespräch mit Gulag-Überlebenden

Moderation:
Dr. Jens Hüttmann

Buchvorstellung

978-3-938690-75-8

ISBN 978-3-938690-75-8
302 Seiten
Preis: 22,– Euro

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Donnerstag, 25. März 2010, 18.00 Uhr

Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund
Luisenstr. 18
10117 Berlin


Sigrid Jacobeit · Stefan Hördler (Hrsg.)
Lichtenburg
Ein deutsches Konzentrationslager
Metropol Verlag, Herbst 2009

Vortrag:
Prof. Dr. Sigrid Jacobeit und Stefan Hördler

Podiumsdiskussion
mit Edzard Reuter, Rüdiger Erben, Dr. Kai Langer, Helga Welz, Stefan Hördler

978-3-940938-66-4

Ideengeschichte als politische Aufklärung
Festschrift für
Wolfgang Wippermann
zum 65. Geburtstag

Herausgegeben von
Ulrich Herbeck, Ruth Kinet, Susanne Pocai, Stefan Vogt und Bernard Wiaderny

2010

ISBN 978-3-940938-66-4
598 Seiten
Preis: 29,90 Euro

Dienstag, 26. Januar 2010, 20.00 Uhr

Die Stiftung Topographie des Terrors, der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der FU Berlin und der Metropol Verlag laden
anlässlich des 65. Geburtstages von
Prof. Dr. Wolfgang Wippermann

zu einer Veranstaltung und zur Präsentation der Festschrift in den Kinosaal des Martin-Gropius-Baus ein.

Martin-Gropius-Bau Kinosaal
Niederkirchnerstr. 7
10963 Berlin
Eintritt frei

Ideengeschichte als politische Aufklärung

Vortrag:
Prof. Dr. Roger Griffin
(Oxford Brookes University):
Wolfgang Wippermanns Sonderweg durch die Faschismustheorie aus englischer Sicht
(in englischer Sprache)

Moderation:
Dr. Stefan Vogt (Ben Gurion University of the Negev, Beer-Sheva)

Laudatio:
Prof. Dr. Gerhard Baader (Freie Universität Berlin)


Vorstellung und Übergabe der Festschrift


Wolfgang Wippermann hat in seinem Werk regelmäßig Themen aufgegriffen, die von der deutschen Historiografie ignoriert oder umgangen wurden. Damit hat er die vergleichende Faschismus-, die historische Rassismus- und Antisemitismusforschung und die Analyse des rassistischen Grundcharakters des Nationalsozialismus ebenso entscheidend geprägt wie die Erforschung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Osteuropa und die Forschung zur Politik mit der Vergangenheit. Die Festschrift ehrt mit Wolfgang Wippermann einen Historiker, dessen wissenschaftliche Arbeit immer zugleich kritische politische Intervention ist: Ideengeschichte als politische Aufklärung.

Veranstaltung

Ravensbrück:
Rückblick 2009

Freitag, 4. Dezember 2009, 18.30 Uhr

Konrad-Adenauer-Stiftung
Tiergartenstr. 35
10785 Berlin

Ravensbrück: Rückblick 2009

Begrüßung:
Dr. Insa Eschebach
, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Vorstellung neuer Publikationen:

Liljana Heise: KZ-Aufseherinnen vor Gericht: Greta Bösel
(Peter Lang Verlag 2009)
Anette Kretzer: NS-Täterschaft und Geschlecht: Der erste britische Ravensbrück-Prozess 1946/47 in Hamburg
(Metropol Verlag 2009)
Constanze Jaiser u. a.: Von Talkshows und Wäscheleinen. Ein anderer Weg in die Gedenkstätte Ravensbrück
(Metropol Verlag 2009)

Szenische Lesung:
„Jeden Abend bellen die Hunde.“ Erinnerungen von Fürstenbergerinnen und Fürstenbergern an das KZ Ravensbrück
Gelesen von Schauspielern des Landestheaters Mecklenburg-Strelitz

Lieder aus dem Frauen-KZ Ravensbrück
Mit Magdalena Witczak (Sopran), Kathrein Allenberg (Violine), Franziska Weiss (Viola), Marika Gejrot (Violoncello)

Anschließend Empfang

Eine Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Zusammenarbeit mit
Internationaler Freundeskreis e. V. für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung
Kulturfeste im Land Brandenburg e. V.
Metropol Verlag, Berlin.

Buchvorstellung

978-3-938690-93-2

Heinz Schneppen
Ghettokommandant
in Riga
Eduard Roschmann

Fakten und Fiktionen

ISBN 978-3-938690-93-2
343 Seiten, Hardcover
Preis: 24,00 Euro

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Dienstag, 27. Oktober 2009, 20.00 Uhr

Die Stiftung Topographie des Terrors und der Metropol Verlag
laden zur Buchpräsentation in den
Kinosaal des Martin-Gropius-Baus ein.

