Vorschau

 

2016

978-3-86331-277-0

März 2016

ISBN: 978-3-86331-277-0
535 Seiten · 24,00 Euro

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Oliver von Wrochem (Hrsg.)
unter Mitarbeit von Christine Eckel

Nationalsozialistische Täterschaften
Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie

Reihe Neuengammer Kolloquien, Band 6

Familiäre, wissenschaftliche und gesellschaftliche Formen der Erinnerung an den Nationalsozialismus stehen in einem engen wechselseitigen Verhältnis zueinander. Der Sammelband bündelt mit 34 Beiträgen eine fünfjährige intensive Auseinandersetzung mit nationalsozialistischer Täterschaft und ihren Folgen. Die ersten drei Kapitel stellen internationale Forschungsergebnisse zur Diskussion, in den folgenden zwei Themenblöcken präsentieren Kinder und Enkel von Täterinnen und Tätern ihre Sicht auf die Folgewirkungen in Familie und Gesellschaft. Der als DVD beiliegende Film „Nationalsozialistische Täterschaft in der eigenen Familie. Erinnerungsberichte der zweiten und dritten Generation“ versammelt zehn filmische Porträts, in denen Nachkommen von NS-Täterinnen und Tätern über ihre Auseinandersetzung mit Täterschaft in der Familie und deren Auswirkungen auf ihr eigenes Leben berichten.

978-3-86331-286-2

März 2016

ISBN: 978-3-86331-286-2
355 Seiten · 24,00 Euro

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NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, SK Stiftung Kultur (Hrsg.)
Ulrich Eumann (Bearbeiter)

Erich Sander
Gefängnisbriefe 1935–1944

Veröffentlichungen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 2

Erich Sander (1903–1944), Sohn des berühmten Fotografen August Sander, saß wegen Widerstands gegen das NS-Regime von September 1935 bis zu seinem Tod im März 1944 als Häftling in der Strafanstalt Siegburg ein. Intensiv korrespondierte er mit seinen Eltern. Seit 1941 war er in der Lage, Briefe an der Zensur vorbei aus der Anstalt zu schmuggeln, die teilweise mit Geheimtinte geschrieben wurden.
Die Edition umfasst 144 Briefe von Erich Sander sowie seinen Eltern Anna und August aus den Jahren 1935 bis 1944. Es handelt sich um eine einzigartige Dokumentation des Gefängnislebens während des Nationalsozialismus, die Einblicke in eine bisher weitgehend unbekannte Lebensphase der Familie von August Sander bietet.

978-3-86331-275-6

März 2016

ISBN: 978-3-86331-275-6
304 Seiten · 22,00 Euro

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Mendel Szajnfeld

Erzähl, was mit uns geschehen ist!
Erinnerungen an den Holocaust

Bearbeitet von Simon Szajnfeld

Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 2

Als junger Mann erlebt Mendel Szajnfeld den Holocaust im besetzten Polen in einem Kleinstadt-Ghetto, als Zwangsarbeiter sowie als Häftling des Lagers Plaszów. Szajnfeld zeichnet ein individuelles und plastisches Bild vom Leben und Leiden abseits der bekannten Ghettos und Lager wie Warschau oder Auschwitz, von der Befreiung bis zum verschlungenen Weg eines Überlebenden von Polen über Deutschland nach Norwegen.

978-3-86331-280-0

Februar 2016

ISBN: 978-3-86331-280-0
288 Seiten · 29,00 Euro

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Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2016

Schwerpunkt: Konspiration und Kommunismus

Herausgegeben von
Ulrich Mählert, Jörg Baberowski, Bernhard H. Bayerlein, Bernd Faulenbach,
Ehrhart Neubert, Peter Steinbach, Stefan Troebst, Manfred Wilke

Gefälschte Papiere und Decknamen waren gang und gäbe, die Überwachung der eigenen Reihen und die Unterwanderung des Gegners gehörten zum Handwerkszeug. Konspiration zählte von Beginn an zu den Grundprinzipien kommunistischer Parteiarbeit. Ende des 19. Jahrhunderts in Europa und im zaristischen Russland selbst politischer Verfolgung ausgesetzt, entwickelte die revolutionäre Linke in ihrer konspirativen Arbeit ungeahnte Dynamiken. Wo immer eine kommunistische Partei die Macht errang, wurden die geheimen Parteistrukturen zum Nukleus von Geheimdiensten, die die eigene Herrschaft absicherten. Kommunistische Parteien sahen sich zeit ihrer Existenz dem Verdacht ausgesetzt, zu taktieren, konspirative Praktiken zu verfolgen und subversiv zu wirken.

978-3-86331-283-1

Februar 2016

ISBN: 978-3-86331-283-1
220 Seiten · 19,00 Euro

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Ulrich Mählert (Hrsg.)

Die DDR als Chance
Neue Perspektiven auf ein altes Thema

Seit 1990 sind im vereinigten Deutschland fast 7000 Bücher zur DDR-Geschichte erschienen. Und die Zahl der neuen Titel bleibt alljährlich nahezu konstant. Immer wieder diskutieren Historiker über die Frage, ob die DDR mittlerweile überforscht sei. Tatsächlich sagen die Zahlen mehr aus über das anhaltende öffentliche Interesse an der SED-Diktatur als über den Stellenwert des Themas in der Geschichtswissenschaft.
In einer umfassenden Expertise beschreiben die Historiker Dierk Hoffmann, Michael Schwartz und Hermann Wentker die Perspektiven des Themas DDR für künftige historische Forschungen. 18 Autoren nehmen dazu kontrovers Stellung und formulieren zugleich eigene neue Fragen an das alte Thema. Der Sammelband lädt zur Diskussion und zu einer Neubewertung des Forschungsfeldes DDR ein.

978-3-86331-284-8

Februar 2016

ISBN: 978-3-86331-284-8
211 Seiten · 16

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Andreas H. Apelt · Robert Grünbaum · Jens Schöne (Hrsg.)

Erinnerungsort DDR
Alltag – Herrschaft – Gesellschaft

Was war die DDR? – Den Widerspruch zwischen SED-Diktatur und privatem Leben, zwischen Herrschaftsgeschichte und Alltagshistorie decken die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes auf und zeigen, wie bunt, vielfältig, differenziert und persönlich der „Erinnerungsort DDR“ wirklich war.

978-3-86331-285-5

Februar 2016

ISBN: 978-3-86331-285-5
176 Seiten · 20,00 Euro

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Susanne Lanwerd (Hrsg./Ed.)

The Urban Sacred
Städtisch-religiöse Arrangements in Amsterdam, Berlin und London
How Religion Makes and Takes Place in Amsterdam, Berlin and London

Ausstellungskatalog · Exhibition catalogue

Texte von · Texts by
Daan Beekers, Steph Berns, Rolf Engelbart, Kim Knott, Volkhard Krech, Susanne Lanwerd und Birgit Meyer

The Urban Sacred untersucht die Präsenz von Religion in Amsterdam, Berlin und London. Deutlich wird, dass diese Städte, die gemeinhin zu den säkularsten der Welt zählen, nach wie vor durch Religion mitgeprägt sind, wenngleich gelegentlich auf überraschende Weise. Die Essays des Katalogs bieten konzeptionelle Ansätze, die auf innovative Weise der Präsenz und Materialität von Religion begegnen. Sie werden durch Fotos ergänzt, deren künstlerischer Zugang noch einmal andere, vielleicht ungewohnte Perspektiven auf Menschen und Orte, Städte und Gebäude ermöglicht.

The Urban Sacred investigates the presence of religion in Amsterdam, Berlin and London. It shows that these cities, commonly counted among the most secularized places of the world, continue to be permeated by religion – albeit in sometimes unexpected ways. The essays of this catalogue show the conceptual framework of how to approach the materiality of religion in Western European cities today. The texts are complemented by photographs. The specific perspectives of the artists offer an alternative approach, allowing unattended entanglements between people, places and spaces to emerge.

978-3-86331-281-7

Februar 2016
231 Seiten

ISBN: 978-3-86331-281-7
Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Februar, Mai, September)

Einzelheftpreis: 14,– Euro

Jahresabonnement (3 Hefte): 35,– Euro (Ausland 45,– Euro), einschl. Porto,00 Euro

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Arbeit – Bewegung – Geschichte
Zeitschrift für historische Studien
Bis Dezember 2015: JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung

Schwerpunkt Heft 1-2016:
Linke Betriebsintervention, wilde Streiks und
operaistische Politik 1968 bis 1988


Arbeit – Bewegung – Geschichte wendet sich an Historikerinnen, Historiker, Studierende und historisch Interessierte. Sie präsentiert Ergebnisse der historischen Forschung zur deutschen, europäischen und außereuropäischen Arbeiterbewegung, zur Sozialgeschichte und Geschichte der Arbeitswelt, zur Geschichte demokratischer sozialer Bewegungen, zur Alltagsgeschichte u. a. m. Jede Ausgabe enthält wissenschaftliche Aufsätze und Mitteilungen, Beiträge zur Diskussion, biografische Skizzen, Erinnerungen, Dokumente, Berichte über wissenschaftliche Tagungen, Informationen über Projekte, wissenschaftliche Bildungseinrichtungen, Archive und Gedenkstätten sowie Rezensionen.

978-3-86331-276-3

März 2016

ISBN: 978-3-86331-276-3
198 Seiten · 19,00 Euro

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Christhard Hoffmann (Ed.)

The Exclusion of Jews in the Norwegian Constitution of 1814
Origins – Contexts – Consequences

Reihe Studien zum Antisemitismus in Europa, Bd. 10

The Norwegian Constitution of May 1814 was regarded as the most liberal constitution of its time, yet it was also radically exclusive against Jews, Jesuits and monastic orders. None of these groups were allowed to enter the kingdom, and those who did, even accidentally, were subject to imprisonment and deportation. Why did the Norwegian Constituent Assembly introduce Europe’s most antisemitic clause to Europe’s most liberal constitution? The essays collected in this volume present new historical research on the exclusion of Jews in the Norwegian Constitution to an international public. They examine the intellectual origins of the anti-Jewish clause, explore the enforcement of the constitutional ban in vivid detail and place the Norwegian case into a broader transnational European context.

978-3-86331-273-2

Januar 2016

ISBN: 978-3-86331-273-2
448 Seiten · 24,00 Euro

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Ulrich Wyrwa

Gesellschaftliche Konfliktfelder und die Entstehung des Antisemitismus
Das Deutsche Kaiserreich und das Liberale Italien im Vergleich

Reihe Studien zum Antisemitismus in Europa, Bd. 9

Wo liegen die Ursachen des Antisemitismus? Wie kam es dazu, dass im 19. Jahrhundert eine neue Form von Judenfeindschaft entstand? Ulrich Wyrwa greift die Methode des historischen Vergleichs sowie die von Pierre Bourdieu entwickelte Theorie des Feldes für die Antisemitismusforschung auf und geht diesen Fragen am Beispiel von Deutschland und Italien zwischen 1879 und 1914 nach.
Antisemitismus, so ein Ergebnis der Studie, war Symptom einer totalen Anti-Haltung gegen die gesellschaftlichen Umwälzungen der Zeit. Juden wurde die Schuld an allen damit verbundenen Problemen aufgebürdet. Die Projektion der sozialen Verwerfungen und mentalen Verunsicherungen auf die Juden führte zu antisemitischen Einstellungen, die in die Kämpfe um kulturelle Hegemonie auf den verschiedenen gesellschaftlichen Konfliktfeldern eingingen. Der Vergleich wirft dabei ein neues Licht sowohl auf das Deutsche Kaiserreich als auch das Liberale Italien.

978-3-86331-271-8

Februar 2016

ISBN: 978-3-86331-271-8
309 Seiten · 22,00 Euro

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Konstanze Körner

Leitungsstile in der DDR
Ein Vergleich der Eliten in Partei, Industrie und Dienstleistungszweig 1971 bis 1989

Für die „Führungs- und Leitungskader“ der DDR gilt gemeinhin ein einheitlicher Leitungsstil als selbstverständlich. Aber wie viel Gestaltungsspielraum boten die zentral gesteuerten Betriebe bei der Entwicklung eines individuellen Leitungsstils tatsächlich? Pflegten die Parteifunktionäre einen sozialistischen Stil? Was widerfuhr „staatlichen Leitern“ und Funktionären, die dem staatssozialistischen Ideal in ihrer täglichen Leitungsarbeit nicht folgten? Auf diese Fragen versucht die Studie Antworten zu geben. Sie rekonstruiert und analysiert die Spielräume, die die Führungskräfte in der Wahl und Gestaltung ihres Leitungsstils in Partei, Industrie und Dienstleistungszweig hatten. Die Praxis der Leitungsstile der siebziger Jahre wird verglichen mit der Praxis der von politischer und ökonomischer Krise gekennzeichneten achtziger Jahre.

978-3-86331-266-4

Januar 2016

ISBN: 978-3-86331-266-4
344 Seiten · 22,00 Euro

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Christina Herkommer

Erinnerung, Medien, Geschlecht
Frauen im Nationalsozialismus in der Berichterstattung des SPIEGEL 1947–2010

Inwiefern ist der öffentlich-mediale Diskurs zu Frauen im Nationalsozialismus Bestandteil des deutschen Erinnerungsdiskurses zu Nationalsozialismus und Holocaust und wie prägen heteronormative und hegemoniale Vorstellungen von Geschlecht und Geschlechterrollenverhalten den Diskurs? Mit diesen Fragen befasst sich die Untersuchung über Frauen in der Berichterstattung des SPIEGEL 1947–2010.
Die Analyse macht deutlich, dass nicht zuletzt die (Massen-) Medien und ihre Funktion der Auswahl, Darstellung und Verbreitung von Informationen Erinnerungskultur konstruieren. Dabei strukturiert die Kategorie Geschlecht sowohl die Auswahl von Informationen, die in der medialen Berichterstattung als erinnerungsrelevant betrachtet werden, als auch die Art und Weise der Berichterstattung. Ein derart medial vermittelter und geschlechtlich strukturierter Erinnerungsdiskurs nimmt Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung und Bewertung des Nationalsozialismus allgemein und die Rolle von Frauen im Nationalsozialismus im Besonderen.

978-3-86331-282-4

Heft 1
Dezember 2015

167 Seiten

ISSN: 2366-2379
ISBN: 978-3-86331-282-4

Erscheinungsweise:
1–2 Hefte jährlich

Einzelheftpreis:
16,00 Euro

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Konzentrationslager. Studien zur Geschichte des NS-Terrors
Heft 1


Detlef Garbe · Günter Morsch (Hrsg.)
Kriegsendverbrechen zwischen Untergangschaos
und Vernichtungsprogramm


Die Zeitschrift versteht sich als ein Forum zur Erforschung der nationalsozialistischen Zwangslager, das dem gesamten Spektrum der mit dem Lagersystem und seiner Nachgeschichte verbundenen Themen Raum geben und die geschichtswissenschaftliche Debatte über den Nationalsozialismus und die staatliche Massengewalt im 20. Jahrhundert anregen möchte.
Die erste Ausgabe befasst sich mit den Kriegsendverbrechen. Die Endphase des „Dritten Reiches“ ging mit einer kaum noch für möglich gehaltenen Steigerung von Terror und Gewalt einher. Es gab keine Mordtat, vor der die Nationalsozialisten nicht zurückschreckten, keine Grausamkeit, derer sie sich nicht bedienten, keinen „Feind“, der vor ihnen sicher war. Dem „totalen Krieg“ entsprach die „totale Vernichtung“ von Menschen, Ländern, Städten, Dörfern. Der allumfassende Vernichtungswille des NS-Regimes kannte keinerlei systemische oder ökonomische Zweckrationalität mehr.
Die Zeitschrift wird im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten herausgegeben von Insa Eschebach, Detlef Garbe, Gabriele Hammermann, Volkhard Knigge, Habbo Knoch, Ricola Lüttgenau, Thomas Lutz, Günter Morsch, Thomas Rahe, Jörg Skriebeleit, Jens-Christian Wagner.

978-3-86331-274-9

Dezember 2015

ISBN: 978-3-86331-274-9
348 Seiten · 21,00 Euro

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Jahrbuch für Antisemitismusforschung 24 (2015)

Herausgegeben von Stefanie Schüler-Springorum
für das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet.
Themen des Jahrbuchs 24: Antisemitismus im 18. und 19. Jahrhundert; Die Radikalisierung des Antisemitismus im Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik; Antisemitismus und Holocaust in Griechenland; Konzeptionelle Überlegungen zum Antisemitismus; Antisemitismus in rechtsextremen Medien.

978-3-86331-263-3

Dezember 2015
deutsch-englisch

ISBN: 978-3-86331-263-3
132 Seiten · 16,00 Euro

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Das Internationale Mahnmal von Nandor Glid
Idee, Wettbewerbe, Realisierung
Katalog zur Sonderausstellung

Herausgegeben von Andrea Riedle und Lukas Schretter
Im Auftrag der KZ-Gedenkstätte Dachau

Das Internationale Mahnmal ist der zentrale Gedenkort in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Es wurde in den 1950er Jahren vom Comité International de Dachau (CID), der Vereinigung von Überlebenden des Konzentrationslagers, initiiert. Zur Realisierung des Mahnmals führte das CID in den Jahren 1959 und 1965 zwei internationale Gestaltungswettbewerbe durch, die der jugoslawische Künstler Nandor Glid mit seinem Entwurf einer großen Mahnmalanlage und einer zentralen Bronzeskulptur gewann. Die Einweihung, die von Studentenprotesten und tätlichen Auseinandersetzungen überschattet war, fand am 8. September 1968 statt. Der Katalog präsentiert das künstlerische Werk von Nandor Glid und erzählt die Geschichte des Wettbewerbs.

978-3-86331-267-1

Dezember 2015

ISBN: 978-3-86331-267-1
320 Seiten · Hardcover
22,00 Euro

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Verena Haug

Am „authentischen“ Ort
Paradoxien der Gedenkstättenpädagogik

Die seit den 1980er-Jahren entstandene Gedenkstättenpädagogik hat sich als pädagogisches Arbeitsfeld mit Anspruch auf Eigenständigkeit etabliert und institutionalisiert. Gedenkstätten gelten vor allem wegen ihrer „Authentizität“ als geeignete Lernorte für die Auseinandersetzung mit Verbrechen der Vergangenheit. Dies suggeriert eine unmittelbare Begegnung und verschweigt die aufwendigen Aushandlungen von Geschichte vor Ort, die erst zum Verstehen beitragen. Was in den Führungen, Seminaren und Studientagen geschieht, worüber wie gesprochen wird und welche Widersprüche sich in den pädagogischen Interaktionen zeigen, entzog sich bislang einer erziehungswissenschaftlichen Reflexion und Analyse. Die vorliegende Arbeit erlaubt nun einen Blick in die black box der gedenkstättenpädagogischen Praxis zu NS-Verbrechen.

978-3-86331-269-5

Dezember 2015

ISBN: 978-3-86331-269-5
312 Seiten · 22,00 Euro

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Anna Rohr

Dr. Heinrich Spiero (1876–1947)
Sein Wirken für die Christen jüdischer Herkunft unter dem NS-Regime

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Heinrich Spiero ein bekannter und erfolgreicher Schriftsteller und Literaturhistoriker – bis sich 1933 mit der Machtübernahme Hitlers die Situation in Deutschland radikal veränderte. Den Nationalsozialisten galt Spiero ungeachtet seiner christlichen Taufe als Jude. Dadurch gehörte er zu einer Gruppe von Verfolgten, die bis heute kaum wahrgenommen wird: den Christen jüdischer Herkunft.
Angehörige dieser Gruppe gründeten bereits im Juli 1933 den „Reichsverband christlich-deutscher Staatsbürger nichtarischer oder nicht rein arischer Abstammung“ (seit 1936 Paulus-Bund). 1935 übernahm Heinrich Spiero deren Vorsitz, musste ihn aber 1937 aufgrund seiner Einstufung als „Volljude“ abgeben. Er erreichte die Eröffnung einer privaten Hilfsstelle, des Büros Dr. Heinrich Spiero, doch 1939 wurde auch diese verboten und in das Büro Pfarrer Grüber überführt.

978-3-86331-272-5

Dezember 2015

ISBN: 978-3-86331-272-5
536 Seiten · Hardcover
29,00 Euro

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Nicole Hördler

Prettin liegt in Deutschland
Stadt und Land zwischen Aufbruch, Resignation und Identitätssuche, 1990 bis 2010

Die ethnologische Feldstudie untersucht den Transformationsprozess der ostdeutschen Kleinstadt Prettin (Sachsen-Anhalt) vom letzten Jahrzehnt vor dem Zusammenbruch der DDR bis in die Gegenwart. Ziel ist es, übergreifende Zusammenhänge städtischen und ländlichen Wandels zu beschreiben sowie Kontinuitäten und Brüche lokal und vergleichend zu analysieren und zu bilanzieren.
Die Autorin kann das oft reproduzierte Bild, der Osten Deutschlands sei durch hohe Arbeitslosigkeit und Abwanderung in Depression und Lethargie gefallen, differenzieren. Sie zeigt, dass trotz extremer wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Veränderungen ein breites Engagement für Prettin existiert. Ehrenamtliches Handeln und das Wohl der Gemeinde stehen nicht selten über prekären finanziellen und beruflichen Verhältnissen. Die Heimat und der Mikrokosmos der Lokalgemeinde werden zum Eckpfeiler nicht nur von gemeinschaftlicher Sicherheit, sondern auch von neuer Identität und ersetzen die überkommene DDR-Sozialisation.

978-3-86331-268-8

Dezember 2015

ISBN: 978-3-86331-268-8
272 Seiten · 19,00 Euro

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Andreas Methner

„Diagnose: verhaltensgestört“
Das Kombinat der Sonderheime in der DDR
Mit einem Beitrag von Silvana Hilliger

Das Kombinat der Sonderheime für Psychodiagnostik und pädagogisch-psychologische Therapie war eine Jugendhilfeeinrichtung in der DDR für Kinder und Jugendliche, die als verhaltensgestört galten, weil sie in anderen Heimen, in der Schule oder in der Familie aufgefallen waren. Die Einrichtung nahm Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Land auf, die zuvor in einer Aufnahmestelle in Berlin diagnostiziert und dann in eines der vier Sonderheime eingewiesen wurden. Dort sollten durch pädagogische und therapeutische Maßnahmen Verhaltensänderungen herbeigeführt werden. Wichtigstes Instrument dafür war die sozialistische Kollektiverziehung. In der Praxis bedeutete dies einen stark geregelten Lebensalltag, Gruppenzwang und strenge Disziplinierung. Der Einsatz von Psychopharmaka zur Ruhigstellung der Kinder war verbreitet.

978-3-86331-261-9

November 2015

ISBN: 978-3-86331-261-9
527 Seiten · Hardcover
29,00 Euro

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Dietrich Heither · Adelheid Schulze

Die Morde von Mechterstädt 1920
Zur Geschichte rechtsradikaler Gewalt in Deutschland

„Wer die bestialisch zugerichteten Leichen gesehen hat, der wird mir sicher zustimmen, dass Individuen, die solcher Taten fähig sind, nicht nur heute in sturmbewegter Zeit, sondern immer eine Gefahr für ihre Mitmenschen bilden.“
Johann Seehofer, Sozialdemokrat und Gewerkschafter

In den Morgenstunden des 25. März 1920 wurden bei Mechterstädt in Thüringen 15 Arbeiter aus Thal von 14 Marburger Verbindungsstudenten des Marburger Studentenkorps „auf der Flucht“ erschossen. Absprachen zwischen Anklage und Verteidigung, manipulierte Zeugen und sogar das Verschwindenlassen von Beweismitteln machten bereits im Ansatz ein rechtsstaatlichen Ansprüchen genügendes Gerichtsverfahren unmöglich. Die Täter wurden freigesprochen. „Mechterstädt“ steht seither synonym für den barbarischen innenpolitischen Krieg gegen die „Novemberverbrecher“, für die Kontinuitäten einer vordemokratischen Gesinnungsjustiz und die folgenschwere Radikalisierung des Konservatismus im Netzwerk völkisch-nationalistischer Organisationen.
Die umfassende Studie analysiert Ursachen wie folgenschwere Wirkungen rechtsradikaler Gewalt der akademischen Rechten in der Weimarer Republik.

978-3-86331-262-6

Oktober 2015

ISBN: 978-3-86331-262-6
288 Seiten · Hardcover
24,00 Euro

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NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (Hrsg.)

August Sanders unbeugsamer Sohn
Erich Sander als Häftling und Gefängnisfotograf im Zuchthaus Siegburg 1935–1944

Begleitband zur Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Erich Sander, Sohn des berühmten Kölner Fotografen August Sander, saß in der NS-Zeit fast zehn Jahre wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ im Zuchthaus Siegburg ein. Er konnte als Gefängnisfotograf arbeiten und schmuggelte Briefe und Fotografien aus dem Gefängnis, um den Häftlingsalltag zu dokumentieren. Am 23. März 1944 starb Erich Sander in Haft. Der reich bebilderte Begleitband zur Ausstellung schildert ausführlich Erich Sanders Leben, sein politisches Wirken, seine Haft und präsentiert seine Werke sowie zahlreiche Fotografien seines Vaters August.

978-3-86331-257-2

Oktober 2015

ISBN: 978-3-86331-257-2
267 Seiten · 22,00 Euro

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Marco Brenneisen · Christine Eckel · Laura Haendel · Julia Pietsch (Hrsg.)

Stigmatisierung – Marginalisierung – Verfolgung
Beiträge des 19. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager

Der Sammelband präsentiert Ergebnisse des 19. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Die Beiträge widmen sich Facetten und Kontinuitäten der staatlichen wie (lager-)gesellschaftlichen Stigmatisierung und Marginalisierung von im Nationalsozialismus verfolgten Gruppen und beleuchten das Spektrum unterschiedlicher NS-Zwangslager. Aus geschichtswissenschaftlicher, soziologischer, politologischer, bauhistorischer und erziehungswissenschaftlicher Perspektive werden Leerstellen in Historiografie und Erinnerungskultur aufgezeigt.

978-3-86331-264-0

Oktober 2015

ISBN: 978-3-86331-264-0
472 Seiten · Hardcover
24,90 Euro

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Wolfgang Benz · Peter Eckel · Andreas Nachama (Hrsg.)

Kunst im NS-Staat
Ideologie, Ästhetik, Protagonisten

Welche Rolle spielte Kunst für das NS-Regime? Welchen Verlockungen und welchen Zwängen unterlagen die Künstlerinnen und Künstler des „Dritten Reichs“ und
wie gingen sie damit um? Gibt es eine spezifisch „nationalsozialistische Kunst“? Welche Freiräume gab es? Welches Vakuum hinterließen die emigrierten bzw. mit Berufsverbot bedachten Künstler?
Der Band fasst die Ergebnisse einer Veranstaltungsreihe in der Topographie des Terrors in Berlin zusammen, die der staatlich geförderten und gefeierten Kunst im „Dritten Reich“ gewidmet war. Die 28 von Fachexperten verfassten Beiträge präsentieren die Ergebnisse. Sie beschäftigen sich im Überblick sowie in exemplarischer Vertiefung mit den Gattungen Bildende Kunst, Literatur, Theater und Tanz, Film, Architektur und Musik sowie der Politik der diesen Gattungen zugeordneten Einzelkammern der Reichskulturkammer.

978-3-86331-259-6

Oktober 2015

ISBN: 978-3-86331-259-6
124 Seiten · 14,00 Euro

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Enoh Meyomesse

Darmstadt
Eine afrikanische Liebeserklärung

Herausgegeben von Jürgen Strasser und Sascha Feuchert
Aus dem Französischen übertragen von Jürgen Strasser

Über drei Jahre saß der Dichter, Politiker und Menschenrechtsaktivist Enoh Meyomesse in Kamerun im Gefängnis – weil er sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnahm. Im Oktober 2015 konnte er nach Deutschland ausreisen, um in Darmstadt als Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat frei leben und arbeiten zu können. Kurz vor seiner Ausreise hat er diesen Gedichtband seiner neuen Heimat, aber auch der gemeinsamen deutsch-kamerunischen Geschichte gewidmet.

978-3-86331-260-2

Oktober 2015

ISBN: 978-3-86331-260-2
145 Seiten · 14,00 Euro

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Andreas H. Apelt · Robert Grünbaum (Hrsg.)

Das letzte Jahr der DDR

Von der Volkskammerwahl zur Wiedervereinigung

Über 40 Jahre dauerte es, bis ein Parlament in der DDR frei gewählt werden konnte. Wie kam es zu der ersten demokratischen Wahl in der DDR? Wie handlungsfähig waren Volkskammer und die letzte Regierung der DDR? Wie setzten sie die Gestaltung der parlamentarischen Demokratie um? Vor welchen politischen, administrativen und persönlichen Herausforderungen standen die Abgeordneten und die Regierungsmitglieder auf dem Weg zur Wiedervereinigung? Im 25. Jubiläumsjahr der Deutschen Einheit werfen Zeitzeugen und Experten in vorliegender Publikation einen analytischen Blick auf die bewegte Übergangszeit vom 18. März 1990 bis zum 3. Oktober 1990.

978-3-86331-251-0

September 2015

ISBN: 978-3-86331-251-0
352 Seiten · 24,00 Euro

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Günter Morsch · Agnes Ohm (Hrsg.)

Die Zentrale des KZ-Terrors
Die Inspektion der Konzentrationslager 1934–1945

Englische Ausgabe:
The Administrative Centre of the Concentration Camp Terror

Im Frühjahr 1934 unterstellten die Nationalsozialisten alle Konzentrationslager einer neu geschaffenen Dienststelle der SS: der „Inspektion der Konzentrationslager“ (IKL). Im Auftrag des Reichsführers SS Heinrich Himmler verwaltete die IKL 32 Hauptlager mit über 1000 Nebenlagern. Von 1938 bis Kriegsende residierte die IKL in einem von Häftlingen erbauten repräsentativen Gebäude am Rande des KZ Sachsenhausen in Oranienburg. Etwa 100 SS-Männer entschieden hier über Ernährung, Bekleidung und Unterbringung der Häftlinge, über Transporte und Todesmärsche, über Strafen und Hinrichtungen, Zwangsarbeit, medizinische Experimente und Massenmorde.

978-3-86331-254-1

September 2015

ISBN: 978-3-86331-254-1
372 Seiten · 24,00 Euro

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Stefan Karner · Mark Kramer · Peter Ruggenthaler · Manfred Wilke (Hrsg.)

Der Kreml und die deutsche Wiedervereinigung 1990
Interne sowjetische Analysen

Der Fall der Berliner Mauer 1989 und die deutsche Wiedervereinigung 1990 haben die Landkarte Zentraleuropas nachhaltig verändert. Die NATO rückte bis an die polnische Grenze. Warum stimmte Gorbatschow einer NATO-Mitgliedschaft des vereinten Deutschland zu? Mit dem Zerfall des Warschauer Paktes entstand an der Peripherie der Sowjetunion ein militärisches Machtvakuum. Neue russische Dokumente aus den Schaltzentren sowjetischer Politik, verschollen geglaubte Tagebuch-Notizen engster Berater der Sowjetführung, die Aufzeichnungen der Gespräche und Interventionen führender deutscher Oppositionspolitiker in Moskau gegen die Linie Kohls machen deutlich, wie schmal der Grat war, auf dem die Vereinigung schließlich gelang.

978-3-86331-255-8

September 2015

ISBN: 978-3-86331-255-8
102 Seiten · 16,00 Euro

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Englische Ausgabe:
ISBN: 978-3-86331-256-5
102 Seiten · 16,00 Euro

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Meggi Pieschel · Insa Eschebach · Amélie zu Eulenburg

Die Rosen in Ravensbrück
Ein Beitrag zur Geschichte des Gedenkens

Englische Ausgabe:
The Roses in Ravensbrück. A contribution to the history of commemoration

Die Rose ist nicht nur ein zentrales Motiv in der Erinnerungsgeschichte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück – schon während der Haft spielte sie unter den Häftlingen eine bedeutende Rolle: Auf Zeichnungen, in Gedichten, als Stickerei oder auf heimlich gefertigten Gruß- und Glückwunschkarten war die Rose im Lager überaus verbreitet. Sie galt als ein Zeichen der Freundschaft, der Hoffnung und des inneren Widerstands. Der Katalog versammelt eine Fülle von Abbildungen und Geschichten um die Rosen in Ravensbrück vor und nach 1945.

978-3-86331-249-7

September 2015

ISBN: 978-3-86331-249-7
467 Seiten · 24,00 Euro

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Peter Lange

Ein amerikanischer Europäer:
Die zwei Leben des Dirigenten Hans Schwieger

Der Dirigent Hans Schwieger stand 1933 vor einer großen Karriere. Sein Aufstieg wurde jäh unterbrochen, weil er eine jüdische Ehefrau hatte. Nach Zwischenstationen in Danzig und Tokio emigrierte er 1938 in die USA, wo ihm nach schwierigen Anfängen eine zweite Karriere gelang. In den 1950er-Jahren wurde er zu einem der wichtigsten Orchesterleiter seiner Zeit und für die klassische Musik zu einer Schlüsselfigur im europäisch- amerikanischen Kulturtransfer. Peter Langes Biografie über Hans Schwieger handelt von einem sehr lesenswerten und bislang unbekannten Kapitel der Exilgeschichte nach 1933. Sie entreißt ein Jahrhundertleben der Vergessenheit, das es wert ist, im kollektiven Gedächtnis festgehalten zu werden.

978-3-86331-253-4

September 2015

ISBN: 978-3-86331-253-4
236 Seiten · 19,00 Euro

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Peter Jochen Winters

Den Mördern ins Auge gesehen
Berichte eines jungen Journalisten vom
Auschwitz-Prozess 1963–1965

Am 20. August 1965 endete vor dem Landgericht Frankfurt am Main nach 183 Verhandlungstagen der Auschwitz-Prozess mit der Verkündung des Urteils. Der Prozess gilt als Wegmarke der deutschen Geschichte: der noch nicht beendeten ernsthaften Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit als „Gerichtstag halten über uns selbst“ (Fritz Bauer).
Peter Jochen Winters (Jahrgang 1934) hat als Redakteur der Wochenzeitung „Christ und Welt“ den Prozess besucht und darüber geschrieben. Das Buch enthält seine damaligen Beiträge, die heute Zeitzeugenberichte sind. Ergänzt werden sie durch spätere Artikel des Autors zu Auschwitz aus der F. A. Z. Im Anhang finden sich zudem Auszüge aus dem Frankfurter Urteil, der Zeugenaussage des SS-Richters Konrad Morgen und dem Urteil des Obersten Gerichts der DDR im Verfahren gegen den Auschwitz-Arzt Dr. Horst Fischer.

ZeitgeschichteN

Band 14

978-3-86331-238-1

August 2015

ISBN: 978-3-86331-238-1
229 Seiten · 19,00 Euro

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Else Krell

Wir rannten um unser Leben
Illegalität und Flucht aus Berlin 1943

Herausgegeben von Claudia Schoppmann

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 5

Else Krell, geboren 1900, heiratete zwanzigjährig den Kaufmann Adolf Murzynski. 1936 müssen sie und ihr ebenfalls jüdischer Mann ihr Kaufhaus in Weiden in der Oberpfalz verkaufen und ziehen nach Berlin.
In ihrem Bericht beschreibt die Autorin, wie nach 1933 Diskriminierung und Verfolgung das Leben ihrer Familie immer mehr einschränkten und sie schließlich auseinanderrissen. Ende Januar 1943 entgingen sie und ihre Tochter Margot in letzter Minute der drohenden Deportation. Monatelang lebten sie „illegal“ in Berlin und Umgebung, immer auf der Suche nach neuen Verstecken. Im November 1943 gelang ihnen schließlich eine dramatische Flucht in die Schweiz, wo sie das Kriegsende erlebten.

978-3-86331-246-6

Juli 2015

ISBN: 978-3-86331-246-6
555 Seiten · 28,00 Euro

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Leonore Ansorg

Politische Häftlinge im nationalsozialistischen Strafvollzug:
Das Zuchthaus Brandenburg-Görden


Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 15

IIm Zuchthaus Brandenburg-Görden als der größten Haftanstalt Deutschlands verbüßten Tausende von politisch Verurteilten der NS-Justiz ihre meist langjährigen Freiheitsstrafen. Harte Behandlung und schwerste Haftbedingungen, die sich während des Krieges noch verschärften, prägten ihren Zuchthausalltag. Ab 1940 wurden etwa 1800 politische Todesurteile vollstreckt.
Die Studie richtet den Blick auf die Differenziertheit der Gruppe der politisch Verurteilten, zu denen auch Erich Honecker und Robert Havemann gehörten: Wie waren die sozialen Beziehungen untereinander, gab es Hierarchien innerhalb der Häftlingsgesellschaft, kam es zu Ausgrenzungen unter ihnen und welche Stellung hatte die KPD im Zuchthaus? Auch die Rolle der Beamten des Strafvollzugs im Umgang mit den politischen Gefangenen wird thematisiert. Durch umfangreiche Auswertung von Archivquellen und Erinnerungsberichten können Antworten auch auf bislang mit einer Legendenbildung belegte Fragen gegeben werden.

978-3-86331-250-3

August 2015

ISBN: 978-3-86331-250-3
152 Seiten · 16,00 Euro

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Ingeborg Szöllösi (Hrsg.)

Die Brückenbauer
Junge Deutsche zwischen zwei Kulturen
Essaywettbewerb

„Sind auch Sie ein Brückenbauer?“ – Das war die Frage eines Essaywettbewerbs, den die Deutsche Gesellschaft e.V. Ende 2014 ausgeschrieben hatte. Der Wettbewerb richtete sich an junge Deutsche, deren Vorfahren aus unterschiedlichen Regionen des östlichen Europa stammen. Die eingesandten Beiträge widerspiegeln das vielfältige Potenzial, das junge Erwachsene mit diesem besonderen biografischen Hintergrund anbieten, sowie den Nuancenreichtum ihres Verständnisses von Heimat. In vorliegender Publikation sind die 24 besten Essays nachzulesen.

978-3-86331-242-8

Juni 2015

ISBN: 978-3-86331-242-8
440 Seiten · 24,00 Euro

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Andrea Quitz

Staat · Macht · Moral
Die medizinische Ethik in der DDR

Die Medizinethik der DDR unterlag in besonderem Maße ideologischer Einflussnahme: Als sozialistische Gesellschaftswissenschaft stand sie im Spannungsfeld zwischen Staatsdoktrin, medizinspezifischen und philosophischen Werten. Unter Zuhilfenahme theoretischer Ansätze, die allgemein Aufklärung über das Zusammenwirken von Macht und Moral geben, und basierend auf einer umfassenden Auswertung medizinethischer Primärliteratur der DDR diskutiert die vorliegende Studie die Herausforderungen für Moral in der Diktatur. Sie sucht Antworten auf die Frage, wie es möglich war, dass Ethiker und Ethikerinnen, deren tägliches Geschäft die Moraltheorie war, selbst moralisch fragwürdig handelten. Dokumente der Staatssicherheit machen zudem eine enge Verstrickung zwischen Staat und Vertretern der Medizinethik offensichtlich.

978-3-86331-191-9

Juni 2015

ISBN: 978-3-86331-191-9
481 Seiten · 24,00 Euro

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Andreas Reinke · Katerina Capková · Michal Frankl · Piotr Kendziorek · Ferenc Laczó

Die „Judenfrage“ in Ostmitteleuropa
Historische Pfade und politisch-soziale Konstellationen

Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 8

Das Schlagwort „Judenfrage“ fand im 19. Jahrhundert Eingang in die politischen Auseinandersetzungen vieler Länder Europas. Nichtjuden wie Juden, Philosemiten wie Antisemiten, Liberale, Konservative und Sozialisten benutzten es, um ihre jeweiligen Positionen zur Gleichstellung der Juden darzulegen, aber auch, um allgemeine Fragen des jeweiligen nationalen Selbstverständnisses zu verhandeln. Ihre Dynamik entfalteten die Debatten um die „Judenfrage“ nicht nur aus traditionellen, religiös fundierten antijüdischen Ressentiments oder ökonomischem Konkurrenzdenken heraus. Ursächlich waren – so die zentrale These der hier vorgelegten Studien – die grundlegenden Umbruchprozesse, die sich mit dem Übergang von der ständischen zur bürgerlichen Gesellschaft, der Staaten- und Nationsbildung und der Industrialisierung in weiten Teilen Europas vollzogen.

978-3-86331-243-5

Juni 2015

ISBN: 978-3-86331-243-5
363 Seiten · 22,00 Euro

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Gedenkstättenpädagogik
Kontext, Theorie und Praxis der Bildungsarbeit zu NS-Verbrechen

Herausgegeben von Elke Gryglewski, Verena Haug, Gottfried Kößler, Thomas Lutz und Christa Schikorra im Auftrag der AG Gedenkstättenpädagogik

Seit vielen Jahren sind Gedenkstätten für die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen auch Lernorte. Der vorliegende Band gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Bildungsarbeit vor Ort. Er beleuchtet die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen, führt in grundsätzliche Debatten ein und stellt die vielfältige pädagogische Arbeit ebenso wie ein breites Spektrum an Gedenkstätten vor. Als Bindeglied zwischen Theorie und Praxis wendet sich das Buch an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gedenkstätten, an Lehrkräfte in Schulen und außerschulischen Einrichtungen sowie an Studierende.

978-3-86331-154-4

Juni 2015

ISBN: 978-3-86331-154-4
361 Seiten · 24,00 Euro

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Frank Oliver Sobich · Sebastian Bischoff

Feinde werden
Zur nationalen Konstruktion existenzieller Gegnerschaft:
Drei Fallstudien

Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert nationaler Feindbilder. Und wiewohl das Zeitalter der Extreme mit 1989 zu Ende gegangen sein soll, gibt es wenig Hinweise darauf, dass das 21. Jahrhundert das Zeitalter der allgemeinen, vorurteilslosen Menschenverbrüderung und -verschwisterung wird. Feindbilder sind darum ein wichtiges Thema, nicht nur für Historiker und Historikerinnen. Die Autoren wollen anhand eines Blickes in die Geschichte der Feindbildkonstruktion entlang dreier Fallbeispiele – China 1900, Südwestafrika 1904–1907, Belgien 1914 – einen Beitrag zu der Frage leisten, wie und warum eine nationale Öffentlichkeit Menschengruppen zu existenziellen Gegnern erklärt.

978-3-86331-247-3

Juni 2015

ISBN: 978-3-86331-247-3
196 Seiten · 19,00 Euro

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Iris Bork-Goldfield

„Wir wollten was tun“
Widerstand von Jugendlichen in Werder an der Havel 1949–1953

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 7

Über den politischen Widerstand in Brandenburg zwischen Kriegsende und dem Aufstand am 17. Juni 1953 ist bis heute wenig bekannt. Iris Bork-Goldfield rekonstruiert die Geschichte ihres Vaters Werner Bork und seiner Freunde, die in Werder und Umgebung in der Nachkriegszeit für freie Wahlen, Meinungsfreiheit und Demokratie in der SBZ und späteren DDR kämpften. Sie schrieben und verteilten heimlich Flugblätter, die sie auch mit einer „Rakete“ an belebte Orte schossen. Als Werner Bork ins Visier des Staatsapparates geriet, flüchtete er nach West-Berlin. Von hier aus betrieb er seine Widerstandsarbeit mit Freunden in Brandenburg weiter. 1951 wurden mehrere seiner Mitstreiter von der Stasi verhaftet, verhört und gefoltert. Sieben seiner Freunde wurden in Potsdam zum Tode verurteilt und in Moskau erschossen, viele andere zu Zuchthaus- und Lagerhaftstrafen in der DDR und der Sowjetunion verurteilt.

978-3-86331-245-9

Juni 2015

ISBN: 978-3-86331-245-9
232 Seiten · 19,00 Euro

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Martin Ahrends (Hrsg.)

Verführung, Kontrolle, Verrat
Das MfS und die Familie

Zeitzeugen berichten

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 6

Die Menschen in der DDR waren auch in ihrem Privatleben mit Manipulation, Verführung, Einschüchterung und „Zersetzung“ durch die Staatssicherheit konfrontiert. Selbst Beziehungen zwischen Geschwistern, Kindern und Eltern, unter Ehe- und Liebespaaren wurden vom MfS instrumentalisiert. Die Einsicht, dass die hier versammelten Geschichten vom „sozialen Gift“ dieser Eingriffe keine Einzelfälle und nicht nur Privatsache sind, sondern in den öffentlichen Diskurs um die Erbschaft der DDR gehören, hat sich in den letzten Jahren bei vielen Betroffenen durchgesetzt. Gleichviel, wie sie sich heute politisch bewertet finden, werden Opfer und Täter als Menschen erkennbar: in ihrer Befangenheit, ihrer Verletzung und Wut, ihrer Resignation, ihrem Verzeihen.

978-3-86331-241-1

Juni 2015

ISBN: 978-3-86331-241-1
503 Seiten · 29,00 Euro

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Werner Pfennig

Bibliografie zum Deutschen Einigungsprozess
Bibliography on the Process of German Unification


Weder Politik noch Wissenschaft oder Medien hatten die Entwicklungen 1989/1990 für möglich gehalten: die Friedliche Revolution und die Wiedervereinigung. Seither ist die Fülle an Publikationen darüber kaum mehr zu überblicken. Diese Bibliografie enthält rund 8300 Titel, gegliedert in 20 Teilbereiche des deutschen Einigungsprozesses. Sie berücksichtigt auch die Bestimmungsfaktoren, die zum Niedergang der DDR führten – die Vorgeschichte, die internationalen Rahmenbedingungen und die Einbindung der Bundesrepublik in den europäischen Integrationsprozess. Die Handreichung soll dazu beitragen, das Dickicht der Literatur über den Einigungsprozess zu entwirren.

978-3-86331-229-9

Juni 2015

ISBN: 978-3-86331-229-9
240 Seiten · 19,00 Euro

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Johannes Heil · Annette Weber (Hrsg.)

Ersessene Kunst – Der Fall Gurlitt

Der Fall Gurlitt war über den Skandal hinaus auch Symptom für den bis heute ungenügenden Umgang mit den Folgen des NS-Kunstraubs. Die Beiträge des Bandes, die auf eine Tagung in Heidelberg vom Januar 2014 zurückgehen, erhellen die Geschichte der Sammlung Gurlitt und befassen sich mit Kunsthandel und Museumspraxis vor und nach 1945. Sie verhandeln rechtliche und ethische Dimensionen des „Schwabinger Kunstfundes“, seine Bedeutung für die Provenienzforschung und die Restituierungspraxis im Kontext des deutschen und internationalen Rechts.

978-3-86331-248-0

Mai 2015

ISBN: 978-3-86331-248-0
368 Seiten · 24,00 Euro

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Bilder kollektiver Gewalt
Kollektive Gewalt im Bild

Annäherungen an eine Ikonographie der Gewalt
Für Werner Bergmann zum 65. Geburtstag

Herausgegeben von
Michael Kohlstruck, Stefanie Schüler-Springorum und Ulrich Wyrwa

Kollektive Gewalttätigkeiten im Medium des Bildes sind das Thema des Bandes. Aufsätze zu antisemitischer Gewalt nehmen zwar einen besonders prominenten Rang ein, die Beiträge sind aber nicht auf Gewalt gegen Juden beschränkt. Intention ist es vielmehr, diese als Moment einer allgemeinen Gewaltgeschichte hervortreten zu lassen.
Wie wird Gewalt ins Bild gesetzt? Welche spezifische Botschaft geht von visuellen Gewaltdarstellungen aus? In welchem Verhältnis stehen Bildpräsentationen zu anderen Überlieferungen von Gewaltereignissen und Gewalterzählungen?
Räumlich sind die Beiträge auf Europa konzentriert, sie führen von Berlin-Zehlendorf über Celle, Heiligengrabe, Nürnberg und Frankfurt am Main bis nach Oslo, Kopenhagen, Paris, Bratislava, Budapest, Mailand, Barcelona oder Istanbul, bieten aber auch Ausblicke nach Amerika und Afrika. Zeitlich reichen die dargestellten Ereignisse vom späten Mittelalter bis in die jüngste Gegenwart.
Die Autorinnen und Autoren der 27 Beiträge kommen aus den Geschichts-, Sozial-, Politik- und Kulturwissenschaften.

978-3-86331-236-7

Mai 2015

ISBN: 978-3-86331-236-7
143 Seiten · Hardcover
19,00 Euro

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Michael Kraus

Tagebuch 1942–1945
Aufzeichnungen eines Fünfzehnjährigen aus dem Holocaust
Aus dem Tschechischen von Kristina Kallert

Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 1

Direkt nach seiner Befreiung verfasst der Jugendliche Michael Kraus seine Erinnerungen, die heute ein Zeugnis von unmittelbarer Eindringlichkeit sind. Mit dem Blick des Kindes in zahlreichen Zeichnungen und mit der Sprache eines überwältigt um Worte Ringenden beschreibt Kraus die Stationen seines Leidens und Verlustes: Theresienstadt, Auschwitz und Mauthausen.

978-3-86331-240-4

Mai 2015

ISBN: 978-3-86331-240-4
253 Seiten · 19,00 Euro

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Anja Reuss

Kontinuitäten der Stigmatisierung
Sinti und Roma in der deutschen Nachkriegszeit

Während die Alliierten nach dem Sieg über das NS-Regime bemüht waren, Antisemitismus aus der deutschen Gesellschaft zu bannen, blieben Antiziganismus und die nationalsozialistischen Verbrechen an den Sinti und Roma weitgehend unbeachtet. Die Überlebenden sahen sich in den ersten Nachkriegsjahren vor die Aufgabe gestellt, sich eine neue Existenz aufzubauen und einen Umgang mit dem Verlust ihrer Angehörigen und ihren eigenen traumatischen Erfahrungen zu finden. Doch politische und gesellschaftliche (Ausgrenzungs-)Mechanismen prägten ihr Leben auch nach der Befreiung. Im Kontakt mit deutschen Behörden, aber auch mit der Bevölkerung wurden Kontinuitäten restriktiver Politik gegenüber Sinti und Roma offenbar. Diskriminierung und Ablehnung beeinflussten den Neuanfang beziehungsweise das Weiterleben der Minderheit entscheidend.

978-3-86331-231-2

Juni 2015

ISBN: 978-3-86331-231-2
397 Seiten · 24,00 Euro

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Ulrich Wiegmann

Agenten – Patrioten – Westaufklärer
Staatssicherheit und Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR

In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre beschäftigte die Ostberliner Zentrale der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften (APW) fast 800 Mitarbeiter/innen. Etwas mehr als 700 Beschäftigte konnten anhand einer in den Wirren des DDR-Untergangs aufgefundenen Mitgliederkartei der Gewerkschaft durch den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR überprüft werden. Rund 100 von ihnen waren für die Stasi als Inoffizielle Mitarbeiter/innen tätig. Mehr als die Hälfte wurde während ihrer Anstellung in der pädagogischen Großforschungseinrichtung verpflichtet.
Vorwiegend anhand überlieferter IM-Akten wird unter ihren Decknamen erzählt, wie die pädagogischen Wissenschaftler rekrutiert wurden, welche Aufgaben sie im Verborgenen zu erfüllen hatten und wie sich die Ex-IM bei der Reform der APW 1990 verhielten.

