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2009 / 2010

Veranstaltung

978-3-940938-66-4

Ideengeschichte als politische Aufklärung
Festschrift für
Wolfgang Wippermann
zum 65. Geburtstag

Herausgegeben von
Ulrich Herbeck, Ruth Kinet, Susanne Pocai, Stefan Vogt und Bernard Wiaderny

Januar 2010

ISBN 978-3-940938-66-4
598 Seiten
Preis: 29,90 Euro

Dienstag, 26. Januar 2010, 20.00 Uhr

Die Stiftung Topographie des Terrors, der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der FU Berlin und der Metropol Verlag laden
anlässlich des 65. Geburtstages von
Prof. Dr. Wolfgang Wippermann

zu einer Veranstaltung und zur Präsentation der Festschrift in den Kinosaal des Martin-Gropius-Baus ein.

Martin-Gropius-Bau Kinosaal
Niederkirchnerstr. 7
10963 Berlin
Eintritt frei

Ideengeschichte als politische Aufklärung

Vortrag:
Prof. Dr. Roger Griffin
(Oxford Brookes University):
Wolfgang Wippermanns Sonderweg durch die Faschismustheorie aus englischer Sicht
(in englischer Sprache)

Moderation:
Dr. Stefan Vogt (Ben Gurion University of the Negev, Beer-Sheva)

Laudatio:
Prof. Dr. Gerhard Baader (Freie Universität Berlin)


Vorstellung und Übergabe der Festschrift


Wolfgang Wippermann hat in seinem Werk regelmäßig Themen aufgegriffen, die von der deutschen Historiografie ignoriert oder umgangen wurden. Damit hat er die vergleichende Faschismus-, die historische Rassismus- und Antisemitismusforschung und die Analyse des rassistischen Grundcharakters des Nationalsozialismus ebenso entscheidend geprägt wie die Erforschung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Osteuropa und die Forschung zur Politik mit der Vergangenheit. Die Festschrift ehrt mit Wolfgang Wippermann einen Historiker, dessen wissenschaftliche Arbeit immer zugleich kritische politische Intervention ist: Ideengeschichte als politische Aufklärung.

Veranstaltung

Ravensbrück:
Rückblick 2009

Freitag, 4. Dezember 2009, 18.30 Uhr

Konrad-Adenauer-Stiftung
Tiergartenstr. 35
10785 Berlin

Ravensbrück: Rückblick 2009

Begrüßung:
Dr. Insa Eschebach
, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Vorstellung neuer Publikationen:

Liljana Heise: KZ-Aufseherinnen vor Gericht: Greta Bösel
(Peter Lang Verlag 2009)
Anette Kretzer: NS-Täterschaft und Geschlecht: Der erste britische Ravensbrück-Prozess 1946/47 in Hamburg
(Metropol Verlag 2009)
Constanze Jaiser u. a.: Von Talkshows und Wäscheleinen. Ein anderer Weg in die Gedenkstätte Ravensbrück
(Metropol Verlag 2009)

Szenische Lesung:
„Jeden Abend bellen die Hunde.“ Erinnerungen von Fürstenbergerinnen und Fürstenbergern an das KZ Ravensbrück
Gelesen von Schauspielern des Landestheaters Mecklenburg-Strelitz

Lieder aus dem Frauen-KZ Ravensbrück
Mit Magdalena Witczak (Sopran), Kathrein Allenberg (Violine), Franziska Weiss (Viola), Marika Gejrot (Violoncello)

Anschließend Empfang

Eine Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Zusammenarbeit mit
Internationaler Freundeskreis e. V. für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung
Kulturfeste im Land Brandenburg e. V.
Metropol Verlag, Berlin.

Buchvorstellung

978-3-938690-93-2

Heinz Schneppen
Ghettokommandant
in Riga
Eduard Roschmann

Fakten und Fiktionen

ISBN 978-3-938690-93-2
343 Seiten, Hardcover
Preis: 24,00 Euro

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Dienstag, 27. Oktober 2009, 20.00 Uhr

Die Stiftung Topographie des Terrors und der Metropol Verlag
laden zur Buchpräsentation in den
Kinosaal des Martin-Gropius-Baus ein.