Ghettokommandant in Riga. Eduard Roschmann

Vortrag:
Dr. Heinz Schneppen
, Botschafter a. D., Berlin

Moderation:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, TU Berlin


Frederick Forsyths Bestseller „Die Akte Odessa“ hat Eduard Roschmann, Ghettokommandant in Riga, weltweite Publizität verschafft. Kurz nach dem Krieg verhaftet, gelang dem „Schlächter von Riga“
1948 die Flucht über Rom nach Buenos Aires, wo er fast drei Jahrzehnte ein unauffälliges Leben führte. Von der Auslieferung bedroht, setzte er sich 1977 von Argentinien nach Paraguay ab, wo er bald darauf verstarb.
Das Leben des subalternen SS-Mannes Eduard Roschmann, eines Bürokraten und Opportunisten, eines Mannes ohne besondere Eigenschaften, ist nur von begrenztem Interesse. Dass er zum Mordpersonal von Riga gehörte, steht außer Frage. Wie seine Person zum Objekt von Spekulationen und Fiktionen werden konnte, inwieweit Zeugnisse und Zeugen, Berichte und Literatur mit der historischen Forschung in Konflikt geraten, ist Thema dieser Studie.

Heinz Schneppen war von 1960–1996 im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland, u. a. als Botschafter in Paraguay, tätig. Im Jahr 2007 veröffentlichte er im Metropol Verlag die Studie „Odessa und das Vierte Reich. Mythen der Zeitgeschichte“.

Lesung

978-3-940938-13-8

ISBN 978-3-940938-13-8
196 Seiten
Preis: 14,90 Euro

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Samstag, 26. September 2009, 21.00 Uhr
im Rahmen der Reihe Schöneberg liest – Geschichte(n) aus Ost und West

Café Central/Romantica
Akazienstr. 7 a
10823 Berlin

Joy Markert und Sibylle Nägele lesen aus:
Joy Markert, Das kalte Herz – die schöne Lau
Metropol Verlag 2008

www.schoeneberg-liest.de

Neuauflage

978-3-936411-61-4

2. Auflage
Oktober 2009


ISBN 978-3-936411-61-4
240 und 112 Seiten,
Hör-CD
Preis: 24,00 Euro

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Constanze Jaiser / Jacob David Pampuch (Hrsg.)

Europa im Kampf 1939–1944.

Internationale Poesie
aus dem Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück

2 Bände im Schuber
(Faksimile, Begleitband und Hör-CD mit Stimmen von Überlebenden)

Mit dem Nachdruck einer in den Jahren 1943/44 heimlich im Konzentrationslager Ravensbrück entstandenen Sammlung von Gedichten und Liedern liegt ein historisches Zeugnis von einzigartiger Konzeption und Aufmachung vor. Im Original mit Tusche geschrieben und mit Illustrationen versehen, enthält es Texte von Frauen aus elf Nationen. Die von den beiden Tschechinnen Vlasta Kladivová und Vera Hozáková als Buch angelegte Sammlung "Europa u boji 1939–1944" bietet die einmalige Gelegenheit, einen Querschnitt lyrischer Selbstäußerungen aus einem Konzentrationslager, ausgewählt von den Betroffenen selbst, vorzustellen.
Auf der Hör-CD werden die Gedichte von Überlebenden in ihrer Muttersprache vorgetragen. Der Begleitband enthält Nachdichtungen namhafter Autorinnen. Darüber hinaus informiert er über die Entstehung von Handschrift und Hör-CD, über die Dichterinnen und Sprecherinnen und liefert zum Verständnis jedes Gedichtes wichtige Hintergründe.

Neuauflage

978-3-938690-78-9

2. Auflage 2009

ISBN 978-3-938690-78-9
144 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Gertrud Lehmann-Waldschütz · Wolfgang Goszczak

Berichte über sowjetische Speziallager in Deutschland

Herausgegeben von Andreas Weigelt

Die Schriftstellerin Gertrud Lehmann-Waldschütz (1905–2001) aus Wünsdorf bei Berlin und der frühere Hitlerjunge Wolfgang Goszczak (1929–2006) aus Ruhland wurden 1945 durch den sowjetischen Geheimdienst verhaftet und in den Speziallagern Frankfurt (Oder), Jamlitz, Mühlberg und Buchenwald interniert.
Der Schriftstellerin wurden ihre Aktivitäten für die NS-Frauenschaft vor 1945 vorgeworfen, dem Hitlerjungen angebliche Partisanen-Tätigkeit nach der Befreiung und Besetzung Ostdeutschlands durch die Rote Armee.
Die Berichte sind zum einen Zeugnisse einer verfehlten Entnazifizierungspolitik sowie der Wirklichkeit in den sowjetischen Speziallagern. Zum anderen fragen die Autoren nach dem Verhältnis zwischen individueller Verantwortung im Nationalsozialismus und ihrer Haft in den sowjetischen Lagern. Wolfgang Goszczak wurde 1950 ohne Verurteilung entlassen, blieb in der DDR und trat später der SED bei. Gertrud Lehmann-Waldschütz wurde 1950 in den sogenannten Waldheimer Kriegsverbrecher-Prozessen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, jedoch bereits zwei Jahre später amnestiert. Sie floh 1953 vor erneuter Verfolgung in die BRD.