978-3-86331-237-4

Mai 2015

ISBN: 978-3-86331-237-4
223 Seiten · 19,00 Euro

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Zvi Aviram

Mit dem Mut der Verzweiflung
Mein Widerstand im Berliner Untergrund 1943–1945

Herausgegeben von Beate Kosmala und Patrick Siegele

Reihe Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 6

Zvi Aviram wurde 1927 als Heinz Abrahamsohn in Berlin geboren. Nach der Deportation seiner Eltern am 27. Februar 1943 tauchte der 16-Jährige auf eigene Faust unter. Er fand Kontakt zu der Widerstandsgruppe Chug Chaluzi, die kurz zuvor von jüdischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Berlin gegründet worden war und in der er fortan aktiv mitwirkte. Auch zu einem kommunistischen Kreis hatte er Verbindung. Während seiner Odyssee durch verschiedene Verstecke wurde er zweimal verhaftet. In den letzten Kriegstagen, als er um sein Leben bangte, wurde er überraschend aus dem Gefängnis des Sammellagers in der Schulstraße in Berlin-Wedding entlassen. Nach der Befreiung gelangte er auf abenteuerlichen Wegen nach München, wo er für die Jewish Agency tätig war, bis er 1948 nach Palästina auswandern konnte.

 
978-3-86331-235-0

April 2015

ISBN: 978-3-86331-235-0
240 Seiten · 19,00 Euro

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Andrea Genest (Hrsg.)

Damit die Welt es erfährt …
Illegale Dokumente polnischer Häftlinge aus dem Konzentrationslager Ravensbrück
Mit einem Vorwort von Wanda Kiedrzynska
Aus dem Polnischen übersetzt von Inge Gerlinghoff und Barbara Lubos-Kroll

Reihe Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 14

„Unabhängig davon, ob wir nun zurückkehren oder nicht, muss doch die Geschichte der Polinnen in Ravensbrück und überhaupt die Geschichte des ganzen Lagers möglichst genau und in vollem Umfang an das Tageslicht gelangen, wahrhaftig und unverfälscht.“
Zofia Pocilowska, Brief vom 9. Oktober 1943

Polnische Häftlinge schmuggelten Nachrichten aus dem Frauen- Konzentrationslager Ravensbrück. Kriegsgefangene aus dem Stalag II A Fünfeichen bei Neubrandenburg hielten Kontakt zu den Frauen, leiteten ihre Informationen weiter und unterstützten sie mit Lebensmitteln, Literatur oder Arzneimitteln. Einige der Briefe an die Kriegsgefangenen aus dem Jahr 1943 wurden später bei Neubrandenburg aufgefunden; sie waren neben Listen mit den Namen erschossener Polinnen und von Opfern medizinischer Experimente, Gedichten, einer Zeichnung und einer geschnitzten Miniatur in einem wasserdicht verschlossenen Medizinglas vergraben. 1980 wurden die Dokumente in Polen herausgegeben, der vorliegende Band macht sie der deutschsprachigen Öffentlichkeit zugänglich.

978-3-86331-239-8

April 2015

ISBN: 978-3-86331-239-8
191 Seiten · 19,00 Euro

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Zwischen Tod und Freiheit
Überlebende berichten von den letzten Tagen als Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen 1944/45

Ausgewählt, bearbeitet und kommentiert von Ursula Breymayer und Bernd Ulrich

Reihe ÜberLebenszeugnisse, Band 7

Mehr als 200 000 Häftlinge aus über 40 Ländern waren vom Sommer 1936 bis zur Befreiung im Frühjahr 1945 im Hauptlager des KZ Sachsenhausen oder in einem der rund 100 Außenlager inhaftiert. Mehrere Zehntausend überlebten die Lagerhaft nicht. In der Nacht zum 21. April 1945 begann die SS, das Lager aufzulösen. Über 33 000 Häftlinge, darunter Frauen und Kinder, wurden in Richtung Nordwesten getrieben. Unterwegs starben Hunderte von ihnen an Entkräftung oder wurden von SS-Angehörigen ermordet. Für die meisten Überlebenden endete der Todesmarsch zwischen dem 3. und 6. Mai 1945 im Raum Parchim–Ludwigslust– Schwerin. Etwa 3000 in Sachsenhausen zurückgebliebene Häftlinge hatten sowjetische und polnische Soldaten bereits am 22./23. April 1945 befreit. Das Lesebuch versammelt Zeugnisse von Häftlingen des KZ Sachsenhausen über die letzten Monate und Tage im Lager, den Todesmarsch und die Befreiung, ergänzt um erläuternde Kommentare und biografische Informationen.

978-3-86331-147-6

April 2015

ISBN: 978-3-86331-147-6
464 Seiten · Hardcover
29,90 Euro

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Ines Reich · Maria Schultz (Hrsg.)

Sprechende Wände
Häftlingsinschriften im Gefängnis Leistikowstraße Potsdam

Reihe Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 13

Im ehemaligen sowjetischen Untersuchungsgefängnis Leistikowstraße Potsdam haben sich 1500 Inschriften erhalten. Sie stammen vor allem von Deutschen und Sowjetbürgern, die die sowjetische militärische Spionageabwehr nach dem Zweiten Weltkrieg an diesem Ort unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftierte. Nach wie vor ist unbekannt, wie viele Personen der Geheimdienst an diesem Ort inmitten der Geheimdienststadt „Militärstädtchen Nr. 7“ in Potsdam zwischen 1945 und 1991 festhielt. Die Namenseinritzungen im Haftkeller des ehemaligen Gefängnisses sind in vielen Fällen die letzten Lebenszeichen von Frauen, Männern und Jugendlichen, die am Ende der Stalin-Ära von sowjetischen Militärtribunalen zum Tode verurteilt, nach Moskau verschleppt und dort erschossen wurden. Ihre Inhaftierung im Gefängnis Leistikowstraße konnte erstmals belegt und die Hintergründe der Verhaftungen im Kontext des Kalten Krieges ausführlicher dargelegt werden. Die Dokumentation der Inschriften liefert einen Beitrag zur Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Besatzungszeit. Ausgehend von den Inschriften und auf Basis umfangreicher Archivrecherchen in Deutschland, Russland, Polen und den USA rekonstruieren die Autoren 49 Schicksale ehemaliger deutscher Inhaftierter und liefern einen eigenen Beitrag zu den russischsprachigen Inschriften.

978-3-86331-232-9

März 2015

ISBN: 978-3-86331-232-9
224 Seiten · Hardcover
19,90 Euro

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Christiane Schubert · Wolfgang Templin

Dreizack und Roter Stern
Geschichtspolitik und historisches Gedächtnis in der Ukraine

Christiane Schubert und Wolfgang Templin stellen eine andere Sicht auf die Ukraine als Nachbarstaat Russlands vor. Das russische System unter Wladimir Putin untermauert seinen Herrschaftsanspruch gegenüber der Ukraine mit historischen Argumenten. Die Annexion der Krim, die Unterstützung separatistischer und terroristischer Kräfte im Osten der Ukraine und der unerklärte Krieg im Donbass markieren eine Ideologie, die dem „kleinrussischen Bruder“ jede wirkliche Selbstständigkeit abspricht und ihn als ewigen Teil des eigenen Imperiums sieht.
Die Studie folgt dem Weg der Ukraine, die lange Zeit ohne eigenen Staat blieb. Mit dem Zerfall der Sowjetunion und der unabhängigen Ukraine erreichten Nationalbewegung und damit verbundene Identitätskonflikte eine neue Stufe. Der orangene Majdan von 2004 und der Euro-Majdan des Jahres 2014 dokumentieren das Ringen um eine moderne Staatsbürgernation, die sich auf ihrem Weg nach Europa ethnonationalistischer Enge und postsowjetischer Prägung entzieht.

978-3-86331-225-1

März 2015

ISBN: 978-3-86331-225-1
319 Seiten · 29,00 Euro

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Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2015
Schwerpunkt: Frauen im Kommunismus

Herausgegeben von Ulrich Mählert, Jörg Baberowski, Bernhard H. Bayerlein, Bernd Faulenbach, Ehrhart Neubert, Peter Steinbach, Stefan Troebst, Manfred Wilke im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die kommunistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts versprachen Frauen Emanzipation und politische Teilhabe. Doch weder in der Zeit der Opposition noch an der Macht gelang es ihren Parteien und Organisationen, dem selbst gestellten Anspruch gerecht zu werden. Dies verdeutlichen die Beiträge zum Schwerpunkt des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung 2015.
Während Frauen auf lokaler Ebene in den kommunistischen Regimen den Männern zunehmend gleichgestellt waren, galt dies keineswegs für die höheren und höchsten Ränge der Nomenklatur von Partei, Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Auch lösten sich patriarchale Denkmuster und Strukturen nur langsam auf, blieben Kindererziehung und Haushalt letztlich Sache der Frauen.

978-3-86331-233-6

März 2015

ISBN: 978-3-86331-233-6
234 Seiten · 16,00 Euro

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International Holocaust Remembrance Alliance (Ed.)

Killing Sites
Research and Remembrance

More than 2,000,000 Jews were killed by shooting during the Holocaust at several thousand mass killing sites across Europe. The International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) aims to raise awareness of this centrally important aspect of the Holocaust by bringing together organizations and individuals dealing with the subject. This publication is the first relatively comprehensive and up-to-date anthology on the topic that reflects both the research and the fieldwork on the killing sites.

978-3-86331-203-9

März 2015

ISBN: 978-3-86331-203-9
309 Seiten · 24,00 Euro

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Angelika Benz

Handlanger der SS
Die Rolle der Trawniki-Männer im Holocaust

Die Trawniki-Männer gehörten zu den „fremdvölkischen“ Hilfstruppen im Dienst des NS-Regimes. Die überwiegend unter sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutierten und im SS-Ausbildungslager Trawniki angelernten Männer hatten maßgeblich Anteil an der Umsetzung der „Aktion Reinhardt“. Meist pauschal als Ukrainer oder Hilfswillige bezeichnet, handelte es sich tatsächlich um eine sehr heterogene Gruppe. Die Studie diskutiert erstmals ihre Rolle als Werkzeug der SS, ihre Motive und Handlungsräume.

978-3-86331-228-2

März 2015

ISBN: 978-3-86331-228-2
160 Seiten · 16,00 Euro

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Andreas H. Apelt · Robert Grünbaum · Martin Gutzeit (Hrsg.)

Umbrüche und Revolutionen in Ostmitteleuropa 1989

Das Ende der kommunistischen Diktatur prägt unsere Gegenwart bis heute. Die Umbrüche, getragen vom Wunsch nach Freiheit und Demokratie, wurden maßgeblich von den Freiheitsbewegungen in den ostmitteleuropäischen Ländern eingeleitet. 25 Jahre nach der Friedlichen Revolution werden in vorliegendem Band Gemeinsamkeiten und spezifische nationale Besonderheiten der Bürgerrechtsbewegungen in Ostmitteleuropa herausgearbeitet. Im Fokus stehen die DDR, Ungarn, Polen und die CSSR.

978-3-86331-234-3

März 2015

ISBN: 978-3-86331-234-3
159 Seiten · 16,00 Euro

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Katharina Kempken (Hrsg.)

„Einspruch gegen die Gültigkeit der Wahl!“
Die Kommunalwahlen in der DDR im Jahr 1989

Tagungsband
Herausgegeben im Auftrag des Thüringer Archivs für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“

Freie und geheime Wahlen sind Voraussetzung und Grundpfeiler einer jeden Demokratie. Sie stellen jene grundlegende Form politischer Partizipation dar, über die einzelne Bürger die politische Richtlinie ihres Landes mitbestimmen können. Politische Teilhabe in Form von freien und geheimen Wahlen war auch wesentlicher Bestandteil der Forderungen friedlich protestierender Bürger der DDR im Herbst 1989. Die Ereignisse um die Aufdeckung der gefälschten Kommunalwahlen im Mai 1989 stellen im Bewusstsein vieler ehemaliger Akteure eine Zäsur dar, die sie zum Handeln bewegte. Mit der Tagung „Einspruch gegen die Gültigkeit der Wahl!“ – Die Kommunalwahlen in der DDR im Jahr 1989 beleuchtete das ThürAZ diesen weitgehend unbeachteten Aspekt der Friedlichen Revolution.

978-3-938690-03-1

2. Aufl. April 2015

ISBN: 978-3-938690-03-1
428 Seiten · 24,00 Euro

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Hermann Kaienburg

Der Militär- und Wirtschaftskomplex der SS im KZ-Standort Sachsenhausen-Oranienburg
Schnittpunkt von KZ-System, Waffen-SS und Judenmord

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 16

Ab 1936 siedelten die Nationalsozialisten bei Oranienburg nordöstlich von Berlin einen ausgedehnten Komplex verschiedenartiger Einrichtungen an: das KZ Sachsenhausen, die Inspektion der Konzentrationslager und den Führungsstab der Totenkopfverbände, Truppenteile der Waffen-SS, Nachschublager, Wirtschaftsbetriebe sowie zwei Wohnanlagen für SS-Angehörige. Entstehung, Hintergründe und Ziele des Organisationszentrums lagen bisher weitgehend im Dunkeln. Hermann Kaienburg geht in seiner umfassenden Studie der Geschichte des Militär- und Wirtschaftskomplexes nach.

978-3-86331-227-5

Januar 2015

ISBN: 978-3-86331-227-5
240 Seiten · 19,00 Euro

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Hans Coppi · Kamil Majchrzak (Hrsg.)

Das Konzentrationslager und Zuchthaus Sonnenburg

Sonnenburg symbolisiert wie kaum ein anderer Ort Beginn und Ende der zwölf Jahre währenden Schreckensherrschaft des NS-Regimes. Als eine der größten frühen Folter- und Haftstätten im Deutschen Reich wurde das Konzentrationslager Sonnenburg Anfang April 1933 eingerichtet. Nach dessen Auflösung im Frühjahr 1934 fungierte die Haftstätte als Zuchthaus. Von 1942 bis 1944 waren hier über 1500 Häftlinge aus dem besetzten Westeuropa und Norwegen inhaftiert, die aufgrund des Nacht-und-Nebel-Erlasses vom 7. Dezember 1941 verschleppt worden waren. Mit dem Näherrücken der Roten Armee wurde die Evakuierung der Haftanstalt angeordnet. In der Nacht vom 30. zum 31. Januar 1945 erschoss ein 17-köpfiges SS-Kommando 819 Häftlinge. Erstmals widmet sich eine Publikation der in der deutschen Erinnerungskultur weitgehend unbekannten Geschichte des Konzentrationslagers und Zuchthauses Sonnenburg von 1933 bis 1945. Die einhundert Kilometer von Berlin entfernte polnische Gemeinde Slonsk, das frühere Sonnenburg, ist mit dem neu gestalteten Museum und dem Friedhof mit den 16 Massengräbern ein europäischer Gedenk- und Mahnort.

978-3-86331-226-8

Januar 2015

ISBN: 978-3-86331-226-8
284 Seiten · 22,00 Euro

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Michael Becker · Dennis Bock · Henrike Illig (Hrsg.)

Orte und Akteure im System der NS-Zwangslager
Ergebnisse des 18. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte nationalsozialistischer Konzentrationslager

Der Sammelband fasst die Ergebnisse des 18. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte nationalsozialistischer Konzentrationslager zusammen, der im Sommer 2012 in Bremen stattfand. Die Beiträge von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus Tschechien, Deutschland und den USA beantworten anhand von Einzelstudien unter anderem Fragen nach kollektiven Ordnungen, sozialen Beziehungen, Prozessen und Dynamiken im NS-Zwangslagersystem sowie nach dessen Erinnerung im Kontext von politischem, sprachlichem und fotografischnarrativem Handeln.

978-3-86331-202-2

Januar 2015

ISBN: 978-3-86331-202-2
397 Seiten · 24,00 Euro

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Rosa Fava

Die Neuausrichtung der Erziehung nach Auschwitz in der Einwanderungsgesellschaft
Eine rassismuskritische Diskursanalyse

Seit Ende der 1990er-Jahre hat sich ein erziehungswissenschaftlicher Diskurs darüber entwickelt, dass das Lernen über den Nationalsozialismus „anders“ konzipiert werden müsse, um „die Migrantenkinder“ zu „erreichen“, ihnen „die Rolle des Holocaust“ zu vermitteln und sie zu „integrieren“. Dabei kommt eine Reihe von quasi selbstverständlichen Annahmen und Setzungen zum Ausdruck: „Migrantenkinder“ stünden jenseits der NS-Erinnerung, es gebe eine deutsche Art und Weise des Lernens über den Nationalsozialismus, „Migranten“- und „Nichtmigrantenkinder“ seien offensichtlich unterscheidbar u. a. Die rassismuskritisch fundierte Diskursanalyse arbeitet das Bild von Migrantenkindern vor dem Hintergrund des allgemeinen Migranten-Diskurses heraus und hat zum Ergebnis, dass Migranten primär als Gegenbild zu Deutschen konzipiert werden. Im Zentrum stehen dabei das Fehlen beziehungsweise Bestehen familienbiografischer Involvierung in Schuld. Im Sprechen über Migranten wird das deutsche Selbstverständnis verhandelt, die nationale Identität als Aufarbeitungsgemeinschaft, die aus den NS-Verbrechen gelernt habe.

978-3-86331-220-6

Januar 2015

ISBN: 978-3-86331-220-6
517 Seiten · 24,00 Euro

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Detlef Garbe

Neuengamme im System der Konzentrationslager
Studien zur Ereignis- und Rezeptionsgeschichte

Reihe Neuengammer Kolloquien, Band 5

Das 1938 in den Hamburger Landgebieten errichtete KZ Neuengamme entwickelte sich im Zweiten Weltkrieg mit 86 Außen lagern und mehr als 100 000 Häftlingen zum größten Konzentrationslager in Nordwestdeutschland. Während die Häftlinge bei Kriegsende in die „Auffanglager“ Bergen-Belsen, Sandbostel und Wöbbelin gebracht wurden oder bei der Bombardierung der KZ-Schiffe „Cap Arcona“ und „Thielbek“ in der Lübecker Bucht starben, fanden die britischen Befreier in Neuengamme, das als einziges der KZ-Hauptlager vollständig von Häftlingen geräumt war, einen Ort vor, der die dort verübten Verbrechen weitgehend verbarg. Dies und die 55-jährige Nachnutzung als Gefängnis führten dazu, dass das KZ Neuengamme weitgehend in Vergessenheit geriet. Erst Anfang der 1980er-Jahre hat sich dies geändert. Heute umfasst die Gedenkstätte nahezu das gesamte ehemalige Lagergelände mit 17 erhaltenen KZ-Gebäuden, fünf Dauerausstellungen und einem Studienzentrum.
Die Einzelstudien dieses Bandes behandeln Geschichte und Nachgeschichte des KZ Neuengamme in ihren Zusammenhängen: im Verhältnis zur Stadt Hamburg, im System der Konzentrationslager, im Blickwinkel unterschiedlicher Akteure und im Kontext der bundesdeutschen Erinnerungskultur. Detlef Garbe, der seit 1989 die KZ-Gedenkstätte Neuengamme leitet, blickt zurück auf die Verwandlung eines Unortes zu einem Lernort. Er sieht in der Entwicklung der Gedenkstätten eine Erfolgsgeschichte, die heute allerdings mit neuen Herausforderungen und mit geschichtspolitischem Gegenwind konfrontiert ist.

978-3-86331-201-5

Januar 2015

ISBN: 978-3-86331-201-5
1287 Seiten · 49,90 Euro

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Winfried Meyer

Klatt
Hitlers jüdischer Meisteragent gegen Stalin:
Überlebenskunst in Holocaust und Geheimdienstkrieg

Im Krieg gegen die Sowjetunion von 1941 bis 1945 bezog der Generalstab des deutschen Heeres den Großteil seiner Informationen von einem Agenten, der in der Abwehr als „der Jude Klatt“ bekannt war. Der ehemalige Wiener Immobilienmakler Richard Kauder arbeitete unter dem Decknamen Klatt als V-Mann für den militärischen Geheimdienst des NS-Regimes, um sich und seine Mutter vor Verfolgung und Ermordung zu schützen. Beide galten nach den NS-Gesetzen als „Volljuden“.
Winfried Meyer schildert das aufregende Leben Richard Kauders in seinen wechselnden zeitgeschichtlichen Kontexten von der k. u. k.-Monarchie bis zum Österreich des Kalten Krieges. Grundlage für die umfassende Studie sind die Akten der Geheimdienste diverser Staaten. Geklärt wird u. a. die Herkunft von Klatts legendären „Max“-Meldungen, die die deutschen Generalstäbe für kriegswichtig erklärt hatten und nach deren Quellen die Geheimdienste der Alliierten bis weit in die Nachkriegszeit vergeblich fahndeten. Die Meldungen des V-Manns Klatt blieben für sie „eines der größten Rätsel des Krieges“.

978-3-86331-224-4

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-224-4
318 Seiten · 22,00 Euro

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Claudia von Gélieu

Barnimstraße 10
Das Berliner Frauengefängnis 1868–1974

Mehr als einhundert Jahre diente das Gefängnis in der Berliner Barnimstraße 10 als zentrale Haftanstalt für Frauen. Seine Geschichte vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus bis in die DDR spiegelt eindrücklich den Frauenstrafvollzug unter verschiedenen politischen Systemen wider.
Claudia von Gélieu geht den besonderen Gründen und Bedingungen für die Einrichtung von Frauengefängnissen nach, sie stellt die Unterschiede bei den Haftgründen und im Strafvollzug von Frauen und Männern dar und porträtiert prominente Gefangene wie Rosa Luxemburg, Widerstandskämpferinnen gegen das NS-Regime wie Olga Benario und Häftlinge des SED-Staates. Sie befragte ehemalige Insassinnen und wertete literarische Zeugnisse und umfangreiches Aktenmaterial aus. Zahlreiche neue Erkenntnisse sind in die erweiterte Neuauflage eingeflossen, die aus Anlass der Eröffnung der Gedenkstätte für das Frauengefängnis erscheint.

978-3-86331-216-9

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-216-9
341 Seiten · 24,00 Euro

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Insa Eschebach (Hrsg.)

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück
Neue Beiträge zur Geschichte und Nachgeschichte

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 12

Die Forschung zur Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück hat sich in den vergangenen zwei Dekaden geradezu sprunghaft entwickelt. Dieser Band versammelt neue Studien zu einzelnen Häftlingsgruppen aus West- und Osteuropa, aber auch aus den USA. Weitere Beiträge schildern das Schicksal von Frauen, die als „Zigeunerinnen“, „Geltungsjüdinnen“, „Mischehefrauen“ oder britische Agentinnen verfolgt wurden oder denen man „Verkehr mit Fremdvölkischen“ vorwarf.
Gegenstand der Beiträge sind darüber hinaus der Alltag, die Kultur und die religiöse Praxis im Konzentrationslager Ravensbrück. Historische Quellen wie Fotografien und Zeichnungen sind ebenso Thema wie Fragen der Repräsentation und der Erinnerungsgeschichte.

978-3-86331-215-2

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-215-2
319 Seiten · 21,00 Euro

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Jahrbuch für Antisemitismusforschung 23
Herausgegeben von Stefanie Schüler-Springorum
für das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.
Schwerpunkte des diesjährigen Jahrbuchs sind: Antisemitismus im heutigen Europa, die Rolle von Emotionen im modernen Antisemitismus sowie aktuelle und historische antisemitische Phänomene.

978-3-86331-223-7

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-223-7
216 Seiten · 19,00 Euro

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Monika Schmidt

Die jüdischen Aktionäre des Zoologischen Gartens zu Berlin
Namen und Schicksale

Im Herzen der Metropole gelegen, war der Zoologische Garten zu Berlin, in dessen Actien-Verein sich in außergewöhnlich hohem Maß das assimilierte Berliner Judentum engagierte, vor 1933 zu einem Ort der Begegnung, Zerstreuung und Repräsentanz des großstädtischen Bürgertums avanciert. Hier trafen sich die Aktionärsfamilien und genossen den Zoo als attraktive kulturelle Vergnügungsstätte und Enklave der Erholung.
1933 kam es zu einem jähen Bruch, als Aufsichtsrat und Vorstand des Zoos vorauseilend den Ausschluss der jüdischen Aufsichtsratsmitglieder, der jüdischen Aktionäre und schließlich der jüdischen Besucher betrieben. Sein vom jüdischen Aktionärskreis entscheidend mitgeprägtes Gesicht verlor der Zoologische Garten im Nationalsozialismus unwiederbringlich.
Die Schicksale der jüdischen Aktionäre und ihrer Familien, ihre Erfahrung der Ausgrenzung und Verfolgung ab 1933 werden in diesem Buch in Biografien nachgezeichnet.

978-3-86331-222-0

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-222-0
304 Seiten · 22,00 Euro

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Sven Fritz · Jens Geiger (Hrsg.)
Viele Schichten Wahrheit
Beiträge zur Erinnerungskultur

Festschrift für Hannes Heer

Der Umgang der Deutschen mit der eigenen Vergangenheit ist, glaubt man den Einschätzungen aus dem Ausland, selbstkritisch und vorbildlich. Ein Urteil, dem die meisten Deutschen zustimmen dürften. Dabei ist gerade hierzulande die kritische Erinnerungskultur immer stärkeren Angriffen ausgesetzt, wie sich nicht zuletzt in der großen und nahezu widerspruchslosen Zustimmung für das deutsche Opferdrama „Unsere Mütter, unsere Väter“ zeigte. Es droht nicht nur der Rückfall in ein überwunden geglaubtes Stadium der Erinnerungskultur, sondern der Abschied von einer kritischen Perspektive auf die eigene Geschichte.
Die Festschrift für Hannes Heer, der zu den wichtigsten Vertretern einer kritischen Erinnerungskultur und Geschichtswissenschaft in Deutschland gehört, vereint Stimmen gegen diesen Trend und versteht sich als Plädoyer für ein Mehr an Kritik.
Mit Beiträgen u. a. von Aleida Assmann, Omer Bartov, Ruth Beckermann, Micha Brumlik, Kurt Grünberg, Helmut Lethen, Friedrich Markert, Erich Später, Wolfram Wette, Wolfgang Wippermann.

978-3-86331-210-7

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-210-7
876 Seiten · 36,00 Euro

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Siegfried Mielke · Stefan Heinz (Hrsg.)
unter Mitarbeit von Julia Pietsch

Emigrierte Metallgewerkschafter im Kampf gegen das NS-Regime

Reihe Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration, Band 3

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und der Zerschlagung der freien Gewerkschaften im Frühjahr 1933 gingen zahlreiche Metallgewerkschafter in die Emigration. Nicht wenige organisierten sich dort in gewerkschaftlichen Widerstandsgruppen wie zum Beispiel in der „Auslandsvertretung der deutschen Gewerkschaften“, später in den „Landesgruppen deutscher Gewerkschafter“ in Schweden und Großbritannien, im „Koordinationsausschuss deutscher Gewerkschaftler in Frankreich“ oder in den „Deutschen Sprachgruppen“ der französischen Gewerkschaftsbewegung. Die Metallgewerkschafter einte der Wille, das NS-Regime aus dem Ausland zu bekämpfen und den Krieg zu beenden. Oft hielten sie Verbindung ins Reich und unterstützten den Widerstand vor Ort. Dieser biografische Sammelband erinnert an den Widerstand und die Verfolgung von emigrierten Funktionären der Metallgewerkschaften der Weimarer Republik. Zugleich werden Aktivitäten bedeutender gewerkschaftlicher Exil-Gruppen beleuchtet.

978-3-86331-219-0

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-219-0
247 Seiten · 19,00 Euro

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Thomas Lenkitsch, Elke Märtins, Hiltrud Müller, Helmut Müller-Enbergs, Ines Oberling

Stasi in Falkensee
Studien – Sichtweisen – Schicksale

Herausgegeben im Auftrag der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 5

Man spricht über die Stasi. Wo aber war sie konkret? Mehr als zwei Jahrzehnte nach ihrer Entmachtung begeben sich in der Region Falkensee drei Frauen aus dem Osten und zwei Männer aus dem Westen auf Spurensuche. Sie protokollieren Schicksale und Fluchtversuche – gelungene, vergebliche und solche, die tödlich endeten. Sie durchforsten Archive und Stasi-Akten, um zu verstehen, wie dieses System der Überwachung des eigenen Volkes funktionierte, das von einem paranoiden Sicherheitswahn bestimmt war und dennoch den Untergang des Staates DDR nicht aufhalten konnte.

978-3-86331-221-3

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-221-3
315 Seiten · Softcover
19,00 Euro

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Wolfgang Benz

Sinti und Roma: Die unerwünschte Minderheit
Über das Vorurteil Antiziganismus

Die Minderheit der „Zigeuner“ erfuhr seit jeher Diskriminierung und Verfolgung. Im „Dritten Reich“ gipfelten sie im Völkermord, den die Mehrheit vergessen oder nie wahrgenommen hat. Die Ausgrenzung der Sinti und Roma dauerte auch nach 1945 an: Tradierte Vorurteile sind weiter wirksam und richten sich heute gegen zuwandernde Roma aus Südosteuropa, die als Gefahr für Gesellschaft, Sozialsystem und Arbeitsmarkt empfunden werden. In seinem neuen Buch stellt Wolfgang Benz Ursachen und Wirkungen des medial und politisch instrumentalisierten Problems Antiziganismus dar.

978-3-86331-217-6

2. Auflage
Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-217-6
348 Seiten · 19,00 Euro

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Gerhard Jochem · Georg Seiderer (Hrsg.)

Entrechtung, Vertreibung, Mord
NS-Unrecht in Slowenien und seine Spuren in Bayern 1941–1945

Die Geschichte der deutschen Okkupation Sloweniens zwischen 1941 und 1945 gehört zu den letzten weißen Flecken der NS-Forschung. Die Autoren des Sammelbandes – Historiker, Journalisten und Zeitzeugen aus Slowenien und Deutschland – bieten erstmals in deutscher Sprache eine umfassende und kompakte Darstellung der widersprüchlichen Aspekte nationalsozialistischer Besatzungspolitik in dem Alpenstaat und ihrer Konsequenzen im „Altreich“ am Beispiel Bayerns. Im Spannungsfeld zwischen den rassistischen Wahnvorstellungen Himmlers, den Interessen der Gauleiter Kärntens und der Steiermark als Chefs der Zivilverwaltung sowie den militärischen und wirtschaftlichen Begehrlichkeiten des Reiches wurde die einheimische Bevölkerung zum Spielball unterschiedlicher Machtfaktoren. Ihre Wege führten in die Gefängnisse und Konzentrationslager, zu den Partisanen oder zur „Eindeutschung“ in die Verbannung fern ihrer Heimat.

978-3-86331-207-7

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-207-7
175 Seiten · 19,00 Euro

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Helene Kleine

Lebensgeschichten oder: das Private ist politisch

Herausgegeben im Auftrag der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 4

Anspruch und Ziel totalitärer Systeme ist es, Politik und Alltag, wenn nicht in eins zu setzen, dann doch so weit wie möglich zu synchronisieren und auf das politische bzw. ideologische Ziel hin auszurichten. Gleichwohl kann Politik die Sphäre des Privaten, der kleinen direkten Gemeinschaften von Partnerschaft, Familie und Freundschaften, aber auch die Gefühlslage und seelische Gestimmtheit des Einzelnen nicht in Gänze absorbieren. Sie bleibt, trotz Beschädigung und Einschränkung, der Zusammenhang, in dem der allumfassende Anspruch eines Systems für viele überhaupt nur ertragen werden kann. Fünf Menschen, die ihre eigenen Vorstellungen von ihrem Leben hatten oder die Welt anders interpretierten als die SED, gerieten mit deren Staatsapparat in Konflikt. Sie leben und arbeiten in Berlin oder Brandenburg und wurden überwacht, von der Universität verwiesen oder aus politischen Gründen zu Haftstrafen verurteilt.

978-3-86331-218-3

November 2014

ISBN: 978-3-86331-218-3
224 Seiten · 24,00 Euro

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Christian Dirks · Hermann Simon (Hrsg.)

Von Innen nach Außen – From the Inside to the Outside
Die Novemberpogrome 1938 in Diplomatenberichten aus Deutschland
The 1938 November Pogroms in Diplomatic Reports from Germany

75 Jahre nach den Pogromen widmete sich im letzten Jahr eine Ausstellung der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum und des Auswärtigen Amtes den Berichten ausländischer Diplomaten über die Ereignisse im November 1938. Wie schilderten Vertreter anderer Staaten den Ausbruch offener Gewalt gegen die Juden in Deutschland? Wie reagierte das Auswärtige Amt auf Interventionen ausländischer Missionen? Dokumente aus über 20 Ländern werfen ein neues Licht auf die Diplomatiegeschichte des Jahres 1938. Sie zeigen, wie die Pogrome international wahrgenommen und wie „von Innen nach Außen“ berichtet wurde. Jetzt liegt der Begleitband zur Ausstellung vor.

978-3-86331-214-5

November 2014

ISBN: 978-3-86331-214-5
140 Seiten · 16,00 Euro

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Irene von Götz · Helmut Müller-Enbergs

Im Visier der Stasi
Spionage in Berlin-Schöneberg

Herausgegeben im Auftrag des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg

Das Rathaus Schöneberg zählte in der Zeit des Kalten Krieges als West-Berliner Regierungssitz zu den bedeutendsten Institutionen der Stadt. Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR interessierte sich daher für die Geschehnisse im und um das Rathaus und versuchte heimlich in Erfahrung zu bringen, was in den Parteien und im Parlament beraten wurde.
Auch über bestimmte Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks wollte die Staatssicherheit informiert sein. Allein für Schöneberg hatte sie zu diesem Zweck 190 Personen als inoffizielle Mitarbeiter oder als Kandidaten in ihren Karteien verzeichnet.
Die Publikation gibt erstmalig Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der DDR-Geheimpolizei in Berlin-Schöneberg.

978-3-86331-213-8

November 2014

ISBN: 978-3-86331-213-8
288 Seiten · 22,00 Euro

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Fabian Lemmes · Johannes Großmann · Nicholas Williams
Olivier Forcade · Rainer Hudemann (Hrsg.)

Evakuierungen im Europa der Weltkriege – Les évacuations dans l’Europe des guerres mondiales – Evacuations in World War Europe

Wie gingen die europäischen Staaten im Ersten und Zweiten Weltkrieg mit ihrer Zivilbevölkerung um? Der vorliegende Band stellt den ersten Versuch dar, Evakuierungen als eine eigenständige Form der Bevölkerungsbewegung während der Weltkriege zu konzeptualisieren und anhand aussagekräftiger Beispiele zu beschreiben.

How did the European states handle their civilian populations during both world wars? Using a few striking examples, the present book constitutes the first endeavour to describe and conceptualise evacuations as an independent form of wartime movement of populations.

Comment les États Européens ont-ils géré leurs populations civiles pendant les deux guerres mondiales ? S’appuyant sur des exemples significatifs, cet ouvrage se lance dans la première tentative de conceptualiser et de décrire les évacuations comme une forme propre de mouvement de population en temps de guerre.

978-3-86331-212-1

November 2014

ISBN: 978-3-86331-212-1
257 Seiten · 19,00 Euro

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Dietmar Müller · Lars Karl · Katharina Seibert (Hrsg.)

Der lange Weg nach Hause
Konstruktionen von Heimat im europäischen Spielfilm

Heimat wird besonders dann öffentlich thematisiert, wenn persönliche Nah- und Identifikationsräume durch Kriege oder beschleunigten sozialen Wandel bedroht oder bereits verloren sind. Im Hinblick darauf analysieren die Beiträge des Bandes verschiedene Konstruktionen von Heimat im europäischen Spielfilm – in Deutschland und Osteuropa nach dem Zweiten Weltkrieg sowie im Kaukasus und auf dem Balkan nach 1989/91. Heimatdiskurse können in diesem Zusammenhang als Suchbewegungen nach „der verlorenen Zeit“, nach der häufig idyllisch vorgestellten Normalität gelesen werden. Auch wenn das Dorf, die Region oder die Provinz in der Imagination von Heimat eine wichtige Rolle spielen, erschöpft sie sich jedoch nicht darin. Das Territorium wird hier vornehmlich als Ermöglichungsraum für vermeintliche soziale und kulturelle Nähe, für Vertrautheit und Verhaltenssicherheit verstanden.

978-3-86331-198-8

Oktober 2014

ISBN: 978-3-86331-198-8
262 Seiten · 22,00 Euro

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Sophie Wagenhofer

Ausstellen, Verorten, Partizipieren
Das Jüdische Museum in Casablanca

Im Jahr 1998 eröffnete in Casablanca das erste und bisher einzige Jüdische Museum in einem arabischen Land. Durch dieses Alleinstellungsmerkmal sowie durch den Nahostkonflikt erhält die Institution viel mediale Aufmerksamkeit im In- und Ausland. Ausgehend von der Geschichte des Museums, den Ausstellungen und Veranstaltungen diskutiert Sophie Wagenhofer Repräsentationen des Jüdischen in gesellschaftlichen und politischen Diskursen in Marokko. Dabei werden Strategien der Selbstverortung ebenso wie die Außenwahrnehmung der kleinen jüdischen Gemeinde untersucht und das Potenzial des Jüdischen Museums als Instrument politischer Partizipation ausgelotet.

978-3-86331-208-4

Oktober 2014

ISBN: 978-3-86331-208-4
328 Seiten · 22,00 Euro

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Sabine Klamroth

„Erst wenn der Mond bei Seckbachs steht“
Juden im alten Halberstadt

Wie auch in anderen Städten Deutschlands lebte in Halberstadt eine jüdisch-orthodoxe Gemeinde über Jahrhunderte mit der Mehrheit ihrer meist christlichen Mitbürger zusammen. Orthodoxe Juden sind gesetzestreu, sie befolgen fast wörtlich die Gebote des Allmächtigen, die dieser ihnen über den Propheten Mose am Sinai verkündet hat.
Das führt dazu, dass auch in Halberstadt Parallelgesellschaften entstanden, denn die Lebensweisen von strenggläubigen Juden und Nicht-Juden unterscheiden sich diametral. Trotzdem nahmen die orthodoxen Juden hier und anderswo lebhaften Anteil an ihren Heimatkommunen und trugen unter anderem als Ärzte, Kaufleute oder Handwerker Wesentliches zu deren Entwicklung bei – bis sie von den Nazis beraubt, deportiert und ermordet wurden, wenn sie nicht rechtzeitig fliehen konnten.
Sabine Klamroth schildert dieses Zusammenleben am Beispiel einzelner Familien, Straßen, Feste und gesellschaftlicher Ereignisse.

978-3-86331-209-1

Oktober 2014

ISBN: 978-3-86331-209-1
267 Seiten · 24,00 Euro

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Carolyn Gammon · Israel Unger

Das ungeschriebene Tagebuch des Israel Unger
Aus dem Englischen von Erica Fischer

Israel Unger wurde 1938 in der westgalizischen Stadt Tarnów geboren. Zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder überlebte er den Holocaust in einem zehn Quadratmeter großen Versteck auf dem Dachboden einer Fabrik. Doch auch nach dem Krieg fühlten sich viele Juden in Polen nicht sicher. Nach dem Pogrom von Kielce im Juli 1946 schickten die Eltern Israel und seinen Bruder nach Frankreich, 1947 folgten sie ihren Kindern. Das prekäre Leben der Familie als Staatenlose endete erst, als 1951 alle zusammen nach Kanada auswandern konnten. Dort wurde Israel Unger ein namhafter Chemiker, Professor und Dekan an der Universität von New Brunswick.

978-3-86331-204-6

Oktober 2014

ISBN: 978-3-86331-204-6
192 Seiten · 22,00 Euro

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Sonja Borus

Sonjas Tagebuch
Flucht und Alija in den Aufzeichnungen von Sonja Borus aus Berlin, 1941–1946
Herausgegeben von Klaus Voigt

Sonja Borus, in Berlin geboren und aufgewachsen, gehörte zu den 73 jüdischen Jungen und Mädchen, die auf ihrer über vierjährigen Flucht vor der nationalsozialistischen Verfolgung eine Bleibe in der Villa Emma in Nonantola fanden, wo ihnen Hilfe zu ihrer Rettung zuteil wurde. Das Tagebuch schildert in vielen, zum Teil bisher unbekannten Einzelheiten Sonjas Eindrücke in Slowenien, Italien, der Schweiz und Palästina, die von Schmerz über die Trennung von ihrer Familie und deren Verlust überschattet sind.

Bibliothek der
Erinnerung


Band 24

978-3-86331-205-3

September 2014

ISBN: 978-3-86331-205-3
315 Seiten · 22,00 Euro

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Wolfgang Benz

Sinti und Roma:
Die unerwünschte Minderheit

Über das Vorurteil Antiziganismus

Die Minderheit der „Zigeuner“ erfuhr seit jeher Diskriminierung und Verfolgung. Im „Dritten Reich“ gipfelten sie im Völker­mord, den die Mehrheit vergessen oder nie wahrgenommen hat. Die Ausgrenzung der Sinti und Roma dauerte auch nach 1945 an: Tradierte Vorurteile sind weiter wirksam und richten sich heute gegen zuwandernde Roma aus Südosteuropa, die als Gefahr für Gesellschaft, Sozialsystem und Arbeitsmarkt empfunden werden.
In seinem neuen Buch stellt Wolfgang Benz Ursachen und Wirkungen des medial und politisch instrumentalisierten Problems Antiziganismus dar.

978-3-86331-190-2

September 2014

ISBN: 978-3-86331-190-2
284 Seiten · 22,00 Euro

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Imke Hansen · Enrico Heitzer · Katarzyna Nowak (Hrsg.)

Ereignis & Gedächtnis
Neue Perspektiven auf die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager

Der Band präsentiert die Ergebnisse des 16. Workshops zur Geschichte der Konzentrationslager. Die Beiträge untersuchen nationalsozialistische Lager samt ihrer Nachgeschichte, ihrer Wirkung auf Biografien und gesellschaftliche Diskurse. Sie nehmen Lebensläufe von Überlebenden, von Orten und Geschichtsbildern aus einer wahrnehmungs- und erfahrungsgeschichtlichen Perspektive in den Blick. Die Konfrontation von Ereignis und Gedächtnis, von Erfahrungen und Erinnerungen gewährt neue Einsichten in ein wissenschaftlich, gesellschaftlich und politisch bedeutendes Forschungsfeld.

978-3-86331-199-5

September 2014

ISBN: 978-3-86331-199-5
272 Seiten · 22,00 Euro

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Peter Seibert · Jana Piper · Alfonso Meoli (Hrsg.)

Anne Frank
Mediengeschichten


Kaum eine andere Erzählung des 20. Jahrhunderts ist so häufig und in so unterschiedlichen Medien realisiert worden wie die von Anne Frank. In Theater und Film, auf Fotos, in Büchern und digitalen Medien, in Graphic Novels und in der Musik, in Ausstellungen, Gedenkstätten und Denkmälern ist die Geschichte des jüdischen Mädchens adaptiert und entsprechend umerzählt worden. Der Band beschäftigt sich auch unter didaktischen Gesichtspunkten mit wichtigen Medialisierungen einer Erzählung, die zum festen Bestandteil der übernationalen Erinnerung an den nationalsozialistischen Völkermord an den europäischen Juden gehört.

978-3-86331-211-4

August 2014

ISBN: 978-3-86331-211-4
176 Seiten · 19,00 Euro

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Günter Morsch · Agnes Ohm (Hrsg.)

Terror in der Provinz Brandenburg
Frühe Konzentrationslager 1933/34

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 46

Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Wie überall im Deutschen Reich wurde dieses Ereignis auch in der preußischen Provinz Brandenburg von den Anhängern der neuen Regierung gefeiert. Gleichzeitig setzte die Verfolgung der politischen Gegner der neuen Regierung ein. Örtliche SA-Standarten, SS und Polizei verschleppten überwiegend Kommunisten und Sozialdemokraten, darunter auch viele Abgeordnete von Stadt- und Landesparlamenten, in provisorische Haftstätten. Bis zum Sommer 1933 entstanden allein in der damaligen Provinz Brandenburg neun Konzentrationslager. Genutzt wurden leer stehende Fabrikgebäude, Garagen, alte Schulen oder Keller. Viele der Inhaftierten überlebten die Torturen nicht. Lokalzeitungen berichteten breit über die Verhaftungen und Konzentrationslager. Der Band dokumentiert eine Wanderausstellung der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen über diese frühen Konzentrationslager in der Provinz Brandenburg. Viele dieser oft kurzzeitigen Folterstätten sind heute vergessen.

978-3-86331-188-9

August 2014

ISBN: 978-3-86331-188-9
384 Seiten · 24,00 Euro

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Jörn Wegner

Die Kriegs- und die Kolonialfrage in der britischen und deutschen Arbeiterbewegung im Vergleich 1899–1914

Jubelnde Soldaten fahren in geschmückten Eisenbahnwaggons an die Front, feiernde Menschenmassen bevölkern die Straßen, klassenübergreifend wird die Vaterlandsverteidigung beschworen – Bilder vom August 1914, die fest im kollektiven Gedächtnis verankert sind. Doch war diese Kriegsbegeisterung tatsächlich klassenübergreifend? Der Vergleich der britischen und der deutschen Arbeiterbewegung zeigt, dass die Haltungen der Arbeiter zu Krieg und Gewalt vor allem von Ablehnung gekennzeichnet waren. Getrieben von ethisch motiviertem Pazifismus oder politisch begründetem Antimilitarismus opponierten sie gegen die zahlreichen Kriege und Krisen des Imperialismus im frühen 20. Jahrhundert. Erst im Sommer 1914 wurden sie dabei von ihren Parteien im Stich gelassen.

978-3-86331-197-1

Juli 2014

ISBN: 978-3-86331-197-1
125 Seiten · 14,00 Euro

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Matthias Steinbach

Der Fall Hodler
Krieg um ein Gemälde 1914–1919

In der Jenaer Universität hängt Ferdinand Hodlers Wandgemälde »Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813«. Entstanden als Auftragswerk zum 350. Gründungsjubiläum der Hohen Schule im Jahr 1908, geriet es in die Kritik, nachdem der Schweizer Maler im September 1914 eine Protestnote gegen die deutsche Kriegführung in Belgien und Frankreich unterzeichnet hatte. Um das Bild entspann sich daraufhin einer der größten Kunstskandale des deutschen Kaiserreichs. Die realsatirische Verarbeitung des Bilderstreits als szenische Lesung bietet, kommentiert und um zeitgenössische Dokumente ergänzt, einen möglichen Zugang zum Kulturkrieg von 1914. Die Affäre mit ihren berühmten Protagonisten Ernst Haeckel und Rudolf Eucken ist dabei mehr als nur historische Etüde oder nationaldeutsche Posse. Offenbart sie doch, wie eine durch internationalistische Tendenzen in Wissenschaft und Kunst abgeschwächte patriotische Grundstimmung im Kriegsfall in wüsten Fremdenhass umschlagen kann und selbst ästhetische Beurteilungskriterien dann dem Primat des Politischen unterliegen.

ZeitgeschichteN

Band 13

978-3-86331-194-0

Juli 2014

ISBN: 978-3-86331-194-0
326 Seiten · 22,00 Euro

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Izabela A. Dahl · Jorunn Sem Fure (Hrsg.)

Skandinavien als Zuflucht für jüdische Intellektuelle 1933–1945

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten brach im Deutschen Reich Terror gegen Juden und Andersdenkende los. Die sich schrittweise, aber rasant verschlechternden Lebensverhältnisse und die zunehmende Verfolgung zwangen Tausende Menschen zur Flucht. Außerhalb von Hitlers Macht- und Einflussbereich mussten sie den Versuch wagen, sich eine neue Existenz aufzubauen. Verglichen mit ihren europäischen Nachbarländern nahmen die skandinavischen Länder nur wenige Flüchtlinge auf. Dennoch wurden sie, insbesondere das neutrale Schweden, aufgrund der politischen Entwicklung in Europa zu wichtigen Zentren des Exils. In der Folge leisteten die Emigranten bedeutende Beiträge zu Kunst, Kultur, Wissenschaft und Politik der Aufnahmeländer. Der vorliegende Band widmet sich einem bislang nur wenig erforschten Kapitel der Geschichtsschreibung: dem jüdischen intellektuellen Exil in Skandinavien.

978-3-86331-200-8

Juli 2014

ISBN: 978-3-86331-200-8
295 Seiten · 22,00 Euro

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Manfred Scheck

Zwangsarbeit und Massensterben

Politische Gefangene, Fremdarbeiter und KZ-Häftlinge in Vaihingen an der Enz
1933 bis 1945

Die württembergische Oberamtsstadt Vaihingen an der Enz war vom ersten bis zum letzten Tag in das nationalsozialistische Unterdrückungssystem eingebunden. Diente das Arbeitshaus auf Schloss Kaltenstein zunächst als Sammelpunkt für das KZ auf dem Heuberg, so nahm es danach kranke Häftlinge dieses Lagers auf. Im Zweiten Weltkrieg kamen neben Kriegsgefangenen auch ukrainische Ostarbeiterinnen in die Stadt. Im Arbeitshaus wurden nun auch Zuchthausgefangene, viele aus politischen Gründen, inhaftiert. Im Frühjahr 1944 begannen nahe der Stadt die Arbeiten für ein großes Rüstungsprojekt mit dem Decknamen »Stoffel«. Ein aufgegebener Steinbruch sollte zu einem »Bunkerwerk« ausgebaut und der Firma Messerschmitt übergeben werden. Neben OT-Arbeitern aus verschiedenen Ländern wurden Zwangsarbeiter aus Russland und ab August 1944 auch rund 2200 KZ-Häftlinge eingesetzt, für die ein neues Lager erbaut worden war. Als das Projekt »Stoffel« aufgegeben werden musste, führte die SS das Lager als »Kranken- und Erholungslager« für Häftlinge aus dem südwestdeutschen Raum weiter. Bis zur Befreiung am 7. April starben hier rund 1500 Menschen.

978-3-86331-196-4

Mai 2014

ISBN: 978-3-86331-196-4
272 Seiten · 22,00 Euro

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Voyage. Jahrbuch für Reise- und Tourismusforschung 2014

Band 10: Mobilitäten!