Ghettokommandant in Riga. Eduard Roschmann

Vortrag:
Dr. Heinz Schneppen
, Botschafter a. D., Berlin

Moderation:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, TU Berlin


Frederick Forsyths Bestseller „Die Akte Odessa“ hat Eduard Roschmann, Ghettokommandant in Riga, weltweite Publizität verschafft. Kurz nach dem Krieg verhaftet, gelang dem „Schlächter von Riga“
1948 die Flucht über Rom nach Buenos Aires, wo er fast drei Jahrzehnte ein unauffälliges Leben führte. Von der Auslieferung bedroht, setzte er sich 1977 von Argentinien nach Paraguay ab, wo er bald darauf verstarb.
Das Leben des subalternen SS-Mannes Eduard Roschmann, eines Bürokraten und Opportunisten, eines Mannes ohne besondere Eigenschaften, ist nur von begrenztem Interesse. Dass er zum Mordpersonal von Riga gehörte, steht außer Frage. Wie seine Person zum Objekt von Spekulationen und Fiktionen werden konnte, inwieweit Zeugnisse und Zeugen, Berichte und Literatur mit der historischen Forschung in Konflikt geraten, ist Thema dieser Studie.

Heinz Schneppen war von 1960–1996 im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland, u. a. als Botschafter in Paraguay, tätig. Im Jahr 2007 veröffentlichte er im Metropol Verlag die Studie „Odessa und das Vierte Reich. Mythen der Zeitgeschichte“.

Lesung

978-3-940938-13-8

ISBN 978-3-940938-13-8
196 Seiten
Preis: 14,90 Euro

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Samstag, 26. September 2009, 21.00 Uhr
im Rahmen der Reihe Schöneberg liest – Geschichte(n) aus Ost und West

Café Central/Romantica
Akazienstr. 7 a
10823 Berlin

Joy Markert und Sibylle Nägele lesen aus:
Joy Markert, Das kalte Herz – die schöne Lau
Metropol Verlag 2008

www.schoeneberg-liest.de

Neuauflage

978-3-936411-61-4

2. Auflage
Oktober 2009


ISBN 978-3-936411-61-4
240 und 112 Seiten,
Hör-CD
Preis: 24,00 Euro

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Constanze Jaiser / Jacob David Pampuch (Hrsg.)

Europa im Kampf 1939–1944.

Internationale Poesie
aus dem Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück

2 Bände im Schuber
(Faksimile, Begleitband und Hör-CD mit Stimmen von Überlebenden)

Mit dem Nachdruck einer in den Jahren 1943/44 heimlich im Konzentrationslager Ravensbrück entstandenen Sammlung von Gedichten und Liedern liegt ein historisches Zeugnis von einzigartiger Konzeption und Aufmachung vor. Im Original mit Tusche geschrieben und mit Illustrationen versehen, enthält es Texte von Frauen aus elf Nationen. Die von den beiden Tschechinnen Vlasta Kladivová und Vera Hozáková als Buch angelegte Sammlung "Europa u boji 1939–1944" bietet die einmalige Gelegenheit, einen Querschnitt lyrischer Selbstäußerungen aus einem Konzentrationslager, ausgewählt von den Betroffenen selbst, vorzustellen.
Auf der Hör-CD werden die Gedichte von Überlebenden in ihrer Muttersprache vorgetragen. Der Begleitband enthält Nachdichtungen namhafter Autorinnen. Darüber hinaus informiert er über die Entstehung von Handschrift und Hör-CD, über die Dichterinnen und Sprecherinnen und liefert zum Verständnis jedes Gedichtes wichtige Hintergründe.

Neuauflage

978-3-938690-78-9

2. Auflage
September 2009


ISBN 978-3-938690-78-9
144 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Gertrud Lehmann-Waldschütz · Wolfgang Goszczak

Berichte über sowjetische Speziallager in Deutschland

Herausgegeben von Andreas Weigelt

Die Schriftstellerin Gertrud Lehmann-Waldschütz (1905–2001) aus Wünsdorf bei Berlin und der frühere Hitlerjunge Wolfgang Goszczak (1929–2006) aus Ruhland wurden 1945 durch den sowjetischen Geheimdienst verhaftet und in den Speziallagern Frankfurt (Oder), Jamlitz, Mühlberg und Buchenwald interniert.
Der Schriftstellerin wurden ihre Aktivitäten für die NS-Frauenschaft vor 1945 vorgeworfen, dem Hitlerjungen angebliche Partisanen-Tätigkeit nach der Befreiung und Besetzung Ostdeutschlands durch die Rote Armee.
Die Berichte sind zum einen Zeugnisse einer verfehlten Entnazifizierungspolitik sowie der Wirklichkeit in den sowjetischen Speziallagern. Zum anderen fragen die Autoren nach dem Verhältnis zwischen individueller Verantwortung im Nationalsozialismus und ihrer Haft in den sowjetischen Lagern. Wolfgang Goszczak wurde 1950 ohne Verurteilung entlassen, blieb in der DDR und trat später der SED bei. Gertrud Lehmann-Waldschütz wurde 1950 in den sogenannten Waldheimer Kriegsverbrecher-Prozessen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, jedoch bereits zwei Jahre später amnestiert. Sie floh 1953 vor erneuter Verfolgung in die BRD.