Neuauflage

978-3-938690-08-6

3. Auflage 2009

ISBN 978-3-938690-08-6
326 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Feliks Tych · Alfons Kenkmann · Elisabeth Kohlhaas · Andreas Eberhardt (Hrsg.)

Kinder über den Holocaust

Frühe Zeugnisse 1944–1948

Unmittelbar nach Beendigung der Kriegshandlungen führten Vertreter der Jüdischen Historischen Kommission in Polen Interviews mit überlebenden Kindern durch. Die Aussagen der Mädchen und Jungen stehen noch unter dem Eindruck der Geschehnisse: Sie bezeugen zeitnah und direkt die Erfahrungen von Drangsalierung, Angst und Verfolgung. Sie berichten von mutiger Rettung ebenso wie von verweigerter Hilfe. Nur wenige Kinder hatten den Holocaust überlebt.
Mit der vorliegenden Edition erscheint eine Auswahl aus dieser einzigartigen Quellensammlung erstmals in Deutschland. In einem Kooperationsprojekt des Jüdischen Historischen Instituts in Warschau, der Universität Leipzig und Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. konnten die Protokolle erschlossen und ausgewertet werden.

Buchvorstellung

978-3-940938-42-8

2009

ISBN 978-3-940938-42-8
528 Seiten, Hardcover
Preis: 29,90 Euro

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Dienstag, 16. Juni 2009, 20.00 Uhr

Alliierten-Museum
Clayallee 135
14195 Berlin

Wolfgang Benz
Auftrag Demokratie
Die Gründungsgeschichte der Bundesrepublik und
die Entstehung der DDR 1945–1949

ISBN: 978-3-940938-42-8
528 Seiten · Metropol Verlag, Juni 2009
Hardcover mit Fadenheftung

Vortrag:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, TU Berlin:
Nachkriegszeit, Besatzungsherrschaft und Gründungsmythos

Anschließend werden Wochenschauen und andere Filme aus den Nachkriegsjahren gezeigt.

Buchvorstellung

978-3-940938-21-3

2008

ISBN 978-3-940938-21-3
299 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Donnerstag, 4. Juni 2009, 20.00 Uhr

Galerie Linda
Hein Hoyer Straße 13
20359 Hamburg

Regina Mühlhäuser · Insa Eschebach
Krieg und Geschlecht
Sexuelle Gewalt im Krieg und Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern

ISBN 978-3-940938-21-3
299 Seiten · Metropol Verlag, Berlin 2008

mit
Dr. Insa Eschebach 
(Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück)

Regina Mühlhäuser
(Hamburger Institut für Sozialforschung)

Gaby Zipfel
(Hamburger Institut für Sozialforschung)

Moderation:
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum
(Institut für die Geschichte der deutschen Juden)

Buchvorstellung

978-3-940938-29-9

2009

ISBN 978-3-940938-29-9
352 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Donnerstag, 29. Januar 2009, 19.00 Uhr

Einladung zur Buchpremiere

Bert Lewyn, 1923 geboren, hat die NS-Zeit in Berlin im Versteck überlebt. 1949 ist er in die USA ausgewandert. Wir freuen uns, ihn zur Vorstellung seines Buches in Berlin begrüßen zu können.

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13–14
Zweite Etage, Saal A
10785 Berlin-Mitte

(U und S Potsdamer Platz / Bus M 29)


Prof. Dr. Johannes Tuchel: Begrüßung und Einführung

Dr. Christian Staffa, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V.: Grußwort