Herausgegeben von Hasso Spode, Johanna Rolshoven, Dunja Sporrer und Johanna Stadlbauer

Der Tourismus als eine der weltgrößten Wirtschaftsbranchen beeinflusst das Leben von Millionen Menschen – als Konsumenten und als Dienstleister. Als ein modernes »Kulturgut« ist er aber noch immer wenig erforscht. Wo liegen die Triebkräfte, was bewirkt der Tourismus?
Der zehnte Band wirft einen Blick auf moderne »Mobilitäten«, auf reisende Ärzte, Heimatvertriebene und Strichjungen, auf Migranten, Pendler und Touristen. Wie sinnvoll ist es, die Tourismusforschung in eine breitere Mobilitätsforschung zu integrieren?

978-3-86331-192-6

Mai 2014

2., überarbeitete und
erweiterte Auflage
ISBN: 978-3-86331-192-6
398 Seiten · 24,00 Euro

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Robert Kuwalek

Das Vernichtungslager Belzec

Aus dem Polnischen übersetzt von Steffen Hänschen
Lizenzgeber und Rechteinhaber: Staatliches Museum Majdanek

Nachdem die NS-Führung im Herbst 1941 die Ermordung aller in ihrem Machtbereich lebenden Juden beschlossen hatte, wurde im November 1941 im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ mit dem Bau der drei Vernichtungslager Belzec, Sobibór und Treblinka begonnen.
Allein in Belzec wurden annähernd 500 000 Menschen ermordet. Robert Kuwalek zeichnet die Entscheidungsprozesse, die zur Errichtung des Lagers führten, die Deportationen aus den Distrikten Galizien, Krakau und Lublin in das Lager Belzec sowie den Ablauf der Vernichtung nach. Er beschreibt die ausweglose Situation der Opfer sowie das Handeln der Täter und ihrer Helfer.

978-3-86331-195-7

Mai 2014

ISBN: 978-3-86331-195-7
520 Seiten · 24,00 Euro

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René Moehrle

Judenverfolgung in Triest während Faschismus
und Nationalsozialismus 1922–1945


Das Triestiner Judentum war seit dem 13. Jahrhundert fester Bestandteil der nordadriatischen Hafenstadt. Antisemitismus war hier in den über 500 Jahren Habsburgerherrschaft ein wiederkehrendes Thema. In Italien, dem Triest nach dem Ersten Weltkrieg zufiel, waren Juden emanzipiert. In Triest waren sie in hohen wirtschaftlichen Positionen vertreten, machten aber auch als Faschisten politische Karriere. Dennoch avancierte die Stadt mit der drittgrößten jüdischen Gemeinde Italiens zum Versuchslabor eines Staatsantisemitismus, den Mussolini 1938 offiziell von Triest aus ankündigte.

978-3-86331-185-8

Mai 2014

ISBN: 978-3-86331-185-8
144 Seiten · 16,00 Euro

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Simon Malkès

Der Gerechte aus der Wehrmacht
Das Überleben der Familie Malkes in Wilna und die Suche nach Karl Plagge

Karl Plagge wird 1941 nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion ins litauische Wilna versetzt, um dort einen Heereskraftfahrpark (HKP) aufzubauen und zu leiten. Als er Zeuge von Massenerschießungen wird, will er die Verbrechen an Juden nicht tatenlos hinnehmen. Vor der Räumung des Ghettos im Herbst 1943 kann Plagge bei der SS die Einrichtung eines separaten Lagers für seine Zwangsarbeiter durchsetzen. Er schützt die über 1000 Insassen, darunter den 15-jährigen Simon Malkes und dessen Vater, so gut er kann. Vor der Räumung des Lagers warnt Plagge die beiden; sie können sich verstecken und überleben.

978-3-86331-193-3

Mai 2014

ISBN: 978-3-86331-193-3
140 Seiten · 16,00 Euro

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Lothar de Maizière · Reinhold Rickes (Hrsg.)

Die Finanzkrise als Chance. Wie wichtig sind uns Werte?
Ein studentischer Ideenwettbewerb

Herausgegeben im Auftrag der Deutschen Gesellschaft e. V.

Regiert Geld die Welt? Die Finanzkrise hat einen regen Diskurs über die Bedeutung von Werten entfacht. Vorstellungen, Visionen und Vorschläge junger Menschen können Zukunft gestalten und Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Kultur beeinflussen.
Die Deutsche Gesellschaft e.V. hat 2013 Studierende aller Fachrichtungen aufgerufen, sich mit finanz- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Gegenwart zu beschäftigen. Die besten Essays dokumentiert dieser Sammelband.

978-3-86331-187-2

Mai 2014

ISBN: 978-3-86331-187-2
176 Seiten · 16,00 Euro

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Hartmut Koschyk · Lothar de Maizière (Hrsg.)

Wie viel Heimat braucht der Mensch?
Auf der Suche nach einer Identität zwischen Russland und Deutschland

Wie viel Heimat braucht der Mensch? Am Beispiel der Russlanddeutschen haben Studierende aller Fachrichtungen über Heimatkonzepte reflektiert. Im Rahmen eines Essaywettbewerbs, den die Deutsche Gesellschaft e. V. veranstaltet hat, sind 150 Antworten eingereicht worden. Die 30 besten Essays finden sich in vorliegender Publikation.

978-3-86331-189-6

Mai 2014

ISBN: 978-3-86331-189-6
192 Seiten · 19,00 Euro

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Christoph Kopke (Hrsg.)

Angriffe auf die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen
Rechtsextremismus in Brandenburg und die Gedenkstätte Sachsenhausen

Herausgegeben im Auftrag des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien und der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Im September 1992 verübten Neonazis einen Brandanschlag auf die „Jüdischen Baracken“ in der Gedenkstätte Sachsenhausen. Im September 2002 erfolgte ein Brandanschlag auf die Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald bei Wittstock.
Die Aufsätze des Sammelbandes erinnern an die zeitgeschichtlichen Ereignisse, beleuchten Kontexte und Hintergründe der Attentate, bilanzieren zivilgesellschaftliches und staatliches Handeln gegen Rechtsextremismus und informieren über Chancen und Grenzen pädagogischer Ansätze zur Prävention und Intervention „gegen rechts“.

978-3-86331-186-5

April 2014

ISBN: 978-3-86331-186-5
224 Seiten · 22,00 Euro

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Jeanette Erazo Heufelder

Von Berlin nach Buenos Aires
Ellen Marx. Deutsch-jüdische Emigrantin und Mutter der Plaza de Mayo

Die Berlinerin Ellen Marx, geborene Pinkus (1921–2008), ist achtzehn, als sie mit ihrer jüdischen Pfadfindergruppe 1939 auf einem der letzten Passagierschiffe nach Argentinien emigrieren kann. Ihre Eltern muss sie zurücklassen. In Buenos Aires gründet sie eine Familie und engagiert sich in der deutsch-jüdischen Gemeinde. 1976 putscht sich das Militär an die Macht. Zahllose Oppositionelle oder als solche Verdächtigte »verschwinden«. Unter den Opfern ist auch Nora, die 28-jährige Tochter von Ellen Marx. Für die Mutter beginnt eine lebenslange Suche. Aus Ellen Marx wird eine der für ihren Mut berühmten »Mütter der Plaza de Mayo«.

978-3-86331-163-6

April 2014

ISBN: 978-3-86331-163-6
392 Seiten · 24,00 Euro

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Miloslav Szabó

„Von Worten zu Taten“
Die slowakische Nationalbewegung und der Antisemitismus 1875–1922

Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 6

Die Beziehungen zwischen dem modernen Antisemitismus und dem Nationalismus im 19. und 20. Jahrhundert sind für weite Teile Ostmitteleuropas immer noch unerforscht. Die vorliegende Studie versucht, eines dieser Desiderata am Beispiel der slowakischen Nationalbewegung zu beheben. Dabei wird an die Erkenntnisse der neueren Nationalismusforschung angeknüpft, die nation-building prozessual und situativ begreift. Die in der Monografie untersuchten Kategorien wie „slowakische Nation“, „Rasse“ oder „Volk“ sind nicht nur für die Analyse der antisemitischen Wir-Gruppe ausschlaggebend, als deren Gegensatz „die Juden“ figurierten, vielmehr gewähren sie Einblick in die komplizierten Zusammenhänge zwischen der antisemitischen Semantik und Praxis.

978-3-86331-168-1

März 2014

ISBN: 978-3-86331-168-1
398 Seiten · 24,00 Euro

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Tanja von Fransecky

Flucht von Juden aus Deportationszügen in Frankreich, Belgien
und den Niederlanden


Hunderte jüdische Männer, Frauen und Kinder wagten den Sprung aus den Deportationszügen, die sie nach Auschwitz und in andere Vernichtungslager bringen sollten. Allein in Frankreich, Belgien und den Niederlanden gab es über 750 Fluchten. Die Abwägung für oder gegen den gefährlichen Sprung aus dem fahrenden Zug warf für die Deportierten viele Fragen auf, etwa, ob sie nach dem Sprung mit Hilfe rechnen könnten oder ob die Zurückgebliebenen Sanktionen für die Flucht befürchten müssten. Die Studie, die auf Interviews und der Auswertung neuer Quellen beruht, beleuchtet ein bislang kaum beachtetes Kapitel jüdischen Widerstands gegen die nationalsozialistische Vernichtungspolitik. Zudem präsentiert sie Erkenntnisse zur Tätergruppe der Schutzpolizeikommandos, die die Deportierten bewachten.

www.deutschlandradiokultur.de

978-3-86331-184-1

März 2014

ISBN: 978-3-86331-184-1
256 Seiten · 22,00 Euro

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Andreas Peter Pausch

Widerstehen
Pfarrer Christoph Wonneberger

Herausgegeben von Uwe Schwabe im Auftrag des Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V.

Christoph Wonneberger gehörte zu den Wegbereitern der Friedlichen Revolution. Stets streitbar, war er für vorsichtig lavierende Kirchenfunktionäre genauso unbequem wie für die SED und ihre Staatssicherheit, die ihn massiv unter Druck setzten. Zum Aufgeben zwingen konnten sie ihn nie. Als Pfarrer der Dresdner Weinbergskirche kämpfte er für die Einrichtung eines »Sozialen Friedensdienstes« und begründete die Tradition der Friedensgebete, die er in Leipzig zu politischen Veranstaltungen mit systemsprengender Kraft entwickelte.


Christoph Wonneberger, Pfarrer der Lukaskirche Leipzig i. R.,
Christian Führer, Pfarrer der Nikolaikirche Leipzig i. R., und
Uwe Schwabe, Leipziger Bürgerrechtler und Mitbegründer des
Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V., haben den
Deutschen Nationalpreis 2014 bekommen.

978-3-86331-170-4

März 2014

ISBN: 978-3-86331-170-4
292 Seiten · 22,00 Euro

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Günter Morsch

Sachsenhausen
Das »Konzentrationslager bei der Reichshauptstadt«

Gründung und Ausbau

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 10

Sachsenhausen, das »Konzentrationslager bei der Reichshauptstadt«, wurde im Sommer 1936 unter großen Opfern von Häftlingen errichtet. Es wurde vom »Reichsführer SS« Heinrich Himmler als »vollkommen neues, jederzeit erweiterungsfähiges, modernes und neuzeitliches Konzentrationslager« bezeichnet. Als erster großer, von einem SS-Architekten durchgeplanter KZ-Komplex war das Lager Modell und SS-Ausbildungsstätte zugleich. Die Publikation schildert die Entstehung des Lagers bis zum Weggang des ersten Kommandanten im Sommer 1937. Sie enthält alle maßgeblichen Dokumente und Pläne und zeigt fast 100 Fotos dieser ersten Ausbauphase.

978-3-86331-165-0

März 2014

ISBN: 978-3-86331-165-0
144 Seiten · 16,90 Euro

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Stefanie Endlich · Sigrid Falkenstein · Helga Lieser · Ralf Sroka

Tiergartenstraße 4
Geschichte eines schwierigen Ortes

In einer Villa am Südrand des Berliner Tiergartens war seit Frühjahr 1940 die Planungs- und Verwaltungsbehörde für die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde untergebracht. Heute steht dort die Philharmonie. Die „Aktion T4“ – benannt nach der Adresse Tiergartenstraße 4 – richtete sich gegen psychisch Erkrankte, geistig und körperlich Behinderte sowie „rassisch“ und sozial Unerwünschte, ihr fielen mehr als 70 000 Menschen zum Opfer. In einer Ausstellung auf dem Vorplatz der Philharmonie wurde die Geschichte der damals „arisierten“ Villa mit dem Lebensweg von Anna Lehnkering verknüpft, die 1940 in der Gaskammer von Grafeneck starb. Der Begleitband enthält die gesamte Ausstellung, weitere Texte und Bilder sowie Kurzfassungen in englischer und in Leichter Sprache.

978-3-86331-167-4

März 2014

ISBN: 978-3-86331-167-4
160 Seiten · 19,00 Euro

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Peter Boeger · Alexander Dowe (Hrsg.)

Panzerdenkmal Berlin-Dreilinden
Geschichte und Hintergründe

Im Sommer 1945 errichteten die Sowjets in Berlin-Zehlendorf ein Panzerdenkmal zur Erinnerung an gefallene Soldaten der Roten Armee. Um das symbolträchtige Monument entbrannten bald Proteste und Kontroversen. Schließlich wurde ein neues Denkmal auf dem Gebiet der DDR errichtet. Nach der Friedlichen Revolution von 1989 überformte der Künstler Eckhart Haisch das Bauwerk mit einem rosafarbenen Schneelader. Die Beiträge der Publikation nähern sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem bis heute umstrittenen Monument. Es ist die Wiederentdeckung eines einzigartigen Denkmals deutscher und europäischer Zeitgeschichte.

978-3-86331-166-7

März 2014

ISBN: 978-3-86331-166-7
120 Arbeitsblätter/Karten
Handreichung 72 Seiten
19,90 Euro

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Anne Frank Zentrum (Hrsg.)

Nicht in die Schultüte gelegt
Schicksale jüdischer Kinder 1933–1942 in Berlin

Ein Lernmaterial zu historischem Lernen und Kinderrechten

Das Lernmaterial will Kindern im Grundschulalter die Verfolgung von Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus altersgerecht nahebringen. Am Beispiel von sieben jüdischen Schülern lernen sie, wie Ausgrenzung und Entrechtung den Alltag damals nach und nach zerstörten.
Das Lernmaterial enthält 69 biografische Karten, mit denen Schicksale damals verfolgter Kinder erarbeitet werden können. 32 Umgangsweisen-Karten bieten Hilfe beim selbstständigen Lernen. 20 Kinderrechtskarten regen Gespräche über das Heute an. Eine Handreichung für Pädagoginnen und Pädagogen unterstützt bei der Unterrichtsgestaltung.

978-3-86331-169-8

März 2014

ISBN: 978-3-86331-169-8
336 Seiten · 29,00 Euro

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Jahrbuch für historische Kommunismusforschung 2014

Herausgegeben von Ulrich Mählert, Jörg Baberowski, Bernhard H. Bayerlein, Bernd Faulenbach, Ehrhart Neubert, Peter Steinbach, Stefan Troebst, Manfred Wilke
im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Wie wird der Kommunismus ein Vierteljahrhundert nach der Überwindung seiner diktatorischen Regime in Europa erinnert? Dieser Frage ist der Schwerpunkt des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung 2014 gewidmet. Seit den friedlichen Revolutionen gegen die kommunistischen Regime 1989 hat sich insbesondere in den Staaten Ostmitteleuropas eine disparate Erinnerungskultur herausgebildet. Die Auseinandersetzung mit der kommunistischen Vergangenheit ist dabei nicht nur allzu oft Instrument politischer Lagerkämpfe. Zugleich wird die Geschichte der kommunistischen Herrschaft in vielen Ländern Ostmitteleuropas in einen nationalen Geschichtsdiskurs eingepasst, der Verantwortung externalisiert oder auf kleine Gruppen in der Gesellschaft fokussiert.
Weitere Beiträge zur Geschichte des internationalen Kommunismus, der SED-Diktatur sowie biografische Porträts machen die Ausgabe 2014 zu einem Spiegelbild aktueller Forschungen.

>>> Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei ca. 106 KB)

978-3-86331-121-6

Januar 2014

ISBN: 978-3-86331-121-6
376 Seiten · 22,00 Euro

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Gudrun Hentges · Kristina Nottbohm · Mechtild M. Jansen · Jamila Adamou (Hrsg.)

Sprache – Macht – Rassismus

Im Jahr 2013 erregte die Debatte um rassistische Sprache, u. a. in Kinderbüchern, mediale Aufmerksamkeit. Die Auseinandersetzung um Sprache, Wissen und Rassismus, wie sie seit geraumer Zeit in den Sozial-, Kultur und Sprachwissenschaften diskutiert wird, gewann erneut an Relevanz. Der vorliegende Band untersucht die wechselseitige Beeinflussung von „Sprache – Macht – Rassismus“ und will jenseits von Skandalisierung und Polemik die Hintergründe dieser Debatte(n) näher ausleuchten. Beiträge namhafter Autorinnen und Autoren befassen sich mit Rassismus, Wissenschaften und Wissen, Kolonialismus und Rassismus, mit dem Rassismus der Eliten, Phänomenen des Alltagsrassismus und Möglichkeiten der Prävention.

>>> Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei ca. 44 KB)

978-3-86331-151-3

Januar 2014

ISBN: 978-3-86331-151-3
240 Seiten · 22,00 Euro

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Christian Dietrich

Verweigerte Anerkennung
Selbstbestimmungsdebatten im „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ vor dem Ersten Weltkrieg

Als sich im März 1893 in Charlottenburg der „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ gründete, war nicht abzusehen, dass der Verein in den folgenden Jahren zur größten jüdischen Abwehrorganisation in Deutschland heranwachsen würde. Über 40 Jahre versammelte er die deutschen Juden, um sie in Rechtsfragen zu beraten, in Prozessen zu vertreten, gegen den Antisemitismus aufzuklären und die Erfolge der Emanzipation zu verteidigen. Stand bei der Gründung noch die Schaffung einer Organisation der vom Antisemitismus Verfolgten im Mittelpunkt, gewannen ab 1895 zunehmend auch religiöse Themen an Bedeutung. Die Studie zeichnet diesen Wandel nach.

978-3-86331-164-3

Januar 2014

ISBN: 978-3-86331-164-3
176 Seiten · 19,00 Euro

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Andreas H. Apelt · Robert Grünbaum · János Can Togay (Hrsg.)

Die ostmitteleuropäischen Freiheitsbewegungen 1953–1989
Opposition, Aufstände und Revolutionen im kommunistischen Machtbereich

Die kommunistische Vorherrschaft in den ostmitteleuropäischen Satellitenstaaten der Sowjetunion setzte Moskau mit großer Entschlossenheit durch. Freiheitsbestrebungen in diesen Ländern wurden von der Hegemonialmacht immer wieder niedergeschlagen und unterdrückt – der erste Aufstand am 17. Juni 1953 in der DDR sowie die folgenden Reformbestrebungen und Aufstände in Ungarn, der ?SSR und Polen zählen dazu. 60 Jahre nach dem 17. Juni 1953 wird in vorliegendem Band der Volksaufstand mit den anderen Freiheitsbestrebungen im Ostblock in Beziehung gesetzt.

978-3-86331-114-8

Januar 2014

ISBN: 978-3-86331-114-8
262 Seiten + DVD
19,00 Euro

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Helle Bjerg · Andreas Körber · Claudia Lenz · Oliver Von Wrochem (Hrsg.)

Teaching Historical Memories in an Intercultural Perspective
Concepts and Methods
Experiences and Results from the TeacMem Project
Published on behalf of Neuengamme Concentration Camp Memorial

Reihe Neuengammer Kolloquien, Band 4

How can we approach historical remembrance in history teaching? This question lies at the heart of the three-year, EU-funded project TeacMem, which involves partners from Denmark, Germany and Norway. The participants (teacher trainers, historians, teachers, memorial educators, disseminators and students) have studied the memory cultures regarding the Nazi era and World War II in the three countries. Together, they have developed and tested a range of educational methods focusing on the development of historical and intercultural competence in memorials and schools.

978-3-86331-149-0

Januar 2014

Metropol Verlag und
Verlag Dachauer Hefte
ISBN: 978-3-86331-149-0
656 Seiten · 29,90 Euro

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Frank Beer · Wolfgang Benz · Barbara Distel (Hrsg.)

Nach dem Untergang
Die ersten Zeugnisse der Shoah in Polen 1944–1947

Berichte der Zentralen Jüdischen Historischen Kommission

Überlebende der Ghettos und Lager fanden sich im Sommer 1944 in der Zentralen Jüdischen Historischen Kommission zusammen. Sie zeichneten Erinnerungen auf, begannen mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der jüdischen Katastrophe und publizierten sie in einer Schriftenreihe. Erstmals erscheint in deutscher Sprache eine Auswahl von 12 Texten, die zwischen 1944 und 1947 entstanden und damals auf Polnisch oder Jiddisch erschienen sind: authentische Zeugnisse von einzigartiger Kraft.

978-3-86331-162-9

Januar 2014

ISBN: 978-3-86331-162-9
440 Seiten · 24,00 Euro

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Andrea Rudorff

Frauen in den Außenlagern des Konzentrationslagers Groß-Rosen

Ab März 1944 errichteten SS und deutsche Unternehmen in Niederschlesien, dem Sudetengebiet, der Lausitz und in Ost-brandenburg 45 Außenlager für weibliche KZ-Häftlinge, die der Verwaltung des Konzentrationslagers Groß-Rosen unterstellt wurden. Andrea Rudorff untersucht auf der Grundlage neuen Quellenmaterials erstmals umfassend dieses Lagersystem.
Die lagerübergreifende Perspektive ermöglicht es, strukturelle Phänomene zu erfassen und die Spezifik des Lagersystems herauszuarbeiten. Ein großes Augenmerk gilt der Handlungsebene der Akteure, den Optionen der Häftlinge wie auch dem Verhalten der Aufseherinnen, des Betriebspersonals und der örtlichen Bevölkerung. Darüber hinaus wird die Strafverfolgung von Aufseherinnen in Polen, der Tschechoslowakei und den beiden deutschen Staaten untersucht.

Geschichte der
Konzentrationslager
1933–1945


Band 15

978-3-86331-157-5

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-157-5
456 Seiten · 29,90 Euro

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Bernd Höffken

Schicksale jüdischer Ärzte aus Nürnberg nach 1933

„Die Reinigung der gesamten Gesundheitspflege von Juden“ war das Ziel der Nationalsozialisten, das sie rücksichtslos mit Bürokratie und Gewalt umsetzten. Jüdische Mediziner gehörten zu den ersten Opfern der Judenverfolgung. Die nüchternen Dokumente überliefern die Schicksale von jüdischen Männern, Frauen und Kindern, die ausgegrenzt, vertrieben und deportiert wurden. Ihr Lebens- und Leidensweg wird hier am Beispiel der jüdischen Ärzte aus Nürnberg dargestellt.

978-3-86331-156-8

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-156-8
296 Seiten · 22,00 Euro

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Nicolas Apostolopoulos · Cord Pagenstecher (Hrsg.)

Erinnern an Zwangsarbeit
Zeitzeugen-Interviews in der digitalen Welt

„Das kostet mich immer viel Nerven, viel Mühe. Aber ich betrachte das als meine Pflicht. Denn die Überlebenden werden immer weniger, und man braucht Zeugnisse, Überlieferungen für andere Menschen, andere Generationen.“ (Helena Bohle-Szacki)
In Zukunft werden keine Zeitzeugen mehr persönlich von der nationalsozialistischen Verfolgung und Zwangsarbeit berichten können. Historische Forschung und kulturelles Gedächtnis, Oral History und Pädagogik stützen sich zunehmend auf Audio- und Video-Interviews. Die Erinnerung wird immer mehr Bestandteil der digitalen Welten.
Was bedeutet dies für den Umgang mit den Zeitzeugen-Interviews und besonders für die Erinnerung an die nationalsozialistische Zwangsarbeit? Am Beispiel des Online-Archivs „Zwangsarbeit 1939–1945“ und anderer aktueller Projekte diskutiert dieser Band Potenziale, Herausforderungen und Qualitätsstandards beim Aufbau digitaler Interview-Archive – von der Interviewführung bis zur Bildungsarbeit, von der Online-Technologie bis zur biografischen Analyse.

978-3-86331-140-7

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-140-7
200 Seiten · 19,00 Euro

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Roman Fröhlich · Mira Jovanovic-Ratkovic · Cornelia Siebeck · Frank Wiedemann

Zentrum und Peripherie
Die Wahrnehmung der nationalsozialistischen Konzentrationslager

„Zentrum und Peripherie. Die Wahrnehmung der NS-Konzentrationslager“ – unter diesem Titel fand im Herbst 2011 der 17. Workshop zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager statt. 30 junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Österreich, Israel, Dänemark, den Niederlanden, Polen und Deutschland kamen in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen zusammen, um mit Blick auf Historiografie und Gedächtniskultur rund um die nationalsozialistischen Konzentrationslager nach Schwerpunktsetzungen auf der einen, Marginalisierungen und Leerstellen auf der anderen Seite zu fragen.

978-3-86331-125-4

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-125-4
352 Seiten · 24,00 Euro

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Manfred Hettling · Michael G. Müller · Guido Hausmann (Hrsg.)

Die „Judenfrage“ – ein europäisches Phänomen?

Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 5

In der entstehenden „bürgerlichen Gesellschaft“ des ausgehenden 18. Jahrhunderts veränderte sich die Stellung der jüdischen Minderheit: Das Versprechen bürgerlicher und nationaler Gleichheit konnte als Verlockung wie als Bedrohung wahrgenommen werden, von Juden wie von der jeweiligen Mehrheitsgesellschaft. Daraus entstanden in den einzelnen Ländern Diskussionen um die „Judenfrage“. In diesen politisch-gesellschaftlichen Ordnungsdebatten wurden Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen einer rechtlichen Gleichstellung und sozialen Integration der Juden erörtert. Diese Kontroversen über die Stellung der jüdischen Minderheit dienten dabei zugleich als Selbstverständigungsdebatten über politische Grundwerte der Mehrheitsgesellschaft. Die „Judenfrage“ erweist sich damit auch als Indikator für nationale Selbstverständigungsprozesse, besonders in politischen Umbruch- und Krisensituationen. Dabei schrieb man Juden sehr unterschiedliche Rollen zu, die Modelle reichten von radikaler Exklusion bis zu weitgehender Inklusion.
Der Band stellt nationale Debatten exemplarisch und vergleichend nebeneinander. Geografisch liegt der Schwerpunkt auf dem mittel-, ostmittel- und südeuropäischen Raum, zeitlich behandeln die Beiträge die Phase vom späten 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert.

978-3-86331-025-7

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-025-7
424 Seiten · 29,90 Euro

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Sergey Lagodinsky

Kontexte des Antisemitismus
Rechtliche und gesellschaftliche Aspekte der Meinungsfreiheit und ihrer Schranken

Meinungsfreiheit und Schutz vor antisemitischen Äußerungen stehen in jeder freiheitlich-demokratischen Gesellschaft in einem Spannungsverhältnis. Dies muss im jeweiligen Kontext gedacht und aufgelöst werden. Mit Fallstudien zum deutschen Verfassungsrecht und zum Völkerrecht verdeutlicht die Untersuchung die Komplexität dieser Aufgabe. Die Interaktion zwischen Ehrenschutz und Volksverhetzungsdelikten einerseits und der diffizilen Schrankensystematik des deutschen Grundgesetzes andererseits kann dabei nicht getrennt vom gesellschaftlichen und historischen Kontext gesehen werden. Und auch international stellen sich schwierige Herausforderungen der Differenzierung und Systematisierung im Dreieck von Völkerrecht, Menschenrechten und internationaler Politik. Die Untersuchung analysiert die jeweiligen Besonderheiten und macht Vorschläge zum juristischen Umgang mit dem Thema.

978-3-86331-155-1

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-155-1
296 Seiten · 21,00 Euro

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Jahrbuch für Antisemitismusforschung 22

Herausgegeben von Stefanie Schüler-Springorum
für das Zentrum für Antisemitismusforschung
der Technischen Universität Berlin

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung. Es ist fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet und veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik und zum Holocaust, zu Emigration und Exil, Rechtsextremismus, Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

978-3-86331-150-6

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-150-6
328 Seiten · 19,00 Euro

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Paul Brauhnert · Ilja Hübner · Arno Polzin (Hrsg.)

Der DDR-Militärstrafvollzug und die Disziplinareinheit in Schwedt (1968–1990)
Zeitzeugen brechen ihr Schweigen

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Bd. 3

Sechzehn Zeitzeugen erinnern sich an die Zeit, die sie im Militärgefängnis in Schwedt bzw. in der auf dem gleichen Gelände befindlichen Disziplinareinheit zubringen mussten. Die vorliegenden Geschichten nehmen uns mit in eine Vergangenheit, die für die Betroffenen oftmals noch längst nicht vergangen ist. Es sind Berichte über Demütigung und Gewalt, Einsamkeit und Verzweiflung, aber auch über Würde und Freundschaft, die selbst unter den unmenschlichsten Bedingungen bewahrt und gelebt werden konnten. Die Erinnerungen umfassen den Zeitraum von 1968 bis 1989.

978-3-86331-158-2

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-158-2
576 Seiten · 29,90 Euro

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Peter Maser

„Mit Luther alles in Butter?“
Das Lutherjahr 1983 im Spiegel ausgewählter Akten

Herausgegeben vom Berliner Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung unter Mitarbeit von Johannes Gruhn

Dreißig Jahre nach den Lutherehrungen 1983 legt Peter Maser eine umfassende und quellengesättigte Analyse der vielfältigen Aktivitäten vor, die SED-Staat und evangelische Kirchen in der DDR zum 500. Geburtstag des Reformators mit außergewöhnlichem Aufwand beförderten. Er untersucht dieses gesamtgesellschaftliche Ereignis erstmals in seiner ganzen Vielfalt. Die Lutherehrungen 1983 werden in die weltpolitischen Zusammenhänge und in die Entwicklung der deutsch-deutschen Beziehungen eingeordnet. Sichtbar werden zugleich die einsetzenden Krisenprozesse in der DDR, die nicht zuletzt durch die aufkommenden Friedens-, Umwelt- und Bürgerrechtsgruppen vorangetrieben werden. Peter Maser vermittelt einen tiefen Einblick in die Lebenswirklichkeit, das politische Herrschaftssystem sowie den schwierigen Weg der evangelischen Kirchen in der Endphase der DDR.

978-3-86331-160-5

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-160-5
192 Seiten · 19,00 Euro

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Adriaan in ’t Groen

Jenseits der Utopie
Ostprofessoren der Humboldt-Universität und der Prozess der deutschen Einigung

Mit einem Vorwort von Heinz-Elmar Tenorth

„Es bestätigt alte Erfahrungen, dass uns blinde Stellen der Selbstbeobachtung von außen gezeigt werden. Jetzt geschieht das für die Ostprofessoren, die mit der deutschen Einigung gezwungen wurden, ihr wissenschaftliches Leben neu zu ordnen, und deren Schicksal wir einfach ignoriert haben. Wir sollten diese Biografien endlich zur Kenntnis nehmen und ihre Besonderheit würdigen. Dr. Adriaan in ’t Groen (Universität Leiden, Niederlande) gibt uns dazu die Chance. Die Ergebnisse seiner Studien sind überraschend.“ Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz-Elmar Tenorth

ZeitgeschichteN

Band 12

978-3-86331-138-4

November 2013

ISBN: 978-3-86331-138-4
480 Seiten · 24,00 Euro

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Stephan Lehnstaedt · Jochen Böhler (Hrsg.)

Die Berichte der Einsatzgruppen aus Polen 1939
Vollständige Edition

Die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei waren die Speerspitze des Massenmordes an der polnischen und jüdischen Bevölkerung. Ihre hier erstmals vollständig edierten Berichte sind eine singuläre Quelle der ersten Wochen deutscher Besatzung in Polen und weisen zugleich über 1939 heraus. Die Dokumentation enthält zudem ein Konzept für das geplante Vorgehen
vom August 1939 sowie statistische Übersichten zur jüdischen Bevölkerung im Warthegau und in Ostoberschlesien, die auch Auskunft über die dort eingesetzten Judenräte geben.

978-3-86331-152-0

November 2013

ISBN: 978-3-86331-152-0
276 Seiten · 22,00 Euro

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Jens Dobler (Hrsg.)

Großstadtkriminalität
Berliner Kriminalpolizei und Verbrechensbekämpfung 1930 bis 1950

Wie arbeiteten Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft unter den Bedingungen der NS-Diktatur und des Krieges? Wie gingen Polizei und Justiz gegen Verbrechen vor, wie sie in jedem System vorkommen, und wie bekämpften sie NS-spezifische und kriegsbedingte Kriminalität? Die Berliner Kriminalitäts- und Polizeigeschichte im Nationalsozialismus enthüllt ein komplexes System von Zuständigkeiten, Konkurrenzen, Eigenmächtigkeiten, Intrigen und viel Bürokratie, aber auch die von Anfang an aktive Beteiligung an Verbrechen des Nationalsozialismus.
Die Beiträge des Bandes geben Einblick in ein bislang kaum erforschtes Gebiet des Terror-Staates, etwa die Strafverfolgung von Zwangsarbeitern oder das System zur Unterbrechung von KZ-Haft zur Ermittlung oder Vollstreckung einer Justizangelegenheit und anschließenden „Rücksistierung“ in ein Konzentrationslager.

978-3-86331-137-7

November 2013

ISBN: 978-3-86331-137-7
336 Seiten · 24,00 Euro

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Hendrik Gröttrup

Wilhelm Wassmuss
Der deutsche Lawrence

Dies ist eine wahre, heute fast vergessene Geschichte aus dem Ersten Weltkrieg. Wilhelm Wassmuss, 1880 als Bauernsohn im Vorharzgebiet geboren, war 1914 Konsul in Buschir am Persischen Golf. Alle Kriegsparteien versuchten damals, den Feind an empfindlicher Stelle zu treffen. Der von T. E. Lawrence angezettelte Aufstand der arabischen Stämme gegen das Osmanische Reich lebt noch heute in der Erinnerung fort. Das kaiserliche Deutschland seinerseits suchte Britisch-Indien zu revolutionieren. Die sogenannte Afghanistan-Expedition scheiterte, aber Wilhelm Wassmuss gelang es, allein auf sich gestellt, die Stämme Südpersiens zum Guerillakrieg gegen die Briten zu bewegen und schließlich ein Gebiet von der Größe Frankreichs zu kontrollieren. Im Iran steht er als Vorkämpfer der persischen Unabhängigkeit noch heute in hohem Ansehen. Nach dem Krieg kehrte er in sein „Märchenland“ zurück. Das von ihm geschaffene Mustergut Tschagodek wurde zum Vorbild für die weitere Entwicklung der Landwirtschaft in der Golfregion.

978-3-86331-144-5

November 2013

ISBN: 978-3-86331-144-5
208 Seiten · 19,00 Euro

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Cornelia Schmalz-Jacobsen

Zwei Bäume in Jerusalem

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 1

„Sie wollten einfach normal sein in einer Zeit, in der die Normalität ‚baden gegangen‘ war.“
Cornelia Schmalz-Jacobsen erzählt in ihrem ergreifenden Bericht vom Widerstand ihrer Eltern, Donata und Eberhard Helmrich, gegen den Nationalsozialismus und deren Einsatz für verfolgte Juden. Ganz selbstverständlich – so empfanden sie es – halfen sie und zeigten so, dass es möglich war, in Zeiten der Diktatur Leben zu retten. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ehrte sie dafür als „Gerechte unter den Völkern“. In der „Allee der Gerechten“ erinnern heute zwei Bäume an die mutigen Rettungsaktionen der Helmrichs.

978-3-86331-159-9

November 2013

ISBN: 978-3-86331-159-9
239 Seiten · 19,00 Euro

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Patricia Pientka

Das Zwangslager für Sinti und Roma
in Berlin-Marzahn

Alltag, Verfolgung und Deportation

Im Sommer 1936 verschleppten Polizisten über 600 Berliner Sinti und Roma auf ein Gelände am Stadtrand der Reichshauptstadt. Das Lager in Berlin-Marzahn war das größte „Zigeunerlager“, das die Nationalsozialisten im Reichsgebiet errichteten. Es existierte bis 1945. Patricia Pientka legt nun die erste umfassende Studie zum Zwangslager Berlin-Marzahn vor. Die Autorin fragt nach den Schicksalen der über
1000 Männer, Frauen und Kinder, die dort leben mussten, rekonstruiert die unmenschlichen Lebensbedingungen, schildert die Gewalt gegen die Internierten sowie die Deportationen in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

ZeitgeschichteN

Band 11

978-3-86331-139-1

November 2013

ISBN: 978-3-86331-139-1
327 Seiten · 24,00 Euro

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Alyn Beßmann · Insa Eschebach (eds.)

The Ravensbrück Women’s Concentration Camp
History and Memory

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 43

Ravensbrück was the Nazi regime’s central women’s concentration camp. Between 1939 and 1945, around 120,000 women and children from more than 30 countries as well as 20,000 men were deported to this camp.
The Ravensbrück complex consisted of the women’s camp, a smaller camp for male prisoners, the Siemens camp, the Uckermark ‘juvenile protective custody camp’ and numerous satellite camps. Around 28,000 Ravensbrück prisoners did not survive their imprisonment.
Texts, photographs, artefacts, documents, autobiographical accounts and drawings from the new permanent exhibition at the Ravensbrück Memorial give an insight into the history of the camp. The core sections of the exhibition deal with the different groups of prisoners from all over Europe, the history of their persecution, living conditions inside the camp, the exploitation of the prisoners as forced labourers and the systematic mass killings during the final phase of the camp’s existence.
The final section examines the post-war history of Ravensbrück: the effects their imprisonment had on the survivors’ lives, the history of the Memorial and the commemoration of Ravensbrück in both Eastern and Western Europe.

978-3-86331-068-4

Oktober 2013

ISBN: 978-3-86331-068-4
340 Seiten · 22,00 Euro

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Christoph Jahr · Jens Thiel (Hrsg.)

Lager vor Auschwitz
Gewalt und Integration im 20. Jahrhundert

Phänomen und Begriff „Lager“ sind aufs Engste mit den Massenverbrechen der totalitären Diktaturen des 20. Jahrhunderts sowie den Flüchtlings- und Migrationsbewegungen verknüpft. Viele Lager wurden aber auch errichtet, um Menschen durch Verlockung oder Zwang in ein national, politisch, sozial, religiös oder weltanschaulich definiertes Kollektiv zu integrieren. Manche Lager erfüllten mehrere Funktionen gleichzeitig oder nacheinander. Orte systematischer Massenvernichtung, für die emblematisch Auschwitz steht, waren die meisten von ihnen nicht. Der Band stellt Beispiele aus den Kolonialkriegen, dem Ersten Weltkrieg, der Zwischenkriegszeit sowie der Frühphase des Gulag- und des NS-Lagersystems vor.

978-3-86331-145-2

Oktober 2013

ISBN: 978-3-86331-145-2
304 Seiten · 22,00 Euro

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Elke Gryglewski

Anerkennung und Erinnerung
Zugänge arabisch-palästinensischer und türkischer Berliner Jugendlicher zum Holocaust

Dass Jugendliche palästinensischer und türkischer Herkunft die Beschäftigung mit der Shoah mehrheitlich ablehnen und sich bei diesem Thema antisemitisch äußern, ist eine weitverbreitete Meinung. Die Autorin geht hingegen davon aus, dass sich auch diese Jugendlichen für den Holocaust interessieren und Empathie für die Opfer entwickeln, wenn sie sich mit ihren Familiengeschichten anerkannt fühlen. Die Ergebnisse mehrmonatiger Projekte zeigen, dass die Jugendlichen tatsächlich Zugänge zur Geschichte des Nationalsozialismus und der Shoah fanden.

978-3-86331-131-5

Oktober 2013

ISBN: 978-3-86331-131-5
421 Seiten · 24,00 Euro

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Konstanze Hanitzsch

Deutsche Scham
Gender · Medien · „Täterkinder“
Eine Analyse der Auseinandersetzungen von Niklas Frank, Beate Niemann und Malte Ludin

Erinnerungstexte und -filme von Nachkommen nationalsozialistischer Täter und Täterinnen stehen seit der Jahrtausendwende verstärkt im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Von der Schnittstelle zwischen kollektivem Gedächtnis der Nation und individuellem Familiengedächtnis ausgehend befasst sich die Studie mit Texten und Dokumentarfilmen von und über Niklas Frank, Beate Niemann und Malte Ludin. Besonderes Augenmerk gilt der Bedeutung geschlechtlicher Codierungen und der subjektgenerierenden Funktion der Emotion Scham.

978-3-86331-128-5

September 2013

ISBN: 978-3-86331-128-5
488 Seiten, 24,00 Euro

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Meinhard Stark

Gulag-Kinder
Die vergessenen Opfer

Gulag-Kinder gehören zu den vergessenen Opfern des kommunistischen Terrors. Nach der Verhaftung ihrer Eltern waren sie selbst anhaltenden Repressionen ausgesetzt. Hunderttausende Mädchen und Jungen vegetierten jahrelang in Kinderheimen oder später mit ihren überlebenden Müttern bzw. Vätern in der Verbannung. Zehntausende kamen unter widrigsten Bedingungen im Gulag zur Welt und mussten ihre ersten Lebensjahre, völlig unzureichend versorgt, in kärglichen Kinderbaracken verbringen. Minderjährige sperrte die sowjetische Führung zu Hunderttausenden in „Arbeitsbesserungskolonien“ oder gleich in den Gulag. Aber auch nach der Haftentlassung geborene Kinder tragen Spuren der Lagerhaft ihrer Eltern. Meinhard Stark hat mehr als 100 Gulag-Kinder sowie ihre Mütter bzw. Väter befragt und ihnen in diesem eindringlichen Buch eine Stimme gegeben.

978-3-86331-129-2

September 2013

ISBN: 978-3-86331-129-2
496 Seiten, 24,00 Euro

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Dieter Pohl · Tanja Sebta (Hrsg.)

Zwangsarbeit in Hitlers Europa
Besatzung · Arbeit · Folgen

Die Zwangsarbeit von Ausländern im nationalsozialistischen Deutschland ist inzwischen allgemein bekannt. Ganz anders sieht es mit der Zwangsarbeit aus, die die Menschen in den besetzten Gebieten verrichten mussten. Der vorliegende Band gibt erstmals einen breiten Überblick über die Zwangsarbeit in Hitlers Europa – am Beispiel vieler Länder, die von Deutschland beherrscht wurden. Zugleich werden die Nachkriegsschicksale der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Osteuropa plastisch vor Augen geführt.

978-3-86331-148-3

September 2013

ISBN: 978-3-86331-148-3
872 Seiten, 36,00 Euro

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Siegfried Mielke · Stefan Heinz (Hrsg.)
unter Mitarbeit von Julia Pietsch

Gewerkschafter in den Konzentrationslagern Oranienburg und Sachsenhausen
Biografisches Handbuch, Band 4

Reihe Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration, Band 6

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und der Zerschlagung der freien Gewerkschaften im Frühjahr 1933 wurden zahlreiche Gewerkschaftsfunktionäre in „Schutzhaft“ genommen. Trotz des NS-Terrors schlossen sich nicht wenige ehemals gewerkschaftlich Organisierte in Widerstandsgruppen zusammen. Viele wurden Opfer der NS-Herrschaft. Das Konzentrationslager Oranienburg nahm 1933/34 eine Schlüsselstellung bei der Verfolgung der politischen und gewerkschaftlichen Opposition in Preußen ein. Auch im Konzentrationslager Sachsenhausen, das von 1936 bis 1945 bestand und als Modell- und Schulungslager in unmittelbarer Nähe der „Reichshauptstadt“ Berlin eine Sonderstellung im System der NS-Konzentrationslager einnahm, waren die Häftlinge zunächst vorwiegend politische NS-Gegner. Dieser biografische Sammelband erinnert an den Widerstand und die Verfolgung von Gewerkschaftsfunktionären, die in den Konzentrationslagern Oranienburg und Sachsenhausen inhaftiert waren.

978-3-86331-093-6

September 2013

ISBN: 978-3-86331-093-6
244 Seiten · 22,00 Euro

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Günter Morsch · Agnes Ohm (Hrsg.)

Vergessene Vernichtung?
Polnische und tschechische Angehörige der Intelligenz im Konzentrationslager Sachsenhausen zu Beginn des Zweiten Weltkrieges

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 37

Am späten Abend des 18. November 1939 trieb die SS mehr als 1100 tschechische Studenten und etwa eine Woche später, am 28. November, 169 Professoren und Dozenten der Krakauer Hochschulen auf den Appellplatz des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Das Schicksal der Intellektuellen aus Polen und Tschechien erregte in dem mit mehr als 14 000 Häftlingen völlig überfüllten Konzentrationslager Sachsenhausen großes Aufsehen.
Der Band dokumentiert eine Sonderausstellung der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen, der Jagiellonen-Universität Krakau und der Karls-Universität Prag über die Verschleppung der Krakauer Professoren, der tschechischen Studenten und großer Teile der polnischen Kurie in das Konzentrationslager Sachsenhausen kurz nach Kriegsbeginn.

978-3-86331-094-3

September 2013

ISBN: 978-3-86331-094-3
244 Seiten · 22,00 Euro

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Günter Morsch · Agnes Ohm (wyd.)

Zapomniana zaglada?
Polska i czeska inteligencja w obozie koncentracyjnym Sachsenhausen na poczatku drugiej wojny swiatowej

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 38

Póznym wieczorem 18 listopada 1939 roku SS wpdzio ponad 1.100 czeskich studentów, a przeszo tydzie póniej, 28 listopada, 169 profesorów i wykadowców krakowskich szkó wyszych na plac apelowy obozu koncentracyjnego Sachsenhausen. Los intelektualistów z Polski i Czech wywoa wielki rozgos w cakowicie przepenionym obozie koncentracyjnym, w którym okresowo przebywao ponad 14 tys. winiów.
Publikacja ta dokumentuje wystaw specjaln o wywiezieniu profesorów krakowskich, studentów czeskich oraz duej grupy przedstawicieli polskiej kurii do obozu koncentracyjnego Sachsenhausen niebawem po wybuchu wojny. Wystawa ta zostaa przygotowana przez Miejsce Pamici i Muzeum Sachsenhausen, Uniwersytet Jagielloski w Krakowie oraz Uniwersytet Karola w Pradze.

978-3-86331-095-0

September 2013

ISBN: 978-3-86331-095-0
244 Seiten · 22,00 Euro

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Günter Morsch · Agnes Ohm (Vyd.)

Zapomenuté vyhlazování?
Príslusníci polské a ceské inteligence v koncentracním tábore Sachsenhausen na pocátku 2. svetové války

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 39

V noci 18. na 19. listopadu 1939 nahnala SS více ne 1.100 eskch student a zhruba o tden pozdji, 28. listopadu, 169 profesor a docent krakovskch vysokch kol na nástupit koncentraního tábora Sachsenhausen. Osud této velké skupiny intelektuál z Polska a eské republiky vzbudil na pelomu roku 1939/40 u v samotném, v té dob s více ne 14.000 vzni kompletn peplnném a skoro pt let existujícím obrovském koncentraním táboe Sachsenhausen velk rozruch.
Svazek dokumentuje zvlátní vstavu Památníku a Muzea Sachsenhausen, Jagellonské univerzity Krakov a Univerzity Karlovy v Praze, která se zabvá odvleením krakovskch profesor, eskch student a velké ásti polské kurie do koncentraního tábora Sachsenhausen krátce po zaátku války.

978-3-86331-134-6

September 2013

ISBN: 978-3-86331-134-6
104 Seiten, 14,00 Euro

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Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Verein NIKE Polnische Unternehmerschaft /
Fundacje Brandenburskie Miejsca Pamieci · Stowarzyszenie NIKE Polska Przedsiebiorczosc (Hrsg.)

Die polnische Minderheit im KZ
Polska mniejszosc w KZ
1939–1945


Mitglieder polnischer Verbände im Deutschen Reich in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück.
Ausstellungskatalog

Dzialacze i dzialaczki polskich organizacji w Rzeszy Niemieckiej w obozach
koncentracyjnych Sachsenhausen i Ravensbrück.
Katalog wystawy

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 42

Anlässlich des 70. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkriegs am 1. September 2009 erinnert die Ausstellung Die polnische Minderheit im KZ an das Schicksal der in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück inhaftierten Angehörigen der polnischen Minderheit im Deutschen Reich. Mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 ließ das NS-Regime die vorherige relative Zurückhaltung gegenüber der polnischen Minderheit fallen und überzog deren Führung mit Terror. Damit gehörten deren führende Mitglieder zu den ersten Opfern des Zweiten Weltkriegs. Bei Kriegsausbruch verhaftete die Gestapo bis zu 2000 Mitglieder des Bundes der Polen in Deutschland und sperrte sie in Konzentrationslager. Polnische Vereine wurden verboten und enteignet. Die Ausstellung widmet sich erstmals einer Opfergruppe, deren Los kaum bekannt ist.

Z okazji 70 rocznicy wybuchu II wojny wiatowej, przypadajcej 1 wrzenia 2009 roku wystawa Polska mniejszo w KZ przypomniaa o losie czonków mniejszoci polskiej w Rzeszy Niemieckiej, wizionych w obozach koncentracyjnych Sachsenhausen i Ravensbrück. W momencie napaci na Polsk 1 wrzenia 1939 roku reim nazistowski porzuci stosunkowo powcigliw dotychczas polityk wobec polskiej mniejszoci i zala jej kierownictwo fal terroru, w konsekwencji czego jej dziaaczki i dziaacze stali si pierwszymi ofiarami II wojny wiatowej. Z chwil wybuchu wojny blisko 2000 czonków Zwizku Polaków w Niemczech zostao aresztowanych przez gestapo i wywiezionych do obozów koncentracyjnych. Polskim stowarzyszeniom zakazano dziaalnoci i wywaszczono je. Wystawa powicona zostaa grupie ofiar, której los jest prawie nieznany.

978-3-86331-142-1

September 2013

ISBN: 978-3-86331-142-1
192 p. · 19,00 Euro

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Günter Morsch & Astrid Ley (dir. ed.)

Le camp de concentration de Sachsenhausen, 1936–1945
Chronologie et évolution

L’exposition présentée dans les anciennes cuisines du camp est la dernière en date des expositions permanentes élaborées dans le contexte du réaménagement du mémorial de Sachsenhausen initié en 1993. Située au coeur même de l’ancien camp de concentration, cette exposition renvoie à sa manière aux douze autres présentées au mémorial.
On y découvrira un aperçu de l’histoire de Sachsenhausen à partir de certains événements ayant eu lieu ici : construction du camp (1936), arrivée massive de prisonniers (1938), conséquences de la déclaration de guerre (1939), assassinat des prisonniers de guerre soviétiques (1941), construction des camps annexes (1942/43), Marche de la mort et Libération (1945).