Neuauflage

978-3-938690-08-6

3. Auflage
Juli 2009

ISBN 978-3-938690-08-6
326 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Feliks Tych · Alfons Kenkmann · Elisabeth Kohlhaas · Andreas Eberhardt (Hrsg.)

Kinder über den Holocaust

Frühe Zeugnisse 1944–1948

Unmittelbar nach Beendigung der Kriegshandlungen führten Vertreter der Jüdischen Historischen Kommission in Polen Interviews mit überlebenden Kindern durch. Die Aussagen der Mädchen und Jungen stehen noch unter dem Eindruck der Geschehnisse: Sie bezeugen zeitnah und direkt die Erfahrungen von Drangsalierung, Angst und Verfolgung. Sie berichten von mutiger Rettung ebenso wie von verweigerter Hilfe. Nur wenige Kinder hatten den Holocaust überlebt.
Mit der vorliegenden Edition erscheint eine Auswahl aus dieser einzigartigen Quellensammlung erstmals in Deutschland. In einem Kooperationsprojekt des Jüdischen Historischen Instituts in Warschau, der Universität Leipzig und Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. konnten die Protokolle erschlossen und ausgewertet werden.

Buchvorstellung

978-3-940938-42-8

Juni 2009

ISBN 978-3-940938-42-8
528 Seiten, Hardcover
Preis: 29,90 Euro

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Dienstag, 16. Juni 2009, 20.00 Uhr

Alliierten-Museum
Clayallee 135
14195 Berlin

Wolfgang Benz
Auftrag Demokratie
Die Gründungsgeschichte der Bundesrepublik und
die Entstehung der DDR 1945–1949

ISBN: 978-3-940938-42-8
528 Seiten · Metropol Verlag, Juni 2009
Hardcover mit Fadenheftung

Vortrag:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, TU Berlin:
Nachkriegszeit, Besatzungsherrschaft und Gründungsmythos

Anschließend werden Wochenschauen und andere Filme aus den Nachkriegsjahren gezeigt.

Buchvorstellung

978-3-940938-21-3

2008

ISBN 978-3-940938-21-3
299 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Donnerstag, 4. Juni 2009, 20.00 Uhr

Galerie Linda
Hein Hoyer Straße 13
20359 Hamburg

Regina Mühlhäuser · Insa Eschebach
Krieg und Geschlecht
Sexuelle Gewalt im Krieg und Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern

ISBN 978-3-940938-21-3
299 Seiten · Metropol Verlag, Berlin 2008

mit
Dr. Insa Eschebach 
(Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück)

Regina Mühlhäuser
(Hamburger Institut für Sozialforschung)

Gaby Zipfel
(Hamburger Institut für Sozialforschung)

Moderation:
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum
(Institut für die Geschichte der deutschen Juden)

Buchvorstellung

978-3-940938-29-9

Januar 2009

ISBN 978-3-940938-29-9
352 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Donnerstag, 29. Januar 2009, 19.00 Uhr

Einladung zur Buchpremiere

Bert Lewyn, 1923 geboren, hat die NS-Zeit in Berlin im Versteck überlebt. 1949 ist er in die USA ausgewandert. Wir freuen uns, ihn zur Vorstellung seines Buches in Berlin begrüßen zu können.

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13–14
Zweite Etage, Saal A
10785 Berlin-Mitte

(U und S Potsdamer Platz / Bus M 29)


Prof. Dr. Johannes Tuchel: Begrüßung und Einführung

Dr. Christian Staffa, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V.: Grußwort

Barbara Schieb: Die untergetauchten Juden und ihre Helfer

Mats Ciupka: Lesung aus Bert Lewyns „Versteckt in Berlin“

Gespräch mit Bert Lewyn

Anschließend Empfang


Berlin 1943: Dagobert Lewin ist noch keine 20 Jahre alt, als er gemeinsam mit seiner frisch angetrauten Frau und deren Sohn in Berlin untertauchen muss, um der Deportation zu entgehen. Viele unbekannte „stille Helden“ helfen ihnen beim Überleben: ein Arbeitskollege aus der Fabrik, ein Alkoholiker aus Kreuzberg, ein blinder Kommunist, Zeugen Jehovas und – besonders engagiert – das katholische Ehepaar Kusitzky aus Lübars. Mit ebenso großer Klugheit wie Gewitztheit schlägt sich Dagobert mit seiner kleinen Familie durch: Er schläft in Ruinen ausgebombter Häuser, gibt sich als SS-Mann aus, erhält als angebliches „Bombenopfer“ Regierungshilfen und versucht sich als Taubenfänger in den Wäldern. Kurz vor Kriegsende scheint dennoch alles umsonst gewesen zu sein: Er, seine Frau und der Junge werden festgenommen. Doch Dagobert Lewin gelingt das Unglaubliche: Er erlebt das Ende des Krieges bei untergetauchten Freunden, direkt im Haus einer ehemaligen NSDAP-Dienststelle.