Barbara Schieb: Die untergetauchten Juden und ihre Helfer

Mats Ciupka: Lesung aus Bert Lewyns „Versteckt in Berlin“

Gespräch mit Bert Lewyn

Anschließend Empfang


Berlin 1943: Dagobert Lewin ist noch keine 20 Jahre alt, als er gemeinsam mit seiner frisch angetrauten Frau und deren Sohn in Berlin untertauchen muss, um der Deportation zu entgehen. Viele unbekannte „stille Helden“ helfen ihnen beim Überleben: ein Arbeitskollege aus der Fabrik, ein Alkoholiker aus Kreuzberg, ein blinder Kommunist, Zeugen Jehovas und – besonders engagiert – das katholische Ehepaar Kusitzky aus Lübars. Mit ebenso großer Klugheit wie Gewitztheit schlägt sich Dagobert mit seiner kleinen Familie durch: Er schläft in Ruinen ausgebombter Häuser, gibt sich als SS-Mann aus, erhält als angebliches „Bombenopfer“ Regierungshilfen und versucht sich als Taubenfänger in den Wäldern. Kurz vor Kriegsende scheint dennoch alles umsonst gewesen zu sein: Er, seine Frau und der Junge werden festgenommen. Doch Dagobert Lewin gelingt das Unglaubliche: Er erlebt das Ende des Krieges bei untergetauchten Freunden, direkt im Haus einer ehemaligen NSDAP-Dienststelle.

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
und des Metropol Verlags

Ausstellungseröffnung
und
Buchvorstellung

Sonntag 18. Mai 2008, 11.00 Uhr

Ort:
Staatsoper Unter den Linden,
Unter den Linden 7, 10117 Berlin

Die Ausstellung ist ab 19. Mai im Centrum Judaicum zu sehen.

Hannes Heer · Jürgen Kesting · Peter Schmidt

Verstummte Stimmen
Die Vertreibung der Juden aus der Oper

ca. 144 Seiten · ca. 16,– Euro

Buchvorstellung
und
Ausstellung

Samstag, 24. Mai 2008, ab 10.00 Uhr
(Kolloquium und Ausstellung)

Ort:
Gedenkstätte und Museum Seelower Höhen,
Küstriner Str. 28a, 15306 Seelow

Olga Kurilo · Gerd-Ulrich Herrmann (Hrsg.)

Täter, Opfer, Helden
Der Zweite Weltkrieg in der weißrussischen und deutschen Erinnerung

ISBN 978-3-938690-94-9
256 Seiten · 21,– Euro

Annalise-Wagner-Preis 2008
an Annette Leo

Der mit 2500 Euro dotierte Annalise-Wagner-Preis für Texte aus der oder über die Region Mecklenburg-Strelitz bzw. das historische Stargarder Land geht im Jahr 2008 an die Berliner Historikerin und Publizistin Dr. Annette Leo für ihre Publikation „Das ist so’n zweischneidiges Schwert hier unser KZ…“ : Der Fürstenberger Alltag und das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (Metropol-Verlag 2007, ISBN 978-3-938690-61-1, 16,– €).
 
Aus 59 Bewerbungen und Vorschlägen wählte die Neubrandenburger Stiftung einstimmig diesen dokumentarisch-publizistischen Text aus, der Zeitzeugen-Erinnerungen von Bürgern aus der ehemals mecklenburg-strelitzschen Stadt Fürstenberg (heute Bundesland Brandenburg) an das unmittelbar benachbarte Frauenkonzentrationslager Ravensbrück zu einem widersprüchlichen Bild zusammenfügt.

Die Jury des Annalise-Wagner-Preises 2008 beeindruckte, mit welcher Sensibilität Annette Leo erkundet, wie Fürstenberger der Geburtsjahrgänge 1913 bis 1933 erlebt und verarbeitet haben, was zwischen 1939 und 1945 im KZ Ravensbrück geschah, was danach unter sowjetischer Besetzung passierte und wie sie heute darüber denken.
 
Die Darstellung von Brüchen und Widersprüchen in Geschichte und Erinnerungsprozessen ist für die Jury Beispiel für einen neuen Ansatz des Gedenkens in einer veränderten Geschichtskultur, der weniger in Schwarz-Weiß-Kategorien als in Widersprüchlichkeiten argumentiert, ohne nationalsozialistische und kommunistische Diktatur gleichzusetzen oder NS-Verbrechen zu verharmlosen.
 
Annette Leos stilistisch virtuos gehandhabte Interview- und Kommentartechnik, ihre dichte Erzählung und ihr leiser Ton tragen wesentlich dazu bei, dass dieser Text eine „aktive Haltung des Erinnerns“ fördert, dass er Fragen auslöst nach Komplexität und Widersprüchlichkeit historischer Prozesse, nach individuellen und gesellschaftlichen Erinnerungsprozessen, nach der Gefährlichkeit aktueller rechtsextremer Bestrebungen, vor allem aber nach Vergleichbarkeit heutiger individueller Entscheidungssituationen und nach persönlicher  Verantwortung.
 
Deshalb gehört Annette Leos Arbeit im Sinne Annalise Wagners (1903 – 1986), der Stifterin des Annalise-Wagner-Preises, zu den Texten mit ganz besonderem Wert für das „Gedächtnis der Region“.
 
Die festliche Verleihung des Annalise-Wagner-Preises 2008 wird am
21. Juni 2008 um 15 Uhr
im Rathaus der Stadt Neustrelitz stattfinden
.

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