978-3-86331-143-8

September 2013

ISBN: 978-3-86331-143-8
192 p. · 19,00 Euro

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A cura di Günter Morsch & Astrid Ley

Il campo di concentramento di Sachsenhausen 1936-1945
Avvenimenti e sviluppi

La mostra nell’edificio di quella che allora era la cucina dei detenuti è l’ultima grande mostra permanente nel quadro del nuovo allestimento del memoriale di Sachsenhausen, iniziato nel 1993. Posta nel mezzo del campo, la nuova presentazione adempie una specie di “funzione di rimando” alle altre dodici mostre del memoriale.
Inoltre fornisce un panorama sintetico su alcuni avvenimenti scelti dalla storia del KZ Sachsenhausen. Illustra la fondazione del KZ nel 1936, gli arrivi in massa nel 1938, le conseguenze dell’inizio della guerra nel 1939, il più grande omicidio di massa dei prigionieri di guerra sovietici nel 1941, la fondazione dei campi esterni dal 1942/43, la fase finale con gli omicidi di massa e le marce della morte e infine la liberazione.

978-3-86331-136-0

September 2013

ISBN: 978-3-86331-136-0
144 Seiten, 16,00 Euro

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Elisabeth Hofacker

Menschen auf dem Prüfstand
Eine Berliner Familie im Widerstand gegen die Judenverfolgung
Herausgegeben von Claudia Schoppmann

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 2

Elisabeth Hofacker (1928–1988) wuchs im Bayerischen Viertel in Berlin-Schöneberg auf, wo ihre Eltern, Wilhelm und Luise Teske, eine Schuhmacherwerkstatt betrieben. Sie gehörten der „Christlichen Versammlung“ an, einer evangelischen freikirchlichen Religionsgemeinschaft, die ihre Hauptaufgabe in der Verkündigung des Evangeliums sah. In ihrem Buch schildert die Verfasserin, wie ihre Familie als gläubige Christen auch nach 1933 zu ihren jüdischen Kunden und Freunden hielt und sie trotz des Risikos auf vielfältige Weise unterstützte.
Luise und Wilhelm Teske wurden nach dem Krieg für ihre Hilfe mehrfach (postum) geehrt, unter anderem 2009 durch die israelische Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“.

978-3-86331-146-9

September 2013

ISBN: 978-3-86331-146-9
124 Seiten, 14,00 Euro

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Franz Michalski

Als die Gestapo an der Haustür klingelte
Eine Familie in „Mischehe“ und ihre Helfer
Herausgegeben von Barbara Schieb

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 3

Franz Michalski, geboren 1934, berichtet von der Geschichte und der dramatischen Rettung seiner Familie während der NS-Zeit. Seine katholisch getaufte Mutter wurde als Jüdin verfolgt. Die vierköpfige Familie in „Mischehe“ tauchte im Oktober 1944 in Breslau unter und überlebte in Sachsen und im Sudetenland mit der Unterstützung mutiger Helfer.
Im Jahr 2012 beschloss die israelische Gedenkstätte Yad Vashem, die Retter der Familie Michalski als „Gerechte unter den Völkern“ auszuzeichnen.

978-3-86331-124-7

September 2013

ISBN: 978-3-86331-124-7
448 Seiten, 24,00 Euro

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Klaus Richter

Antisemitismus in Litauen
Christen, Juden und die „Emanzipation“ der Bauern (1889–1914)

Reihe Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 4

Während in anderen Regionen des Russischen Reiches im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert judenfeindliche Pogrome das Land erschütterten, blieben die Beziehungen von Christen und Juden in Litauen weitgehend friedlich. Zeitgleich entwickelten der sich formierende litauische Nationalismus und die katholischen Eliten Strategien zur Stärkung der Bauernschaft. Am Beispiel judenfeindlicher Gewalt und wirtschaftlicher Praxis der Bauern untersucht Klaus Richter die Auswirkungen dieser Strategien auf die alltäglichen Beziehungen zwischen der ländlich geprägten christlichen und der städtisch orientierten jüdischen Bevölkerung.

978-3-86331-115-5

September 2013

ISBN: 978-3-86331-115-5
606 Seiten, 28,00 Euro

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Sylvia de Pasquale

Zwischen Resozialisierung und „Ausmerze“
Strafvollzug in Brandenburg an der Havel (1920–1945)

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 8

Während der Weimarer Republik für einen „neuzeitlichen“, humanen Strafvollzug geplant und gebaut, wurde die Strafanstalt Brandenburg-Görden ab 1933 ein überregional bedeutsamer Ort nationalsozialistischer Justiz-Verbrechen. Sowohl „politische“ als auch „kriminelle“ Gefangene und Sicherungsverwahrte wurden hier durch überzogene Strafmaße, unmenschliche Haftbedingungen und rassenhygienisch motivierte „Ausmerzungsprogramme“ Opfer der nationalsozialistischen Diktatur. Der Strafvollzug und seine Beamten in Brandenburg an der Havel trugen ohne größere Bedenken oder Skrupel die Ziele des Nationalsozialismus im Wesentlichen mit. Gestützt auf die Auswertung von Gefangenenpersonal- und Verwaltungsakten sowie von Erinnerungsberichten gelingt der Autorin der Nachweis, dass, anders als in der bisherigen wissenschaftlichen Literatur behauptet, der Strafvollzug im „Dritten Reich“ sich willig und widerstandslos, zum Teil sogar mit Übereifer, in die Strukturen des NS-Terrors einpasste.

978-3-86331-141-4

September 2013

ISBN: 978-3-86331-141-4
168 Seiten, 19,00 Euro

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Veronica Kölling, Heiko Krueger, Kamila Palubicka, Katrin Westphal (Hrsg.)

Unbequeme Baudenkmale des Sozialismus
Der Wandel der gesellschaftlichen Akzeptanz im mittel- und osteuropäischen Vergleich

Baudenkmale aus der Zeit des Sozialismus sind als Kulturgüter oft umstritten. Die Probleme mit diesem unbequemen Erbe sind höchst vielschichtig, und auch die Lösungsstrategien variieren von Land zu Land. Die hier dokumentierte Tagung sollte dazu anregen, Vergleiche über die Wahrnehmung und gesellschaftliche Akzeptanz unbequemer Baudenkmale anzustellen, länderspezifische Entwicklungswege zu untersuchen und damit auch einen Impuls für den künftigen Umgang mit diesen Relikten des Sozialismus geben. Die Organisatoren der Tagung verfolgen als Kulturerben GbR unterschiedliche Projekte auf nationaler und internationaler Ebene. Ihr Ziel ist, das Bewusstsein für den Schutz und Erhalt von Kulturgut zu schärfen und in der Gesellschaft zu verankern.

978-3-86331-135-3

September 2013

ISBN: 978-3-86331-135-3
244 Seiten, 19,00 Euro

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Andreas H. Apelt, Robert Grünbaum, Martin Gutzeit (Hrsg.)

Schöner Schein und Wirklichkeit
Die SED-Diktatur zwischen Repression, Anpassung und Widerstand

Offene und verdeckte Einschüchterung, Willkür und Repression bestimmten den Alltag in der DDR. Der Herrschaftsanspruch der SED erstreckte sich auf alle politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Bereiche bis in private Lebenssphären hinein. Wie die Durchsetzung konkret erfolgte, untersuchen die Autoren des vorliegenden Sammelbandes, der die Ergebnisse einer gleichnamigen Tagung in Berlin verdichtet.

978-3-86331-130-8

Juli 2013

ISBN: 978-3-86331-130-8
416 Seiten, 24,00 Euro

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Carina Baganz

Diskriminierung, Ausgrenzung, Vertreibung:
Die Technische Hochschule Berlin während des Nationalsozialismus


Der Prozess der Gleichschaltung nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten erfasste bald auch die Technische Hochschule Berlin: Jüdische und politisch missliebige Wissenschaftler und Studierende wurden diskriminiert, aus dem Hochschulbetrieb ausgegrenzt und vertrieben, Promotionen verhindert, akademische Grade entzogen. Auch Zwangsarbeiter beschäftigte die TH. Die Nationalsozialisten nahmen den Menschen Ehre und Würde, zerstörten Pläne, Karrieren und Leben. Ziel der Publikation ist es, das Unrecht, das an der Technischen Hochschule Berlin im „Dritten Reich“ begangen wurde, darzulegen und die Erinnerung an die von Diskriminierung und Verfolgung Betroffenen wachzuhalten.

978-3-86331-127-8

Juli 2013

ISBN: 978-3-86331-127-8
487 Seiten, 24,00 Euro

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Gunter Gerick

SED und MfS
Das Verhältnis der SED-Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt und der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit 1961 bis 1989

Das zentrale Verhältnis von SED und Staatssicherheit ist relativ gut erforscht, dennoch fehlt es bislang an grundlegenden exemplarischen Regionaluntersuchungen. Während die Verfolgung oppositionellen Verhaltens in harmonischer Kooperation verlief, begünstigte das Herrschaftsgebaren des regionalen Partei- und Staatsapparates durchaus Spannungen im Verhältnis von SED und MfS. In einer „konspirativen Grauzone“ agierte die Geheimpolizei aufgrund ihrer exklusiven Stellung im Herrschaftsapparat der DDR überraschend selbstständig mit dem Ziel, politische und wirtschaftliche Defizite zu kompensieren und eigene Interessen zu verfolgen – eine bislang unbekannte und überraschende Erkenntnis.

978-3-86331-126-1

Juli 2013

ISBN: 978-3-86331-126-1
319 Seiten, 24,00 Euro

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Juliane Meyer

Humanmedizin unter Verschluss
Die medizinische Versorgung und Behandlung politischer Häftlinge in den Strafvollzugsanstalten der DDR

Die SED proklamierte eine Gesundheitspolitik, die allen Bürgern der DDR eine einheitliche und umfassende medizinische Versorgung zusicherte. Doch gestand die Staatsführung dies auch Strafgefangenen und im Speziellen politischen Häftlingen zu? Hielten sich die Anstaltsärzte und das Haftpersonal an die medizinischen Direktiven? Differenzierten die Mediziner gezielt zwischen kriminellen und politischen Patienten? Führten sie medizinische Versuche durch bzw. missbrauchten sie gezielt die Medizin, um den politischen Gefangenen zu schaden? Die Studie rekonstruiert erstmalig anhand der Haftanstalten Brandenburg, Hoheneck, Bautzen II und des Haftkrankenhauses Klein-Meusdorf die medizinische Versorgung und Behandlung politischer Gefangener in der DDR im Zeitraum von 1949–1989.

978-3-86331-133-9

Juni 2013

ISBN: 978-3-86331-133-9
272 Seiten, 22,00 Euro

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Stefan Hördler (Hrsg.)

SA-Terror als Herrschaftssicherung: „Köpenicker Blutwoche“ und öffentliche Gewalt im Nationalsozialismus

Einen Höhepunkt des frühen SA-Terrors in Berlin stellte die „Köpenicker Blutwoche“ im Juni 1933 dar. Hunderte SA-Männer verschleppten und folterten bis zu 500 politisch Missliebige und Juden, mindestens 23 Menschen starben. Anlass für die gezielten Verhaftungen gab das reichsweite Verbot des Deutschnationalen Kampfrings und der SPD. Ein SPD-Mitglied schoss in Notwehr drei SA-Männer nieder, worauf die Gewalt skalierte. Joseph Goebbels, der als Berliner Gauleiter den Terror in der Reichshauptstadt maßgeblich mitgestaltet hatte, inszenierte die Parteisoldaten zu „Blutzeugen“ der NS-Bewegung.
Der Sammelband verortet die Ereignisse im überregionalen Kontext der NS-Machteroberung 1933 und zeigt, wie flexibel die Aushandlungsprozesse und Kooperationen zwischen Staat und Partei waren. Zugleich wirkte die Juni-Aktion 1933 als Experimentierfeld für die Genese der Gewalt im Nationalsozialismus. Die NS-Führung war nahezu überrascht, wie weit sie mit Folter und Mord gehen konnte, ohne dass sich ihr Polizei, Justiz und Gesellschaft in den Weg stellten. Ganz im Gegenteil liegt die Bedeutung der „Köpenicker Blutwoche“ gerade im totalen Versagen der Zivilgesellschaft.

978-3-86331-132-2

Juni 2013

ISBN: 978-3-86331-132-2
280 Seiten, 22,00 Euro

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Oumar Diallo · Joachim Zeller (Hrsg.)

Black Berlin
Die deutsche Metropole und ihre afrikanische Diaspora in Geschichte und Gegenwart

Menschen afrikanischer Herkunft leben seit vielen Generationen in Berlin und prägen die Metropole an der Spree und ihre Transkulturalität. Der Titel des Buches – „Black Berlin“ – verweist auf die Rückwirkungen, die das Jahrhunderte währende koloniale Projekt Europas auch auf Deutschland ausgeübt hat. Die Beiträge des Sammelbandes befassen sich mit den verschiedenen Phasen der afrikanischen Migration in den vergangenen rund drei Jahrhunderten. Sie spüren dem Leben von Afrikanerinnen und Afrikanern, Schwarzen Deutschen, People of Color oder Afro-Amerikanern nach und erzählen von ihrem Ringen um Emanzipation und soziale Gleichstellung. Zur Sprache kommen neben Fragen der Integrationspolitik auch der (latente) Rassismus und Diskriminierungen vonseiten der weißen Mehrheitsgesellschaft. Schließlich werden wichtige Initiativen der Diaspora-Gemeinschaften und ihre politischen Aktivitäten im heutigen Berlin vorgestellt.

978-3-86331-116-2

Juni 2013

ISBN: 978-3-86331-116-2
496 Seiten, 24,00 Euro

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Anja Reuß · Kristin Schneider (Hrsg.)

Berlin–Minsk
Unvergessene Lebensgeschichten

Ein Gedenkbuch für die nach Minsk deportierten Berliner Jüdinnen und Juden

Am 14. November 1941 deportierten die Nationalsozialisten 1000 jüdische Frauen, Männer und Kinder aus Berlin in das Ghetto von Minsk, Ende Juni 1942 wurden weitere 200 Jüdinnen und Juden aus Berlin vermutlich über Königsberg in die Vernichtungsstätte Maly Trostinez nahe Minsk verschleppt und dort ermordet. Heute scheinen diese Opfer vergessen. Die 59 biografischen Texte des Gedenkbuches rufen die Lebensgeschichten von 127 Menschen in Erinnerung. Jede von ihnen ist einzigartig und erzählt von individuellen Lebenswegen und Schicksalen. Hintergrundtexte erläutern den historischen Kontext und rücken den bisher wenig beachteten Deportationsort Minsk ins Bewusstsein.

978-3-86331-122-3

April 2013

ISBN: 978-3-86331-122-3
327 Seiten, 24,00 Euro

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Alyn Beßmann · Insa Eschebach (Hrsg.)

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück

Geschichte und Erinnerung. Ausstellungskatalog

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 41

Ravensbrück war das zentrale Frauen-Konzentrationslager des NS-Regimes. Etwa 120 000 Frauen und Kinder aus über 30 Ländern sowie 20 000 Männer wurden hierher verschleppt. Zum Lagerkomplex gehörten neben dem Frauenlager ein kleineres für Männer, das Siemenslager, das „Jugendschutzlager“ Uckermark und zahlreiche Außenlager. Etwa 28 000 Häftlinge des KZ Ravensbrück kamen ums Leben.
Der Katalog dokumentiert die Hauptausstellung der Gedenkstätte Ravensbrück, die die Geschichte und Nachgeschichte des Frauen-Konzentrationslagers in all ihren Facetten zum Thema hat. Dargestellt werden neben der baulichen Entwicklung des ständig erweiterten KZ-Komplexes die unterschiedlichen Häftlingsgruppen aus ganz Europa, ihre Verfolgungsgeschichten, die Lebensbedingungen in Ravensbrück wie auch die systematischen Massentötungen in der Endphase des Lagers. Der letzte Teil der Ausstellung widmet sich der Nachgeschichte: dem Nachwirken der KZ-Haft im Alltag der Überlebenden, der Geschichte der Gedenkstätte ebenso wie den Erinnerungen an Ravensbrück in West- und Osteuropa.

978-3-86331-080-6

2., überarbeitete Auflage
April 2013

ISBN: 978-3-86331-080-6
428 Seiten, 24,00 Euro

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Christoph Kreutzmüller

Ausverkauf
Die Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit in Berlin 1930–1945

In der Reichshauptstadt waren zu Beginn der dreißiger Jahre rund 50 000 jüdische Gewerbebetriebe ansässig – etwa die Hälfte aller jüdischen Unternehmen Deutschlands. Schon deshalb wurde Berlin ab 1933 zum Zentrum des Boykotts und der Gewalt. Gleichzeitig bot die Handels- und Industriemetropole einen einzigartigen Raum für jüdische Selbstbehauptung. Hilfseinrichtungen, Netzwerke und Kunden sicherten das Fortbestehen der jüdischen Unternehmen deutlich länger als andernorts in Deutschland. Im Novemberpogrom kulminierten dann jedoch ein verwaltungsmäßiger und gewalttätiger Verfolgungsprozess, dessen Analyse neue Blicke auf die Normalität der Verfolgung wie auch die Alltäglichkeit des sozioökonomischen Zusammenlebens erlaubt.

978-3-86331-027-1

April 2013

ISBN: 978-3-86331-027-1
208 Seiten, 22,00 Euro

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Kilian Bartikowski

Der italienische Antisemitismus im Urteil
des Nationalsozialismus 1933–1943



Als Benito Mussolini 1938 in Italien antisemitische Gesetze erließ, sahen Zeitgenossen in ihnen entweder eine Kopie der „Nürnberger Gesetze“ oder interpretierten sie als Ergebnis außenpolitischen Zwangs. Diese Lesart war in der Nachkriegszeit noch lange präsent.
Das Urteil des NS-Regimes über den Umgang des italienischen Bündnispartners mit Juden schwankte zwischen angemessen und zu milde. In den 1920er-Jahren war der Antisemitismus im faschistischen Italien noch latent. Dies änderte sich ab Mitte der 1930er-Jahre mit dem Erlass antisemitischer Gesetze und der Zunahme antisemitischer Ressentiments. In Berlin wurde diese Entwicklung begrüßt. Infolge der Radikalisierung der nationalsozialistischen Judenpolitik und der im Zweiten Weltkrieg entstandenen Spannungen im Verhältnis zum italienischen Verbündeten werteten die Nationalsozialisten dessen Antisemitismus erneut als zu zurückhaltend. Der Nachkriegsmythos vom „guten Italiener“ lässt sich damit hingegen nicht belegen.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 77

978-3-86331-120-9

April 2013

ISBN: 978-3-86331-120-9
144 Seiten, 16,00 Euro

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Markus Roth · Annalena Schmidt

Judenmord in Ostrów Mazowiecka
Tat und Ahndung

Der Massenmord deutscher Polizisten, SS-Männer, Soldaten und ihrer Helfer an der Zivilbevölkerung im besetzten Osteuropa begann nicht erst im Sommer 1941. Bereits im November 1939 töteten deutsche Polizisten aus Gießen und Saarbrücken im nordostpolnischen Ostrów Mazowiecka erstmals unterschiedslos alle jüdischen Männer, Frauen und Kinder der Stadt. Markus Roth und Annalena Schmidt erzählen die Geschichte dieses nahezu vergessenen Verbrechens und der unzureichenden Anstrengungen der bundesdeutschen Justiz, den Massenmord zu sühnen.

ZeitgeschichteN

Band 10

978-3-86331-123-0

April 2013

ISBN: 978-3-86331-123-0
188 Seiten, 19,00 Euro

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Hartmut Koschyk · Matthias Petschke · Karl-Peter Schackmann-Fallis (Hrsg.)
im Auftrag der Deutschen Gesellschaft e. V.

10 Jahre Euro – was nun?
Ein studentischer Ideenwettbewerb

Am 1. Januar 2002 konnten mehr als 300 Millionen Menschen zum ersten Mal Euro-Scheine in den Händen halten. Die Begeisterung war groß. Wie ist die Stimmung zehn Jahre später? Die Deutsche Gesellschaft e. V. schrieb im Jahr 2012 einen Wettbewerb zum Thema „10 Jahre Euro – was nun?“ aus. Studierende aller Fachrichtungen wurden aufgerufen, ihre Ideen und Visionen zur Zukunft des Euro einzubringen. Die besten Beiträge finden sich in vorliegender Publikation.

978-3-86331-104-9

April 2013

ISBN: 978-3-86331-104-9
280 Seiten, 19,00 Euro

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Anne Klein (Hrsg.) unter Mitarbeit von Judith Weißhaar

Der Lischka-Prozess
Eine jüdisch-französisch-deutsche Erinnerungsgeschichte

Ein BilderLeseBuch

Am 29. Januar 1980 wurden Kurt Lischka, Herbert Hagen und Ernst Heinrichsohn vom Kölner Landgericht wegen der Deportation von 75 000 Juden aus Frankreich in die nationalsozialistischen Vernichtungslager zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Mehr als zehn Jahre zuvor hatten Serge und Beate Klarsfeld begonnen, zusammen mit den Fils et Filles des Déportés Juifs de France um die juristische Anerkennung der Shoah in Frankreich in der Bundesrepublik zu kämpfen. Die jüdischen Überlebenden, die mit dem Selbstbewusstsein der französischen Juden in die Bundesrepublik kamen, leiteten mit ihren offensiven Aktionen einen Paradigmenwechsel in der bundesrepublikanischen Erinnerungskultur ein.
Das multiperspektivisch und interdisziplinär angelegte BilderLeseBuch mit Hintergrundbeiträgen, Zeitzeugengesprächen und zahlreichen Fotos rekonstruiert kaleidoskopartig diese jüdisch-französisch-deutsche Beziehungsgeschichte der 1970er-Jahre.

978-3-86331-118-6

April 2013

ISBN: 978-3-86331-118-6
382 Seiten, 24,00 Euro

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Matthias Steinbach · Michael Ploenus (Hrsg.)
unter Mitarbeit von Benedikt Einert

Prüfstein Marx
Zu Edition und Rezeption eines Klassikers

Marx ist en vogue und wird angesichts globaler Krisen wieder als potenzieller Problemlöser befragt. Dagegen plädieren die Herausgeber dafür, Marx und den Marxismus in seiner Vielgestaltigkeit historisch-kritisch zu lesen und mithin sine ira et studio zu erforschen. Jenseits ideologischer Grabenkämpfe geht es um den unverstellten Blick auf einen großen Denker und dessen Nachhall in Wissenschaft und Gesellschaft des 20. und 21. Jahrhunderts. Der vorliegende Band vereint Beiträge, die der Editions- und Rezeptionsgeschichte nachspüren – und Marx gleichsam als intellektuellen Prüfstein begreifen.

978-3-86331-096-7

März 2013

ISBN: 978-3-86331-096-7
371 Seiten, 24,00 Euro

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Gunter Lange

Siegfried Aufhäuser (1884–1969)
Ein Leben für die Angestelltenbewegung

Eine Biografie

Reihe Gewerkschafter im Nationalsozialismus.
Verfolgung – Widerstand – Emigration, Band 5

Als Hilfskräfte der Meister und Prinzipale haben Arbeiter und Angestellte gleiche historische Wurzeln; für Siegfried Aufhäuser ein Zeichen, dass beide Lohnabhängige sind. Als Gewerkschafter und Sozialdemokrat prägte er ein halbes Jahrhundert die deutsche Angestelltenbewegung, bündelte Verbände gegen ein berufsständisches Lager. Als Fabrikantensohn geboren, als Gewerkschafter Sozialist aus Überzeugung, als Parlamentarier leidenschaftlicher Demokrat, als Jude von Antisemiten angefeindet und von den Nazis ins Exil getrieben, verkörpert er einen außergewöhnlichen Lebensweg.

978-3-86331-105-6

März 2013

ISBN: 978-3-86331-105-6
144 Seiten, 19,00 Euro

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Ramona Saavedra Santis

Im Auftrag der Erinnerung


Reihe Forschungsbeiträge und Materialien
der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 9

Antonina Nikiforova war eine der großen Chronistinnen des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück. Während ihrer Haft im Lager musste die sowjetische Militärärztin als Pathologin im Krankenrevier arbeiten. Nach ihrer Befreiung veröffentlichte sie das erste Buch über das Frauen-KZ in der Sowjetunion und baute ein umfangreiches Archiv zur Geschichte des Lagers auf. Ramona Saavedra Santis hat den Bestand erschlossen und präsentiert mit dem vorliegenden Band Auszüge des Nachlasses. Überdies vermittelt sie Erfahrungen der bis heute in Forschung und Öffentlichkeit wenig wahrgenommenen Gruppe der sowjetischen Häftlinge und die Bedeutung des Frauen-KZ in der sowjetischen und russischen Erinnerungskultur.

978-3-86331-083-7

März 2013

ISBN: 978-3-86331-083-7
432 Seiten, 29,90 Euro

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Alfons Adam

„Die Arbeiterfrage soll mit Hilfe von KZ-Häftlingen gelöst werden“
Zwangsarbeit in KZ-Außenlagern auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik

Die vorliegende Studie vergleicht erstmals die 38 Außenlager der Stammlager Flossenbürg, Groß-Rosen und Auschwitz, die sich auf dem auf dem Gebiet der  heutigen Tschechischen Republik befanden. Die Sklavenarbeit in diesen KZ-Außenlagern stand am Ende einer langen Entwicklung unterschiedlicher Formen von Zwangsarbeit sowohl im Sudetengau als auch im Protektorat. Der Zwangsarbeit vorangegangen waren die „Arisierung“ jüdischer Unternehmen, der Aufbau der Rüstungswirtschaft, regionalspezifische Phänomene wie die „SS-Organisation Schmelt“ und die Verlagerung der deutschen Kriegswirtschaft in weniger bombengefährdete Gebiete am Ende des Zweiten Weltkriegs.

978-3-86331-117-9

März 2013

ISBN: 978-3-86331-117-9
192 Seiten, 16,00 Euro

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Irene von Götz · Petra Zwaka (Hrsg.)

SA-Gefängnis Papestraße
Ein frühes Konzentrationslager in Berlin

Herausgegeben im Auftrag des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg

Der Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße ist der einzige historische Ort des frühen NS-Terrors in Berlin, in dem sich noch Spuren aus dem Jahr 1933 finden lassen. In dem Gebäude befand sich von März bis Dezember 1933 ein frühes Konzentrationslager unter Führung der SA. Die verantwortlichen SA-Männer inhaftierten, verhörten und folterten hier vor allem politisch Andersdenkende, Juden und andere vom NS-Regime Verfolgte. Rund 30 Menschen kamen während der Haft ums Leben oder starben an deren unmittelbaren Folgen.
Der Katalog dokumentiert die Ausstellung mit allen Texten und Abbildungen.

978-3-86331-090-5

März 2013

ISBN: 978-3-86331-090-5
359 Seiten, 24,00 Euro

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Alexander Vatlin

„Was für ein Teufelspack“
Die Deutsche Operation des NKWD in Moskau und im Moskauer Gebiet 1936 bis 1941

Aus dem Russischen von Wladislaw Hedeler

Auf der Grundlage von über 700 im Staatsarchiv der Russischen Föderation aufbewahrten Strafakten stellt der Moskauer Historiker Alexander Vatlin Verlauf und Auswirkung der „Deutschen Operation“ des NKWD in Moskau und dem Moskauer Gebiet dar. Mit ihr begann 1937 der „Große Terror“, der nach dem Überfall der Wehrmacht auf die UdSSR eine Neuauflage erlebte. Alexander Vatlin hat die Geheimdienstaktion zur Bekämpfung der „hinterlistigen Machenschaften der ausländischen Spione“ akribisch recherchiert und dabei zahlreiche Einzelschicksale von Politemigranten und Facharbeitern sowie ihren Familienangehörigen dokumentiert.

978-3-86331-078-3

März 2013

ISBN: 978-3-86331-078-3
303 Seiten, 22,00 Euro

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Jürgen Kolk

Mit dem Symbol des Fackelreiters
WALTER HAMMER (1888–1966)
Verleger der Jugendbewegung – Pionier der Widerstandsforschung

Mit einem Vorwort von Peter Steinbach

Als Publizist gehörte Walter Hammer zu den Visionären der Freideutschen Jugendbewegung. Unter seiner Federführung erschienen in der Weimarer Republik die Zeitschrift „Junge Menschen“ und die politischen Bücher des Fackelreiter-Verlages. Zeitlebens sensibel und verletzlich, in der Sache aber streitbar und verantwortungsbewusst, war er der geborene Redakteur. Als die Weimarer Demokratie scheiterte, folgten für ihn Jahre der Entwurzelung, Haft und Emigration. Er überlebte die Verfolgung. Hammers empirische Zeitgeschichtsforschung nach 1945 gilt heute als Pionierarbeit einer integralen Widerstandsgeschichte.

978-3-86331-077-6

März 2013

ISBN: 978-3-86331-077-6
294 Seiten, 24,00 Euro

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Grit Philipp

Erika Buchmann (1902–1971)
Kommunistin, Politikerin, KZ-Überlebende


Reihe Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 7

Erika Buchmann erlebte fünf politische Systeme: in jungen Jahren das Kaiserreich, mit der Weimarer Republik die erste deutsche Demokratie, dann die nationalsozialistische Diktatur, gegen die sie kämpfte und als deren Verfolgte sie im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert war. Nach Kriegsende wählte sie zunächst die Bundesrepublik Deutschland, 1956 siedelte die überzeugte Kommunistin in die DDR über. Oft geriet sie in Konflikte – mit der Partei, aber auch mit ihrer Rolle als Frau. Grit Philipp zeichnet Erika Buchmanns Leben als Verfolgte, politische Aktivistin wie auch als Ehefrau und Mutter nach.

978-3-86331-043-1

März 2013

ISBN: 978-3-86331-043-1
296 Seiten, 19,00 Euro

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Amadeu Antonio Stiftung · Heike Radvan (Hrsg.)

Gender und Rechtsextremismusprävention

Der Sammelband geht der Frage nach, was aus Genderperspektive gegen Rechtsextremismus getan werden kann. Gender ist eine relevante Analysekategorie, um den Strukturen im modernen Rechtsextremismus nachzuspüren; sie ist aber auch für die präventive Arbeit von Relevanz. Sucht man im wissenschaftlichen Fachdiskurs und in der Projektpraxis nach Antworten, zeigt sich jedoch, dass bislang kaum Veröffentlichungen und Praxiserfahrungen vorliegen, in denen geschlechterreflektierende Ansätze mit der Arbeit gegen Rechtsextremismus zusammengedacht werden.

978-3-86331-107-0

Februar 2013

ISBN: 978-3-86331-107-0
240 Seiten, 19,00 Euro

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Berthold Winter

Schwierige Rückkehr
Das Schicksal einer jüdischen Berliner Buchhändlerfamilie

Mit einem Geleitwort von Norbert Kampe

Berthold Winter, geboren 1921 in Berlin und hier aufgewachsen als einziges Kind religiös liberaler jüdischer Eltern, erzählt in diesen Erinnerungen die Geschichte vom glücklichen Leben und gefahrvollen Überleben, von Verlust und Schmerz, Emigration und schließlich von der Rückkehr in seine Heimatstadt, die Remigranten wie ihn nicht gerade mit offenen Armen wieder aufzunehmen bereit war. Es gelingt ihm dabei, zwei Erzählebenen abwechselnd zu trennen und zu verbinden: die kindliche, fragende, staunende Ebene im Versuch, die Welt der Erwachsenen und auch die fatale Politik zu verstehen; die erwachsene Ebene der reifen Persönlichkeit eines älteren Menschen, der viele Dokumente heranholt, um sich mit deren Hilfe zu erinnern, was geschehen ist und in welcher historischen Konstellation das eigene Schicksal zum Teil eines Generationenschicksals jüdischer Deutscher wurde.
Aus dem Geleitwort von Dr. Norbert Kampe

978-3-86331-110-0

Februar 2013

ISBN: 978-3-86331-110-0
296 Seiten, 19, 00 Euro

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Wolfgang Benz (Hrsg.)

Ein Kampf um Deutungshoheit

Politik, Opferinteressen und historische Forschung

Als die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam im April 2012 unter Beteiligung hochrangiger Politiker eröffnet wurde, hatten die heftigen Auseinandersetzungen einen vorläufigen Höhepunkt erreicht: Ehemalige Häftlinge und Vertreter von Opferverbänden nannten das Haus ein KGB-Museum, das den Tätern huldige und die Opfer missachte. Sie protestierten massiv, lautstark und medienwirksam gegen die Ausstellung und die Gedenkstättenleitung.
Auseinandersetzungen um die „richtige“ Aufarbeitung der SBZ/DDR-Vergangenheit sind nicht neu. Kontroversen um Darstellung und Deutung von Leid und Verbrechen, um die Gewichtung von Nationalsozialismus und Kommunismus haben den Aufbau aller SBZ/DDR-Gedenkstätten begleitet. Die Hintergründe dieser Konflikte offenzulegen ist das Ziel des Bandes.

978-3-86331-108-7

Februar 2013

ISBN: 978-3-86331-108-7
408 Seiten, 29,90 Euro

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Izabela A. Dahl

Ausschluss und Zugehörigkeit
Polnische jüdische Zwangsmigration in Schweden nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg und noch einmal forciert durch die antisemitische Kampagne 1968 in Polen verließen viele Jüd_innen das Land. Ein wichtiges Aufnahmeland war Schweden. Izabela A. Dahl analysiert in ihrer historisch-kulturwissenschaftlichen Studie die politischen und kulturellen Verhältnisse der Jahre 1945–1946 und 1968–1972 im Herkunfts- wie auch im Aufnahmeland. Im Zentrum der Arbeit stehen die Identitätskonstruktionen der polnischen jüdischen Zwangsmigrant_innen im Schweden der Nachkriegszeit und die Frage, inwiefern die jeweiligen historischen Umstände die Konstruktion von Identität beeinflussen und verändern. Dabei untersucht die Autorin, wie der historische Kontext, der zur Migration der polnischen Jüd_innen geführt hat, in der Forschung, in den Medien und in den Institutionen verhandelt wird. Die Studie basiert auf umfangreichen Archiv- und Presserecherchen sowie Interviews mit Zwangsmigrierten und gibt neue Einblicke in polnisch-jüdische, schwedisch-jüdische und schwedisch-polnische Beziehungen nach 1945.

978-3-86331-106-3

Januar 2013

ISBN: 978-3-86331-106-3
216 Seiten, 19,– Euro

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Rainer Faupel

Berlin Jenaer Straße 7:
Zwei von sechs Millionen

Zur Erinnerung an Albert und Minna Neuburger

Als Schriftsteller und Journalisten haben Albert und Minna Neuburger wichtige Beiträge zu Kultur und Gesellschaft ihrer Zeit geleistet. Durch die judenfeindlichen Diskriminierungen der Nationalsozialisten wurde ihr Lebenskonzept als Intellektuelle und Teil des deutschen Bürgertums lange vor ihrem elenden Tod zerstört.
Minna Neuburger hat ein beliebtes hauswirtschaftliches Handbuch herausgegeben. Albert Neuburger hat als Autor unverändert lesenswerter Bücher naturwissenschaftlich-technischen Inhalts und als Technikjournalist großen Erfolg gehabt. Auf der Höhe ihres Schaffens sind sie ausgegrenzt und stigmatisiert worden. Finanziell ausgeplündert und um ihren Lebenserfolg gebracht, wurden sie schließlich von den Vollstreckern der „Endlösung“ aus ihrer Wohnung vertrieben und in den Tod nach Theresienstadt deportiert.
Die Schilderung des Schicksals dieses Paares stellt das individuelle Grauen in den Vordergrund und lässt so das bloß allgemeine Wissen um die Verfolgung der Juden seine Abstraktheit verlieren.
Die Analyse des mühseligen Entschädigungs- und Wiedergutmachungsverfahrens benennt die großen inhaltlichen und verfahrensmäßigen Probleme des Projekts Wiedergutmachung.

978-3-86331-079-0

Januar 2013

ISBN: 978-3-86331-079-0
392 Seiten, 24,– Euro


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Robert Kuwalek

Das Vernichtungslager Belzec

Aus dem Polnischen übersetzt von Steffen Hänschen
Lizenzgeber und Rechteinhaber: Staatliches Museum Majdanek

Nachdem die NS-Führung im Herbst 1941 die Ermordung aller in ihrem Machtbereich lebenden Juden beschlossen hatte, wurde im November 1941 im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ mit dem Bau der drei Vernichtungslager Belzec, Sobibór und Treblinka begonnen.
In Belzec, dem ersten der drei Vernichtungslager, fielen annähernd 500000 Menschen den Mordaktionen zum Opfer. Robert Kuwalek zeichnet die Entscheidungsprozesse, die zur Errichtung des Lagers führten, sowie die Deportationen aus den Distrikten Galizien, Krakau und Lublin in das Lager Belzec nach. Er befasst sich mit dem Ablauf der Vernichtung, der ausweglosen Situation der Opfer und dem Handeln der Täter und ihrer Helfer.

978-3-86331-099-8

Januar 2013

ISBN: 978-3-86331-099-8
230 Seiten, 19,00 Euro


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Ulrike Pastoor · Oliver von Wrochem (Hrsg.)

NS-Geschichte, Institutionen, Menschenrechte

Reihe Neuengammer Kolloquien, Band 3

Der dritte Band der Neuengammer Kolloquien widmet sich der Verbindung von historischem Lernen und Menschenrechtsbildung in der Arbeit zu Berufsgruppen im Nationalsozialismus, mit dem Schwerpunkt auf Polizei, Justiz und Verwaltung. Im ersten Teil präsentieren wissenschaftliche Beiträge aktuelle Forschungen und Fragestellungen in diesem neuen Themenfeld. Im zweiten Teil werden innovative Bildungsbausteine vorgestellt, die in einem zweieinhalbjährigen Projekt an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme entwickelt wurden. Eine DVD mit ausgewählten Seminarmaterialien ergänzt die Publikation.

978-3-86331-109-4

Dezember 2012

ISBN: 978-3-86331-109-4
312 Seiten, 39,90 Euro


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Stephan Nitsch

Ganz einfach fliegen
Die Geschichte der Drachenflieger und Gleitschirme

Ergänzt und herausgegeben von Claus Gerhard

Ganz einfach fliegen – mit diesem Titel trifft Stephan Nitsch den Wunsch vieler Menschen. Die knappen, informativen Texte und Hunderte von Abbildungen, überwiegend in Farbe, beschreiben die zahllosen Experimente derjenigen, die seit jeher an die Machbarkeit des Menschenfluges glauben und deren Erfindungen die Luftfahrt bis heute bereichern. Nitsch spannt dabei den Bogen von Da Vincis Flügel-Skizzen über die Hängegleiter Lilienthals zu den modernen Drachen und Gleitschirmen mit ihren beeindruckenden Möglichkeiten. Die Geschichte der motorlosen Gleitflieger zusammenhängend und kurzweilig dargestellt zu haben, ist das Verdienst des 2008 verstorbenen Autors, dessen Manuskript nun als Buch vorliegt.

978-3-86331-100-1

Dezember 2012

ISBN: 978-3-86331-100-1
535 Seiten, 24,– Euro


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Margherita Carbonaro

La vita è qui · Das Leben ist hier
Wolfsburg, una storia italiana · Wolfsburg, eine italienische Geschichte

Das Leben spricht in Wolfsburg auch Italienisch. Überall in der Stadt hört man die Sprache, denn seit über fünfzig Jahren gehören die Italiener zu Wolfsburg und haben dessen Geschichte mitgeprägt. Es ist das Leben jener, die hierhergekommen sind, und ihrer Kinder und Enkelkinder, das in diesem Buch in vielen kleinen authentischen Erzählungen beschrieben wird. Geschichten aus dem wirklichen Leben, erzählt mit der Fantasie der Erinnerung.

978-3-86331-091-2

Dezember 2012

ISBN: 978-3-86331-091-2
448 Seiten, 21,– Euro


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Jahrbuch für Antisemitismusforschung 21

Herausgegeben von Stefanie Schüler-Springorum

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung. Es ist fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet und veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik und zum Holocaust, zu Emigration und Exil, Rechtsextremismus, Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils. Schwerpunktthema von Band 21 ist Litauen.

978-3-86331-103-2

Dezember 2012

ISBN: 978-3-86331-103-2
64 Seiten, 9,– Euro


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Stefanie Endlich · Heike Ponwitz

„… das grauenvollste Kapitel in der Geschichte des Lagers“
Der Massenmord an sowjetischen Kriegsgefangenen im Konzentrationslager Sachsenhausen
Ein Kunstwerk erinnert

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 40

Im Herbst 1941 wurden innerhalb von zehn Wochen mehr als zehntausend sowjetische Kriegsgefangene in einer „Genickschuss-Baracke“ des KZ Sachsenhausen ermordet. Weitere dreitausend starben bereits auf dem Transport oder im Lager.
Am 70. Jahrestag der Massenmorde veranstaltete die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten eine Gedenkfeier am authentischen Ort. Die Publikation gibt Auskunft über das historische Geschehen und über die Entstehung eines Kunstwerks, das für diesen Anlass geschaffen wurde.

978-3-86331-102-5

Dezember 2012

ISBN: 978-3-86331-102-5
207 Seiten, 19,– Euro


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Krzysztof Wojciechowski (Hrsg.)

Andersdenkende
Oppositionelle aus dem Raum Frankfurt (Oder) – Gorzów Wielkopolski berichten

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 2

Dreizehn polnische und ostdeutsche Dissidenten geben konkrete Einblicke in ihre Lebenswelt unter der kommunistischen Diktatur. Sie beschreiben die oft beschwerlichen Wege vom Arrangement über die Abkehr bis hin zum Widerstand. Zur Sprache kommen die Unterschiede des oppositionellen Daseins in Polen und in der DDR, die mit der jeweiligen Geschichte und Tradition in beiden Ländern, aber auch mit den spezifischen politischen Rahmenbedingungen verbunden sind. Mit den Interviews sind hervorragende Zeitdokumente entstanden, die jene geistigen und moralischen Ressourcen vermitteln können, aus denen die Kraft erwuchs, ein hoch gerüstetes politisches System zu Fall zu bringen.

978-3-86331-112-4

Dezember 2012

ISBN: 978-3-86331-112-4
152 Seiten, 16,– Euro


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Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur,
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt (Hrsg.)

Es ist noch lange nicht vorbei
Erinnerungen und die Herausforderungen bei der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit

Bearbeitet von Annegret Stephan und Daniel Bohse

Der an die Tagung „Trauma, Erinnerung und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Folgen politischer Gewalt“ anknüpfende Band spannt einen Bogen von der Einordnung der Erinnerung an die DDR in die deutsche und europäische Erinnerungskultur über das Spezifische des Erinnerns an Repressionserfahrungen, von Problemen ehemals politisch Verfolgter bei ihrem Ringen um die Anerkennung von Haftfolgeschäden über Auswirkungen politischer Traumatisierung auf die Zweite Generation bis hin zu den Ergebnissen der gesellschaftlichen Aufarbeitung des SED-Unrechts.

978-3-86331-097-4

Dezember 2012

ISBN: 978-3-86331-097-4
168 Seiten, 19,– Euro


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Uta George · Susanne Göbel · Stefan Göthling · Astrid Ley (Hrsg.)

Die Tötungs-Anstalt Brandenburg 1940:
Behinderte Menschen wurden ermordet

Texte in Leichter Sprache

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 36

Die „Euthanasie-Anstalt“ Brandenburg war eine der ersten Tötungseinrichtungen der „Aktion T4“. Hier begann der Massenmord durch Giftgas, der seine Fortsetzung im Genozid an den europäischen Juden fand. Bis zur Schließung der Anstalt Ende Oktober 1940 wurden dort mehr als 9000 Menschen aus psychiatrischen Krankenhäusern des nord- und mitteldeutschen Raums ermordet. Der Katalog erzählt die Geschichte der Tötungsanstalt in der Stadt Brandenburg an der Havel in Leichter Sprache.

978-3-86331-113-1

Dezember 2012

ISBN: 978-3-86331-113-1
128 Seiten, 19,– Euro


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Daniela Mihok

Seitenblicke
Max Uhles Fotografien aus Peru

Max Uhle, Pionier der Archäologie und Altamerikanistik, begann Ende des 19. Jahrhunderts seine bahnbrechenden Forschungen in Südamerika. Der überwiegende Teil seines Nachlasses befindet sich im Ibero-Amerikanischen Institut in Berlin und umfasst neben seiner wissenschaftlichen Arbeit auch zahlreiche Fotografien. Der vorliegende Band gibt zum ersten Mal Einblick in die Fotografiesammlung, in der Momente aus dem Alltag der indigenen Bevölkerung Perus wiedergegeben werden. Max Uhles beeindruckende „Seitenblicke“ dokumentieren neben Darstellungen aus dem Arbeitsleben das religiöse und gesellschaftliche Leben um die Jahrhundertwende.

978-3-86331-098-1

November 2012

ISBN: 978-3-86331-098-1
285 Seiten, 19,– Euro


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Johannes Heil · Stephan J. Kramer (Hrsg.)

Beschneidung: Das Zeichen des Bundes in der Kritik
Zur Debatte um das Kölner Urteil

Das Kölner Landgerichtsurteil vom Mai 2012 zur Beschneidung hat heftige Kritik hervorgerufen. Es reduziert Religion auf eine Angelegenheit des Strafrechts und kriminalisiert in seiner Konsequenz eine elementare rituelle Praxis von Juden und Muslimen. Die Autorinnen und Autoren des Bandes wollen aus interdisziplinärer Perspektive einen Debattenbeitrag leisten und um Verständnis für eine Tradition werben, die für Juden und Muslime unverhandelbar ist.

978-3-86331-092-9

November 2012

ISBN: 978-3-86331-092-9
287 Seiten, 24,– Euro


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Jacek Cygan

Der letzte Klezmer
Das Leben des Leopold Kozlowski-Kleinman

Jacek Cygan erzählt die ebenso erschütternde wie Mut machende Geschichte des Musikers Leopold Kozlowski-Kleinman, der nicht nur in Polen eine Legende ist. Wo immer der heute 89-Jährige auftritt, füllt er Konzertsäle. In Polen ist er berühmt als der „letzte Klezmer Galiziens“ und Begründer des weltbekannten Festivals in Krakau. Der aus einer Familie von traditionellen Klezmorim stammende Kleinman hat als Einziger seiner Familie den Massenmord der Nationalsozialisten überlebt.

978-3-86331-101-8

November 2012

ISBN: 978-3-86331-101-8
204 Seiten, 19,– Euro


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Jeannette Madarász-Lebenhagen (Hrsg.)

Alltag im ostdeutschen Premnitz
Mit 100 Kalenderblättern (1982–1984) von Hubert Biebl

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 1

Kalenderblätter, Büttenreden und Erinnerungen aus der brandenburgischen Kleinstadt Premnitz veranschaulichen den sozialistischen Alltag in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Ergänzende Dokumente und ausgewählte Fotografien zu Premnitz und dem örtlichen Chemiefaserwerk gewähren überraschende Einblicke in die Lebens- und Arbeitssituation in der ostdeutschen Provinz in den 1970er- und 1980er-Jahren.

978-3-86331-062-2

November 2012

ISBN: 978-3-86331-062-2
304 Seiten, 19,00 Euro

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Stefan Heinz · Siegfried Mielke (Hrsg.)

Funktionäre des Einheitsverbandes der
Metallarbeiter Berlins im NS-Staat

Widerstand und Verfolgung

Reihe Gewerkschafter im Nationalsozialismus.
Verfolgung – Widerstand – Emigration, Band 2

Der Einheitsverband der Metallarbeiter Berlins, 1930 als erster „roter Verband“ der Revolutionären Gewerkschafts-Opposition gegründet, ging zu Beginn des NS-Regimes in die Illegalität. Der Verband baute eine mehrere Hundert Mitglieder umfassende Widerstandsgruppe auf, die zeitweise eine von der KPD-Führung unabhängige Gewerkschaftspolitik betrieb und sich von ehemaligen freigewerkschaftlichen Funktionären nachdrücklich abgrenzte. Die vorliegende Studie porträtiert die Träger dieser kommunistischen Gewerkschaftsgruppe und belegt deren umfangreiche illegale Aktivitäten in den Jahren zwischen 1933 und 1935. Darüber hinaus wird der Lebensweg von Funktionären dargestellt, die sich für andere Wege im Widerstand entschieden.

978-3-86331-082-0

November 2012

ISBN: 978-3-86331-082-0
392 Seiten, 24,00 Euro

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Tim Buchen

Antisemitismus in Galizien
Agitation, Gewalt und Politik gegen Juden in der Habsburgermonarchie um 1900

Reihe Studien zum Antisemitismus in Europa, Bd. 3

Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts veränderte sich mit den rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen der Diskurs der „jüdischen Frage“ auch im habsburgischen Kronland Galizien grundlegend. Klerikale und populistische Politiker traten als neue Akteure auf und propagierten die Abkehr von der Assimilation und Zivilisierung der Juden. Sie nahmen die christlichen Wähler in die Pflicht, Juden aus dem sozialen und ökonomischen Leben auszuschließen. Als im Sommer 1898 eine antijüdische Gewaltwelle das Land erschütterte, wurden die Ereignisse Teil antisemitischer Politik im Wiener Reichsrat.
Die Studie geht dem Zusammenwirken von Agitation, Gewalt und Politik gegen Juden an der Peripherie der Donaumonarchie nach und zeigt in dichten Beschreibungen die Funktionen und Grenzen von Propaganda, Gerüchten und Massenmedien. Sie erklärt die Bedeutung von Antisemitismus für die Politik und das Zusammenleben von Christen und Juden am Vorabend des Ersten Weltkriegs.

Die Studie wurde ausgezeichnet mit dem Wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen 2011 und dem Immanuel-Kant-Forschungspreis des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien 2012.

978-3-86331-076-9

November 2012

ISBN: 978-3-86331-076-9
304 Seiten, 24,– Euro


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Hannes Ludyga

Das Oberlandesgericht München
zwischen 1933 und 1945


Die Studie über die Geschichte des Oberlandesgerichts München im Nationalsozialismus steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Themenkomplexen der nationalsozialistischen Verfolgung und „Rassenpolitik“ sowie des Widerstands gegen das Regime. Analysiert wird die Rechtsprechung des Oberlandesgerichts im Zivil- und Strafrecht. Den Schwerpunkt der Untersuchung bilden das Familien- und Erbrecht, Hochverrats- und Landesverratsprozesse, Verfahren wegen „Wehrkraftzersetzung“ und „Feindbegünstigung“ sowie die Erbgesundheits- und Erbhofgerichtsbarkeit. Des Weiteren gilt der personellen Zusammensetzung des Oberlandesgerichts München in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur besondere Aufmerksamkeit.