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
und des Metropol Verlags

Ausstellungseröffnung
und
Buchvorstellung

Sonntag 18. Mai 2008, 11.00 Uhr

Ort:
Staatsoper Unter den Linden,
Unter den Linden 7, 10117 Berlin

Die Ausstellung ist ab 19. Mai im Centrum Judaicum zu sehen.

Hannes Heer · Jürgen Kesting · Peter Schmidt

Verstummte Stimmen
Die Vertreibung der Juden aus der Oper

ca. 144 Seiten · ca. 16,– Euro

Buchvorstellung
und
Ausstellung

Samstag, 24. Mai 2008, ab 10.00 Uhr
(Kolloquium und Ausstellung)

Ort:
Gedenkstätte und Museum Seelower Höhen,
Küstriner Str. 28a, 15306 Seelow

Olga Kurilo · Gerd-Ulrich Herrmann (Hrsg.)

Täter, Opfer, Helden
Der Zweite Weltkrieg in der weißrussischen und deutschen Erinnerung

ISBN 978-3-938690-94-9
256 Seiten · 21,– Euro

Annalise-Wagner-Preis 2008
an Annette Leo

Der mit 2500 Euro dotierte Annalise-Wagner-Preis für Texte aus der oder über die Region Mecklenburg-Strelitz bzw. das historische Stargarder Land geht im Jahr 2008 an die Berliner Historikerin und Publizistin Dr. Annette Leo für ihre Publikation „Das ist so’n zweischneidiges Schwert hier unser KZ…“ : Der Fürstenberger Alltag und das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (Metropol-Verlag 2007, ISBN 978-3-938690-61-1, 16,– €).
 
Aus 59 Bewerbungen und Vorschlägen wählte die Neubrandenburger Stiftung einstimmig diesen dokumentarisch-publizistischen Text aus, der Zeitzeugen-Erinnerungen von Bürgern aus der ehemals mecklenburg-strelitzschen Stadt Fürstenberg (heute Bundesland Brandenburg) an das unmittelbar benachbarte Frauenkonzentrationslager Ravensbrück zu einem widersprüchlichen Bild zusammenfügt.

Die Jury des Annalise-Wagner-Preises 2008 beeindruckte, mit welcher Sensibilität Annette Leo erkundet, wie Fürstenberger der Geburtsjahrgänge 1913 bis 1933 erlebt und verarbeitet haben, was zwischen 1939 und 1945 im KZ Ravensbrück geschah, was danach unter sowjetischer Besetzung passierte und wie sie heute darüber denken.
 
Die Darstellung von Brüchen und Widersprüchen in Geschichte und Erinnerungsprozessen ist für die Jury Beispiel für einen neuen Ansatz des Gedenkens in einer veränderten Geschichtskultur, der weniger in Schwarz-Weiß-Kategorien als in Widersprüchlichkeiten argumentiert, ohne nationalsozialistische und kommunistische Diktatur gleichzusetzen oder NS-Verbrechen zu verharmlosen.
 
Annette Leos stilistisch virtuos gehandhabte Interview- und Kommentartechnik, ihre dichte Erzählung und ihr leiser Ton tragen wesentlich dazu bei, dass dieser Text eine „aktive Haltung des Erinnerns“ fördert, dass er Fragen auslöst nach Komplexität und Widersprüchlichkeit historischer Prozesse, nach individuellen und gesellschaftlichen Erinnerungsprozessen, nach der Gefährlichkeit aktueller rechtsextremer Bestrebungen, vor allem aber nach Vergleichbarkeit heutiger individueller Entscheidungssituationen und nach persönlicher  Verantwortung.
 
Deshalb gehört Annette Leos Arbeit im Sinne Annalise Wagners (1903 – 1986), der Stifterin des Annalise-Wagner-Preises, zu den Texten mit ganz besonderem Wert für das „Gedächtnis der Region“.
 
Die festliche Verleihung des Annalise-Wagner-Preises 2008 wird am
21. Juni 2008 um 15 Uhr
im Rathaus der Stadt Neustrelitz stattfinden
.

Neuerscheinungen

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