978-3-86331-081-3

November 2012

ISBN: 978-3-86331-081-3
400 Seiten, 24,– Euro


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Chantal Catherine Michel

Das Jiddische Kino

Aufstiegsinszenierungen zwischen Schtetl und American Dream

Zwischen 1911 und 1950 entstanden in Europa und in den USA Filme, die sich gezielt an ein osteuropäisch-jüdisches Publikum wandten. Inhaltlich griff dieses Jiddische Kino häufig eine Frage auf, die seine Zuschauer im Kontext der Migration in die USA bewegte: die Vereinbarkeit von osteuropäisch-jüdischer Identität mit dem Streben nach dem American Dream. Mittels Film-analysen zeigt und diskutiert die Autorin, wie das Jiddische Kino sozialen Aufstieg thematisiert und ob und wie dabei die Gegenpole yidishkayt und Assimilation miteinander vereint werden.

978-3-86331-089-9

November 2012

ISBN: 978-3-86331-089-9
192 Seiten, 19,– Euro


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Hans Frankenthal

Verweigerte Rückkehr
Erfahrungen nach dem Judenmord

Als Hans Frankenthal im Sommer 1945 als Neunzehnjähriger nach Schmallenberg zurückkehrte, blickte er auf eine geraubte Jugend zurück. Der Sohn eines jüdischen Viehhändlers war mit seiner Familie nach Auschwitz deportiert worden. Seine Eltern wurden direkt nach der Ankunft ermordet. Hans und sein Bruder Ernst wurden als Zwangsarbeiter beim Aufbau des Buna-Werkes der I. G. Farben in Monowitz und in den unterirdischen Fabriken bei der V-2-Raketenproduktion im KZ-Dora-Mittelbau eingesetzt. Nach der Befreiung in Theresienstadt kehrte Hans Frankenthal in seine Heimatgemeinde zurück. Er musste die schmerzliche Erfahrung machen, dass niemand sich für seine Geschichte und die Verfolgung und Ermordung der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus interessierte.


Die 1999 erschienene Erstausgabe von Hans Frankenthals Biografie „Verweigerte Rückkehr“ enthielt ein Begriffsglossar und einen Plan des Konzentrationslagers Auschwitz-Monowitz. Sowohl der Lagerplan als auch das Glossar – um neue Stichworte ergänzt – sind in der Neuauflage nicht mehr Teil der Buchausgabe, sondern hier als kostenloser Download verfügbar.

Bibliothek der
Erinnerung


Band 23



Glossar
zur Biografie
Verweigerte Rückkehr
Download
(pdf, ca. 1,4 MB)

978-3-86331-087-5

Juli 2012

ISBN: 978-3-86331-087-5
412 Seiten, 24,– Euro


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Hannes Heer · Jürgen Kesting · Peter Schmidt

Verstummte Stimmen

Die Bayreuther Festspiele und die „Juden“ 1876 bis 1945

Begleitband zur Ausstellung im Festspielpark Bayreuth und in der Ausstellungshalle Neues Rathaus Bayreuth, 22. Juli bis 14. Oktober 2012

Die erstmals 2006 in Hamburg gezeigte Wanderausstellung „Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der ‚Juden‘ aus der Oper 1933 bis 1945“ widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel der Nazizeit – der „Säuberung“ der deutschen Opernhäuser. Die aus einem überregionalen und einem jeweils neu recherchierten lokalen Teil bestehende Ausstellung erzählt das Schicksal von 44 prominenten Komponisten, Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik der Nationalsozialisten wurden, darunter Arnold Schönberg, Kurt Weill, Otto Klemperer, Bruno Walter, Gitta Alpár, Delia Reinhardt, Lotte Schöne, Richard Tauber, Joseph Schmidt und Friedrich Schorr.

Die lokale Fallstudie „Die Bayreuther Festspiele und die ‚Juden‘ 1876 bis 1945“ behandelt drei bisher nicht untersuchte Themen: den Missbrauch der Festspiele als Mittel der antisemitisch deutsch-nationalen Mobilisierung, die lange vor 1933 praktizierte Diffamierung und Ausgrenzung „jüdischer“ Künstler und die Schicksale derjenigen, die in Bayreuth auftraten und dann zu Opfern des NS-Regimes wurden. Die Biografien von 29 dieser in der Ära Cosima und Siegfried Wagner Diffamierten sowie die Schicksale der 53 im Dritten Reich Verfolgten – darunter die von 12 Ermordeten – werden ausführlich erinnert.

978-3-86331-085-1

Juli 2012

ISBN: 978-3-86331-085-1
196 Seiten, 19,– Euro

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978-3-86331-086-8

Englische Ausgabe

ISBN: 978-3-86331-086-8
196 Seiten, 19,– Euro

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Astrid Ley · Annette Hinz-Wessels (Hrsg.)

Die Euthanasie-Anstalt Brandenburg an der Havel
Morde an Kranken und Behinderten im Nationalsozialismus

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 34

Die „Euthanasie-Anstalt“ Brandenburg war eine der ersten Tötungseinrichtungen der „Aktion T4“. Hier begann der Massenmord durch Giftgas, der seine Fortsetzung im Genozid an den europäischen Juden fand. Bis zur Schließung der Anstalt Ende Oktober 1940 wurden in Brandenburg an der Havel mehr als 9000 Menschen ermordet. Der Katalog, der die Dauerausstellung in der 2012 eröffneten Gedenkstätte dokumentiert, stellt die Geschichte der Tötungsanstalt, ihrer Opfer und Täter umfassend dar.





Englische Ausgabe:

Astrid Ley · Annette Hinz-Wessels (Ed.)

The “Euthanasia Institution” of Brandenburg an der Havel
Murder of the ill and handicapped during National Socialism

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 35

The “Euthanasia Institution” in Brandenburg was one of the first killing facilities of “Operation T4”. This is where the mass murder using noxious gas started; and the genocide of European Jews was a continuation of it. By the time the institution was closed down at the end of October 1940, more than 9,000 people from psychiatric hospitals from the northern and central regions had been murdered there.
The volume contains the texts and many objects of the permanent exhibition in the memorial opened in 2012. It documents in detail the history of the Brandenburg killing facility, as well as the connection between “Operation T4” and the Holocaust. A comprehensive scientific introduction by the editors informs about the newest research especially on the victims of the Brandenburg euthanasia centre and the chronology of the killings in this region.

978-3-86331-084-4

Juli 2012

ISBN: 978-3-86331-084-4
285 Seiten, 19,– Euro


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Meike Günther

Der Feind hat viele Geschlechter
Antisemitische Bilder von Körpern
Intersektionalität und historisch-politische Bildung

Die historisch-politische Bildungsarbeit zu den Themen Antisemitismus und Nationalsozialismus befindet sich im Umbruch und steht vor neuen Herausforderungen. Durch die zunehmende zeitliche Distanz zum historischen Geschehen müssen Inhalte und Formen der Vermittlung überdacht werden. Dabei nimmt die Bedeutung von Symbolen, Texten und Bildern zu, so auch die von antisemitischen Bildern des Körpers. Die Tatsache, dass sich diese Bilder von Körpern aus ganz unterschiedlichen Aspekten zusammensetzen, wird hier erstmals systematisch für die historisch-politische Bildungsarbeit, die sich intersektional orientiert und damit auch anderen Themen und Disziplinen öffnet, aufgeschlossen.

978-3-86331-075-2

Juli 2012

ISBN: 978-3-86331-075-2
159 Seiten, 16,– Euro


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Regina Weber

Rechtsextremistinnen
Zwischen Kindererziehung und nationalem Kampfauftrag

Bis zum Ende der 1990er-Jahre war das Engagement von Frauen im Rechtsextremismus nicht nur quantitativ gewachsen, auch die Rollen, die sie einnahmen, hatten sich erweitert. Nun deutet einiges darauf hin, dass es seitdem eine Art „Rollback“ gegeben hat. In dem Maße, wie die NPD zur hegemonialen Kraft in der rechtsextremen Szene wurde, scheint auch der Spielraum für Frauen dort wieder beschränkter zu werden.
Regina Weber untersucht am Beispiel der Deutschen Stimme, wie sich Frauen in der NPD und ihrem Umfeld artikulieren. Um zu überprüfen, welche Rollenbilder an den Nachwuchs vermittelt werden, betrachtet sie das Organ der neonazistischen und inzwischen verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend, den Funkenflug. Das Ergebnis bestätigt, dass die Rollenmuster und Handlungsfelder für Frauen in dieser Szene gegenüber den 1990er-Jahren enger geworden sind.

978-3-86331-071-4

Juli 2012

ISBN: 978-3-86331-071-4
352 Seiten, 24,– Euro


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Marija Vulesica

Die Formierung des politischen Antisemitismus in den Kronländern Kroatien-Slawonien 1879–1906

Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 2

Kroatien und Slawonien, Kronländer der Habsburgermonarchie, galten bisher als Region mit kaum ausgeprägtem Antisemitismus. Dagegen zeigt Marija Vulesica, dass der Antisemitismus auch in die kroatische politische Kultur Eingang gefunden hatte. Insbesondere die oppositionellen Parteien, die sich gegen die deutsche und ungarische Vormachtstellung in Kroatien-Slawonien richteten, machten Juden als deren Handlager aus. Antisemitismus war jedoch nicht nur ein Symptom nationaler, sondern ebenso sozialer Konflikte. Indem sie vor allem Zeitungen der Opposition auswertet, arbeitet die Autorin die Wirkmacht der transnationalen antisemitischen Bewegungen innerhalb der Habsburgermonarchie heraus.

978-3-86331-088-2

Juli 2012

ISBN: 978-3-86331-088-2
185 Seiten, 16,– Euro


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Christine Bartlitz · Edelgard Herfort

Mutterland
Minna Rattay (1902–1943) und ihre Töchter

Minna Rattay, Arbeiterin im Bremerhavener Fischereihafen, widersetzt sich schon 1933 der nationalsozialistischen Diktatur. Sie kann nicht gegen ihr Gewissen handeln, auch wenn sie Gefahr läuft, ihre Kinder zu verlieren. Aus der Perspektive ihrer zweitjüngsten Tochter Edelgard wird die Geschichte einer mutigen Widerstandkämpferin und ihrer fünf Töchter erzählt. Minna Rattay wurde 1939 zum wiederholten Mal verhaftet, nach Ravensbrück und schließlich nach Auschwitz deportiert, wo sie 1943 ums Leben kam. Ihre Töchter hat sie nicht mehr wiedergesehen.

978-3-86331-074-5

Mai 2012

ISBN: 978-3-86331-074-5
320 Seiten, 19,– Euro


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Marcus Böick · Anja Hertel · Franziska Kuschel (Hrsg.)

Aus einem Land vor unserer Zeit

Eine Lesereise durch die DDR-Geschichte

Mehr als 20 Jahre nach dem Ende der DDR begeben sich 25 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Teilen Deutschlands auf eine Entdeckungsreise in die Geschichte des untergegangenen Staates. In anschaulichen wie lebendigen Geschichten berichten sie über ihre historiografischen Streifzüge, die sie von der brandenburgischen Provinz bis nach Manhattan führen. Sie verfolgen Spuren der DDR von ihrer Gründung bis in die jüngste Gegenwart. Ihre Texte sollen anregen, weiterzulesen, sich zu erinnern und über die jüngste deutsche Vergangenheit zu diskutieren. Die Berichte spiegeln die Vielfalt an Themen, Perspektiven und Methoden, sich mit der DDR zu beschäftigen. Sie geben Einblicke in die Arbeiten einer jungen Forschergeneration, die aufgebrochen ist, ein „Land vor ihrer Zeit“ jenseits befestigter Pfade neu zu erkunden.

978-3-86331-069-1

Mai 2012

ISBN: 978-3-86331-069-1
192 Seiten, 19,00 Euro

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Armin Fuhrer

Tod in Davos
David Frankfurter und das Attentat auf Wilhelm Gustloff

Am 4. Februar 1936 erschoss der 26-jährige David Frankfurter den Chef der Auslandsorganisation der NSDAP in der Schweiz, Wilhelm Gustloff. Während der Schütze nach wenigen Jahren in Vergessenheit geriet, wurden dem „Blutzeugen der Bewegung“ weihevolle Ehrungen zuteil. Nach ihm benannten die Nationalsozialisten das KdF-„Traumschiff“, das im Januar 1945 vor der Küste Pommerns unterging. Der Band porträtiert die Protagonisten, schildert das Attentat und rekonstruiert den Prozess gegen den jungen Angeklagten, dessen Fall Parallelen zu dem des Herschel Grynszpan aufweist. Doch anders als bei diesem beschränkten sich die Nationalsozialisten im Jahr der Olympischen Spiele auf eine Propagandaschlacht.

ZeitgeschichteN

Band 9

978-3-86331-021-9

Mai 2012

ISBN: 978-3-86331-021-9
184 Seiten, 19,– Euro


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Phillip Wegehaupt

„Wir grüßen den Haß!“
Die ideologische Schulung und Ausrichtung der NSDAP-Funktionäre im Dritten Reich

Mit dem Begriff „weltanschauliche Schulungen“ bezeichneten die Nationalsozialisten parteiinterne Instruktions- und Indoktrinationsmaßnahmen. Tausende NSDAP-Funktionäre durchliefen zwischen 1933 und 1945 Lehrgänge, deren Ziel die Schaffung einer fanatischen, von der NS-Ideologie vollkommen überzeugten Führungselite war. Mithilfe dieser auf den Nationalsozialismus eingeschworenen „Garanten der Bewegung“ sollte dessen Herrschaft verteidigt und ausgebaut werden.
Phillip Wegehaupt widmet sich einem bisher kaum erforschten Gebiet der Geschichte des Dritten Reichs. Er beschreibt Aufbau und Funktionsweise des NSDAP-Schulungsapparats, analysiert Lehrpläne und Schulungsmaterial und geht der Frage nach, welche Funktion den Parteischulungen bei der ideologischen Vorbereitung des Holocaust zukam.

978-3-86331-022-6

Mai 2012

ISBN: 978-3-86331-022-6
472 Seiten, 29,– Euro


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Barbara Schäuble

„Anders als wir“
Differenzkonstruktionen und Alltagsantisemitismus unter Jugendlichen
Anregungen für die politische Bildung

Grundlage der Untersuchung über den Alltagsantisemitismus Jugendlicher sind Gruppendiskussionen in Schulen und in der Offenen Jugendarbeit. Barbara Schäuble fragt nach Formen, Relevanz und Veranlassungen antisemitischer Deutungen, die vom „nicht so gemeinten“ Schimpfwort über tradierte Muster bis hin zu ausgefeilten Argumentationen im Kontext geschlossener Weltanschauungen reichen.

978-3-86331-047-9

April 2012

ISBN: 978-3-86331-047-9
460 Seiten, 29,– Euro


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Tobias Kaiser · Heinz Mestrup (Hrsg.)

Politische Verfolgung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena von 1945 bis 1989
Wissenschaftliche Studien und persönliche Reflexionen zur Vergangenheitsklärung

Anlässlich der Feier ihres 450-jährigen Jubiläums im Jahr 2008 widmete sich die Universität Jena auch ihrer wechselvollen Geschichte im 20. Jahrhundert. Der Band basiert auf einer Tagung, die im Jubiläumsjahr zum Thema politische Verfolgung 1945–1989 stattfand. Er versammelt in Stil, Aufbau und Perspektive sehr unterschiedliche Beiträge. Ein Anliegen ist die Dokumentation des Schicksals der Betroffenen, die auch persönlich zu Wort kommen. Gleichzeitig liefert der Band einen Überblick über den Forschungsstand, stellt aktuelle Studien vor und zieht einen Vergleich mit anderen Hochschulen der DDR.

978-3-86331-060-8

April 2012

ISBN: 978-3-86331-060-8
360 Seiten, 24,– Euro


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Skandinavien im Zweiten Weltkrieg und die Rettungsaktion Weiße Busse
Ereignisse und Erinnerung

Herausgegeben im Auftrag der KZ-Gedenkstätte Neuengamme von Oliver von Wrochem unter Mitarbeit von Lars Jockheck

Reihe Neuengammer Kolloquien, Band 2

Mit dem zweiten Band der Neuengammer Kolloquien nimmt die KZ-Gedenkstätte Neuengamme die spezifische Situation Skandinaviens in den Kriegsjahren, Verfolgungsmaßnahmen der deutschen Besatzungsmacht und skandinavische Rettungsbemühungen in den Blick. Die wissenschaftlichen Beiträge und Zeitzeugenberichte geben Einsicht in die Situation in Dänemark und Norwegen während des Zweiten Weltkrieges, die Verhaftung und Überstellung von Skandinaviern in deutsche Konzentrationslager, ihre Erfahrungen in den Lagern, die Aktion Weiße Busse, die Situation der ehemaligen Häftlinge nach ihrer Rückkehr in die Heimatländer sowie den Umgang mit den Ereignissen nach 1945 in Deutschland und Skandinavien. Darüber hinaus werden Kollaboration und Mittäterschaft von Skandinaviern an den Verbrechen der Nationalsozialisten thematisiert und die politischen Entwicklungen in Schweden, Norwegen und Dänemark während des Krieges im Spannungsfeld zwischen Widerstand und Kollaboration ebenso dargestellt wie die aktuellen Kontroversen über die Bewertung der Ereignisse in der Geschichtsschreibung und der Umgang mit ihnen in der Erinnerungskultur.

978-3-86331-072-1

April 2012

ISBN: 978-3-86331-072-1
237 Seiten, 19,– Euro


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Ines Reich · Maria Schultz (Hrsg.)

Sowjetisches Untersuchungsgefängnis Leistikowstraße Potsdam

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 33

Die Dauerausstellung erzählt auf etwa 1000 m2 die Geschichte des zentralen Untersuchungsgefängnisses der sowjetischen Spionageabwehr in der Potsdamer Leistikowstraße. Erinnerungsstücke, Alltagsgegenstände, Fotos und Dokumente sowie Filme und Hörstationen veranschaulichen, wie Menschen in vollkommener Isolation und unter katastrophalen Haftbedingungen gelitten haben. Einen Schwerpunkt bilden die Schicksale ehemaliger Häftlinge, insgesamt werden auf drei Etagen 50 Lebensgeschichten vorgestellt. Außerdem informiert die Ausstellung über Strukturen und Personal der sowjetischen Spionageabwehr, die das Gefängnis bis 1989 betrieb. Neunzehn ausführliche Häftlingsbiografien findet der Besucher in drei Räumen im südlichen Flügel des Obergeschosses, in denen der Geheimdienst Häftlinge in Sammelzellen einsperrte.
Der Katalog dokumentiert die gesamte Ausstellung mit allen Texten und Abbildungen von vielen der gezeigten Dokumente, Fotos und Objekte.

978-3-86331-073-8

April 2012

ISBN: 978-3-86331-073-8
168 Seiten,
53 Arbeitsblätter,
36 Paarkarten, 2 CDs
19,– Euro


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Constanze Jaiser · Jacob David Pampuch

Ein Schmuggelfund aus dem KZ – Erinnerung, Kunst & Menschenwürde
Projektmappe für einen fächerübergreifenden Unterricht

Ausgezeichnet mit dem Annalise-Wagner-Preis 2012

Mit dieser Projektmappe steht Ihnen die spannende Geschichte eines Schmuggelfundes zur Verfügung: ein in den 1970er-Jahren in einem Waldstück bei Neubrandenburg ausgegrabener Glasbehälter mit Dokumenten, die polnische Häftlinge als zukünftige Beweismittel von Menschenrechtsverletzungen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück geschmuggelt haben. Der Behälter enthielt Briefe, Gedichte, künstlerische Dokumente, Erschießungslisten und Listen zu medizinischen Experimenten. Die daraus entwickelten Unterrichtseinheiten schlagen Brücken zwischen historischem Lernen und Menschenrechtsbildung.

Constanze Jaiser und Jacob David Pampuch nehmen den Schmuggelfund als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines Projekts zum Thema Menschenwürde. Sie „stellen die bewegenden Fundstücke in einen sowohl inhaltlich als auch methodisch-didaktisch innovativen Rahmen“. „Die Autoren eröffnen den weiten Horizont einer Werte-Debatte in ideenreichen, sinnlich fassbaren Angeboten: Junge Leute werden ermuntert, sprachliche, mediale, emotionale, künstlerische Zugänge zum Thema zu erkunden.“ (Begründung der Jury des Annalise Wagner Preises)

978-3-86331-050-9

April 2012

ISBN: 978-3-86331-050-9
336 Seiten, 22,– Euro


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Patrick Conley

Der parteiliche Journalist
Die Geschichte des Radio-Features in der DDR

Das Funkhaus in der Ostberliner Nalepastraße versorgte das Publikum in der DDR mit fünf Hörfunkprogrammen. Dokumentarsendungen („Features“) hatten ihren festen Platz im Programm. Die Studie wertet erstmals die zahlreichen Tondokumente und Akten aus, die vom DDR-Feature überliefert sind. Über vierzig Zeitzeugen, darunter Autoren, Dramaturgen und Regisseure, geben Auskunft über ihre Arbeit in den Kulturprogrammen und äußern sich zu ihrer „Radionische“. Im Spannungsfeld zwischen persönlicher Erinnerung und Aktenzitat wird der Arbeitsalltag von DDR-Journalisten rekonstruiert. Es entsteht ein präziser Einblick in die Bedingungen von Journalismus und Kunst im „real existierenden Sozialismus“.

978-3-86331-048-6

April 2012

ISBN: 978-3-86331-048-6
334 Seiten, 22,– Euro


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Katrin Hammerstein · Jan Scheunemann (Hrsg.)

Die Musealisierung der DDR
Wege, Möglichkeiten und Grenzen der Darstellung von Zeitgeschichte in stadt- und regionalgeschichtlichen Museen

Die wissenschaftlich fundierte Sammlung, Bewahrung und Dokumentation von Objekten der DDR-Geschichte birgt für stadt- und regionalgeschichtliche Museen ein großes Potenzial, das bislang jedoch nur selten genutzt wurde. Zugleich verweist die steigende Zahl privat betriebener, kommerzieller DDR-Museen auf das öffentliche Interesse am Thema.
Vor diesem Hintergrund veranstaltete das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig gemeinsam mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Juni 2010 eine wissenschaftliche Tagung, die Museumspraktiker, Zeithistoriker, Kunstwissenschaftler sowie Vertreter aus dem Bereich der politischen Bildung zusammenführte. Diskutiert wurden Fragen der musealen Präsentation und Vermittlung von Zeitgeschichte, der Umgang mit DDR-Kunst in Ausstellungen sowie Chancen und Probleme kommunaler Museen. Der vorliegende Band dokumentiert die Vorträge und Diskussionen.

978-3-86331-049-3

April 2012

ISBN: 978-3-86331-049-3
180 Seiten, 19,– Euro


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Insa Eschebach · Astrid Ley (Hrsg.)

Geschlecht und „Rasse“ in der NS-Medizin

Reihe Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 5

„Rassen“- und Geschlechterpolitik waren im „Dritten Reich“ untrennbar miteinander verbunden. Das Regime strebte die totale Kontrolle über das menschliche Leben an, um den perfekten „Volkskörper“ zu schaffen. Welche Bedeutung kam im Rahmen der NS-Medizin in den Kategorien Geschlecht und „Rasse“ zu? Welche Geschlechterbilder dienten als Begründung für die ungleiche Verfolgung von Männern und Frauen?
Die Beiträge des Sammelbandes diskutieren diese Fragen vor dem Hintergrund der drei großen Verbrechenskomplexe: eugenische Zwangsmaßnahmen, Krankenmorde und unethische Humanexperimente in den Konzentrationslagern. Ein besonderes Augenmerk gilt den kriegschirurgischen Experimenten an polnischen Häftlingen im Frauen-KZ Ravensbrück.

978-3-86331-057-8

April 2012

ISBN: 978-3-86331-057-8
200 Seiten, 19,– Euro


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Peter Heilbut

Meilensteine
Gestapohaft in Dresden, KZ Sachsenhausen, Todesmarsch (1943–1945)

Erst im Zusammenhang mit den Ereignissen, die der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten folgten, erfuhr Peter Heilbut (1920–2005) von der jüdischen Herkunft seines Vaters. Im März 1943 wurde er in Dresden von der Gestapo inhaftiert und nach einem sechswöchigen Verhör in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt.
Am 21. April 1945 trat Peter Heilbut zusammen mit etwa 33 000 anderen Häftlingen den Todesmarsch an, den er in seinem Erinnerungsbericht sehr eindrucksvoll als dramatische Kulmination der KZ-Haft im Spannungsfeld zwischen Todesdrohung und Freiheitshoffnung schildert.

ÜberLebenszeugnisse

Band 6

978-3-86331-023-3

April 2012

ISBN: 978-3-86331-023-3
304 Seiten, 24,– Euro


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León E. Bieber

Jüdisches Leben in Bolivien
Die Einwanderungswelle 1938–1940

Zwischen 1850 und 1930 ließen sich nur wenige Ausländer in Bolivien nieder, vermutlich zwischen vier- und fünftausend Menschen insgesamt. Ende der 1930er-Jahre setzte dann eine Einwanderungswelle ein, die innerhalb weniger Jahre sieben- bis achttausend vom nationalsozialistischen Regime Verfolgte nach Bolivien verschlug. Die meisten von ihnen waren Juden. Die Emigranten bildeten bald die größte ausländische Kolonie in dem Andenstaat.
León E. Bieber schildert die Umstände ihrer Ankunft, Schwierigkeiten und Erfolge ihrer ökonomischen und soziokulturellen Integration sowie Reaktionen der Aufnahmegesellschaft. Er würdigt den Beitrag, den die Immigranten zur Entwicklung Boliviens leisteten, und geht der Frage nach, warum viele der Exilierten das Land bald wieder verließen.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 84

978-3-86331-070-7

April 2012

ISBN: 978-3-86331-070-7
183 Seiten, 19,00 Euro


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Andreas H. Apelt · Robert Grünbaum · Martin Gutzeit

Von der SED-Diktatur zum Rechtsstaat
Der Umgang mit Recht und Justiz in der SBZ/DDR

Die DDR – ein Unrechtsstaat? Bis heute ist der Begriff umstritten, die juristischen wie moralisch-ethischen Bewertungen des DDR-Systems fallen unterschiedlich aus. DDR-Oppositionelle geben eine andere Antwort als jene, die sich dem Staat der SED angepasst hatten. Auch in der Rechtswissenschaft wird intensiv über die Einordnung der SED-Diktatur gestritten. Grund genug, Experten, Wissenschaftler, Publizisten, Politiker und Zeitzeugen zu einer Konferenz nach Berlin einzuladen, um über den Umgang mit Recht und Justiz in der SBZ und DDR sowie den Übergang von der SED-Diktatur zum Rechtsstaat zu diskutieren. Die Ergebnisse präsentiert vorliegender Sammelband.

978-3-86331-067-7

April 2012

ISBN: 978-3-86331-067-7
160 Seiten, 19,– Euro


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Günter Morsch (Hrsg.)

Asesinato y matanzas en el campo de concentración de Sachsenhausen 1936–1945

El presente catálogo contiene todos los textos y gran cantidad de fotos e ilustraciones de los objetos expuestos en la muestra “Asesinato y matanzas en el campo de concentración de Sachsenhausen 1936-1945”. La inauguración de la misma y del nuevo sitio conmemorativo “Estación Z” se realizó el 17 de abril de 2005, fecha que coincide con el 60 aniversario de la liberación de los prisioneros del campo de concentración. Los asesinatos y operativos de exterminio fueron escogidos a modo de ejemplo. No se toman únicamente en consideración los delitos que fueron cometidos en contra de los prisioneros del campo de concentración sino que también se tienen en cuenta los asesinatos de personas que fueron transportadas a Sachsenhausen desde la Oficina Central de Seguridad del Reich en la calle Prinz-Albrecht, o sea, desde la central de la Gestapo en Berlín, con el objetivo principal y directo de su inmediata ejecución.


Der vorliegende Band enthält alle Texte und viele Exponatabbildungen der Dokumentation „Mord und Massenmord im Konzentrationslager Sachsenhausen 1936–1945“. Die Ausstellung wurde anlässlich des sechzigsten Jahrestages der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers gemeinsam mit dem neu gestalteten zentralen Gedenkort „Station Z“ am 17. April 2005 eröffnet.
Die dargestellten Mord- und Massenmordaktionen wurden exemplarisch ausgewählt. Sie berücksichtigen nicht nur die Verbrechen, die gegen Häftlinge des Konzentrationslagers verübt wurden, sondern auch die Morde an Menschen, die vorwiegend von Dienststellen des für das gesamte Reichsgebiet zuständigen Reichssicherheitshauptamtes in der Prinz-Albrecht-Straße bzw. der Berliner Gestapo am Alexanderplatz nur zum Zwecke ihrer Exekution nach Sachsenhausen verschleppt wurden.

978-3-86331-059-2

März 2012

ISBN: 978-3-86331-059-2
615 Seiten, 29,90 Euro


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Siegfried Mielke · Stefan Heinz (Hrsg.)
unter Mitarbeit von Marion Goers

Funktionäre des Deutschen Metallarbeiterverbandes
im NS-Staat

Widerstand und Verfolgung

Gewerkschaftlicher Widerstand gegen das NS-Regime wird bis heute in Forschung und Öffentlichkeit, aber auch in den Gewerkschaften selbst erheblich unterschätzt. Die vorliegende Studie, die 82 Mitglieder einer Widerstandsgruppe ehemaliger Funktionäre des Deutschen Metallarbeiterverbandes (DMV) porträtiert, belegt: Zahlreiche Gewerkschafter, die noch im Frühjahr 1933 die Anpassungspolitik der Gewerkschaftsführung unterstützt hatten, engagierten sich nur wenige Monate später gegen das NS-Regime und bauten eines der größten Widerstandsnetze reichsweit auf. In einzelnen Verbandsbezirken beteiligten sich 30 bis 50 Prozent der ehemaligen Funktionäre an illegalen Aktivitäten. Kontakte zur Illegalen Reichsleitung der Gewerkschaften, zum Exilvorstand der SPD und zu internationalen Gewerkschaftsorganisationen unterstreichen die Bedeutung dieser Widerstandsgruppe.

Reihe
Gewerkschafter im Nationalsozialismus.
Verfolgung – Widerstand – Emigration, Band 1

978-3-86331-066-0

Februar 2012

ISBN: 978-3-86331-066-0
208 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Insa Eschebach (Hrsg.)

Homophobie und Devianz
Weibliche und männliche Homosexualität im Nationalsozialismus

Reihe Forschungsbeiträge und Materialien
der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 6

Den Nationalsozialisten galt Homosexualität als „Volksseuche“, die sie mit einer eigenen Einrichtung, der Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung, zu eliminieren suchten. Gemeint war nur die männliche Homosexualität. Etwa 50 000 Männer sind im Dritten Reich wegen Verstoßes gegen § 175 verurteilt worden. Zwar wurde weibliche Homosexualität nicht strafrechtlich verfolgt, sie konnte aber als „Asozialität“ stigmatisiert werden und damit die Überführung in ein Konzentrationslager bedeuten.
Der Band versammelt Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung homosexueller Männer und Frauen und befasst sich mit homophoben Strategien der Diskriminierung in den Konzentrationslagern. Weitere Themen sind die Erinnerungsgeschichte seit 1945 und die Kontroversen um die Praxis des Gedenkens.

978-3-86331-055-4

Januar 2012

ISBN: 978-3-86331-055-4
480 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Henning Medert

Die Verdrängung der Juden von der Berliner Börse
Kleine und mittlere Unternehmen an der Wertpapier-, Produkten- und Metallbörse (1928–1938)

Jüdische Börsenbesucher und ihre kleinen und mittleren Unternehmen prägten die Berliner Börse als bedeutendsten institutionalisierten Kapital- und Produktenmarkt der Weimarer Republik und des nationalsozialistischen Deutschland maßgeblich. Ungeachtet dessen sahen sich jüdische Börsianer zwischen 1928 und 1938 einer zunehmenden und schließlich vollständigen Verdrängung von der Börse ausgesetzt.
Diesen Prozess zeichnet Henning Medert vor dem Hintergrund der Veränderungen wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen des Börsenhandels nach, zugleich beschreibt er die Strategien, mit denen Juden darauf reagierten. Ein umfangreicher, auf der Grundlage von Handelsregisterakten erstellter Anhang zu den jüdischen Börsenbesuchern und ihren Unternehmen ergänzt die Untersuchung.

978-3-86331-063-9

Januar 2012

ISBN: 978-3-86331-063-9
199 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Isabel Enzenbach · Wolfgang Haney (Hrsg.)

Alltagskultur des Antisemitismus im Kleinformat
Vignetten der Sammlung Wolfgang Haney ab 1880

Auf Briefkästen, Schaufenstern und Liebesbriefen, in Telefonzellen und S-Bahnhöfen, überall klebten sie: kleine antisemitische Marken und Zettel. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts verbreitet, in der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus populäres Medium der Selbstmobilisierung, spiegeln die Kleinformate die ganze Themenpalette antisemitischer Propaganda. Der wissenschaftlichen Forschung war dieses selten archivierte Medium bisher kaum zugänglich. Das Buch zeigt mehr als 300 Siegel-, Briefverschluss-, Schatz-, Reklame- und Textmarken der Privatsammlung Haney, erschließt sie medienhistorisch und stellt sie in den Kontext ihrer Zeit.

978-3-86331-053-0

Januar 2012

ISBN: 978-3-86331-053-0
344 Seiten
Preis: 24,90 Euro

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Peter Kalmbach

Wehrmachtjustiz

Geheime Feldpolizei, Wehrmachtgefängnisse, Sondereinheiten, Straflager, Bewährungsbataillone – die Justizorganisation der Wehrmacht unterhielt ein weitverzweigtes System, um Verfolgte zu bestrafen und zu brandmarken. Zehntausende Todesurteile und Hunderttausende Freiheitsstrafen sind das Resultat dieses Apparates, dessen Machtfülle sogar die Kompetenzen des Justizministeriums mit seinen politischen Sondergerichten übertraf. Die Studie beschäftigt sich mit dem Aufstieg der Wehrmachtjustiz und den fieberhaft betriebenen Mobilmachungsplänen der „furchtbaren Juristen“ bis zum blutigen Finale, in dem die vorherigen Schreibtischtäter sich zum Teil persönlich als Richter und Henker gleichzeitig betätigten.

978-3-86331-065-3

Dezember 2011

ISBN: 978-3-86331-065-3
416 Seiten
Preis: 29,80 Euro

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Wolfgang Benz · Barbara Distel · Angelika Königseder (Hrsg.)

Nationalsozialistische Zwangslager
Strukturen und Regionen – Täter und Opfer

Verlag Dachauer Hefte | Metropol Verlag

Die nationalsozialistischen Konzentrationslager sind im Wesentlichen erforscht und dargestellt. Die Dachauer Hefte, die 1985–2010 als Periodikum erschienen, haben als zentrales Organ der KZ-Forschung dabei eine wichtige Rolle gespielt. Aber jenseits der formalen Definition des KZ als einer Haftstätte unter der zentralen Hoheit der Inspektion der Konzentrationslager in Oranienburg bzw. des SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamtes in Berlin existierten zahllose weitere Zwangslager, die in gleicher oder ähnlicher Weise Stätten nationalsozialistischen Terrors waren und von den darin Gefangenen als „KZ“ empfunden wurden. Das galt für die rund 200 „Arbeitserziehungslager“ wie für „Polizeihaftlager“ oder „Erweiterte Polizeigefängnisse“ unter regionaler Gestapo-Hoheit, für „Zwangsarbeitslager für Juden“, für „Zigeunerlager“, für Ghettos und andere Haftstätten.

978-3-936411-78-2

2., vollständig
überarbeitete und
erweiterte Auflage,
November 2011


ISBN: 978-3-86331-052-3
464 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Sibylle Nägele · Joy Markert

Die Potsdamer Straße
Geschichten, Mythen und Metamorphosen

Die Potsdamer Straße war in ihrer Ausstrahlung und Widersprüchlichkeit schon immer eine der faszinierendsten Straßen Berlins: mit Alteingesessenen und Migranten, Kultur und Amüsement, Glanz und Milieu, Kontinuität und Brüchen. Sie war ein Ort der künstlerischen Neuerungen und der Emanzipationsbewegungen. Hier lebten Chamisso, Menzel, Fontane, Hedwig Dohm, Joseph Roth. Die Schriftstellerin Lina Morgenstern aus der Potsdamer Straße initiierte 1896 den ersten internationalen Frauenkongress. 1910 wurde der „Sportpalast“ eröffnet. 1913 veranstaltete Herwarth Walden den „Ersten Deutschen Herbstsalon“ internationaler moderner Kunst. 1923 kam aus dem „Vox-Haus“ die erste allgemeine Rundfunksendung. 1954 zog der Verlag „Der Tagesspiegel“ in die Potsdamer Straße. 1970 wurde das „Quartier Latin“ eröffnet, ein Ort für Jazz, Rock und Pop. Heute ist hier das Varieté „Wintergarten“. Renommierte Kulturinstitutionen, vielfältige Medienfirmen und Kunstorte befinden sich entlang der Straße und ihrer Umgebung, vom Potsdamer Platz über das Kulturforum bis zum Heinrich-von-Kleist-Park. Filmhaus, Neue Nationalgalerie, Philharmonie, Staatsbibliothek, Medienhaus der UdK, Galerien, Stiftungen. Das Buch zeigt alle Facetten der über zweihundertjährigen Geschichte in einer Symbiose aus Literatur und Dokumentation. Eine Liebeserklärung.

978-3-86331-064-6

November 2011

ISBN: 978-3-86331-064-6
237 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Voyage
Jahrbuch für Reise & Tourismusforschung
Band 9 (2011)

Das Hotel
Herausgegeben von Nikola Langreiter, Klara Löffler und Hasso Spode

Der Tourismus als eine der weltgrößten Wirtschaftsbranchen beeinflusst das Leben von Millionen Menschen – als Konsumenten und als Dienstleister. Als ein modernes „Kulturgut“ ist er aber noch immer wenig erforscht. Wo liegen die Triebkräfte, was bewirkt der Tourismus? Das interdisziplinäre Forum Voyage will diese Diskussion weiter voranbringen. Der neunte Band widmet sich dem Lebensraum Hotel.

978-3-86331-014-1

November 2011

ISBN: 978-3-86331-014-1
232 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Volker Wild · Bernt Roder

Haus 3
Haftort des sowjetischen Geheimdienstes und der Staatssicherheit
in Berlin-Prenzlauer Berg

Im Mai 1945 errichtete der sowjetische Geheimdienst in einem Gebäudekomplex an der Prenzlauer Allee/ Fröbelstraße einen Haftkeller. In den folgenden Jahren verschwanden dort Hunderte – Verdächtige, Schuldige und Unschuldige. Von 1950 bis 1957 führte der Staatssicherheitsdienst der DDR den Haftort fort.
Dieser Band erzählt die Geschichte von Haus 3 als erinnerte Geschichte und als Geschichte der Erinnerung. Er enthält Porträts der Häftlinge und Interviews mit denen, die das Projekt eines Denkzeichens für die Opfer auf den Weg gebracht haben. Darüber hinaus wird der künstlerische Wettbewerb zur Gestaltung des Denkzeichens dokumentiert.

978-3-86331-061-5

November 2011

ISBN: 978-3-86331-061-5
32 Seiten
Preis: 12,00 Euro

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David A. Adler

Froim – Der Junge aus dem Warschauer Ghetto
Mit Illustrationen von Karen Ritz

Herausgegeben von der Sektion Böblingen-Herrenberg-Tübingen des
Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.

Aus dem Englischen übersetzt von Birgit und Heribert Kipfer

Das Kinder- und Jugendbuch erzählt die Geschichte von Erwin (Froim) Baum. 1926 in Warschau geboren, wurde er nach dem Tod seines Vaters 1939 in das Waisenhaus von Janusz Korczak gebracht. Im Oktober 1940 musste er mit seiner Familie ins Ghetto ziehen und wurde 1942 nach Auschwitz deportiert. Im Herbst 1944 kam er in das KZ-Außenlager Hailfingen, befreit wurde er auf dem Todesmarsch.

978-3-86331-054-7

November 2011

ISBN: 978-3-86331-054-7
320 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Karsten Linne · Florian Dierl (Hrsg.)

Arbeitskräfte als Kriegsbeute:
Der Fall Ost- und Südosteuropa 1939–1945


Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges befanden sich über vier Millionen zivile Arbeitskräfte aus Ost- und Südosteuropa im Deutschen Reich. Hunderttausende mussten zudem in ihren Heimatländern für die deutsche Kriegswirtschaft Zwangsarbeit leisten. Ihre Rekrutierung und ihr Einsatz wurden von deutschen Arbeitsverwaltungen im Reich und in den besetzten Ländern organisiert und gesteuert. Über deren Geschichte und Tätigkeit in den Besatzungsgebieten ist bislang nur wenig bekannt. Anhand von zehn Fallbeispielen versucht der Sammelband diese Forschungslücke zu schließen und die zentrale Bedeutung der Arbeitsverwaltung in der Polykratie der nationalsozialistischen Besatzungsherrschaft darzustellen.

978-3-940938-67-1

November 2011

ISBN: 978-3-940938-67-1
512 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Ralf Schäfer

Militarismus, Nationalismus, Antisemitismus:
Carl Diem und die Politisierung des bürgerlichen Sports im Kaiserreich


Carl Diem (1882–1962), der Organisator der Olympischen Spiele von 1936, gilt in der Traditionspflege der Sportverbände bis heute als „Vater des deutschen Sports“. Zuletzt aber wurde aus Diem, dessen Karriere vom Kaiserreich bis in die Bundesrepublik reichte und der stets an der Schnittstelle zwischen Sport und Politik tätig war, die Cause célèbre des deutschen Sports: Der Sportpädagoge und Olympiafunktionär war noch im März 1945 als Durchhalteredner vor der HJ hervorgetreten, galt nach dem Krieg aber wieder als moralische Autorität.
Diese biografische Studie, die mit Diem zugleich das Milieu des organisierten Sports in den Blick nimmt, geht der Frage nach, welche Konzepte Diem bei seiner Politik mit dem Sport verfolgte. Im Fokus stehen Diems kaum erforschte Initiativen im wilhelminischen Reich, in denen Diem die Einstellungen entwickelte, die ihm die Mitarbeit im NS-Regime gestatteten.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 74

978-3-86331-038-7

November 2011

ISBN: 978-3-86331-038-7
256 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Petra Rentrop

Tatorte der „Endlösung“
Das Ghetto Minsk und die Vernichtungsstätte
von Maly Trostinez

Minsk war zur Zeit der deutschen Besetzung (1941–1944) ein zentraler Schauplatz des Holocaust. Den Verbrechen im örtlichen Ghetto und in der Vernichtungsstätte bei Maly Trostinez vor den Toren der Stadt fielen Zehntausende zum Opfer, darunter über 20 000 österreichische, tschechische und deutsche Juden. Sie starben an den extremen Existenzbedingungen im Ghetto, wurden erschossen oder in Gaswagen erstickt. Petra Rentrop stellt die Ereignisse dar und untersucht ihre Bedeutung im Gesamtprozess der nationalsozialistischen „Endlösung der Judenfrage“. Zugleich schildert sie das Schicksal der Opfer und liefert eine dichte Beschreibung des Lebens im Ghetto und im Arbeitslager von Maly Trostinez.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 80

978-3-86331-036-3

November 2011

ISBN: 978-3-86331-036-3
208 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Angelika Benz · Marija Vulesica (Hrsg.)

Bewachung und Ausführung
Alltag der Täter in nationalsozialistischen Lagern

Das unterste Glied des nationalsozialistischen Vernichtungsapparats – das KZ-Wachpersonal – fand in der Täterforschung bisher kaum Berücksichtigung. Die Beiträge des Bandes untersuchen, wer diese Menschen waren, die Gefangene in Lagern ganz unterschiedlichen Typs innerhalb des Deutschen Reichs wie auch in besetzten oder mit dem NS-Regime kollaborierenden Ländern bewachten, die Mordbefehle ausführten, aber auch eigeninitiativ und willkürlich Menschen töteten. Wie wurden sie rekrutiert, wie sah ihr Dienstalltag aus?
Der Tagungsband beantwortet zentrale Fragen und regt zugleich neue Arbeiten an, darüber hinaus gibt er einen Überblick über die aktuelle Täterforschung.

Geschichte der
Konzentrationslager
1933–1945


Band 14

978-3-86331-045-5

November 2011

ISBN: 978-3-86331-045-5
112 Seiten
Preis: 14,00 Euro

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Erna de Vries

Der Auftrag meiner Mutter
Eine Überlebende der Shoah erzählt

Erna de Vries war 19 Jahre alt, als ihre Mutter 1943 deportiert wurde. Um sie nicht alleinzulassen, folgte sie ihr auf den Transport »in den Osten« – nach Auschwitz. Ernas Mutter wurde dort ermordet. Sie selbst wurde nach Ravensbrück verschleppt und überlebte. Mit diesem Bericht löst Erna de Vries das Versprechen ein, das sie ihrer Mutter gab: Zeugnis abzulegen. Aber sie beschreibt auch, wie sie nach der Befreiung wieder Fuß fassen konnte, in Lathen, einem kleinen Ort im Emsland. Dort waren ihr Mann und sie die einzigen Überlebenden der Shoah.

978-3-86331-058-5

November 2011

ISBN: 978-3-86331-058-5
196 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg · anschlaege.de (Hrsg.)

Vereinsheime
Kommunikationsräume für Toleranz

Toleranz beginnt im Alltag. Wenn ein Indianer im Schützenverein einen Workshop veranstaltet oder Travestiekünstler gemeinsam mit dem Herrenballett des Karnevalsvereins auftreten, kann es zum kulturellen Crash kommen. Oder zum Abbau von Vorurteilen. Dieses Buch dokumentiert ein Experiment. Menschen aus Brandenburg setzten sich mit Menschen anderer Kulturen und Szenen auseinander. Und diese mit ihnen. Das Ergebnis überraschte Einheimische wie Fremde.

978-3-86331-024-0

September 2011

ISBN: 978-3-86331-024-0
232 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Heinz Schneppen

Walther Rauff
Organisator der Gaswagenmorde

Eine Biografie

Als Gruppenleiter Technik im Reichssicherheitshauptamt war der SS-Standartenführer Walther Rauff maßgeblich an der Entwicklung der „Gaswagen“ beteiligt, die die Massenerschießungen der Einsatzkommandos ergänzen oder ersetzen sollten. Nach Kriegsende gelang ihm die Flucht. In Syrien und Italien arbeitete er für verschiedene Geheimdienste. 1949 setzte er sich nach Südamerika ab. Das von der Bundesrepublik betriebene Auslieferungsverfahren scheiterte 1963 aus formalen Gründen. Rauff, der 1984 in Santiago starb, wurde wegen seiner NS-Verbrechen nie belangt.

ZeitgeschichteN

Band 7

978-3-86331-037-0

September 2011

ISBN: 978-3-86331-037-0
263 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Wolfgang Assmann · Albrecht Graf v. Kalnein (Hrsg.)

Erinnerung und Gesellschaft
Formen der Aufarbeitung von Diktaturen in Europa

Europa im 20. Jahrhundert – das ist auch eine Geschichte von Diktaturen und Widerstand, von politischer Gewalt und Zivilcourage. Die transnationale Bedeutung des Themas wurde bislang oft außer Acht gelassen. Eine sinnvolle Auseinandersetzung mit den Formen der Aufarbeitung von Diktaturen erfordert jedoch einen übergreifenden Blick. Hier setzt der Band an: Er thematisiert sowohl deutsche Diktaturgeschichte(n) als auch Fälle von Diktaturen und deren Aufarbeitung in anderen europäischen Ländern. Damit geht er der Frage nach, ob es einen gemeinsamen europäischen Erinnerungsraum gibt.
Die Beiträge verbinden den fachwissenschaftlichen Blick mit Perspektiven aus Literatur, bildender Kunst und Musik.

978-3-86331-056-1

September 2011

ISBN: 978-3-86331-056-1
ca. 200 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Sergei Kropachev

Von der Lüge zur Aufklärung
Verluste durch „Großen Terror“ und Krieg in der sowjetischen und russischen Historiografie

Aus dem Russischen übersetzt von Vera Ammer

Die gewaltigen Verluste an Menschen, die die Sowjetunion vor allem durch
die „Säuberungen“ 1937/38 und den „Großen Vaterländischen Krieg“ erlitt, wurden in unterschiedlichen Perioden ungleich dargestellt. Stalin sprach wider besseres Wissen von 7 Millionen Toten, seine Nachfolger von 20 Millionen, später war von 27 Millionen die Rede. Dahinter standen ideologische Absichten und verordnete Geschichtsbilder, die Sergei Kropachev offenlegt.

ZeitgeschichteN

Band 8

978-3-86331-042-4

September 2011

ISBN: 978-3-86331-042-4
272 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Jens Gieseke · Hermann Wentker (Hrsg.)

Die Geschichte der SED
Eine Bestandsaufnahme

Die SED stand im Zentrum des Herrschaftssystems der DDR – sie bestimmte den Kurs in Politik und Wirtschaft und dirigierte die Staatssicherheit. Fast ein Fünftel der erwachsenen DDR-Bevölkerung war Mitglied der SED. Auch im Alltagsleben kam man an ihren Funktionären und ihrer Propaganda nicht vorbei.
Trotz ihrer Bedeutung ist die Geschichte der Partei -Ulbrichts und Honeckers keineswegs umfassend erforscht. Zehn führende Expertinnen und Experten entwerfen -Perspektiven der Parteigeschichte, die die Rolle der SED in der staatssozialistischen Gesellschaft greifbar machen.

978-3-940938-69-5

September 2011

ISBN: 978-3-940938-69-5
414 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Andreas Weigelt

Judenmord im Reichsgebiet
Lieberose: Außenlager des KZ Sachsenhausen

Berichte und Zeugenaussagen von Opfern, Tätern und Zuschauern bilden die Grundlage dieser Studie über eines der größten jüdischen Häftlingslager in Deutschland. In dem ostbrandenburgischen Dorf Jamlitz gründete die Waffen-SS 1943 unter dem Namen der Nachbarstadt Lieberose ein Außenlager des KZ Sachsenhausen. Zur Errichtung des Truppenübungsplatzes „Kurmark“ waren neben politischen Häftlingen mehrere Tausend Juden aus ganz Europa, vor allem aus Polen und Ungarn, eingesetzt. Nur wenige Hundert von ihnen erlebten die Befreiung. Die Geschichte des Lagers Lieberose als Ort des Judenmordes wird in diesem Band erstmals umfassend dokumentiert.

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Band 76

978-3-86331-044-8

September 2011

ISBN: 978-3-86331-044-8
284 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Thomas Pekar (Hrsg.)

Flucht und Rettung
Exil im japanischen Herrschaftsbereich (1933–1945)

Der Band versammelt Beiträge von Forscherinnen und Forschern aus China, Japan, Österreich und Deutschland, die aus historischer, interkultureller und kulturwissenschaftlicher Perspektive das jüdische und politische Exil während des Zweiten Weltkrieges in Japan und den zeitweilig von Japan kontrollierten Gebieten Ostasiens untersuchen. Neben den Besonderheiten des Exils im japanischen Herrschaftsbereich stehen die Schicksale einzelner Emigranten im Mittelpunkt, darunter Philosophen und Schriftsteller wie Karl Löwith, Kurt Bauchwitz, Kurt Singer, Architekten wie Bruno Taut und Musiker wie Klaus Pringsheim und Eta Harich-Schneider.

Dokumente –
Texte –
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Band 81

978-3-86331-039-4

September 2011

ISBN: 978-3-86331-039-4
285 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Otti Binswanger-Lilienthal

Der Albatros
Ein Weg durch die Zeit
Jugend in Berlin – Leben in der Emigration

Otti Binswanger-Lilienthal (1896–1971), Tochter des Architekten und Flugpioniers Gustav Lilienthal, zeichnet auf hohem literarischen Niveau ihren außergewöhnlichen Lebensweg nach: ihre Kindheit ausgangs des Kaiserreichs, ihr Erwachsenwerden in der Jugendbewegung während der Weimarer Zeit, das Exil mit ihrem jüdischen Ehemann in Italien und Neuseeland und die Rückkehr nach Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihre Autobiografie besticht durch den klaren Blick auf das Zeitgeschehen. Otti Binswanger-Lilienthal porträtiert ein Leben, das sich trotz aller äußeren, zeitbedingten Widerstände in sozialem Engagement und Kreativität realisierte: als Gymnastiklehrerin, Künstlerin und Schriftstellerin.

978-3-8633-1-018-9

September 2011

ISBN: 978-3-86331-018-9
359 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Birgit E. Klein · Rotraud Ries (Hrsg.)

Selbstzeugnisse und Ego-Dokumente frühneuzeitlicher Juden in Aschkenas
Beispiele, Methoden, Konzepte

Lange dienten vormoderne Selbstzeugnisse von Juden allenfalls als Quellen für positivistische Narrative, nur zögernd setzte eine Neubewertung der Quellengattung ein. Der vorliegende Band, der auf eine Tagung des interdisziplinären Forums „Jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit“ in Düsseldorf zurückgeht, weitet den Blick. Er widmet sich Quellen, die Juden selbst schrieben, die deren mündliche Aussagen verschriftlichten oder das Urteil der Nachlebenden als Fremdbeschreibung festhielten. Konkret werden vorgestellt: Testamente, autobiografische Texte, Briefe, Aussagen vor Gericht, Supplikationen und Grabinschriften. Damit betritt der Band in methodischer und konzeptioneller Hinsicht Neuland.

minima judaica

Band 10

978-3-86331-030-1

August 2011

ISBN: 978-3-86331-030-1
335 Seiten
Preis: 21,00 Euro
(im Abonnement 16,–)

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Jahrbuch für Antisemitismusforschung 20

Herausgegeben von Wolfgang Benz

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

978-3-86331-010-3

August 2011

ISBN: 978-3-86331-010-3
230 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Kontinuitäten und Brüche
Neue Perspektiven auf die Geschichte der NS-Konzentrationslager

Herausgegeben von
Christiane Heß, Julia Hörath, Dominique Schröder, Kim Wünschmann

Fragen nach Kontinuitäten und Brüchen in der Entwicklungs- und Rezeptionsgeschichte standen im Mittelpunkt des 15. Workshops zur Geschichte der Konzentrationslager. Die Autorinnen und Autoren beleuchten das komplexe Wechselverhältnis zwischen Konzentrationslagern und deren Umwelt, die Repräsentation der KZ in der Bild- und Lagersprache der Häftlinge sowie Darstellungen von Lagern und Ghettos in der zeitgenössischen Presse und im Film; ferner werden Akteure und Profiteure des KZ-Systems in den Blick genommen. Der Band schließt mit Beiträgen zur juristischen Aufarbeitung der Verbrechen.

978-3-86331-019-6

Juli 2011

ISBN: 978-3-86331-019-6
334 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Michal Frankl

„Prag ist nunmehr antisemitisch“
Tschechischer Antisemitismus am Ende des 19. Jahrhunderts

Wie in anderen europäischen Staaten entstand auch in den böhmischen Ländern ausgangs des 19. Jahrhunderts ein moderner Antisemitismus. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung erklärte die Juden, denen man die Schuld an gesellschaftlichen Missständen zuschrieb, zu Feinden der tschechischen Nation. Michal Frankl legt nun eine erste Gesamtdarstellung zur Geschichte des tschechischen Antisemitismus am Ende des 19. Jahrhunderts vor. Er stellt die verbreitete Reduzierung des tschechischen Antisemitismus auf den Nationalitätenkonflikt zwischen Tschechen und Deutschen infrage, deutet ihn gegen die vorherrschende Geschichtsschreibung in Tschechien als akutes gesellschaftliches und politisches Phänomen und beschreibt seinen weltanschaulichen und organisatorischen Aufstieg vor dem Hintergrund antisemitischer Bewegungen in Europa.

978-3-86331-015-8

Juli 2011

ISBN: 978-3-86331-015-8
354 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Jakub Poznanski

Tagebuch aus dem Ghetto Litzmannstadt
Aus dem Polnischen übersetzt und herausgegeben von Ingo Loose

Im Ghetto Litzmannstadt waren insgesamt über 200 000 Menschen eingesperrt, die meisten von ihnen wurden in Kulmhof und Auschwitz ermordet. Mit den Tagebüchern von Jakub Poznanski liegt einer der wichtigsten zeitgenössischen Texte zum Leben und Sterben in Litzmannstadt erstmals in deutscher Übersetzung vor. Zwischen 1941 und 1945 notiert der Autor eine Vielzahl von Details: vom Ghettoalltag und der Zwangsarbeit über die Deportationen in die Vernichtungslager bis hin zur Befreiung der letzten wenigen Überlebenden 1945.

978-3-86331-007-3

Juli 2011

ISBN: 978-3-86331-007-3
284 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Andrea Riedle

Die Angehörigen des Kommandanturstabs im KZ Sachsenhausen
Sozialstruktur, Dienstwege und biografische Studien

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 31

Die Studie befasst sich erstmals auf quantitativer Basis mit Sozialstruktur und Karrierewegen von Angehörigen eines Kommandanturstabs in einem Konzentrationslager und unterzieht die Werdegänge von vier SS-Unterführern des KZ Sachsenhausen einem Vergleich. Die Autorin kann zeigen, nach welchen Kriterien die SS-Führung ihr Personal für die Konzentrationslager aussuchte, welche Rolle die Ausbildung für das Funktionieren des KZ-Systems spielte und wie das Wissen der Männer für den Aufbau weiterer Konzentrationslager genutzt wurde.

978-3-86331-029-5

Juli 2011

ISBN: 978-3-86331-029-5
296 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Adriane Feustel

Das Konzept des Sozialen im Werk Alice Salomons

Alice Salomon (1872–1948) ist eine der herausragenden deutschen Sozialreformerinnen und Feministinnen des 20. Jahrhunderts. Von den Nationalsozialisten im Jahr 1937 zur Emigration gezwungen, war sie auch im Nachkriegsdeutschland lange Zeit aus dem öffentlichen Gedächtnis verdrängt. Heute gilt sie als Wegbereiterin und Pionierin der professionellen Sozialen Arbeit und Ausbildung. Die Analyse ihres Werkes im Kontext der sozialen Umwälzungen und der großen politischen und philosophischen Debatten ihrer Zeit weist Alice Salomon darüber hinaus als Protagonistin der Moderne und eigenständige Vordenkerin einer sozialen Gesellschaft aus.

978-3-86331-033-2

Juli 2011

ISBN: 978-3-86331-033-2
206 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Andreas H. Apelt · Eckhard Jesse (Hrsg.)

Deutsche Einheit
Blick zurück – Blick nach vorn
Ein studentischer Ideenwettbewerb

Im Herbst 2010 schrieb die Deutsche Gesellschaft e. V. einen bundesweiten Ideenwettbewerb aus: Studierende aller Fachrichtungen beteiligten sich mit Essays zur Preisfrage „20 Jahre Wiedervereinigung – wie lässt sich die deutsche Einheit gemeinsam gestalten?“ Die vorliegende Publikation bietet einen breit gefächerten Überblick über den Ideenreichtum und die unterschiedliche Herangehensweise der jungen Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer.

978-3-86331-009-7

Juli 2011

ISBN: 978-3-86331-009-7
256 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Andreas Ehresmann · Philipp Neumann · Alexander Prenninger (Hrsg.)

Die Erinnerung an die nationalsozialistischen Konzentrationslager
Akteure, Inhalte, Strategien

Der Sammelband, hervorgegangen aus dem 14. Workshop zur Geschichte der Konzentrationslager, befasst sich mit der Herausbildung, Veränderung und Repräsentation von Erinnerungen an die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Vier thematische Blöcke stellen Arbeiten zu nationalen und transnationalen Erinnerungen an die Lager, vergessenen Opfergruppen, Erinnerungen von Tätern und KZ-Gedenkstätten als Erinnerungsorten vor. Die Untersuchungen sind zum Teil komparativ angelegt und weiten den Blick auf die europäische Dimension der Erinnerung.

978-3-86331-012-7

Juni 2011

ISBN: 978-3-86331-012-7
203 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Wolfgang Benz

Antisemitismus und „Islamkritik“
Bilanz und Perspektive

Gibt es einen neuen Antisemitismus? Nimmt Judenfeindschaft an Heftigkeit immer mehr zu? Ist Kritik an Israel eine neue Form von Antisemitismus oder existiert ein Tabu, nach dem Kritik an Israel in Deutschland verboten ist? Darf man Judenfeindschaft mit der Stigmatisierung anderer Minderheiten vergleichen?
Auf diese und weitere Fragen versucht Wolfgang Benz in einer Bilanz seiner langjährigen Beschäftigung mit aktueller Judenfeindschaft und ihren historischen Wurzeln Antwort zu geben. Vergleichende Genozidforschung ist für das Themenfeld ebenso notwendig wie vergleichende Vorurteilsforschung, deren zentraler Gegenstand der Antisemitismus ist. Sie darf deshalb die als „Islamkritik“ auftretende Feindschaft gegen Muslime nicht ignorieren.

978-3-86331-011-0

Juni 2011

ISBN: 978-3-86331-011-0
248 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Angelika Benz

Der Henkersknecht
Der Prozess gegen John (Iwan) Demjanjuk in München

Von November 2009 bis Mai 2011 stand John (Iwan) Demjanjuk vor dem Landgericht München II – angeklagt der 27 900-fachen Beihilfe zum Mord, begangen 1943 im Vernichtungslager Sobibór. War der in einem Kriegsgefangenenlager rekrutierte Trawniki-Mann unbeteiligter Wachsoldat, williger Handlanger der SS oder Mörder aus eigenem Antrieb? Angelika Benz hat den Prozess von Anfang bis Ende beobachtet. Sie rekonstruiert die Verhandlungen, porträtiert Angeklagten, Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und Nebenkläger und stellt die historischen Hintergründe dar. Momentaufnahmen aus dem Gerichtssaal geben einen präzisen Einblick in den Prozessalltag.

ZeitgeschichteN

Band 6

Zweimal verfolgt

2. Auflage 2011

ISBN 978-3-86331-051-6
208 Seiten
Preis: 18,00 Euro

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Johanna Krause

Zweimal verfolgt
Eine Dresdner Jüdin erzählt

Aufgezeichnet von
Carolyn Gammon und Christiane Hemker

Johanna Krause, Tochter einer ungarischen Jüdin und eines deutschen Fabrikanten, wird 1935 zusammen mit ihrem nichtjüdischen Mann Max wegen Verstoßes gegen die Rassengesetze verhaftet und später zur Zwangsarbeit gezwungen. Sie ist bereits im achten Monat schwanger, als die Nazis ihr Kind abtrieben und Johanna sterilisierten. Ihr Leidensweg führt sie durch drei Konzentrationslager, ehe sie nach dem Krieg nach Dresden zurückkehrt, um ihren Mann zu suchen. Das Ehepaar Krause engagiert sich in den 50er-Jahren beim Aufbau der DDR, bis zu dem Tag, an dem Johanna feststellt, dass der neue Parteisekretär kein anderer ist als der SS-Offizier, der versucht hatte, sie zu vergewaltigen und zu ertränken. Bei dem Versuch, ihn anzuklagen, wird sie abermals, diesmal von der DDR-Obrigkeit, verfolgt. Johanna ist fortan antisemitischen Attacken ausgesetzt und kommt zusammen mit ihrem Mann erneut ins Gefängnis. "Zweimal verfolgt" ist das Ergebnis zahlreicher Gespräche, die Carolyn Gammon und Christiane Hemker mit Johanna Krause bis zu deren Tod 2001 führten.

Bibliothek der
Erinnerung


Band 13

978-3-940938-83-1

Mai 2011

ISBN: 978-3-940938-83-1
318 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Verena Buser

Überleben von Kindern und Jugendlichen in den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Auschwitz und Bergen-Belsen

Über Kinder und Jugendliche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern ist nur wenig bekannt. Wenn sie den Mordaktionen entkamen, konnten sie, wie in Sachsenhausen, Opfer medizinischer Experimente werden. Im Lagerkomplex Auschwitz überlebten einige der jüngsten Häftlinge in Maurerschulen. Sie ergriffen immer wieder selbst Maßnahmen, um Massenselektionen und Missbrauch zu entkommen.
Kinder und Jugendliche aus Bergen-Belsen berichteten nach dem Krieg eindrücklich über ihr Leben unter den Bedingungen der KZ-Haft. Die Studie rekonstruiert erstmals Lebens- und Erfahrungswelten Minderjähriger in den drei zentralen Konzentrationslagern Sachsenhausen, Auschwitz und Bergen-Belsen und gibt einen umfassenden Einblick in das Schicksal der jüngsten KZ-Häftlinge.

Geschichte der
Konzentrationslager
1933–1945


Band 13

978-3-86331-028-8

Mai 2011

ISBN: 978-3-86331-028-8
159 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Elite Olshtain

Der Lehmofen
Ein Mädchen aus Czernowitz auf dem Weg nach Israel

„Allein der Gedanke an die Tatsache, dass ich selbst eine Holocaustüberlebende war, erzeugte in mir Schuldgefühle; niemand sollte etwas davon wissen. Ich versuchte sogar vorzugeben, eine Sabra – eine in Israel Geborene – zu sein, und dass ich eine ganz normale Kindheit gehabt hätte. Ich hatte alles vergessen wollen, aber trotzdem erinnerte ich mich. Es waren zwar nur Bilder aus der Perspektive eines Kleinkindes, aber diese Bilder waren deutlich und lebhaft, und niemand anders hätte etwas von deren Existenz wissen können. Hier also die Geschichte – so wie ich mich daran erinnere: die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs aus der Sicht eines kleinen Mädchens.“

978-3-86331-017-2

Mai 2011

ISBN: 978-3-86331-017-2
120 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Andreas H. Apelt (Hrsg.)

Von der Volkskammerwahl zur Deutschen Einheit

Voraussetzungen, Bedingungen, Verlauf

Zum 20. Jahrestag der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl veranstaltete die Deutsche Gesellschaft e. V. am 2. Dezember 2010 ein Symposium, das die innen- und außenpolitischen Stationen auf dem Weg zur Wiedervereinigung von der DDR-Volkskammerwahl am 18. März 1990 bis zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 in den Mittelpunkt stellte. Die vorliegende Publikation dokumentiert die Ergebnisse der Tagung.

978-3-86331-008-0

Mai 2011

ISBN: 978-3-86331-008-0
368 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Claus Gerhard

Der begrenzte Himmel
Drachen- und Gleitschirmfliegen in der DDR

Drachenflieger und Paraglider in der DDR lebten gefährlich: Abgesehen von den Unfallgefahren jeder Luftsportart mussten sich die ostdeutschen Piloten davor hüten, entdeckt zu werden, denn die Regierung unterstellte ihnen, sie würden ihre Geräte zur Flucht in den Westen benutzen. Hängegleiten war deshalb streng verboten – eine weltweit einmalige Bestimmung.
Wer trotzdem das faszinierende Gefühl des Drachen- und Gleitschirmfliegens erleben wollte, brauchte Mut, Fantasie und Verschwiegenheit: Die selbst gebauten Fluggeräte und die fehlende Ausbildung bargen Risiken, und das Ministerium für Staatssicherheit überwachte und sanktionierte die Unternehmungen der Piloten.
Claus Gerhard schildert ihre aufregend schönen, oft aber auch bedrückenden Erfahrungen sowie die Reaktion der Sicherheitsorgane. Er konnte Stasi-Akten einsehen und fast einhundert Betroffene zu ihren Erlebnissen befragen. Zahlreiche Abbildungen illustrieren die Geschichte einer mit Begeisterung betriebenen Sportart unter den Bedingungen des DDR-Sozialismus.

978-3-86331-032-5

Mai 2011

ISBN 978-3-86331-032-5
176 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Hannes Heer · Jürgen Kesting · Peter Schmidt

Verstummte Stimmen
Die Vertreibung der „Juden“ und „politisch Untragbaren“ aus
den Dresdner Theatern 1933 bis 1945

Die erstmals 2006 in Hamburg gezeigte Wanderausstellung „Verstummte Stimmen“ widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel der Nazizeit – der Säuberung der deutschen Opernhäuser. Die aus einem überregionalen und einem jeweils neu recherchierten lokalen Teil bestehende Ausstellung erzählt das Schicksal von 44 prominenten Komponisten, Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik der Nationalsozialisten wurden, darunter Arnold Schönberg, Kurt Weill, Otto Klemperer, Bruno Walter, Gitta Alpár, Delia Reinhardt, Lotte Schöne, Richard Tauber, Joseph Schmidt und Friedrich Schorr.

Die lokale Fallstudie beschäftigt sich mit der Geschichte der Semperoper, des Staatsschauspiels Dresden sowie der Dresdner Privattheater in dieser Zeit. Neben den Solisten der Oper werden auch die verfolgten Schauspieler des Staatsschauspiels vorgestellt. Darüber hinaus erinnern Ausstellung und Katalog an viele bisher Namenlose, die damals entlassen wurden – Chor- und Orchestermitglieder, Bühnenarbeiter und Handwerker. Erstmals wird auch an die Schicksale von ca. 90 ausländischen Arbeitern und Musikern erinnert, die meist mit Zwang nach Dresden geschafft worden waren.
Insgesamt vertrieben die neuen Machthaber bis 1945 in Dresden mehr als 50 Ensemblemitglieder aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder politischen Einstellung.

978-3-86331-031-8

Mai 2011

ISBN 978-3-86331-031-8
240 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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„Seid wachsam, dass über Deutschland
nie wieder die Nacht hereinbricht.“

Gewerkschafter in Konzentrationslagern 1933–1945

Herausgegeben von Siegfried Mielke und Günter Morsch

Gewerkschafter gehörten zu den frühesten und aktivsten Gegnern des Nationalsozialismus. Viele von ihnen bezahlten Widerspruch und Widerstand mit der Inhaftierung in Konzentrationslagern. Die hier versammelten 34 Biografien würdigen einen kleinen Teil dieser mutigen Männer und Frauen.
Neben ihrem Verfolgungsschicksal stellen sie die Gesamtpersönlichkeit, den Werdegang vor der Inhaftierung und, soweit sie die KZ-Haft überlebten, ihren Anteil am gewerkschaftlichen Wiederaufbau in der Nachkriegszeit vor und leisten damit auch einen Beitrag zur gewerkschaftlichen Erinnerungskultur.

978-3-940938-84-8

April 2011

ISBN 978-3-940938-84-8
428 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Katrin Reichelt

Lettland unter deutscher Besatzung 1941–1944

Der lettische Anteil am Holocaust

Die Reaktion der Bevölkerung des Baltikums auf die nationalsozialistische Besetzung (1941–1944) war stark von der vorangegangenen traumatischen Erfahrung der sowjetischen Okkupation geprägt. Bei der Verfolgung, Ausbeutung und Ermordung der Juden Lettlands arbeiteten Besatzer und Einheimische oft Hand in Hand. Zwang und Abhängigkeit ebenso wie Antisemitismus und das Streben nach persönlicher Bereicherung machten Letten zu Mittätern. Die Studie zeichnet Täterstrukturen und -profile nach, diskutiert Ursachen und Motive der Kollaboration angesichts der Gewalt der deutschen Okkupationspolitik und bietet Deutungsmuster an.

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Band 78

978-3-940938-85-5

April 2011

ISBN 978-3-940938-85-5
623 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Herwig Baum

Varianten des Terrors

Ein Vergleich zwischen der deutschen und rumänischen Besatzungsverwaltung in der Sowjetunion 1941–1944

Rumänien war der wohl wichtigste Bündnispartner des nationalsozialistischen Deutschland beim Überfall auf die Sowjetunion. Das Regime unter Diktator Ion Antonescu erhielt in der Südwestukraine ein eigenes Besatzungsgebiet, das als Transnistrien bezeichnet wurde. An der Seite Deutschlands beteiligte sich Rumänien an der Unterdrückung und Ausbeutung der Bevölkerung, an der Verfolgung und Vernichtung der Juden wie auch von Roma und Sinti. Die Studie vergleicht das Agieren rumänischer und deutscher Dienststellen in Transnistrien und untersucht, in welchem Maße sich die rumänische Okkupationspolitik an die des Verbündeten anlehnte und wo sie sich unterschied.

978-3-86331-013-4

April 2011

ISBN 978-3-86331-013-4
411 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Hannes Heer
Sven Fritz
Heike Drummer
und Jutta Zwilling

Verstummte Stimmen
Die Vertreibung der „Juden“ und „politisch Untragbaren“
aus den hessischen Theatern 1933 bis 1945

Schriften der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen 27

Die Vertreibung von Tausenden „jüdischer“ und „politisch untragbarer“ Ensemblemitglieder 1933 aus den deutschen Theatern war das Ergebnis einer rassistischen Kulturpolitik, die als Kampf gegen den „Musikbolschewismus“ und die „entartete Musik“ lange vorher propagiert und von Teilen des Bürgertums mitgetragen wurde. Am Beispiel der sechs hessischen Theater Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Gießen und Kassel zeigen die Autoren erstmals die Vertreibungspraxis und die Folgen für die Opfer in einer Region.

978-3-940938-90-9

April 2011

ISBN 978-3-86331-016-5
286 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Anna Kaminsky (Hrsg.)

Erinnerungsorte an die Opfer des Kommunismus in Belarus

Der vorliegende Band stellt 141 Denkmäler und Erinnerungsorte für die Opfer der kommunistischen Diktatur in Belarus vor. Angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen in Belarus ist diese Dokumentation ebenso aktuell wie politisch brisant. Viele Denkmäler und Erinnerungszeichen wurden gegen den massiven Widerstand der staatlichen Machthaber errichtet, viele wurden wiederholt zerstört. Zur kontroversen Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktatur gehört auch die von Präsident Lukaschenka angeordnete Aufstellung einer Kopie der Statue von Feliks Dscherschinskij im Innenhof des belarussischen Innenministeriums. Sie hatte einst vor dem Hauptquartier des berüchtigten kommunistischen Geheimdienstes in Moskau gestanden.

978-3-86331-006-6

April 2011

ISBN 978-3-86331-006-6
400 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Rainer Eckert

SED-Diktatur und Erinnerungsarbeit im vereinten Deutschland: Auswahlbibliografie zu Widerstand und politischer Repression

Die Vermittlung von Zivilcourage in der Diktatur und die Beschreibung des Lebens unter totalitären Herrschaftsverhältnissen sind wichtige Beiträge zur Förderung und zum Schutz der Demokratie. Die Forschung zu den Themen Opposition, Widerstand und Repression in der SED-Diktatur ist weit vorangeschritten. Die vorliegende Bibliografie bietet eine umfassende, thematisch gegliederte und beeindruckende Bestandsaufnahme der in 20 Jahren erschienenen Literatur. Damit leistet sie einen bedeutenden Beitrag zur Vermittlung der gewonnenen Erkenntnisse über die Wissenschaft hinaus.

978-3-940938-89-3

April 2011

ISBN 978-3-940938-89-3
294 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Isabel Enzenbach

Klischees im frühen historischen Lernen

Jüdische Geschichte und Gegenwart, Nationalsozialismus und Judenfeindschaft im Grundschulunterricht

Die nationalsozialistische Judenverfolgung ist ein Kernthema des historischen Lernens in der Grundschule und in Klasse 5 und 6, auch wenn dies nicht den curricularen Vorgaben entspricht. Die Alltagspräsenz des Themas, Fragen der Schüler und die Bedeutung, die Lehrende dem Holocaust für die historische Sinnbildung beimessen, führen zu vielfältiger Unterrichtspraxis. Die pädagogische Intervention kreist dabei um den Völkermord an den europäischen Juden und wirft beständig die Frage der altersgemäßen Vermittlung und der Vermeidung einer stereotypen Darstellung von Juden auf.
Isabel Enzenbach untersucht Unterrichtskonzeptionen und -praxis zu diesem und den angrenzenden Themen jüdische Geschichte, Zweiter Weltkrieg, Nationalsozialismus und Antisemitismus. Die Studie liefert am Berliner Beispiel empirische Befunde, die die Bedeutung des zeitgeschichtlichen Lernens für die Grundschule und die geschichtsdidaktischen Herausforderungen in der Migrationsgesellschaft belegen.

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Band 79

978-3-940938-90-9

März 2011

ISBN 978-3-940938-90-9
558 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Michael Heinz

Von Mähdreschern und Musterdörfern

Industrialisierung der DDR-Landwirtschaft und die Wandlung des ländlichen Lebens


Nach dem Abschluss der Zwangskollektivierung sah die SED die Chance gekommen, die Verhältnisse auf dem Land von Grund auf umzukrempeln. Die neue Zauberformel hieß „Einführung industriemäßiger Produktionsmethoden“. Die Arbeit der Genossenschaftsbauern in den LPG sollte sich der Tätigkeit der Arbeiterschaft in den Fabriken angleichen, das Leben der Landbevölkerung urbaner werden.
In jahrelanger Forschung hat sich Michael Heinz intensiv mit der Landwirtschaft und dem ländlichen Leben in der DDR nach der Kollektivierung auseinandergesetzt. Entstanden ist ein detailreiches Werk über Anspruch und Wirklichkeit der SED-Agrar- und Strukturpolitik und deren Auswirkungen.

978-3-940938-82-4

Februar 2011

ISBN 978-3-940938-82-4
478 Seiten
Preis: 28,00 Euro

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Martin Ulmer

Antisemitismus in Stuttgart 1871–1933

Studien zum öffentlichen Diskurs und Alltag

Antijüdische Krawalle und Übergriffe, Diskriminierungen und antisemitisch gefärbte Medienberichte und Agitationen lassen sich in Stuttgart lange vor der NS-Machtübernahme nachweisen. An diese Strukturen konnten die Nationalsozialisten anknüpfen. Die epochenübergreifende Lokal- und Regionalstudie beleuchtet die Kontinuitäten und Zäsuren des Antisemitismus in öffentlichen Diskursen und in der Alltagswelt der württembergischen Landeshauptstadt mit ihrem dominanten nationalen Milieu. Die historisch-kulturwissenschaftliche Arbeit eröffnet einen neuen Blick auf die codierten und latenten Formen des Antisemitismus und auf die Bedeutung der Ko-existenz von moderater und radikaler Judenfeindschaft in der politischen Kultur. Die Stuttgarter Befunde leisten einen wichtigen Beitrag zu Bedingungen, Formen, Kontinuitäten und Dynamiken von Antisemitismus in Deutschland im Kaiserreich und in der Weimarer Republik.

978-3-86331-005-9

Februar 2011

ISBN 978-3-86331-005-9
159 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Eva Szepesi

Ein Mädchen allein auf der Flucht

Ungarn – Slowakei – Polen (1944–1945)

Als die Deutschen im Frühjahr 1944 in Ungarn einmarschieren, beginnt die Verfolgung und Ermordung der ungarischen Juden. Die elfjährige Eva Szepesi wird von ihrer Mutter in die Slowakei geschickt. Von nun an lebt das jüdische Mädchen auf der Flucht. Sie findet Verstecke bei gutwilligen Menschen, doch schließlich wird sie gefangen genommen und nach Auschwitz verschleppt. Nach dem Krieg schweigt Eva Szepesi fünfzig Jahre lang. Erst Mitte der neunziger Jahre kann sie über das Erlebte sprechen.

Bibliothek der Erinnerung

Band 22

978-3-940938-99-2

Januar 2011

ISBN 978-3-940938-99-2
XXXIV, 446 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentötungen durch Giftgas
Historische Bedeutung, technische Entwicklung, revisionistische Leugnung

Herausgegeben von Günter Morsch und Bertrand Perz
unter Mitarbeit von Astrid Ley

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 29

Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der ersten umfassenden Darstellung zum Thema „Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas“, die die KZ-Überlebenden Eugen Kogon und Hermann Langbein 1983 zusammen mit anderen vorlegten, wird hier der neueste Forschungsstand präsentiert. International ausgewiesene Wissenschaftler thematisieren die historischen Hintergrunde wie auch die naturwissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen der Massentötungen durch Giftgas und ihre konkrete Durchführung im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten. Darüber hinaus werden in länderspezifischen Beiträgen Positionen international agierender Holocaust-Leugner in den Blick genommen und Gegenstrategien formuliert.

978-3-940938-87-9

Januar 2011

ISBN 978-3-940938-87-9
420 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Das KZ Neuengamme und seine Außenlager
Geschichte, Nachgeschichte, Erinnerung, Bildung

Herausgegeben im Auftrag der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
von Oliver von Wrochem unter Mitarbeit von Lars Jockheck

Reihe Neuengammer Kolloquien, Band 1

Die Neuengammer Kolloquien präsentieren aktuelle Forschungen zu Themen, die mit dem ehemaligen Konzentrationslager Neuengamme, seiner Nachgeschichte sowie mit Fragen von Bildung und Erinnerung verbunden sind. Dabei werden die Erfahrungen anderer Gedenkorte mit einbezogen. Der Sammelband bündelt aktuelle Forschungsarbeiten sowie Beiträge, die übergreifende Perspektiven auf die Arbeit in und an Gedenkstätten ermöglichen.

978-3-86331-004-2

Januar 2011

ISBN 978-3-86331-004-2
183 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Rudi Beckert

Glücklicher Sklave
Eine Justizkarriere in der DDR

Mit einem Vorwort von Karl Wilhelm Fricke

Rudi Beckert war der fünfthöchste Richter der DDR. Rückblickend schildert er sein Leben und setzt sich mit dem Justizalltag im SED-Staat kritisch auseinander. Das Ergebnis ist „eine vorbehaltlose Rechenschaftslegung“, was seine Lebenserinnerungen exemplarisch macht, so Karl Wilhelm Fricke im Vorwort. Zahlreiche interne Abläufe sowie das Zusammenwirken von Justiz, Partei und Staatssicherheit werden aus der Innenperspektive behandelt. Beckert stellt die Frage nach dem Charakter der DDR als Unrechtsstaat und weicht der Antwort nicht aus – er argumentiert differenziert, indem er seine eigene Rolle als „glücklicher Sklave“ reflektiert.

978-3-86331-002-8

Januar 2011

ISBN 978-3-86331-002-8
340 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Michael Kohlstruck, Andreas Klärner (Hrsg.)

Ausschluss und Feindschaft
Studien zu Antisemitismus und Rechtsextremismus

Rainer Erb zum 65. Geburtstag

Die Beiträge des Bandes setzen sich mit Aspekten der mittelalterlichen Judenfeindschaft, des neuzeitlichen Antisemitismus und des aktuellen Rechtsextremismus auseinander. Vereint sind historische und exemplarische Darstellungen sowie theoriegeleitete Analysen. Auch die Möglichkeiten von Prävention und Intervention werden thematisiert.

978-3-86331-003-5

Januar 2011

ISBN 978-3-86331-003-5
255 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Lucien Steinberg

Nach der Katastrophe
Reflexionen über Antisemitismus und den Holocaust 1970–2007

Ausgewählt von Brigitte Mihok
Aus dem Französischen übersetzt von Bjoern Weigel

Lucien Steinberg (1926–2008) war französischer Patriot und engagierter Humanist, Philanthrop und Kosmopolit. Sein Lebenswerk bestand in der Erforschung der Shoah und ihrer Wurzeln im Antisemitismus, seine besondere Leidenschaft galt dem Widerstand von Juden. Als Publizist war er Chronist und Kommentator seiner Zeit und Berichterstatter und Seismograf für antisemitische Tendenzen in Europa. „Nach der Katastrophe“ versammelt Beiträge, die Lucien Steinberg von 1970 bis 2007 für die Zeitschrift „Presse Nouvelle Magazine Progressiste Juif“ geschrieben hat. Sie erscheinen erstmals in deutscher Sprache.

Bibliothek der Erinnerung

Band 21

978-3-940938-88-6

Dezember 2010

ISBN 978-3-940938-88-6
704 Seiten
Preis: 39,90 Euro

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Helmuth Bauer

Innere Bilder wird man nicht los
Die Frauen im KZ-Außenlager Daimler-Benz Genshagen

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 30

In der Genshagener Heide südlich von Berlin wurde im Herbst 1944 der nationalsozialistische Kriegsmusterbetrieb Daimler-Benz Genshagen
zum Konzentrationslager für 1100 Frauen aus Ravensbrück.
Helmuth Bauer stellt den Bilddokumenten und Darstellungen zur Unternehmens-geschichte seinen in zwei Jahrzehnten angesammelten Schatz an Biografien, Fotografien und Erinnerungen der Überlebenden gegenüber. Eine besondere Würdigung erfahren Edit Kiss und der Zyklus Deportation, den die ungarische Bildhauerin unmittelbar nach ihrer Befreiung gemalt hat. Wir sehen „innere Bilder“, die die Künstlerin nicht mehr losgelassen haben.

978-3-940938-74-9

Dezember 2010

ISBN 978-3-940938-74-9
400 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Luise Hirsch

Vom Schtetl in den Hörsaal:
Jüdische Frauen und Kulturtransfer


„Was motivierte jüdische Frauen in so erstaunlicher Zahl zum Studium an Universitäten des Kaiserreichs? Dem geht Luise Hirsch am Beispiel der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin nach, an der bis 1914 ein Viertel der Studentinnen jüdisch war. Erstmals unterscheidet sie zwischen den deutschen Studentinnen und denen aus dem Zarenreich – zwei kulturell und sozial völlig getrennte Gruppen. Beide aber profitierten nicht nur von der traditionellen Hochschätzung intellektuellen Lernens im Judentum, sondern auch vom Ausschluss von diesem religiösen Ideal der Männlichkeit, das Frauen mehr weltliche Bildung erlaubt hatte. Die Studentinnen aus Osteuropa, meist aus dem Kleinbürgertum des Schtetl kommend, standen dem traditionellen Judentum näher als die eher bürgerlichen deutschen Studentinnen. Was die russischen Studentinnen vor allem unterschied, war der Einfluss der Praxis weiblicher Berufstätigkeit der Jüdinnen im Zarenreich, orientiert an Selbstständigkeit und Durchsetzungskraft. Auch der russische Nihilismus propagierte Gleichberechtigung und Erwerbstätigkeit der Frau. Geprägt von diesem unbürgerlichen Geschlechtsideal, waren die russischen Studentinnen Pionierinnen des Frauenstudiums in Deutschland und der Schweiz.
Anhand zahlreicher Memoiren wird die so unterschiedliche Lebenswelt beider Gruppen veranschaulicht. Russische Studentinnen lebten oft in Armut und promovierten meist in Medizin. Deutsche Jüdinnen wählten auch andere Fächer und bildeten nach 1918 die Mehrheit der Habilitandinnen. Ihre Lebenswege können oft über erste Karrieren in der Weimarer Zeit bis zur Zerstörung durch den Nationalsozialismus dargestellt werden.
Diese transnationale und interkulturelle Studie kommt zu dem interessanten Schluss, dass die jüdische Minderheit die Avantgarde des Frauenstudiums bildete, gefolgt von der christlichen Mehrheit – dass also der Kulturtransfer von der Minderheit zur Mehrheit verlief, weil sich die kulturellen Werte beider hinreichend nahestanden.“
Prof. Dr. Monika Richarz

minima judaica

Band 9

978-3-940938-92-3

November 2010

ISBN 978-3-940938-92-3
416 Seiten
Preis: 21,00 Euro
(im Abonnement 16,–)

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Jahrbuch für Antisemitismusforschung 19

Herausgegeben von Wolfgang Benz

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

978-3-940938-48-0

November 2010

ISBN 978-3-940938-48-0
296 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Jana Jelitzki · Mirko Wetzel

Über Täter und Täterinnen sprechen

Nationalsozialistische Täterschaft in der pädagogischen Arbeit von KZ-Gedenkstätten

Die Genese des Holocaust ist ohne den Blick auf die Verantwortlichen des nationalsozialistischen Massenmords nicht zu verstehen. Davon ausgehend untersucht die Studie gedenkstättenpädagogische Konzepte zur Auseinandersetzung mit Täterschaft. Sie fragt danach, wie Täter und Täterinnen dargestellt werden und welche Aspekte für die Vermittlung unter pädagogischen Gesichtspunkten von Bedeutung sind. Grundlage der Untersuchung bilden Interviews mit Gedenkstättenpädagogen sowie die Analyse zweier Expositionen der KZ-Gedenkstätten Neuengamme und Ravensbrück, in denen die Täter und Täterinnen im Zentrum stehen.

978-3-86331-001-1

November 2010

ISBN 978-3-86331-001-1
480 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Emil Büge

1470 KZ-Geheimnisse

Heimliche Aufzeichnungen aus der Politischen Abteilung des KZ Sachsenhausen Dezember 1939 bis April 1943

Der Reklamefachmann Emil Büge nutzt als Häftling des KZ Sachsenhausen seine Position als Hilfskraft in der Politischen Abteilung der KZ-Kommandantur für seinen persönlichen Rachefeldzug gegen die SS: Dreieinhalb Jahre macht er heimlich Abschriften aus den Akten, die die Willkür und Brutalität von Gestapo und SS, Einzelschicksale von Häftlingen und die Vernichtung ganzer Häftlingsgruppen dokumentieren. Büge kann seine Notizen zwar aus dem Lager schmuggeln, aber sie weder den Alliierten zuspielen noch später veröffentlichen.
1950 nimmt er sich das Leben. Seine Notizen vermitteln einen faszinierenden Einblick in die abgeschlossene Innenwelt und das Schicksal lange vergessener Opfergruppen des Konzentrationslagers der Reichshauptstadt Berlin.

978-3-940938-98-5

November 2010

ISBN 978-3-940938-98-5
221 Seiten
Preis: 20,00 Euro

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Renate Eichmeier · Edith Raim (Hrsg.)

Zwischen Krieg und Liebe

Der Dichter Jehuda Amichai

Die Gedichte von Jehuda Amichai (geboren 1924 in Würzburg, gestorben 2000 in Jerusalem) spiegeln ein intensives, konfliktreiches Leben voller Sinnlichkeit und Humor. „Ich bin kein Dichter, ich bin ein Mensch, der Gedichte schreibt.“ So hat er sich selbst beschrieben und so sind seine Gedichte und seine literarischen Arbeiten insgesamt zu verstehen. Obwohl seine Arbeiten in über dreißig Sprachen übersetzt wurden, ist Jehuda Amichai in Deutschland weitgehend unbekannt. Der Band versucht eine Annäherung an Leben und Werk und enthält neben autobiografischen Aufzeichnungen und bisher unübersetzten Gedichten Beiträge von Literaten, Literaturwissenschaftlern und Historikern über verschiedene Aspekte seines literarischen Schaffens. 

978-3-940938-95-4

November 2010

ISBN 978-3-940938-95-4
200 Seiten
Preis: 17,00 Euro

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Ute Benz · Wolfgang Benz (Hrsg.)

Gewalt zwischen den Generationen

Strukturen extremen gesellschaftlichen Verhaltens

Gewalt als gesellschaftliches Phänomen geschieht immer in einem historischen, politischen, sozialen und familiären Umfeld. Exzesse sind nicht als Pathologie Einzelner oder von Gruppen zu verstehen. Die Beiträge des Bandes untersuchen strukturell wirksame Zusammenhänge von Gewalt und fragen nach den Einflüssen von bewussten und unbewussten Tradierungen, Idealen, Idealisierungen und Leitbildern. Diese sind unvermeidlich mit Mustern von Entwertungen und Versagensängsten verknüpft, die von einer Generation an die nächste weitergegeben werden.

978-3-940938-96-1

November 2010

ISBN 978-3-940938-96-1
167 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Michael Beleites, Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Robert Grünbaum (Hrsg.)

Klassenkampf gegen die Bauern

Die Zwangskollektivierung der ostdeutschen Landwirtschaft und ihre Folgen bis heute

Die Umgestaltung der DDR-Landwirtschaft nach sowjetischem Modell folgte ideologischen Vorgaben: Es ging um die Eliminierung der Bauern als Klasse, um eine flächendeckende Proletarisierung des Bauernstandes. Fünfzig Jahre nach dem Abschluss der Zwangskollektivierung im Frühjahr 1960 beleuchten Zeitzeugen, Journalisten und Historiker dieses geschichtliche Ereignis und seine gravierenden Folgen aus unterschiedlichen Perspektiven. Auch nach 20 Jahren Deutscher Einheit und EU-Subventionen sind kommunistisch geprägte Agrarstrukturen eine Herausforderung für die Zukunftsfähigkeit der ländlichen Räume Ostdeutschlands.

978-3-940938-79-4

2. Auflage 2011

ISBN 978-3-940938-79-4
815 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Andreas Stirn

Traumschiffe des Sozialismus

Die Geschichte der DDR-Urlauberschiffe 1953–1990

Als 1960 die „Völkerfreundschaft“ als erstes ostdeutsches Urlauberschiff in See stach, war ein ehrgeiziges DDR-Projekt gestartet: „Verdiente Werktätige“ sollten Ferien auf den Weltmeeren machen. Die erste wissenschaftliche Darstellung zur Geschichte der DDR-Urlauberschiffe erzählt von den frühen Planungen der SED, der Spendenaktion zum Bau der „Fritz Heckert“, von Fluchtversuchen nach dem Mauerbau und von der Begegnung von West- und Ostdeutschen auf der „Arkona“.

978-3-940938-80-0

Oktober 2010

ISBN 978-3-940938-80-0
774 Seiten
Preis: 39,90 Euro

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Nikita Petrov

Die sowjetischen Geheimdienstmitarbeiter in Deutschland

Der leitende Personalbestand der Staatssicherheitsorgane der UdSSR in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und der DDR von 1945–1954
Biografisches Nachschlagewerk

Herausgegeben von Memorial International, Moskau

Der sowjetische Geheimdienst in der SBZ-DDR hatte den Auftrag, die sozialistische Diktatur in Ostdeutschland zu etablieren, zu stabilisieren und die deutschen Staatssicherheitsorgane zu unterweisen. Nikita Petrov konnte annähernd 1000 Mitarbeiter identifizieren. Das Handbuch ist nicht nur für ehemals Verfolgte und deren Angehörige von besonderem Wert, sondern gibt auch der historischen Forschung grundlegendes Material an die Hand.

978-3-940938-97-8

Oktober 2010

ISBN 978-3-940938-97-8
224 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Revolution und Einheit

Schlaglichter einer Zeitenwende

Herausgegeben von der Kooperative Berlin in Zusammenarbeit mit Andreas Stirn und Jochen Thermann

Der Mauerfall symbolisiert das Ende des Kalten Krieges, die deutsche Einheit besiegelt es. 20 Jahre nach der Epochenwende haben die Autoren der Webseite „Revolution und Einheit“ Analysen verfasst, an historische Momente erinnert, Zeitzeugen interviewt, mit Historikern gesprochen und Seitenblicke gewagt.
Von der Solidarnosc über die Fluchtbewegung nach Ungarn, von der Botschaftsbesetzung in Prag zu den Demonstrationen in Dresden, Plauen und Leipzig, vom Mauerfall bis zur Besetzung der Stasizentrale, von der ersten und letzten freien Volkskammerwahl bis zu den diplomatischen Kabinettstückchen zwischen Moskau, Bonn und Washington wurde der historische, der revolutionäre Verlauf zweier Jahre verfolgt. Die besten Essays, Interviews, Analysen und Geschichten sind nun in einem Buch gebündelt.

978-3-940938-63-3

September 2010

ISBN 978-3-940938-63-3
424 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Dirk Riedel

Ordnungshüter und Massenmörder im Dienst der „Volksgemeinschaft“:
Der KZ-Kommandant Hans Loritz


Acht Jahre stand der Augsburger Ex-Polizist Hans Loritz an der Spitze der Konzentrationslager Esterwegen, Dachau und Sachsenhausen, ehe er 1942 die Führung von Gefangenenlagern der SS in Norwegen übernahm. Loritz übte als dienstältester KZ-Kommandant starken Einfluss auf die SS-Karrieren anderer Täter aus, unterhielt gute Beziehungen zur Nachbarschaft der Lager und verfügte über weitreichende Handlungsspielräume.
Der ebenso rücksichtslose wie korrupte Lagerkommandant trieb im Dienst der „Volksgemeinschaft“ die Eskalation der Gewalt bis hin zum Massenmord zielstrebig voran.

Geschichte der
Konzentrationslager
1933–1945


Band 12

978-3-940938-93-0

September 2010

ISBN 978-3-940938-93-0
374 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Totenbuch sowjetisches Speziallager Nr. 7/Nr. 1
in Weesow und Sachsenhausen 1945–1950


Herausgegeben von der Gedenkstätte und
Museum Sachsenhausen /
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Bearbeitet von Ines Reich

Im sowjetischen Speziallager Nr. 7/Nr. 1 in Weesow und Sachsenhausen hielt der sowjetische Geheimdienst bis Anfang 1950 etwa 60 000 Menschen gefangen. Es war damit das größte der zehn Speziallager, die auf dem Territorium der SBZ und späteren DDR eingerichtet wurden und in denen insgesamt mehr als 43 000 Menschen, davon etwa 12 000 in Sachsenhausen, starben. Durch das Totenbuch sollen die Opfer dem von den Tätern beabsichtigten Verschweigen und Vergessen entrissen werden.

978-3-940938-94-7

September 2010

ISBN 978-3-940938-94-7
206 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Robert Grünbaum

Deutsche Einheit

Ein Überblick 1945 bis heute

Die Friedliche Revolution in der DDR und die deutsche Einheit 1990 gehören zu den herausragenden Ereignissen der Geschichte. Zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands fasst Robert Grünbaum Ursachen, Rahmenbedingungen und Verlauf des Wandels zusammen und analysiert den Vereinigungsprozess und seine Auswirkungen bis in die Gegenwart.

978-3-940938-91-6

September 2010

ISBN 978-3-940938-91-6
267 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Andreas H. Apelt · Robert Grünbaum · Martin Gutzeit (Hrsg.)

Der Weg zur Deutschen Einheit

Mythen und Legenden

Die Vereinigung Deutschlands im Jahr 1990 war ein historisches Jahrhundertereignis. Rund um den Vereinigungsprozess entstanden Mythen und Legenden, die das Geschichtsbild der Deutschen bis heute beeinflussen. Der Sammelband dokumentiert die Ergebnisse einer Konferenz, auf der sich 20 Jahre nach dem historischen Ereignis Zeitzeugen, Politiker und Wissenschaftler in Vorträgen und Diskussionsrunden mit dem Weg zur Deutschen Einheit auseinandersetzten.

978-3-940938-81-7

September 2010

ISBN 978-3-940938-81-7
374 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Francesco Di Palma

Liberaler Sozialismus in Deutschland und Italien im Vergleich

Das Beispiel Sopade und Giustizia e Libertà

Die Lehre des liberalen Sozialismus erfuhr ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen beachtlichen Aufschwung. Dieser Entwicklung geht die vorliegende Studie nach, indem sie die Geschichte der Sopade, des Rumpfvorstands der SPD, und der italienischen Giustizia & Libertà rekonstruiert und vergleicht. Die Analyse ihrer ideologischen und organisatorischen Entfaltung greift Parallelen und Unterschiede im Kontext der nationalen politischen Traditionen auf und beschreibt die Auseinandersetzung der Parteien mit den sich etablierenden Diktaturen. Besonderes Augenmerk gilt den Widerstandsjahren im Exil (1922–1945). Dabei werden Formen, Möglichkeiten und Grenzen des politisch-ideologischen Austauschs vor dem Hintergrund der gesamteuropäischen Diskussion über die Probleme des Sozialismus ausgeleuchtet. Damit stellt der Band einen Beitrag zur Erforschung der teilweise in Vergessenheit geratenen sozialistischen Kultur der Zwischenkriegszeit, des „dritten Weges“, dar.

978-3-940938-76-3

August 2010

ISBN 978-3-940938-76-3
152 Seiten
Preis: 17,00 Euro

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Paul Schaffer

Als ich in Auschwitz war

Bericht eines Überlebenden

Mit einem Vorwort von Simone Veil

Paul Schaffer wächst als jüngster Sohn einer jüdischen Familie in Wien auf. Nach dem Novemberpogrom 1938 flieht er mit seinen Eltern nach Belgien und Südfrankreich. Dort wird er zunächst interniert, danach mit seiner Mutter und Schwester über Drancy nach Auschwitz deportiert. Die Frauen werden sofort ermordet. Paul überlebt als Zwangsarbeiter bei Siemens-Schuckert.
Nach der Evakuierung des Außenlagers Bobrek gelingt ihm auf abenteuerlichen Wegen die Flucht nach Frankreich.

Bibliothek der Erinnerung

Band 20

978-3-940938-73-2

August 2010

ISBN 978-3-940938-73-2
163 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Erich Kohlhagen

Zwischen Bock und Pfahl

77 Monate in den deutschen Konzentrationslagern

Erich Kohlhagen wurde 1938 von den Nationalsozialisten verhaftet. Als jüdischer Häftling überlebte er die Konzentrationslager Sachsenhausen, Groß Rosen, Auschwitz und Mittelbau-Dora.
1946 brachte er seine Erinnerungen an die spezifischen Grausamkeiten der einzelnen Lager wie die „Isolierung“ und den Zellenbau in Sachsenhausen, die Steinbrüche in Groß Rosen, den Todesmarsch aus Auschwitz und die unterirdische Raketen-Produktion in Mittelbau-Dora zu Papier.

ÜberLebenszeugnisse

Band 4

978-3-940938-75-6

Juli 2010

ISBN 978-3-940938-75-6
245 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Wolfgang Benz (Hrsg.)

Vorurteile in der Kinder- und Jugendliteratur

Ressentiments gegen Minderheiten in Jugendbüchern, Schullektüren, Comics oder Serien des unterhaltenden Genres sind oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Im Kindes- und Jugendalter erworben, bleiben sie besonders wirksam und bestimmen das Weltbild vieler Erwachsener. Die Folgen können Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt gegenüber ethnischen, kulturellen, sozialen oder sexuellen Minderheiten sein.

Aus dem Inhalt:

Wolfgang Benz:
Von ausgrenzender Propaganda zur missglückten Zuwendung. Feindbilder und Vorurteile im Lesestoff junger Menschen

Mona Körte:
Das Fremde in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

Eske Wollrad: 
Kolonialrassistische Stereotype und Weiße Dominanz in der Pippi-Langstrumpf-Trilogie

Yasemin Shooman: 
„Durch Wüste und Harem.“ „Orient und Orientalen“ bei Karl May

Brigitte Mihok: 
Wild, lockend und gefährlich: „Zigeunerin“ und „Zigeuner“ als populäre Klischees im Comic

Sabine Berloge: 
„Natürlich ist das ein Problem für mich.“ Lesben und Schwule in der Jugendliteratur

Matthias Schwerendt: 
Rudolf Wiggers’ „Rassebüchlein für die Jugend“. 
Radikaler Antisemitismus und völkische Orientbilder in antisemitischen Lektüren für den nationalsozialistischen Unterricht

Ute Benz: 
„Mutter, erzähl von Adolf Hitler!“ Demagogie im Kinderzimmer

Juliane Wetzel: 
„Damals war es Friedrich“. Vom zähen Leben misslungener guter Absicht

Positionen – Perspektiven – Diagnosen

Band 5

978-3-940938-58-9

Juni 2010

ISBN 978-3-940938-58-9
584 Seiten
Preis: 24,90 Euro

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Robert Steegmann

Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof und seine Außenkommandos an Rhein und Neckar 1941–1945

In den Jahren 1941 bis 1945 ließ das nationalsozialistische Regime
etwa 52 000 Häftlinge aus allen Teilen Europas in das KZ Natzweiler-Struthof im Elsass deportieren. Sie sollten dort und in den angegliederten Außenlagern auf beiden Seiten des Rheins Zwangsarbeit leisten. Im Laufe seines Bestehens entwickelte sich Struthof von einem Arbeits- zu einem Todeslager. Nahezu 22 000 Häftlinge starben an Hunger, Entkräftung, Krankheiten – oder wurden direkt ermordet. Die Überlebenden wurden von deutschen Unternehmen, insbesondere in Baden-Württemberg und dem Elsass, erbarmungslos ausgebeutet.
Robert Steegmann ist es in jahrelangen Forschungen gelungen, die Geschichte des KZ Natzweiler-Struthof akribisch zu recherchieren und die Schicksale der massenhaft zu Sklaven degradierten Menschen zu rekonstruieren.

978-3-940938-77-0

Juni 2010

ISBN 978-3-940938-77-0
376 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Werner Bergmann

Soziologische Studien

Zeit, Lebenswelt und soziale Bewegungen

Herausgegeben von
Michael Kohlstruck, Daniel Krüger und Ulrich Wyrwa

Werner Bergmann, Professor am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin, ist als Autor soziologischer und historischer Schriften zum Antisemitismus bekannt. Weniger bekannt ist indes, dass er vor und neben seinem heutigen Arbeitsschwerpunkt durch eine Vielzahl von Studien zu einer bemerkenswert breiten Palette von Themen, Fragen und Problemen der Soziologie hervorgetreten ist. Anlässlich seines 60. Geburtstags machen die Herausgeber Michael Kohlstruck, Daniel Krüger und Ulrich Wyrwa auf jene Arbeiten von Werner Bergmann aufmerksam, die sich insbesondere mit Zeit, Lebenswelt und sozialen Bewegungen befassen.

978-3-940938-72-5

Mai 2010

ISBN 978-3-940938-72-5
432 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Meinhard Stark

Die Gezeichneten

Gulag-Häftlinge nach der Entlassung

Von Mitte der 1920er- bis weit in die 1950er-Jahre hinein mussten zwischen 15 und 18 Millionen Gefangene Zwangsarbeit im Gulag, dem sowjetischen Straflagersystem, leisten. Über das Leben der Entlassenen ist bislang kaum etwas bekannt. Ihre Erfahrungen stehen im Mittelpunkt dieser Darstellung. Meinhard Stark hat mehr als einhundert ehemalige Gulag-Häftlinge in Russland, Kasachstan, Polen, Litauen und Deutschland für seine Forschungen befragt. Nach langen Haftstrafen mussten sie ihr Leben völlig neu ordnen, ihren Berufsweg finden und mit der traumatischen Vergangenheit umgehen – dies auf unterschiedliche Weise in Ost und West. Dass die Staatssicherheit die einstigen Gulag-Häftlinge akribisch registrierte, bei Bedarf „operativ bearbeitete“, teils auch erneut inhaftierte, belegen bis dato völlig unbekannte Archivdokumente.

978-3-940938-71-8

Mai 2010

ISBN 978-3-940938-71-8
223 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Klaus Schmidt

„Ich habe aus Mitleid gehandelt“

Der Kölner Waisenhausdirektor und NS-„Euthanasie“-Beauftragte Friedrich Tillmann (1903–1964)

Der christlich geprägte Nationalsozialist Friedrich Tillmann, der in Köln als angesehener Waisenhausdirektor jüdische Kinder vor dem Zugriff der Gestapo schützte, wirkte 1940/41 in Berlin als Büroleiter bei der „Aktion T4“ mit. Der ersten zentral organisierten Massenmordaktion im Nationalsozialismus fielen in Heil- und Pflegeanstalten mehr als 70 000 Kranke und Behinderte zum Opfer.
Nach 1945 arbeitete Tillmann als Heimleiter in Opladen, Wolfsburg und Castrop-Rauxel. Die Enthüllung seiner Vergangenheit im Jahr 1960 erschütterte die Öffentlichkeit. 1964 fand der wegen Beihilfe zum Krankenmord Angeklagte durch den Sturz aus einem Kölner Verwaltungshochhaus den Tod.

978-3-940938-68-8

Mai 2010

ISBN 978-3-940938-68-8
176 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Wolfgang Benz

„Der ewige Jude“
Metaphern und Methoden nationalsozialistischer Propaganda

Die nationalsozialistische Propaganda benutzte die literarische Figur des ewigen Juden als Metapher des Hasses und instrumentalisierte sie für verschiedene mediale Darbietungen. In München wurde ab November 1937 die Ausstellung „Der ewige Jude“ gezeigt. Die Inszenierung, deren Zweck es war, Abscheu vor Juden zu erregen, wanderte nach Wien, Berlin und in andere Städte. Die Ausstellung bildete die Grundlage für den gleichnamigen Propagandafilm, der im November 1940 Premiere hatte. Der Film bediente sich derselben Methoden wie die Ausstellung: Diskriminierung, Denunziation, Stigmatisierung. Er wurde im ganzen deutschen Herrschaftsgebiet gezeigt mit dem Ziel, Antisemitismus zu stimulieren und die Bevölkerung auf den Judenmord vorzubereiten.

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Texte –
Materialien


Band 75

978-3-940938-37-4

April 2010

ISBN 978-3-940938-37-4
245 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Hermann Kaienburg

Nationalsozialistische Konzentrationslager 1933–1945:
Die Veränderung der Existenzbedingungen


Die Geschichte der NS-Konzentrationslager weist immer wieder Veränderungen in den Existenzbedingungen auf. Von den ersten „Schutzhaftlagern“ 1933 bis zu den Massenmorden während des Zweiten Weltkriegs lassen sich Kontinuitäten, aber auch Zäsuren und neue Entwicklungen feststellen. Die Bedingungen wurden härter und unmenschlicher, sie kulminierten während des Zweiten Weltkriegs in Verelendung, Seuchen, Massensterben und Massenmorden.

Geschichte der
Konzentrationslager
1933–1945


Band 11

978-3-938690-81-9

Februar 2010

ISBN 978-3-938690-81-9
277 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Wanja Hargens

Der Müll, die Stadt und der Tod

Rainer Werner Fassbinder und ein Stück deutscher Zeitgeschichte

An keinem anderen Theaterstück der Nachkriegszeit entzündeten sich so hitzige Debatten wie an Rainer Werner Fassbinders „Der Müll, die Stadt und der Tod“. Zur Provokation gehört eine ambivalente jüdische Figur, die teilweise philosemitisch, teilweise antisemitisch gedeutet wurde. Der Vorwurf, das Stück sei antisemitisch, führte zur Makulierung der Erstauflage des bei Suhrkamp erschienenen Textes. Eine Bühnenbesetzung in Frankfurt am Main verhinderte die Uraufführung. Im Herbst 2009 ist das Stück erstmals in Deutschland öffentlich aufgeführt worden. Genau und umsichtig betrachtet Wanja Hargens Fassbinders Stück und dessen Entstehungskontext. Als Teil der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte wird seine Wirkung kritisch rekonstruiert. Es entsteht ein fesselnder Beitrag zur bundesrepublikanischen Politik- und Mentalitätsgeschichte.

ZeitgeschichteN

Band 5

978-3-940938-60-2

Februar 2010

ISBN 978-3-940938-60-2
287 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Andreas H. Apelt · Martin Gutzeit · Gerd Poppe (Hrsg.)

Die deutsche Frage in der SBZ und DDR

Deutschlandpolitische Vorstellungen von Bevölkerung und Opposition 1945–1990

Im Jubiläumsjahr „20 Jahre Mauerfall“ veranstalteten die
Deutsche Gesellschaft e. V., der Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die Konferenz „Die deutsche Frage in der SBZ und DDR. Deutschlandpolitische Vorstellungen von Bevölkerung und Opposition 1945–1990“. Vom 18. bis 20. Februar 2009 diskutierten Historiker und Politologen mit Zeitzeugen und Akteuren der Friedlichen Revolution.
Die Ergebnisse finden sich in diesem Dokumentationsband.

978-3-940938-70-1

Februar 2010

ISBN 978-3-940938-70-1
119 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Andreas H. Apelt (Hrsg.)

Der Weg zur Wiedervereinigung

Voraussetzungen – Bedingungen – Verlauf

Zum 20. Jahrestag der Konstituierung des Zentralen Runden Tisches, der die ersten demokratischen Wahlen in der DDR vorbereiten sollte, veranstaltete die Deutsche Gesellschaft e. V. am 7. Dezember 2009 ein Symposium, in dessen Mittelpunkt die Ursachen, Inhalte und Ziele der Friedlichen Revolution standen. Die Ergebnisse dieser Veranstaltung finden sich im vorliegenden Dokumentationsband.

978-3-940938-62-6

Februar 2010

ISBN 978-3-940938-62-6
383 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Gregor Pelger

Wissenschaft des Judentums und englische Bibliotheken

Zur Geschichte historischer Philologie im 19. Jahrhundert

Mit ihrer Hinwendung zur historischen Philologie entwarf die junge Wissenschaft des Judentums als Disziplin ohne jede institutionelle Organisation ein neuartiges Selbstverständnis. Materialien für die historisch-kritische Forschung waren allerdings schwer zugänglich, fundierte Quellenerschließung forderte außergewöhnliches Engagement. Die Studie verfolgt die Lebenswege deutsch-jüdischer Wissenschaftler, wie sie – insbesondere im zunehmenden imperialen Wettstreit um Kulturgüter – aufs Engste mit den Schicksalen von Handschriften und Büchern verbunden waren. Vor allem die Erarbeitung berühmter hebräischer Sammlungen in englischen Bibliotheken schuf eine Konstellation, die sowohl die kritische Erschließung jüdischer Literatur ermöglichte als auch wesentliche Aspekte jüdischen Selbstverständnisses hervortreten ließ. Die Bibliothek erlangte als transnationaler Stauraum für die Wissenschaft des Judentums unschätzbare Bedeutung.

minima judaica

Band 8

978-3-940938-66-4

Januar 2010

ISBN 978-3-940938-66-4
598 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Ideengeschichte als politische Aufklärung

Festschrift für Wolfgang Wippermann zum 65. Geburtstag

Herausgegeben von
Stefan Vogt, Ulrich Herbeck, Ruth Kinet, Susanne Pocai und Bernard Wiaderny

Wolfgang Wippermann hat in seinem Werk regelmäßig Themen aufgegriffen, die von der deutschen Historiografie ignoriert oder umgangen wurden. Damit hat er die vergleichende Faschismus-, die historische Rassismus- und Antisemitismusforschung und die Analyse des rassistischen Grundcharakters des Nationalsozialismus ebenso entscheidend geprägt wie die Erforschung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Osteuropa und die Forschung zur Politik mit der Vergangenheit. Die Festschrift ehrt mit Wolfgang Wippermann einen Historiker, dessen wissenschaftliche Arbeit immer zugleich kritische politische Intervention ist: Ideengeschichte als politische Aufklärung.

978-3-938690-23-9

Januar 2010

ISBN 978-3-938690-23-9
319 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Peter Fasel

Revolte und Judenmord: Hartwig von Hundt-Radowsky (1780–1835)

Biografie eines Demagogen

Unsere Kenntnisse über die Genese des modernen Antisemitismus im frühen und mittleren 19. Jahrhundert sind nach wie vor lückenhaft. Mit seiner Studie über Hartwig von Hundt-Radowsky legt Peter Fasel die erste wissenschaftliche Biografie eines extremen Judenfeindes dieser Zeit vor. Das weitgehend aus den Quellen erarbeitete Werk weist nach, dass der moderne Vernichtungsantisemitismus sich im geistigen Umfeld der frühen deutschen Nationalbewegung herausgebildet hat. In seinen Kampfschriften breitet Hundt-Radowsky seit den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts ein geschlossenes Welterklärungsmodell aus, das kein Judenfeind vor ihm konstruiert hat.

978-3-940938-53-4

Dezember 2009

ISBN 978-3-940938-53-4
347 Seiten
Preis: 21,00 Euro
(im Abonnement 16,–)

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Jahrbuch für Antisemitismusforschung 18

Herausgegeben von Wolfgang Benz

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

978-3-940938-52-7

Dezember 2009

ISBN 978-3-940938-52-7
191 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Günter Schubert

Erkaufte Flucht

Der Kampf um den Haavara-Transfer

Das Haavara-Verfahren, 1933 ausgehandelt zwischen deutschen Ministerialbeamten und Vertretern der jüdischen Gemeinschaft Palästinas, verhalf Tausenden von Juden zu einer – wenn auch teuer erkauften – Flucht vor dem nationalsozialistischen Terror. Es konnte bis zum Kriegsbeginn praktiziert werden. Dies war nur möglich durch den hinhaltenden Widerstand einiger weniger gegen die Versuche von SD und NSDAP, das Verfahren zu liquidieren. Kaum einer kennt die Namen der Verantwortlichen, denen die Haavara-Regelungen zu verdanken sind. Diese Studie versucht, die Dimension der Auswanderung zu zeigen und das Verdienst der Initiatoren zu beurteilen.

Positionen – Perspektiven – Diagnosen

Band 4

978-3-940938-61-9

Dezember 2009

ISBN 978-3-940938-61-9
128 Seiten, Hardcover
Preis: 16,00 Euro

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Heinrich Demerer

Als Kind in NS-Konzentrationslagern

Aufzeichnungen

Heinrich Demerer war erst elf Jahre alt, als er in das Zwangsarbeits- und spätere Außenlager Blechhammer des KZ Auschwitz eingeliefert wird.
Als Sohn des Lagerältesten Karl Demerer lebt er dort fast zwei Jahre, bis er 1945 nach Todesmärschen über Groß-Rosen, Buchenwald und Flossenbürg von amerikanischen Truppen befreit wird.
Sein im Bundesarchiv aufgefundenes Manuskript »Die vergessene Generation« gehört zu den seltenen Zeugnissen, die die Innenperspektive eines Konzentrationslagers aus kindlichem Blick beschreiben.

Bibliothek der
Erinnerung


Band 19

978-3-940938-46-6

Dezember 2009

ISBN 978-3-940938-46-6
261 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Nina Nahmia

Réina Gilberta

Ein Kind im Ghetto von Thessaloníki

Thessaloniki 1943. Am 8. Februar treten die nationalsozialistischen Nürnberger Rassengesetze auch im besetzten Griechenland in Kraft. Bereits am 25. Februar 1943 beginnt die Deportation von Juden in die Arbeits- und Vernichtungslager. In 18 Transporten werden mehr als 45 000 Juden verschleppt, von denen kaum 1000 zurückkehren. Eine von ihnen ist Edda, die zentrale Figur dieser authentischen Geschichte. Ihre zweijährige Tochter konnte sie rechtzeitig einem katholischen Kloster anvertrauen. Die kleine Réina überlebt unter dem Namen Gilberta den Krieg. Jahrzehnte später, nach dem Tod der Eltern, erzählt sie der Athener Autorin Nina Nahmia die Geschichte ihrer Familie.

978-3-940938-65-7

Dezember 2009

ISBN 978-3-940938-65-7
176 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Mein Herbst ’89

Zeitzeugen berichten

Herausgegeben von Andreas H. Apelt

„Was haben Sie damals ganz persönlich erlebt? In Ihrer Heimatstadt, in Ihrer Region? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte!“
Diesem Aufruf folgten in den Jahren 2008 und 2009 viele Menschen und erzählten ihre persönlichen Erlebnisse – authentische Erfahrungsberichte, die bewegende Augenblicke der Friedlichen Revolution vom Herbst 1989 festhalten.

978-3-940938-64-0

Dezember 2009

ISBN 978-3-940938-64-0
648 Seiten
Preis: 29,00 Euro

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Transit 68/89

Deutsch-tschechische Kulturgeschichten.

Herausgegeben von Jürgen Danyel, Jennifer Schevardo und Stephan Kruhl

978-3-940938-51-0

Oktober 2009

ISBN 978-3-940938-51-0
460 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Christian Chmel

Die DDR-Berichterstattung bundesdeutscher Massenmedien und die Reaktionen der SED (1972–1989)

Die Studie thematisiert die DDR-Berichterstattung bundesdeutscher Massenmedien und die Rolle der in Ost-Berlin akkreditierten Westkorrespondenten im Spannungsfeld der deutsch-deutschen Beziehungen – vom Grundlagenvertrag 1972 bis zum Ende der SED-Herrschaft 1989. Rekonstruiert wird, wie DDR-Führung und Ministerium für Staatssicherheit auf die bundesdeutsche Berichterstattung reagierten. Dabei werden die Handlungsstrategien der Fernseh- und Zeitungskorrespondenten sowie von SED-Funktionären und Stasi-Mitarbeitern anhand von Erinnerungsberichten der Akteure sowie Vermerken, Protokollen und Arbeitsplänen des DDR-Außenministeriums, der ZK-Abteilung Agitation und der MfS-Hauptabteilung II/13 untersucht. Darüber hinaus zeigt die Studie die Deutungsmuster der Printmedien Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Zeit, Spiegel sowie Welt und Welt am Sonntag am Beispiel von acht Ereignissen im DDR-Kontext auf.

978-3-940938-45-9

Oktober 2009

ISBN 978-3-940938-45-9
368 Seiten
Preis: 21,00 Euro

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Sabine Schalm

Überleben durch Arbeit?
Außenkommandos und Außenlager des KZ Dachau 1933–1945

Das erste Dachauer Außenkommando wurde bereits 1933 eingerichtet. Es war der Beginn von Häftlingsarbeitseinsätzen mit Unterkunft außerhalb des Stammlagers, die bis zum Kriegsende immer differenziertere Formen annahmen. Damit öffnete sich das KZ-System an 140 Standorten in Süddeutschland in die Zivilgesellschaft.
Die Studie befasst sich erstmals mit der Entwicklung und Dimension des Gesamtkomplexes der Dachauer Außenkommandos und Außenlager, ebenso mit deren Beziehungen zum Stammlager. Im Mittelpunkt stehen die Machtstrukturen und Handlungsoptionen der führenden Akteure und die Existenzbedingungen der Gefangenen im Arbeits- und Lageralltag. Die Analyse offenbart die Vielfalt der Ausprägungsformen der Dachauer Außenkommandos und Außenlager und ermöglicht eine Differenzierung der Parameter des individuellen und kollektiven Überlebens.

Geschichte der
Konzentrationslager
1933–1945


Band 10

978-3-940938-43-5

Oktober 2009

ISBN 978-3-940938-43-5
205 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Imke Leicht

Multikulturalismus auf dem Prüfstand
Kultur, Identität und Differenz in modernen Einwanderungsgesellschaften

Spätestens seit dem Mord an dem niederländischen Filmemacher Theo van Gogh im November 2004 macht sich insbesondere in der europäischen Öffentlichkeit Skepsis gegenüber Konzepten und Praktiken des Multikulturalismus breit. Fernab der rassistischen Ablehnung des kulturellen Pluralismus stellt sich die Frage, wie dieser mit demokratischen Grundwerten zu vereinbaren ist. In der Auseinandersetzung spiegelt sich der alte Widerstreit zwischen Universalismus und Kulturrelativismus wider. Die vorliegende Studie diskutiert kulturrelativistische Ansätze im Multikulturalismus. Die Autorin macht deutlich, dass moderne Einwanderungsgesellschaften nicht umhinkommen, sich auf ein kulturkritisches, antiessenzialistisches und an den universellen Menschenrechten orientiertes Konzept des Multikulturalismus zu beziehen.

978-3-940938-47-3

Oktober 2009

ISBN 978-3-940938-47-3
371 Seiten
deutsch und tschechisch
Preis: 24,00 Euro

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Hildegart Stellmacher · Renate Trautmann

Friede dem Fernen und Friede dem Nahen
Erinnerungen an Irma und Jirí Lauscher

Aus dem Ghetto Theresienstadt, das als Sammellager für die tschechischen Juden eingerichtet worden war, wurden Zehntausende in die Vernichtungslager abtransportiert. Aber eine Prager jüdische Familie überlebt das Ghetto. Jirí Lauscher ist als Zimmermann in der Ghettowerkstatt unabkömmlich, Irma Lauscherová, leidenschaftliche Lehrerin, unterrichtet heimlich im Ghetto lebende Kinder. Die Tochter Michaela ist bei der Befreiung acht Jahre alt.
Theresienstadt bleibt die schmerzlichste und unheilbare, prägende Erfahrung ihres Lebens. Ihr Überleben wird ihnen zur Verpflichtung, das Gedächtnis an die Toten wachzuhalten, aber auch aufzuklären und den Nachkommen der Täter und Nutznießer zu begegnen. In den 60-er Jahren lernen sie Lothar Kreyssig kennen, den Gründer der „Aktion Sühnezeichen“. Ein Gespräch kommt zustande, das Genera-tionen prägte und nicht mehr abreißen sollte …
Dieses Buch berichtet aus dem Leben von Irma Lauscherová (1904–1985) und Jirí Lauscher (1901–1989) und davon, wie sie Deutschen in Ost und West halfen, die äußerlichen und geistigen Grenzen zu überwinden, Judentum kennenzulernen und Mitteleuropa neu zu entdecken.

Dr. Christian Staffa, Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

978-3-940938-57-2

Oktober 2009

ISBN 978-3-940938-57-2
240 Seiten mit CD
(Fotodokumentation)
Preis: 19,00 Euro

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Günter Morsch (Hrsg.)

Mittel- und langfristige Perspektiven für den Waldfriedhof Halbe
Abschlussbericht der Expertenkommission und Beiträge

Der Waldfriedhof in Halbe ist die größte Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkriegs in Deutschland. Seit der deutschen Einheit ist er wegen der Vereinnahmungsversuche von Rechtsextremisten und des dagegen gerichteten zivilgesellschaftlichen Protests immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Im Jahr 2009 legte eine Arbeitsgruppe von Experten aus Wissenschaft, Gedenkstätten und Initiativen sowie Vertretern zuständiger Behörden ihren Abschlussbericht vor, der Maßnahmen zum künftigen Umgang mit dem Ort definiert. Die Experten setzen dabei in erster Linie auf historische Aufklärung und Information: Die komplexe „Gemengelage“ des Waldfriedhofs soll erklärt und auf diese Weise der Mythos der „Kesselschlacht“ dekonstruiert werden. Neben dem Abschlussbericht enthält der Band Beiträge weiterer Sachverständiger und zahlreiche Abbildungen.

978-3-940938-59-6

September 2009

ISBN 978-3-940938-59-6
176 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Margot Webb

Schatten überm Christophorus

Arnstadt, Thüringen 1938.
Miriam fühlt, dass etwas nicht stimmt ...
Sie ist erst zehn Jahre alt, als sie mit ihren Eltern zu den Großeltern nach Arnstadt zieht.
Vater und Mutter flüstern viel und sehen sehr besorgt aus. Miriams beste Freundin gehört zu einem Klub, aber sie darf dort nicht mitmachen.
Dann, eines schrecklichen Abends, werden ihr Großvater und ihr Onkel von Nazis verhaftet.
In wenigen Monaten wird Miriam erwachsen.

Margot (Miriam) Webb floh mit ihren Eltern im Frühjahr 1939 in die Vereinigten Staaten. Ihr Buch ist dort 1992 unter dem Titel „Shadows at Noon. A True Story of Love, Terror & Escape“ erschienen.

Ein Buch für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren.

978-3-940938-54-1

September 2009

ISBN 978-3-940938-54-1
144 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Hannes Heer · Jürgen Kesting · Peter Schmidt

Verstummte Stimmen
Die Vertreibung der „Juden“ aus der Oper 1933 bis 1945
Der Kampf um das Hessische Landestheater Darmstadt

Die erstmals 2006 in Hamburg gezeigte Wanderausstellung „Verstummte Stimmen“ widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel der Nazizeit – der Säuberung der deutschen Opernhäuser. Die aus einem überregionalen und einem jeweils neu
recherchierten lokalen Teil bestehende Ausstellung erzählt das Schicksal von 44 prominenten Komponisten, Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik der Nationalsozialisten wurden, darunter Arnold Schönberg, Kurt Weill, Otto Klemperer, Bruno Walter, Gitta Alpár, Delia Reinhardt, Lotte Schöne, Richard Tauber, Joseph Schmidt und Friedrich Schorr.
Die lokale Fallstudie beschäftigt sich mit der Geschichte des Hessischen Landestheaters Darmstadt in dieser Zeit. Neben den Solisten der Oper werden auch die verfolgten Schauspieler des Sprechtheaters vorgestellt. Darüber hinaus erinnern Ausstellung und Katalog an viele bisher Namenlose, die damals entlassen wurden – Chor- und Orchestermitglieder, Bühnenarbeiter und Handwerker. Insgesamt vertrieben die neuen Machthaber 1933 in Darmstadt mehr als 60 Ensemblemitglieder aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder politischen Einstellung.

978-3-940938-49-7

September 2009

ISBN 978-3-940938-49-7
480 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Ulrich Herbeck

Das Feindbild vom „jüdischen Bolschewiken“
Zur Geschichte des russischen Antisemitismus vor und
während der Russischen Revolution

Antisemitismus spielte in der russischen Gesellschaft während der Revolution von 1917 und im anschließenden Bürgerkrieg eine bedeutende und bislang weitgehend unterschätzte Rolle. Eine Folge seiner massiven Verbreitung in diesen Jahren waren antijüdische Pogrome mit vermutlich 150 000 bis 200 000 Toten. Das Feindbild vom Judäobolschewismus stellte dabei den wichtigsten zeitgenössischen Bezugsrahmen des Antisemitismus dar.
Die Studie untersucht die Vorbedingungen für die Entstehung des antijüdischen Feindbildes im spätzaristischen Russland, fragt nach dem historisch Neuen am Judäobolschewismus und bietet eine Kontextualisierung bezogen auf Bürgerkriegskonflikte, Trägerschichten und ideologische Exponenten.

978-3-940938-56-5

September 2009

ISBN 978-3-940938-56-5
192 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Constanze Jaiser · Antje Kahl · Regine Strecker · Iris Wachsmuth

Von Talkshows und Wäscheleinen
Ein anderer Weg in die Gedenkstätte Ravensbrück

Wie viele Fakten und vor allem welche braucht ein Rundgang zur Geschichte des KZ Ravensbrück? Wie kann die Gruppensituation genutzt werden für eine Vielstimmigkeit des Diskurses und als Bereicherung in der Auseinandersetzung mit dem Thema? Und wie vermeidet man moralgeladene Zwänge im Lernprozess?
50 Jahre Gedenkstätte Ravensbrück und 10 Jahre einer außergewöhnlichen Zeitreise, die deutsche und internationale Gruppen von Berlin nach Ravensbrück geführt hat – Grund genug, dieses „ZeitSchritte“ genannte Tagesseminar zu dokumentieren und Interessierten in und außerhalb von Gedenkstätten zur Verfügung zu stellen.

978-3-940938-55-8

September 2009

ISBN 978-3-940938-55-8
213 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Livia Käthe Wittmann

Besänftigung der Stimmen
Berlin, Budapest, Tübingen, Neuseeland – Begegnungen zwischen Ost und West

„Ähnlich wie ihre frühere Arbeit ‚Wiederkunft‘ zeichnet sich auch dieser Text durch einen diskursiven Charakter aus. Er wirkt als Teil eines Generationengesprächs, zu dem die Leser eingeladen werden, um Erfahrungen des schwierigen vergangenen Jahrhunderts aufzuarbeiten … Wer in den siebziger Jahren in Budapest, (Ost) Berlin, Prag und anderswo in der kritisch-intellektuellen Szene zu Hause war, weiß, dass die scheinbar stillen Jahrzehnte mit Erzählungen gefüllt waren, als wäre unser Leben eine einzigartige lange bittersüße Anekdote über das kaum Erzählbare.“

Aus dem Nachwort von György Dalos

978-3-938690-75-8

August 2009

ISBN 978-3-938690-75-8
302 Seiten
Preis: 22,– Euro

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Stefan Hördler · Sigrid Jacobeit (Hrsg.)

Lichtenburg
Ein deutsches Konzentrationslager


An die Peripherie des öffentlichen Gedächtnisses gedrängt, nahm Lichtenburg in Prettin an der Elbe eine Schlüsselposition im System der Konzentrationslager ein. Von Juni 1933 bis Mai 1939 fungierte der ehemalige Witwensitz der sächsischen Kurfürsten als Experimentierfeld für männliche und weibliche Schutzhaft. Die Doppelrolle als monolateral geführtes Männer- und Frauen-KZ ist singulär in der Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Das Frauenlager war zudem das erste seiner Art und diente 1937 bis 1939 als zentrales Schutzhaftlager für das Deutsche Reich. Darüber hinaus wurde Lichtenburg von 1941 bis 1945 als frühes Außenlager des KZ Sachsenhausen genutzt.
Der Sammelband umfasst grundsätzliche Studien zur Verortung und -Bedeutung des KZ Lichtenburg im Lagersystem der Vorkriegszeit, untersucht ausgewählte Aspekte der Geschichte des Männer- und Frauenlagers und widmet sich seiner Nutzung als Kaserne der SS-Totenkopfverbände, als SS-Versorgungslager, SS-Hauptzeugamt und KZ-Außenlager im Zweiten Weltkrieg. Konzeptionelle Überlegungen für einen neuen Dokumentations- und Gedenkort KZ Lichtenburg beschließen den Band.

978-3-940938-35-0

August 2009

ISBN 978-3-940938-35-0
437 Seiten, Hardcover
Preis: 24,– Euro

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Jan Scheunemann

„Gegenwartsbezogenheit und Parteinahme für den Sozialismus“

Geschichtspolitik und regionale Museumsarbeit in der SBZ/DDR 1945–1971

Die Partei- und Staatsführung der DDR war bestrebt, aus der Geschichte eine Legitimation des eigenen Herrschaftsanspruches abzuleiten. Auf welche Weise dies die regionale und lokale Museumsarbeit in der Ära Ulbricht beeinflusste und warum die angestrebte „sozialistische Umgestaltung“ nicht vollständig realisiert werden konnte, analysiert die vorliegende Studie.
Ausgehend von der zentralen politischen und administrativen Ebene werden die organisatorischen und konzeptionellen Anstrengungen verfolgt, ein flächendeckendes Netz von historischen Museen zu installieren, Ausstellungsthemen vorzugeben und somit das gesamte Museumswesen zu instrumentalisieren. Auf breiter Quellenbasis arbeitet Jan Scheunemann Spannungsverhältnisse im Zusammenwirken von Parteigliederungen, kommunalen Trägern und tradierter Fachkompetenz heraus und gibt Einblick in die geschichtspolitische Praxis der Jahre 1945 bis 1971.

978-3-940938-24-4

August 2009

ISBN 978-3-940938-24-4
394
Preis: 24,– Euro

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Matthias Schwerendt

„Trau keinem Fuchs auf grüner Heid, und keinem Jud bei seinem Eid“

Antisemitismus in nationalsozialistischen Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien

Die seit 1933 an deutschen Schulen verpflichtende „Rassen- und Erbkunde“ bedeutet den Einbruch eines vorwiegend naturwissenschaftlichen Rassenparadigmas in die Lehrerbildung und in die schulische Literatur. Die Studie untersucht die Präsenz der „Rassen- und Erbkunde“ in nationalsozialistischen Schulbüchern vor dem Hintergrund der Ideengeschichte des völkischen Antisemitismus. Das in den schulischen Texten formulierte antisemitische Selbst- und Feindbild der Nationalsozialisten thematisierte und systematisierte die konkreten Verfolgungsmaßnahmen gegen die Juden und ordnete sie zugleich in eine völkische Gesamtperspektive ein. In ihr wurde die Geschichte der jüdischen Minderheit in Deutschland und Europa konsequent aus antisemitischer Perspektive neu formuliert.

978-3-940938-42-8

Juni 2009

ISBN 978-3-940938-42-8
528 Seiten, Hardcover
Preis: 29,90 Euro

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Wolfgang Benz

Auftrag Demokratie

Die Gründungsgeschichte der Bundesrepublik und
die Entstehung der DDR 1945–1949

Die Gründung der Bundesrepublik und der DDR in den Jahren 1945 bis 1949 ist von Mythen überwuchert, die Erinnerung an den Untergang der DDR verdeckt zunehmend die dramatische Entwicklung, aus der Bundesrepublik und DDR hervorgingen.
Demokratie in Deutschland zu gründen war Ziel der Alliierten und Auftrag an die Deutschen nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes. Während der Weststaat die Konturen einer parlamentarischen Demokratie annahm, entwickelte sich die Sowjetische Besatzungszone nach den Vorgaben aus Moskau zwangsläufig zum „antifaschistisch-demokratischen“ Gegenmodell.
Die große Studie des Historikers Wolfgang Benz beschreibt die Entstehungsbedingungen der beiden Staatsgründungen. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Neubaus im Rahmen alliierter und deutscher Politik. Ziel und Absicht ist es, durch die Darstellung historischer Ereignisse und Entwicklungen Mythen zu zerstören. Ein Standardwerk zur Vorgeschichte der beiden deutschen Staaten.

978-3-940938-40-4

Juni 2009

ISBN 978-3-940938-40-4
291 Seiten, Hardcover
Preis: 19,90 Euro

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Daniel Hechler · Jens Hüttmann · Ulrich Mählert · Peer Pasternack (Hrsg.)

Promovieren zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte

Handbuch

Wer ein Promotionsprojekt beginnt, unternimmt das typischerweise zum ersten (und zum letzten) Mal: Promovieren kann man nicht trainieren. Gleichwohl lassen sich die Anzahl der Fehler und Havarien vermindern und die Länge holpriger Wegstrecken verkürzen: Wer Beratung nutzt, kann von den Erfahrungen anderer profitieren. Das leistet dieses Handbuch. Es wendet sich speziell an Promovierende des Forschungsfeldes Zeitgeschichte aus allen Fächern – ob Historikerin, Germanist, Juristin, Soziologe, Erziehungswissenschaftlerin oder Mediziner. Das Handbuch zielt darauf, im Prozess der Planung und Realisierung eines zeithistorischen Promotionsprojekts ein höheres Maß an Orientierungssicherheit zu gewinnen, die eigenen Motivationen und Ansprüche zu prüfen sowie Basiskenntnisse zum Promovieren als Prozess zu erwerben.

978-3-940938-23-7

Juni 2009

ISBN 978-3-940938-23-7
184 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Karsten Porezag

Ernst Leitz aus Wetzlar und die Juden – Mythos und Fakten

Zur Emigration deutscher Juden 1933–1941

Der Wetzlarer Unternehmer Ernst Leitz (1871–1956) wurde in den letzten Jahren weltweit als „zweiter Oskar Schindler“ gefeiert. Die amerikanische Anti-Defamation-League verlieh ihm im Februar 2007 posthum den „Courage to Care Award“ mit der Begründung, dass der Fabrikant der Leica-Kameras vermutlich 200 bis 300 Angestellte und ihre Familien vor den Nazis gerettet habe. In der Tat unterstützte der couragierte Demokrat Ernst Leitz in den Jahren 1933 bis 1939 deutsche Juden durch Anstellung und berufliche Qualifizierung in seinen Unternehmen, aber auch mit anderen Hilfeleistungen.
Karsten Porezag befasst sich mit Mythos und Fakten der Rettungsaktivitäten. Er untersucht quellengestützt, wie vielen jüdischen Emigranten Ernst Leitz geholfen hat, welche Mittel ihm zur Verfügung standen und wie groß Ernst Leitz’ persönliche Gefährdung dabei war. Darüber hinaus kommt die Rolle des erst jetzt wiederentdeckten, nach New York emigrierten „Wohltäters von Wetzlar“ Ludwig Seligmann (1890–1966) zur Sprache. Ein ausführliches Kapitel stellt jüdische Wetzlarer Emigranten in Kurzbiografien vor.

978-3-938690-93-2

Mai 2009

ISBN 978-3-938690-93-2
343 Seiten, Hardcover
Preis: 24,00 Euro

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Heinz Schneppen

Ghettokommandant in Riga
Eduard Roschmann


Fakten und Fiktionen

Frederick Forsyths Bestseller „Die Akte Odessa“ hat Eduard Roschmann, Ghettokommandant in Riga, weltweite Publizität verschafft. Kurz nach dem Krieg verhaftet, gelang dem „Schlächter von Riga“
1948 die Flucht über Rom nach Buenos Aires, wo er fast drei Jahrzehnte ein unauffälliges Leben führte. Von der Auslieferung bedroht, setzte er sich 1977 von Argentinien nach Paraguay ab, wo er bald darauf verstarb.
Das Leben des subalternen SS-Mannes Eduard Roschmann, eines Bürokraten und Opportunisten, eines Mannes ohne besondere Eigenschaften, ist nur von begrenztem Interesse. Dass er zum Mordpersonal von Riga gehörte, steht außer Frage. Wie seine Person zum Objekt von Spekulationen und Fiktionen werden konnte, inwieweit Zeugnisse und Zeugen, Berichte und Literatur mit der historischen Forschung in Konflikt geraten, ist Thema dieser Studie.

978-3-940938-17-6

Mai 2009

ISBN 978-3-940938-17-6
478 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Anette Kretzer

NS-Täterschaft und Geschlecht

Der erste britische Ravensbrück-Prozess 1946/47 in Hamburg

Der erste Hamburger Ravensbrück-Prozess gehört zu den großen, jedoch wenig erforschten westalliierten KZ-Prozessen der unmittelbaren Nachkriegszeit. Angeklagt waren sieben Frauen und neun Männer des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück. Die Studie untersucht die Funktion und Wirkung der Kategorie Geschlecht zwischen krimineller Schuld und Deutungsmustern von NS-Täterschaft.
Im Mittelpunkt steht das Wechselverhältnis zwischen strafrechtlicher Rekonstruktion und gesellschaftlicher Repräsentation. Analysiert wird das Entstehen bestialisierender oder viktimisierender Geschlechterbilder vor Gericht und deren entkonkretisierende und entpolitisierende Entfaltung im bundesdeutschen NS-Verbrechensdiskurs.

978-3-940938-41-1

Mai 2009

ISBN 978-3-940938-41-1
216 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Annegret Stephan · Sascha Möbius (Hrsg.)

Erinnern

Forschung, Bildung und die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit politischer Verfolgung in der SBZ/DDR

Schriftenreihe der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, Band 2

Die Autorinnen und Autoren des Sammelbandes widmen sich der erinnerungskulturellen Auseinandersetzung mit der Diktatur in SBZ und DDR in der politischen Bildung und insbesondere der Gedenkstättenarbeit unter verschiedenen Gesichtspunkten.
Im ersten Abschnitt – Erinnern als Wissenschaft – kommen Experten zu Wort, die Grundlagenforschung zu wichtigen Themen der -aktuellen erinnerungs-kulturellen Diskussion betrieben haben.
Der zweite Abschnitt – Die Last der Erinnerung – wendet sich den Diktaturerfahrungen und ihrer Weitergabe im Spannungsfeld zwischen Traumatisierung und Ostalgie zu.
Der dritte Teil – Erinnern als Aufgabe – behandelt Rahmenbedingungen und Praxis der historisch-politischen Bildung. Dabei werden sowohl die bundesdeutsche Erinnerungslandschaft analysiert als auch Potenziale für Handlungsspielräume diskutiert.

978-3-940938-39-8

Mai 2009

ISBN 978-3-940938-39-8
367 Seiten, Hardcover
Preis: 24,00 Euro

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Volker Mall · Harald Roth

„Jeder Mensch hat einen Namen“

Gedenkbuch für die 600 jüdischen Häftlinge des KZ-Außenlagers Hailfingen/Tailfingen

40 448 – 41 047: Das Nummernbuch des elsässischen KZ Natz-weiler-Struthof führt 600 jüdische Häftlinge auf, die Mitte November 1944 aus dem KZ Stutthof bei Danzig in das KZ-Außenlager Hailfingen/Tailfingen deportiert worden sind. Die Buchhalter des Todes machten aus Menschen Nummern – ob in Auschwitz, Natzweiler, Dachau oder anderen Konzentrationslagern.
Volker Mall und Harald Roth haben in jahrelanger Arbeit die Leidens-wege der Häftlinge rekonstruiert. Das Gedenkbuch gibt den Toten und Überlebenden des KZ-Außenkommandos Hailfingen/Tailfingen durch Selbstzeugnisse, biografische Recherchen und Fotografien -Namen und Würde zurück.
„Dieses Buch ist als Exempel ein Baustein der Erinnerung, es ist ein wichtiger Beitrag zur Lokalgeschichte des KZ-Unrechts-systems und es ist eine notwendige Würdigung der Opfer.“ (Aus dem Vorwort von Wolfgang Benz)

978-3-940938-31-2

April 2009

ISBN 978-3-940938-31-2
166 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Reiner Merker (Hrsg.)

Archiv, Forschung, Bildung

Fünfzehn Jahre Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“

Initiativen der gesellschaftlichen Aufarbeitung und die zeithistorische Forschung haben eine vielfältige Geschichtslandschaft in der Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur entwickelt. Durch den zeitlich knapp bemessenen Abstand zum Ende der Diktatur ist diese jedoch vielfach noch mit der unmittelbaren Erfahrung einer Lebenswirklichkeit vor 1989 verknüpft. Gleichzeitig sind mit der Öffnung der Archive, der Erschließung bisher unbekannter und nicht zugänglicher Dokumente neue Perspektiven ermöglicht worden. Die Überlieferungen der SED-Diktatur sind ein Schwerpunkt dieses Bandes. Er wird durch Fragen nach den Akteuren und dem Stand der Aufarbeitung sowie der Forschung hinsichtlich aktueller Auseinandersetzungen und Defizite in der Aufarbeitung der SED-Diktatur erweitert.

978-3-940938-33-6

März 2009

ISBN 978-3-940938-33-6
196 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Der aufrechte Gang
Opposition und Widerstand in SBZ und DDR


Bundespräsident Horst Köhler und Rainer Eppelmann im Gespräch mit Zeitzeugen und Schülern

Herausgegeben vom Bundespräsidialamt und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Gesprächsreihe „Für Freiheit und Demokratie“, durchgeführt von Bundespräsident Horst Köhler und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, brachte 2007 und 2008 Schüler und Schülerinnen mit Verfolgten und Gegnern der SED-Herrschaft im Schloss Bellevue und in der Gedenkstätte Bautzen zusammen. „Wie hättest du selber dich verhalten“, lautete eine der vielen Fragen, die bewusst machen, wie wichtig die Erinnerung an das SED-Unrecht und an den Widerstand dagegen ist. Die Berichte, Bilder und Zitate in diesem Buch dokumentieren die fruchtbaren und spannenden Begegnungen von Schülern mit Zeitzeugen.

978-3-940938-34-3

März 2009

ISBN 978-3-940938-34-3
263 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Wolfgang Benz · Brigitte Mihok (Hrsg.)

Holocaust an der Peripherie

Judenpolitik und Judenmord in Rumänien und Transnistrien 1940–1944

Die rumänische Geschichtsschreibung hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit mehrheitlich darauf berufen, dass das Land quasi von den Deutschen besetzt gewesen sei. Damit gingen die Gräueltaten auf das Konto der Nationalsozialisten. Die volle historische Wahrheit ist freilich komplizierter: Das mit NS-Deutschland verbündete Land ließ die Juden rumänischer Nationalität im Kerngebiet Rumäniens unbehelligt, vertrieb und mordete aber die Juden in den neu gewonnenen Landesteilen Bukowina und Bessarabien erbarmungslos.
Die Beiträge des Sammelbandes über den Holocaust in Rumänien basieren auf einer internationalen Konferenz des Zentrums für Antisemitismusforschung im Jahr 2008. Die Autoren sind renommierte Holocaustforscher aus Rumänien, Großbritannien, den USA und Deutschland, die verschiedene Aspekte der Verfolgung in Transnistrien behandeln und Einblick in die aktuelle Diskussion zur rumänischen und deutschen Verantwortung geben.

Dokumente –
Texte –
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Band 73

978-3-938690-89-5

März 2009

ISBN 978-3-938690-89-5
278 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Brigitta Elisa Simbürger

Faktizität und Fiktionalität:
Autobiografische Schriften zur Shoah


Mit dieser Arbeit liegt erstmals ein literaturwissenschaftlicher Vergleich zwischen Primo Levis und Imre Kertész’ Schriften über Auschwitz vor. Die Studie geht der Frage nach, was literarisierte und fiktionale Holocaust-Texte im Gegensatz zu historischen Darstellungen leisten können. Während sich Levi von dem Stilideal der „chiarezza“, dem Vorbild wissenschaftlicher Erkenntnis und der Idee der Humanität leiten ließ, weist Kertész das Humanitätsideal als kritisches Regulativ für seine Darstellung zurück. Die Autorin diskutiert, welchen Einfluss Adornos ästhetische Überlegungen zum autonomen Kunstwerk, Bachtins romantheoretische Ausführungen zur Schelmenfigur und Camus’ Existenzphilosophie auf Kertész’ Romankonzeption ausgeübt haben und wie das Spezifische der Erfahrung von Auschwitz, die Vernichtung des Individuums, in der verfremdeten Perspektive dargestellt wird.

978-3-938690-96-3

März 2009

ISBN 978-3-938690-96-3
312 Seiten
Preis: 21,00 Euro

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Peter Birle · Elke Gryglewski · Estela Schindel (Hrsg.)

Urbane Erinnerungskulturen im Dialog: Berlin und Buenos Aires

Der Sammelband dokumentiert die zwischen Wissenschaftlern, Künstlern, staatlichen und zivilgesellschaftlichen Vertretern aus Berlin und Buenos Aires seit einigen Jahren geführten Diskussionen über die urbane Erinnerung an Diktaturen und Menschenrechtsverletzungen. Trotz der unterschiedlichen Geschichte Argentiniens und Deutschlands stellen sich in beiden Ländern ähnliche Fragen im Hinblick auf den Umgang mit der Vergangenheit. Deutsche und argentinische Autorinnen und Autoren berichten über unterschiedliche Formen des Erinnerns und diskutieren über Erfahrungen und Herausforderungen im Zusammenhang mit Denkmalen, Mahnmalen sowie Orten des Terrors, die zu Orten des Gedenkens werden sollen. Auch verschiedene künstlerische Sprachen des Gedenkens werden thematisiert, ebenso wie die Chancen und Schwierigkeiten des Zusammenspiels zwischen zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteuren der Erinnerung. Die Beiträge des Bandes zeigen, wie wichtig und sinnvoll es ist, die in beiden Städten gesammelten Erfahrungen wechselseitig fruchtbar zu machen.

978-3-940938-22-0

März 2009

ISBN 978-3-940938-22-0
173 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Cord Brügmann

Flucht in den Zivilprozess

Antisemitischer Wirtschaftsboykott vor den Zivilgerichten der Weimarer Republik

War die Justiz der Weimarer Republik auf dem rechten Auge blind? Für die Strafjustiz liegen zahlreiche Arbeiten vor, die diese These bestätigen. Die vorliegende Studie geht der Frage nach, wie Zivilgerichte in der Weimarer Republik reagierten, wenn sie mit Fällen antisemitischen Wirtschaftsboykotts konfrontiert wurden. Kern der Arbeit ist eine Nachzeichnung der Rechtsprechungsentwicklung vom ersten überlieferten Zivilurteil zum Boykott aus dem Jahr 1925 bis zu den von der nationalsozialistischen Machtübernahme im Januar 1933 vereitelten Versuchen, einen Boykottfall zur grundsätzlichen Entscheidung vor das Reichsgericht zu bringen. Dabei werden vor allem Akten des Archivs des Berliner Hauptbüros des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (CV) ausgewertet.
Die untersuchten Entscheidungen zeigen, dass das Zivilrecht nicht resistenter gegen undemokratische und antisemitische Einstellungen war als das Strafrecht. Ein ernüchterndes Ergebnis der Untersuchung ist, dass deutsche Juden dort, wo sie nicht Akteure im Diskurs um den Antisemitismus waren, keinen hinreichenden Schutz vor antisemitischem Boykott erlangen konnten.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 72

978-3-940938-38-1

März 2009

ISBN 978-3-940938-38-1
303 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Irith Dublon-Knebel (Hrsg.)

Schnittpunkt des Holocaust:
Jüdische Frauen und Kinder im Konzentrationslager Ravensbrück


Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 28

Tausende von jüdischen Frauen, Mädchen und Kindern waren im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück und dessen Außenlagern inhaftiert. Jüdische Häftlinge befanden sich im Lager, auch nachdem der industrielle Massenmord in den Osten „exportiert“ wurde und die Konzentrationslager innerhalb Deutschlands „judenfrei“ werden sollten.
Der Sammelband umfasst soziohistorische Analysen des jüdischen Kapitels im Mikrokosmos von Ravensbrück von der Anfangsphase bis zur Befreiung. Dabei werden Aspekte des nationalsozialistischen KZ-Systems, die Situation der Häftlinge, geschlechtsspezifische Aspekte des Holocaust, zwischenmenschliche Kontakte sowie die Beziehungen der verschiedenen Gruppen untereinander vor dem Hintergrund des Gesamtkontextes Konzentrationslager untersucht. Auch die Nachkriegserfahrungen der Überlebenden werden berücksichtgt.

978-3-940938-30-5

Februar 2009

ISBN 978-3-940938-30-5
288 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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In den Tod geschickt. Sent to Their Deaths
Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945

Herausgegeben von Linde Apel im Auftrag der Behörde für Kultur, Sport und Medien, in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Katalog zur Ausstellung – deutsch und englisch

Zwischen 1940 und 1945 verließen 20 Deportationszüge den Hannoverschen Bahnhof in Hamburg. Mit ihnen wurden 7692 Juden, Roma und Sinti aus Hamburg und Norddeutschland in die Ghettos und Vernichtungslager Ost- und Mitteleuropas verschleppt. Die meisten kehrten nicht zurück. Der Hannoversche Bahnhof war damit der letzte Ort, den Hamburger Bürgerinnen und Bürger von ihrer Heimatstadt sahen, bevor sie in den Tod geschickt wurden.

978-3-940938-36-7

Februar 2009

ISBN 978-3-940938-36-7
116 Seiten
Preis: 14,00 Euro

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Elke Kimmel

„… war ihm nicht zuzumuten, länger in der SBZ zu bleiben“
DDR-Flüchtlinge im Notaufnahmelager Marienfelde

Herausgegeben von der Erinnerungsstätte Marienfelde – Stiftung Berliner Mauer

Etwa 1,3 Millionen Flüchtlinge und Übersiedler aus der DDR passierten zwischen 1953 und 1990 das Notaufnahmelager Marienfelde als „Tor zum Westen“. Auf ihrem Weg in ein neues Leben waren die Angekommenen einer kritischen Bewertung durch Behörden und die Öffentlichkeit ausgesetzt: Hatte man es mit „echten“ Flüchtlingen zu tun, die politischer Druck zum Weggehen getrieben hatte – oder mit Taugenichtsen, Abenteurern und solchen, die nur ihren wirtschaftlichen Vorteil suchten? Die Studie von Elke Kimmel verdeutlicht, dass glaubwürdig vorgebrachte Gründe sowohl im Notaufnahmeverfahren als auch bei der Gewährung staatlicher Unterstützungsleistungen in den 1950er- und 1960er-Jahren eine entscheidende Rolle spielten. In zahlreichen Fallbeispielen skizziert sie die Schicksale, die sich hinter den Anträgen, Eingaben und Widersprüchen verbergen.

978-3-940938-16-9

Januar 2009

ISBN 978-3-940938-16-9
453 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Juliane Brauer

Musik im Konzentrationslager Sachsenhausen

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 25

Singen und Musizieren auf Befehl gehörten als Instrument der Disziplinierung und Demütigung zur alltäglichen Herrschaftspraxis der SS. Die Erinnerungen der Überlebenden sprechen aber auch dafür, dass Gesang und Musik für zahlreiche Häftlinge eine Lebens-, sogar Überlebensstrategie wurden, mithilfe derer sie ihren Alltag bewältigen konnten.
Die Suche nach Musik im Konzentrationslager Sachsenhausen führte zu Häftlingskapellen, die auf Befehl der Lagerkommandantur entstanden. Es konnten aber auch heimlich verfasste Liederbücher sowie 122 Liedkompositionen in sieben Sprachen gefunden werden. Der vorliegende Band lotet erstmals die Dimension von Musik in einem Konzentrationslager beispielhaft aus. Anhand detaillierter Rekonstruktion der musikalischen Aktivitäten der deutschen kommunistischen Häftlinge, der tschechischen, polnischen, norwegischen und jüdischen Gefangenen sowie der Zeugen Jehovas gelingt eine differenzierte Nahsicht auf Alltagswahrnehmungen und soziale Binnenverhältnisse im KZ Sachsenhausen.

978-3-938690-92-5

Januar 2009

ISBN 978-3-938690-92-5
526 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Eva Lezzi · Dorothea M. Salzer (Hrsg.)

Dialog der Disziplinen:
Jüdische Studien und Literaturwissenschaft


Als interdisziplinäres Fach sind die Jüdischen Studien eine große Herausforderung. Die methodischen Diskussionen der beteiligten Disziplinen müssen nicht nur nachvollzogen, sondern auch auf Forschungsperspektiven der Jüdischen Studien hin überprüft und oft revidiert werden. Gerade in der Literaturwissenschaft haben sich theoretische Zugänge in den letzten Jahrzehnten verändert und die Philologien beispielsweise auf kulturwissenschaftliche Fragestellungen hin erweitert. Was dies für die Jüdischen Studien bedeutet, die sich textlichen Überlieferungen aus verschiedenen Epochen und kulturellen Zusammenhängen zuwenden, ist bisher jedoch noch nicht vertiefend reflektiert worden. Ebenso gilt es zu klären, inwiefern Themen und Perspektiven der Jüdischen Studien paradigmatisch für die Literaturwissenschaft sind. In vierzehn Beiträgen analysieren international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die wechselseitige Befruchtung zwischen den Jüdischen Studien und neueren literaturtheoretischen Ansätzen und bieten sowohl eine methodologische Standortbestimmung als auch beispielhafte Textanalysen. In ihrer Bedeutung für die Jüdischen Studien beleuchtet werden u. a. Übersetzungstheorien, Diskursanalyse und Medientheorie, literaturwissenschaftliche Ansätze in den gender studies und in den postcolonial studies sowie Theorien der Performativität, der Intertextualität und der Interkulturalität.

Mit Beiträgen von:
Doerte Bischoff, Stephan Braese, Barbara Breysach, Jeffrey A. Grossman, Andreas B. Kilcher, Eva Lezzi, Cornelia Martyn, Dorothea M. Salzer, Andrea Schatz, Stefan Schorch, Christoph Schulte, Gabriele von Glasenapp, Irina Wandrey, Liliane Weissberg

minima judaica

Band 6

978-3-940938-05-3

Januar 2009

ISBN 978-3-940938-05-3
438 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Giuseppe Veltri · Christian Wiese (Hrsg.)

Jüdische Bildung und Kultur in Sachsen-Anhalt von der Aufklärung bis zum Nationalsozialismus

Das heutige Sachsen-Anhalt war im 18. und 19. Jahrhundert Zentrum einer lebendigen jüdischen Bildungs- und Kulturlandschaft. Die Namen bedeutender Gelehrter wie Moses Mendelssohn, Esriel Hildesheimer, Leopold Zunz, Samuel Hirsch, Ludwig Philippson, Hermann Cohen und Emil Fackenheim sind mit Dessau, Halberstadt, Halle und Magdeburg verbunden, und das jüdische Buchdruckereigewerbe und Zeitungswesen erlebte hier eine beispiellose Blüte. In Auseinandersetzung mit den von Wittenberg und Halle ausgehenden Strömungen der christlichen Hebraistik und der protestantischen Judenmission sowie mit den Herausforderungen der Moderne trugen jüdische Intellektuelle zur Ausbreitung der Ideen der Aufklärung und der religiösen Reform bei. Historiker und Judaisten zeichnen in diesem Band die Geschichte der im 20. Jahrhundert zerstörten jüdischen Kulturlandschaft nach und entwerfen ein facettenreiches Bild der jüdischen Religion, Bildung und Gelehrsamkeit in der Region im Zeitraum zwischen Aufklärung und Nationalsozialismus.

minima judaica

Band 7

978-3-940938-29-9

Februar 2009

ISBN 978-3-940938-32-9
151 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Wolfgang Benz (Hrsg.)

Islamfeindschaft und ihr Kontext
Dokumentation der Konferenz „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“

Die wachsende Feindschaft gegen Muslime war Thema einer Tagung, die das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Dezember 2008 veranstaltete. Ziel der Konferenz war es, die aktuellen Ressentiments gegen Muslime in Europa und insbesondere in Deutschland zu thematisieren und mit dem Instrumentarium der Vorurteilsforschung, der Antisemitismus als wichtigstes Paradigma dient, zu untersuchen. Die teilweise heftigen Reaktionen in der Presse, in Internetforen und in der Bloggerszene, überwiegend ohne Kenntnis der Vorträge verfasst, gaben Anlass, die Tagung zu dokumentieren.

Positionen – Perspektiven – Diagnosen

Band 3

978-3-940938-29-9

Januar 2009

ISBN 978-3-940938-29-9
352 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Bert Lewyn · Bev Saltzman Lewyn

Versteckt in Berlin
Eine Geschichte von Flucht und Verfolgung 1942–1945

Berlin 1943: Dagobert Lewin ist noch keine 20 Jahre alt, als er gemeinsam mit seiner frisch angetrauten Frau und deren Sohn in Berlin untertauchen muss, um der Deportation zu entgehen. Viele unbekannte „stille Helden“ helfen ihnen beim Überleben: ein Arbeitskollege aus der Fabrik, ein Alkoholiker aus Kreuzberg, ein blinder Kommunist, Zeugen Jehovas und ein katholisches Ehepaar aus Lübars. Kurz vor Kriegsende scheint dennoch alles umsonst ge-wesen zu sein: Die versteckte Familie wird festgenommen. Während Ilse Lewin mit ihrem Sohn nach Bergen-Belsen verschleppt wird, gelingt Dagobert das Unglaubliche: Er überlebt bei untergetauchten Freunden, direkt im Haus einer ehemaligen NSDAP-Dienststelle.

Dagobert Lewin, geb. 1923, lebt seit 1949 unter dem Namen Bert Lewyn in den USA.

Bev Saltzman Lewyn, vormalige Mitarbeiterin in der Nachrichtenredaktion von CNN, hat die Geschichte ihres Schwiegervaters Bert Lewyn gemeinsam mit ihm aufgeschrieben.

978-3-940938-15-2

Dezember 2008

ISBN 978-3-940938-15-2
272 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Jirí Kosta, Jaroslava Milotová, Zlatica Zudová-Lesková (Hrsg.)

Tschechische und slowakische Juden
im Widerstand 1938–1945


Über den Widerstand der europäischen Juden gegen die NS-Diktatur sind in den letzten Jahren wichtige Beiträge erschienen. Nur ganz sporadisch ist jedoch in der deutschen Literatur das Auflehnen tschechischer und slowakischer Juden gegen ihre Unterdrücker thematisiert worden. Der Grund hierfür ist nicht zuletzt in der Tatsache zu suchen, dass das kommunistische Regime in der ehemaligen CSSR die Rolle der Juden im Widerstand gegen die Okkupanten vertuscht und damit die Forschung behindert hat. Dieses Verschweigen äußerte sich auch in der nicht ausgewiesenen Anzahl der ermordeten Jüdinnen und Juden.
Die 18 Beiträge des Sammelbandes sind in ihrer Originalfassung nach 1989 publiziert worden. Sie geben einen fundierten Überblick über die Strukturen und Einzelaktivitäten des tschechischen bzw. slowakischen Widerstandes gegen das NS-Regime.

978-3-940938-27-5

Dezember 2008

ISBN 978-3-940938-27-5
144 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Karolin Steinke

Züge nach Ravensbrück
Transporte mit der Reichsbahn 1939–1945
Begleitband zur Ausstellung in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Trains to Ravensbrück
Transports by the Reichsbahn 1939–1945

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 26

Deutsch und Englisch

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück war von den Diensten der Deutschen Reichsbahn abhängig. Mit gewöhnlichen Personenwagen, vergitterten Zellenwagen und Güterwagen ließ die SS mehr als 123 000 Häftlinge aus ganz Europa in das Lager nördlich von Berlin transportieren. Seit 1939 mussten sie vor aller Augen am Bahnhof Fürstenberg (Havel) aussteigen. Drei Jahre später erhielt Ravensbrück einen eigenen Bahnhaltepunkt. Zahllose Waggons mit Raubgut und Rohstoffen für die Zwangsarbeit kamen ebenfalls auf dem Schienenweg. Der Katalog gibt den Inhalt der Ausstellung „Züge nach Ravensbrück“ auf dem Freigelände der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück wieder. Ein historischer Güterwagen erinnert dort an ein vergessenes Thema der Lagergeschichte.

978-3-940938-06-0

Dezember 2008

ISBN 978-3-940938-06-0
323 Seiten
Preis: 21,00 Euro

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Iris Wachsmuth

NS-Vergangenheit in Ost und West

Tradierung und Sozialisation

Wie hat die Großelterngeneration ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus an die nachfolgenden Generationen weitergegeben und inwieweit werden die Lebensläufe der Eltern- und Kindergeneration durch diese Übertragungsprozesse mitbestimmt? Zwar gibt es eine breite und differenzierte öffentliche Erinnerungskultur in Deutschland, aber die vorliegende Untersuchung zeigt, dass die „private“ Familiengeschichte in der Enkel- und Enkelinnengeneration emotional und kognitiv von der „großen Geschichte“ getrennt wird. Die Studie eröffnet neue Perspektiven und Einblicke über die Tradierungsweisen von Familiengeschichte in der Verschränkung von Zeitgeschichte und familialem Beziehungsgeflecht.

978-3-940938-18-3

Dezember 2008

ISBN 978-3-940938-18-3
158 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Susan Cernyak-Spatz

»Ich wollte leben ...«
Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Ravensbrück
Drei Stationen meines Lebens

Herausgegeben von Hans H. Pöschko
Aus dem Amerikanischen von Dirk Brinkmann unter Mitwirkung
von Renate Overbeck

Susan Cernyak-Spatz, als Susanne Eckstein in Wien geboren, wächst in Wien und Berlin auf. Im Mai 1942 wird sie zusammen mit ihrer Mutter nach Theresienstadt deportiert, von dort im Januar 1943 nach Auschwitz-Birkenau. Weil die SS sie der Schreibstube und später der Bauleitung zuteilt, kann sie der Vernichtung entkommen. Im Januar 1945 wird sie mit der Frauengruppe des Arbeitskommandos „Kanada“ auf den „Todesmarsch“ in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück geschickt. Nach einem neuerlichen Marsch aus Ravensbrück erlebt sie im Frühjahr 1945 die Befreiung durch die US-Army.

„A riveting, highly personal story, full of insights and surprising details, embedded in a knowledge of the history of the Holocaust, told with passionate conviction and an unmistakably original voice.“
Ruth Klüger

„Cernyak-Spatz’s memoir is an intensely involving personal account which adds immeasurably to our knowledge of the Holocaust. Her story compels the reader’s attention and respect.“
Alan Berger

978-3-940938-25-1

Dezember 2008

ISBN 978-3-940938-25-1
158 Seiten
Preis: 12,00 Euro

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Performing 68/89
Die Oberfläche und die Untergründe

Herausgegeben von Jürgen Danyel, Jennifer Schevardo und Stephan Kruhl
Deutsch und Tschechisch

Performing 68/89 und Transforming 68/89 sind Teil des Projektes „68/89 – Kunst.Zeit.Geschichte.“, in dem Historiker und Künstler aus Deutschland, Tschechien und der Slowakei gemeinsam die europäischen Aufbruchbewegungen der Jahre 1968 und 1989 und verschiedenen Aspekten behandeln und neu bewerten.

978-3-940938-26-8

Dezember 2008

ISBN 978-3-940938-26-8
152 Seiten
Preis: 12,00 Euro

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Transforming 68/89
Umwege am Ende der Geschichte

Herausgegeben von Jürgen Danyel, Jennifer Schevardo und Stephan Kruhl
Deutsch und Tschechisch

978-3-940938-01-5

November 2008

ISBN 978-3-940938-01-5
327 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Kathrin Mess

„... als fiele ein Sonnenschein in meine einsame Zelle“
Das Tagebuch der Luxemburgerin Yvonne Useldinger
aus dem Frauen-KZ Ravensbrück

Am 3. Dezember 1944, etwa 18 Monate nach ihrer Ankunft im Frauen-KZ Ravensbrück, beginnt die damals 23-jährige Luxemburgerin Yvonne Useldinger ein Tagebuch zu schreiben. Wegen ihres aktiven Widerstands gegen die nationalsozialistische Besetzung ihres Landes war sie im Jahr 1942 von der Geheimen Staatspolizei verhaftet und in das Landgerichtsgefängnis Trier gebracht worden. Dort, in einem dem Gefängnis unterstehenden Kloster, kam ihre Tochter Fernande zur Welt.
Am 30. Juni 1943 wurde Yvonne Useldinger in das Frauen-KZ Ravensbrück überstellt, wo sie für den Rüstungskonzern Siemens & Halske arbeiten musste.
Die Schwierigkeit, im KZ ein Tagebuch zu führen und dabei eine dem Grauen entsprechende Sprache zu finden, ist Yvonne Useldinger bewusst: Ungeheuerliches soll beschrieben, Unfassbares überliefert werden. Es entsteht ein authentisches, erschütterndes Zeugnis über die letzten Monate im Konzentrationslager.

978-3-940938-21-3

November 2008

ISBN 978-3-940938-21-3
299 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Insa Eschebach · Regina Mühlhäuser (Hrsg.)

Krieg und Geschlecht
Sexuelle Gewalt im Krieg und Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern

In Kriegs- und Krisengebieten kommt es regelmäßig zu sexueller Gewalt. Die Täter stammen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen. Die Opfer können weiblich oder männlich, jung oder alt, arm oder reich sein.
In den letzten 20 Jahren haben Menschenrechtsorganisationen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Fälle sexueller Gewalt dokumentiert und die Bedeutung und Funktion dieser Gewaltform untersucht. Der vorliegende Band resümiert den aktuellen Forschungsstand.
Thema ist auch die Geschichte der Bordelle, die die SS während des Zweiten Weltkriegs in zehn Konzentrationslagern einrichtete, um die Leistungsbereitschaft männlicher Häftlinge bei der Zwangsarbeit zu steigern. Die SS rekrutierte die Frauen für diesen „Arbeitseinsatz im Bordell“ im KZ Ravensbrück. Der Band fragt nach der besonderen Funktion und Bedeutung dieser Form sexueller Gewalt.

978-3-940938-12-1

November 2008

ISBN 978-3-940938-12-1
163 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Stefanie Endlich · Monica Geyler-von Bernus · Beate Rossié

Christenkreuz und Hakenkreuz
Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus

Zeigte sich nationalsozialistische Ideologie auch in Kirchenarchitektur und kirchlicher Kunst? Wie anfällig waren die Gemeinden beider Konfessionen für Volksgemeinschafts-Propaganda, Rassismus und Totenkult?
Die Ausstellung „Christenkreuz und Hakenkreuz. Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus“ hat diese Fragen an Beispielen aus ganz Deutschland untersucht.
Mehr als eintausend Kirchenneubauten, Umgestaltungen und neue Gemeindehäuser aus den Jahren 1933 bis 1944 widerlegen die verbreitete Ansicht, Kirchenbau und Kirchenkunst seien in der NS-Zeit nahezu zum Erliegen gekommen. Architektur-Ansätze jener Zeit propagierten die Rückkehr zum mittelalterlichen Bauen oder beschworen die völkische „Blut und Boden“-Ideologie. Beispiele der Kirchenkunst zeigen, wie christliche Motive nationalsozialistisch umgedeutet wurden, NS-Propaganda in den kirchlichen Bereich eindrang und nationalsozialistische Symbole und Figuren den Altarraum prägten.
Das Katalogbuch dokumentiert die Ausstellung; sechs Beiträge verschiedener Autorinnen und Autoren geben Einblick in die historischen Zusammenhänge und bieten Ansätze für eine kritische Aufarbeitung.

978-3-938690-97-0

November 2008

ISBN 978-3-938690-97-0
191 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Edith Raim (Hrsg.)

Überlebende von Kaufering
Biografische Skizzen jüdischer ehemaliger Häftlinge

Materialien zum KZ-Außenlagerkomplex Kaufering

Der Band vereint Kurzbiografien von über vierzig jüdischen Überlebenden aus ganz Europa, die als Kinder und Jugendliche in Ghettos und Lager verschleppt wurden und deren Lebenswege sich in dem Dachauer KZ-Außenlagerkomplex Kaufering kreuzten. Begleitet werden die Lebensläufe von zahlreichen Privatfotos aus der Zeit vor der Verfolgung, der unmittelbaren Nachkriegszeit und der Gegenwart. Außerdem enthält der Band Auszüge aus der Kauferinger Lagerzeitung „Nitzotz“ (Der Funke), zwei 1947 auf Jiddisch entstandene Schilderungen zum Todesmarsch von Kaufering nach Dachau und zwei autobiografische Texte Überlebender.

978-3-940938-20-6

November 2008

ISBN 978-3-940938-20-6
352 Seiten
Preis: 21,00 Euro
(im Abonnement 16,–)

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Jahrbuch für Antisemitismusforschung 17

Herausgegeben von Wolfgang Benz

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

978-3-938690-14-7

November 2008

3., vollständig
überarbeitete Auflage

ISBN 978-3-938690-14-7
476 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Arsenij Roginskij · Frank Drauschke · Anna Kaminsky (Hrsg.)

„Erschossen in Moskau …“
Die deutschen Opfer des Stalinismus auf dem Moskauer Friedhof Donskoje 1950–1953

Annähernd eintausend Deutsche wurden zwischen 1950 und 1953 von östlichen Geheimdiensten verhaftet, von sowjetischen Militärtribunalen in der DDR wegen angeblicher Spionage und antisowjetischer Agitation zum Tode verurteilt und in Moskau hingerichtet. Die Toten wurden im Krematorium des Moskauer Friedhofs Donskoje verbrannt und in einem Massengrab verscharrt. Über Jahrzehnte hatten Moskau und Ost-Berlin alles daran gesetzt, die Spuren der Opfer zu verwischen.
In einem gemeinsamen Forschungsprojekt ist es der russischen Menschenrechtsorganisation „Memorial“ International Moskau, Facts & Files – Historisches Forschungsinstitut Berlin und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gelungen, Akten über die Verurteilungen, Hinrichtungen und die verzweifelte Suche der Angehörigen aufzufinden. Das Leben und der gewaltsame Tod dieser Frauen und Männer werden in dem vorliegenden Totenbuch dokumentiert.

Ein beachtlicher Zuwachs an neuen Informationen führte dazu, dass sich der bisherige Wissensstand erheblich erweitert hat. Es war daher unverzichtbar, die letzte Auflage des Buches komplett zu überarbeiten. Der neue Band stellt das Ergebnis dieser umfassenden Aktualisierung dar.

978-3-938690-95-6

November 2008

ISBN 978-3-938690-95-6
222 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Ingrid Littmann-Hotopp

Jüdische Lehrkräfte an den Berliner Gemeindechulen
zwischen 1875 und 1914


Auch nach dem Emanzipationsedikt von 1812 und dem Reichsgesetz von 1869 über die Gleichberechtigung der Konfessionen blieb Juden der Zugang zu Ämtern im Staatsdienst häufig versagt. Die Auseinandersetzungen zwischen dem Berliner Magistrat und dem Kultusministerium ab 1895 zeigen, wie auf dem Verwaltungsweg durch Erlasse und Gesetze jüdische Lehrkräfte von einer Anstellung an öffentlichen Schulen ausgegrenzt wurden.

978-3-940938-13-8

November 2008

ISBN 978-3-940938-13-8
196 Seiten
Preis: 14,90 Euro

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Joy Markert

Das Kalte Herz – Die schöne Lau
Erzählung

Eine kurze Zeit zwischen zwei großen Ereignissen: Sonnenfinsternis im Sommer 1999 und Neujahr 2000. Eine Clique hat sich am Berliner Stadtrand ein altes Haus gekauft, als alle sich beruflich noch sicher fühlten. In der nun brüchig werdenden Existenz merken sie, wie sehr sie sich übernommen haben. Bei den aufbrechenden Konflikten erwachen Erinnerungen an entscheidende Lebensmomente: Jugend, sechziger und siebziger Jahre, die Wendezeit um 1990, verpasste Chancen und unauslöschliche Träume. Im Mittelpunkt steht das Paar Olga und Gecko mit seinen Krisen und Leidenschaften. Im Spätherbst sucht Olgas Zwillingsschwester Rose bei ihnen Zuflucht vor immer wiederkehrenden psychischen Problemen. Olga, die ihre Schwester mehr liebt als jeden anderen Menschen, drängt Gecko, sich um Rose zu kümmern, was unausweichlich zu einem „Happyend der Tragödien“ führt.
Joy Markert schrieb Drehbücher für Kinofilme und Fernsehspiele, Theaterstücke, rund siebzig Hörspiele, zahlreiche Essays, Radioerzählungen und Features sowie Geschichten und Hörspiele für Kinder, Lyrik und Prosa. Er veröffentlichte u. a. Asyl (1985), Malta – Reisen eines Ahnungslosen in die Steinzeit (1989), Nachtcafé Schroffenstein (1994, gemeinsam mit Sibylle Nägele), Die Potsdamer Straße. Geschichten, Mythen und Metamorphosen (gemeinsam mit Sibylle Nägele, Metropol Verlag 2006).

978-3-940938-14-5

Oktober 2008

ISBN 978-3-940938-14-5
126 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Hannes Heer · Jürgen Kesting · Peter Schmidt

Verstummte Stimmen
Die Vertreibung der „Juden“ aus der Oper 1933 bis 1945
Der Kampf um das Württembergische Landestheater Stuttgart

Die erstmals 2006 in Hamburg gezeigte Wanderausstellung „Verstummte Stimmen“ widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel der Nazizeit – der Säuberung der deutschen Opernhäuser. Die aus einem überregionalen und einem jeweils neu recherchierten lokalen Teil bestehende Ausstellung erzählt das Schicksal von 44 prominenten Komponisten, Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik der Nationalsozialisten wurden.
Neben prominenten Namen wie Arnold Schönberg, Kurt Weill, Otto Klemperer, Bruno Walter, Gitta Alpár, Delia Reinhardt, Lotte Schöne, Richard Tauber, Joseph Schmidt, Friedrich Schorr werden auch die unbekannten verfolgten Ensemblemitglieder des Württembergischen Landestheaters Stuttgart erinnert – die Solisten aus der zweiten Reihe, die Kapellmeister, die Mitglieder von Chor und Orchester, die Arbeiter, Handwerker und Angestellten hinter der Bühne.

978-3-938690-90-1

Oktober 2008

ISBN 978-3-938690-90-1
173 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Hans-Jürgen Döscher

„Kampf gegen das Judenthum“:
Gustav Stille (1845–1920)


Antisemit im deutschen Kaiserreich

Gustav Stille (1845–1920), Mediziner und -Schriftsteller, war einer der frühen Propheten und intellektuellen Vorkämpfer des Antisemitismus. Rasse und Lebensraum, Volkskraft und Weltpolitik bildeten die Axiome seines innen- und außenpolitischen Programms, mit dem er zentrale Ideologeme des Nationalsozialismus antizipierte. In seinem Buch „Der Kampf gegen das Judenthum“, das zwischen 1891 und 1912 acht Auflagen erzielte, forderte Stille nicht nur die Entfernung der Juden aus dem kulturellen und wirtschaftlichen Leben Deutschlands, sondern auch deren existenzielle Vernichtung. Mit seiner Schrift „Volkskraft und Weltpolitik“ (1897) propagierte er die Abkehr von der Kolonialpolitik, stattdessen die Lebensraumerweiterung im Osten, letztlich dessen Germani-sierung. Biografie, Zielsetzungen und Rezeption Stilles werfen ein neues Licht auf die Entstehung und Reichweite des Rassenantisemitismus in Deutschland.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 71

978-3-938690-91-8

Oktober 2008

ISBN 978-3-938690-91-8
236 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Martin Kaneko

Die Judenpolitik der japanischen Kriegsregierung

Die Studie geht der Frage nach, ob es in Japan unter der Kriegsregierung eine offizielle Politik der „Judenfreundlichkeit“ gegeben hat. Die Verfechter dieser These beziehen sich vor allem auf drei Argumente: die von Sugihara Chiune in Kaunas/Litauen an jüdische Flüchtlinge erteilten Visa (Juli/August 1940), den „projüdischen“ Beschluss der Fünf-Minister-Konferenz (1938) und die Aufnahme von angeblich 20 bis 30 000 deutsch-jüdischen Flüchtlingen in der Mandschurei (März 1938). Martin Kaneko unterzieht diese Behauptungen einer quellenkritischen Analyse. Er kommt zu einem anderen Ergebnis. Nicht nur die Medien und Teile der Öffentlichkeit, sondern auch Regierungsvertreter waren antisemitisch eingestellt, obwohl nur etwa 1000 Juden in Japan lebten.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 70

978-3-938690-85-7

Oktober 2008

ISBN 978-3-938690-85-7
360 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Michael Lemke (Hrsg.)

Konfrontation und Wettbewerb

Keine andere europäische Metropole war nach 1948 intensiver vom Kalten Krieg betroffen, nahm aber gleichzeitig auf ihn einen nachhaltigeren Einfluss als das geteilte Berlin. Fünfzehn Experten gehen der Frage nach, wie die Verflechtungs- und Teilungsgesellschaften auf beiden Seiten der Großstadt in der alltäglichen Systemkonkurrenz die je eigene Rechtmäßigkeit und Überlegenheit demonstrierten. „Magnetismus“ im Innern wie nach außen war ein herausragendes Instrument der Herrschaftsstabilisierung. Aussagekräftige Beispiele aus Wissenschaft, Technik und Kultur stellen Funktionen und Formen von schroffer wie modifizierter Konfrontation bis hin zum konstruktiven interaktiven Wettbewerb vor. Sie lassen Berliner Geschichten im Ost-West-Konflikt – etwa über die konkurrierende Stadt- und „Küchentechnik“ – kenntnisreich und vergnüglich aufleben.

978-3-940938-11-4

September 2008

ISBN 978-3-940938-11-4
205 Seiten
Preis: 18,00 Euro

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Enrico Heitzer

„Affäre Walter“

Die vergessene Verhaftungswelle

Am 8. September 1951 wurde „Fred Walter“ in Ost-Berlin von der sowjetischen Geheimpolizei festgenommen. „Walter“ war Mitarbeiter der anti-kommunistischen „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ (KgU), im Frühjahr 1951 aber zum amerikanischen Geheimdienst übergewechselt. Nur Stunden später begann eine heute nahezu vergessene Verhaftungswelle, die den Namen ihres mutmaßlichen Verursachers erhielt – „Affäre Walter“. Bei dieser Aktion, die nach Gründung der DDR wohl die meisten Todesopfer gefordert hat, wurden etwa 200 Personen festgenommen. Sie hatten Flugblätter gegen das kommunistische Regime verteilt und Informationen gesammelt. In einer Reihe von Geheimprozessen fällten sowjetische Militärtribunale nach bisheriger Kenntnis ca. 50 Todesurteile; mindestens 43 Menschen wurden in Moskau erschossen oder starben im Lager.
Enrico Heitzer legt die erste Gesamtdarstellung der Verhaftungsaktion vor, ergänzt um eine DVD mit weiterführenden Informationen, Zeit-zeugeninterviews sowie pädagogischen Materialien.

978-3-940938-04-6

3. überarbeitete und ergänzte Auflage
September 2008


ISBN 978-3-940938-02-2
220 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Beate Niemann

Mein guter Vater

Leben mit seiner Vergangenheit
Biografie meines Vaters als Täter

„Ich bin immer von der Unschuld meines Vaters ausgegangen. Dass er, Bruno Sattler, etwas gewusst hatte von Kriegsverbrechen, war gewiss nicht zu leugnen, aber das hatte er mit vielen Deutschen gemein. Es hatte sie zu Mitwissern, nicht aber zu Mittätern gemacht. Über die Zeit meines Vaters als Kriminalbeamter, dann Gestapobeamter, hatte es in der Familie immer geheißen, er sei ein echter preußischer Beamter gewesen, habe im Jahr 1928 eine gute Ausbildung bei der Berliner Polizei erhalten und sei dann in die Gestapo ›übernommen‹ worden.
Als ich die Spurensuche nach dem vermeintlich unschuldigen Vater begann, hatte ich nicht erwartet, dass aus dem Mitwisser ein Täter werden könnte. Jetzt wird mir klar, dass Bruno Sattler ein Mörder gewesen ist. Was mein Vater zu verantworten hat, liegt außerhalb meiner Vorstellungswelt.“

978-3-940938-04-6

August 2008

ISBN 978-3-940938-04-6
317 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Susanne Muhle · Hedwig Richter · Juliane Schütterle (Hrsg.)

Die DDR im Blick

Ein zeithistorisches Lesebuch

„Die DDR im Blick“ präsentiert 28 prägnante „Geschichten“ aus den Forschungswerkstätten junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu einem vielfältigen und anschaulichen Streifzug durch die DDR-Vergangenheit einladen. Sie berichten über eine Lebenswelt, die vom totalen Machtanspruch des Regimes durchdrungen war, von Begegnungen zwischen Ost und West, aber auch von Ausbruchsversuchen aus dem realsozialistischen Alltag. So spiegeln die Texte aktuelle Debatten in der DDR-Forschung wider und zeugen von der Doppelbödigkeit und Komplexität der DDR-Geschichte, hinter deren nostalgischer Verklärung oft die Verdrängung von Verantwortung steht. Die Beiträge sollen zum Weiterlesen anregen, zur Diskussion über die jüngste deutsche Vergangenheit anstiften und die Erinnerung an die SED-Diktatur wachhalten.

978-3-938690-83-3

August 2008

ISBN 978-3-938690-83-3
474 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Jens Hüttmann

DDR-Geschichte und ihre Forscher

Akteure und Konjunkturen der bundesdeutschen DDR-Forschung

Die friedliche Revolution von 1989/1990 hatte kein Ende der DDR-Forschung zur Folge. Gerade als historisches Untersuchungsobjekt fand die DDR-Geschichte im vereinigten Deutschland großes Interesse, es entwickelte sich ein regelrechter Forschungsboom. Mehr als 1500 Forschungsprojekte seit 1990 verdecken jedoch, dass sich bereits seit der „doppelten Staatsgründung“ 1949 im Laufe von 40 Jahren in der Bundesrepublik eine Community etabliert hatte, deren wissenschaftliches Interesse der DDR galt. Die Studie rekonstruiert erstmals die Geschichte der DDR-Forschung und beleuchtet die Rahmenbedingungen, in denen ihre Akteure handelten. Ältere Konzepte, Praktiken und Ergebnisse werden neu entdeckt und mit den Forschungsanstrengungen nach 1990 in Beziehung gesetzt.

978-3-940938-03-9

August 2008

ISBN 978-3-940938-03-9
208 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Frank Möller · Ulrich Mählert (Hrsg.)

Abgrenzung und Verflechtung

Das geteilte Deutschland in der zeithistorischen Debatte

Bis in die jüngste Zeit haben Historiker die deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte überwiegend als voneinander getrennte Geschichte zweier Teilstaaten geschrieben. Auch wenn sich mittlerweile der Konsens herausgebildet hat, dass die im doppelten Wortsinn geteilte deutsche Nachkriegsgeschichte stärker integrativ betrachtet werden sollte, bestehen nach wie vor Kontroversen über das Für und Wider einer vergleichenden DDR-Forschung. Der Band dokumentiert wesentliche Debattenbeiträge der letzten Jahre und gibt sieben Gespräche mit renommierten Historikern wieder, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln Standortbestimmungen zur Geschichtsschreibung über das geteilte Deutschland vornehmen und Themen diskutieren, die durch eine gesamtdeutsche Betrachtung präzisere Konturen gewinnen.

978-3-940938-10-7

Juli 2008

ISBN 978-3-940938-10-7
461 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Wolfgang Benz · Angelika Königseder (Hrsg.)

Das Konzentrationslager Dachau

Geschichte und Wirkung nationalsozialistischer Repression

In dreißig Beiträgen renommierter Autoren werden die Entwicklung des KZ Dachau von der Gründung im März 1933 bis zur Befreiung durch die US-Army Ende April 1945 beschrieben und die Geschichte der Nachnutzung als Internierungs-, Kriegsgefangenen- und DP-Lager bis zur Errichtung der Gedenkstätte 1965 und ihrer Entwicklung bis zur Gegenwart dargestellt.
Exemplarisch sind Täter und Opfer thematisiert, die Gesellschaft der Gefangenen steht im Mittelpunkt des Bandes: Kinder und Jugendliche als Häftlinge, Nationalitäten, »Aktionsjuden«, Zeugen Jehovas, »Asoziale« und »Berufsverbrecher«, Geistliche.
Sieben Überlebende des Konzentrationslagers kommen mit autobiografischen Texten zu Wort.
Der Band bietet auf dem aktuellen Stand der Forschung ein Kompendium aller Aspekte der Geschichte des Konzentrationslagers Dachau vom frühen KZ bis zur meistbesuchten Gedenkstätte am Ort eines ehemaligen Konzentrationslagers.

978-3-938690-37-6

Juli 2008

ISBN 978-3-938690-37-6
192 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Hans Pöschko (Hrsg.)

Die Ermittler von Ludwigsburg

Deutschland und die Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen

Die „Zentrale Stelle“ hat seit ihrer Gründung 1958 die juristische Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen maßgeblich vorangetrieben und darüber hinaus der historischen Forschung grundlegendes Quellenmaterial hinterlassen.
Zum 50-jährigen Bestehen der Behörde gibt der Band einen Einblick in die Geschichte der Institution und ihrer Funktion als Ort der Forschung und Information.

978-3-938690-87-1

Juli 2008

ISBN 978-3-938690-87-1
286 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Irene Mayer-von Götz

Terror im Zentrum der Macht

Die frühen Konzentrationslager in Berlin 1933/34–1936

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten entstanden in Berlin über 170 Folterstätten und elf frühe Konzentrationslager der SA und SS. Sie waren über die ganze Stadt verteilt und sollten die Bevölkerung, insbesondere in den Arbeiterbezirken, einschüchtern. Der Terror fand nicht im Verborgenen, sondern in aller Öffentlichkeit statt.
Der vorliegende Band analysiert die erste Phase der frühen Berliner Konzentrationslager, die im März 1933 begann und mit der Schließung des Konzentrationslagers Columbia-Haus im November 1936 endete.
Bestandteil der Studie sind der Umgang der Justiz mit den begangenen Verbrechen sowie das Gedenken an den Standorten der ehemaligen Lager.

Geschichte der
Konzentrationslager
1933–1945


Band 9

978-3-938690-65-9

Juli 2008

ISBN 978-3-938690-65-9
224 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Johannes Ibel (Hrsg.)

Einvernehmliche Zusammenarbeit?

Wehrmacht, Gestapo, SS und sowjetische Kriegsgefangene

SS-Angehörige ermordeten Zehntausende sowjetischer Kriegsgefangener in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern oder setzten sie unmenschlichen Lebensbedingungen aus. Anhand neuer Forschungsergebnisse stellen Experten die Hintergründe und Dimensionen dieser Verbrechen dar und versuchen, die Beteiligung von Wehrmacht, Gestapo und SS zu klären. Exemplarisch werden die Vorgänge in den Konzentrationslagern Dachau, Flossenbürg, Mauthausen und Ravensbrück rekonstru-iert. Darüber hinaus behandelt der Sammelband den Versuch, Kriegsgefangene als Agenten hinter der Front einzusetzen, die archäologische Ausgrabung eines Kriegsgefangenenlagers, die Bemühungen zur Gründung einer Gedenkstätte sowie erste Erfahrungen in einer jungen Gedenkstätte.

978-3-938690-98-7

Mai 2008

ISBN 978-3-938690-98-7
124 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Hannes Heer · Jürgen Kesting · Peter Schmidt

Verstummte Stimmen

Die Vertreibung der „Juden“ aus der Oper 1933 bis 1945

Die erstmals 2006 in Hamburg gezeigte Wanderausstellung „Verstummte Stimmen“ widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel der Nazizeit – der Säuberung der deutschen Opernhäuser. Die aus einem überregionalen und einem jeweils neu recherchierten lokalen Teil bestehende Ausstellung erzählt das Schicksal von 44 prominenten Komponisten, Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik der Nationalsozialisten wurden.
Neben prominenten Namen wie Arnold Schönberg, Kurt Weill, Otto Klemperer, Bruno Walter, Gitta Alpár, Delia Reinhardt, Lotte Schöne, Richard Tauber, Joseph Schmidt, Friedrich Schorr werden auch die unbekannten verfolgten Ensemblemitglieder der Berliner Staatsoper Unter den Linden erinnert – die Solisten aus der zweiten Reihe, die Kapellmeister, die Mitglieder von Chor und Orchester, die Arbeiter, Handwerker und Angestellten hinter der Bühne.

978-3-940938-08-4

Juni 2008

ISBN 978-3-940938-08-4
160 Seiten
Preis: 12,00 Euro

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Crossing 68/89
Grenzüberschreitungen und Schnittpunkte zwischen den Umbrüchen

Herausgegeben von Jürgen Danyel, Jennifer Schevardo und Stephan Kruhl

Deutsch und Tschechisch

Ist der Osten 1989 nach Europa zurückgekehrt? Wenn ja, setzte sich damit die westliche Sicht auf die Geschichte Europas durch? Ausgangspunkt der Überlegungen von deutschen, tschechischen und slowakischen Historikern, Künstlern, Schriftstellern, Politikern und ehemaligen Aktivisten ist der als Prager Frühling bekannte Reformprozess in der damaligen Tschechoslowakei. Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes wird „1968“ in die europäische und globale Geschichte der sozialen Protestbewegungen der späten sechziger Jahre eingeordnet. Dabei stehen Ähnlichkeiten und Interdependenzen zwischen den Bewegungen, kulturelle Transfers sowie ideologische Annäherungen und Trennungen im Vordergrund.

978-3-940938-09-1

Juni 2008

ISBN 978-3-940938-09-1
160 Seiten
Preis: 12,00 Euro

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Misunderstanding 68/89
Fremde Zeitgenossen und umstrittene Deutungen

Herausgegeben von Jürgen Danyel, Jennifer Schevardo und Stephan Kruhl

Deutsch und Tschechisch

„Misunderstanding 68/89“ dokumentiert ideologische und persönliche Missverständnisse der „68er“ in Ost und West, deckt verbreitete Mythen und Fehldeutungen auf und untersucht die gegenseitige Wahrnehmung der Akteure diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs. Es geht um den Prager Frühling und den Pariser Mai, um Rudi Dutschkes Besuch in Prag, die schwierigen Begegnungen deutscher und tschechoslowakischer Studenten, um die Rolle der „68er“ in Ost und West heute, um die Frage, wann der Prager Frühling endete, und um die ostdeutsche Beteiligung am Einmarsch.

978-3-938690-94-9

Mai 2008

ISBN 978-3-938690-94-9
234 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Olga Kurilo · Gerd-Ulrich Herrmann (Hrsg.)

Täter, Opfer, Helden

Der Zweite Weltkrieg in der weißrussischen und deutschen Erinnerung

Der Sammelband stellt das Ergebnis eines deutsch-weißrussischen Projektes dar, das die Täter-Opfer-Helden-Darstellungen in der deutschen und weißrussischen Gesellschaft zum Ziel hatte. Die Wissenschaftler und Studierenden aus Deutschland und Weißrussland nehmen Rotarmisten und Wehrmachtssoldaten, Partisanen und Kollaborateure, Holocaustüberlebende und Zwangsarbeiter, deutsche und weißrussische Erinnerungsorte in den Blick. Dabei kommen durchaus unterschiedliche Sichtweisen zum Tragen.
Die Studien bieten die Möglichkeit, Weißrussland, das in der Bundesrepublik als „unbewegliches“ Land gilt, aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. Sie liefern zahlreiche Informationen, die in der deutschen Öffentlichkeit bisher unbekannt waren.

978-3-938690-82-6

Mai 2008

ISBN 978-3-938690-82-6
228 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Wolfgang Benz (Hrsg.)

Der Hass gegen die Juden

Dimensionen und Formen des Antisemitismus

Judenfeindschaft in ihren verschiedenen Erscheinungsformen – christlicher Antijudaismus, Rassenantisemitismus, sekundärer Antisemitismus der Schuldumkehr nach dem Holocaust, Antizionismus – präsentiert sich in so vielen Facetten, dass oft von einem „neuen Antisemitismus“ gesprochen wird. Tatsächlich ist es aber immer der alte Hass, der mit stereotypen Bildern von Juden, mit Klischees und tradierten Einstellungsmustern transportiert wird. Theodor W. Adorno hat den Antisemitismus „das Gerücht über den Juden“ genannt und damit den Kern aller Judenfeindschaft enthüllt: Die Minderheit wird über Feindbilder definiert, um sie negativ instrumentalisieren zu können.

Positionen –
Perspektiven –
Diagnosen

Band 2

978-3-938690-66-6

Mai 2008

ISBN 978-3-938690-66-6
215 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Inbal Steinitz

Der Kampf jüdischer Anwälte gegen den Antisemitismus

Die strafrechtliche Rechtsschutzarbeit des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (1893–1933)

War der Kampf jüdischer Anwälte gegen den Antisemitismus im Kaiserreich und in der Weimarer Republik trotz vieler verlorener Prozesse erfolgreich? Im Gegensatz zur bisherigen Forschung bejaht die Autorin diese Frage. Sie zeigt, dass das Ziel der Anwälte des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (CV) gerade nicht das Gewinnen möglichst vieler Prozesse gegen Antisemiten war. Vielmehr strebten die CV-Anwälte danach, durch gezielte Prozesse, Aktionen und Kampagnen ihrem Kampf gegen den Antisemitismus Öffentlichkeit zu verschaffen. Damit gelang dem CV etwas, das vor ihm keiner jüdischen Organisation gelungen war: Selbstverteidigung im Lichte der Öffentlichkeit.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 68

978-3-938690-84-0

Mai 2008

ISBN 978-3-938690-84-0
395 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Matthias Steinbach

Ökonomisten, Philanthropen, Humanitäre

Professorensozialismus in der akademischen Provinz

Über deutsche Professoren ist viel Abwertendes gesagt worden. Im Elfenbeinturm lebensferner Wissenschaft, so heißt es, hätten sie sich verschanzt und fällige Bildungsreformen verhindert. Gelehrtenpolitik sei „Klassenkampf von oben“ gewesen. Die vorliegende Studie macht eine andere Rechnung auf. Sie zeigt für den Zeitraum zwischen Frühaufklärung und Erstem Weltkrieg am Beispiel einer klassischen Universität, wie wissenschaftliche Innovation, sozialer Sinn und politisches Handeln ineinandergriffen. Im kommunalstaatlichen Maßstab wird die Spur eines langlebigen und temporär erfolgreichen Professorensozialismus nachgezeichnet, der sich durch originelle Problemlösungsstrategien den Herausforderungen des Wandels gewachsen zeigte. Um 1900 erreichte dieser Trend, verstärkt durch Einflüsse des englischen New Liberalism und der Settlement-Bewegung, einen gewissen Höhepunkt.

978-3-938690-70-3

Mai 2008

ISBN 978-3-938690-70-3
672 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Bärbel Schrader

„Jederzeit widerruflich“

Die Reichskulturkammer und die Sondergenehmigungen in Theater und Film des NS-Staates

„Jederzeit widerruflich“ – so hieß es ab 1935 in jenen Schreiben der Reichskulturkammer, mit denen Künstler jüdischer Herkunft und andere Verfolgte eine Sondergenehmigung erhielten, die sie von den Berufsverboten vorerst ausnahm. Die zum Goebbels-Ministerium gehörende Reichskulturkammer suchte auf diese Weise zu verschleiern, dass sie bei allen „Säuberungsaktionen“ auf eine Vielzahl bewährter Kräfte – bis hin zum technischen Personal – nicht verzichten konnte.
Anhand der Auswertung mehrerer hundert überlieferter Personalakten von Film- und Theaterschaffenden aus deutschen, österreichischen und tschechischen Archiven weist die Studie erstmals nach, in welchem Umfang und in welchen Abstufungen Sondergenehmigungen erteilt wurden. Sie wendet sich dabei nicht nur dem Schicksal der Betroffenen zu, sondern untersucht zugleich die wechselvolle Geschichte der Reichskulturkammer und ihres Beamtenapparates.

978-3-938690-80-2

April 2008

ISBN 978-3-938690-80-2
192 Seiten
Preis: 19,– Euro

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English Edition:

ISBN 978-3-938690-99-4
192 pp.
19,– Euro

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Günter Morsch · Astrid Ley (Hrsg.)

Das Konzentrationslager Sachsenhausen 1936–1945

Ereignisse und Entwicklungen

Der Katalog gibt einen kompakten Überblick über ausgewählte Ereignisse aus der Geschichte des KZ Sachsenhausen. Er veranschaulicht wichtige Eckdaten wie die Gründung 1936, die Masseneinlieferungen 1938, den Kriegseinschnitt 1939, den Massenmord an den sowjetischen Kriegsgefangenen 1941, die Gründung der Außenlager ab 1942/43 sowie die Endphase mit den Massenmorden und Todesmärschen und schließlich die Befreiung.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 23


Günter Morsch · Astrid Ley (ed.)

Sachsenhausen Concentration Camp 1936–1945

Events and Developments

The catalogue offers a compact overview of selected parts of the camp’s history. It examines important events and periods such as the camp’s establishment in 1936, the mass internments in 1938, changes with the outbreak of war in 1939, the mass murder of Soviet prisoners of war in 1941, the creation of satellite camps beginning in 1942, and the final phase, with mass murders, the death marches and, at last, liberation.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 24

978-3-938690-86-4

April 2008

ISBN 978-3-938690-86-4
432 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Martin Friedenberger

Fiskalische Ausplünderung

Die Berliner Steuer- und Finanzverwaltung und die jüdische Bevölkerung 1933–1945

Die Reichsfinanzverwaltung war seit 1933 eine der wichtigsten Stützen der Verfolgungsmaßnahmen des NS-Regimes. Während sie in den Anfangsjahren des Dritten Reiches die Enteignung der Emigranten vollzog, wirkte sie im Zuge der eskalierenden antisemitischen Politik durch Sondersteuern und Vollstreckungsmaßnahmen wesentlich an der wirtschaftlichen Existenzvernichtung der jüdischen Bevölkerung mit. Das Oberfinanzpräsidium Berlin-Brandenburg und die Berliner Finanzämter spielten bei der staatlichen Ausplünderung eine besondere Rolle: Sie nahmen zentrale Aufgaben für das gesamte Reichsgebiet wahr und kooperierten besonders eng mit der Gestapo. Auf der Grundlage bisher weitgehend unbekannten Quellenmaterials schildert die Studie ein unheilvolles Kapitel deutscher Verwaltungsgeschichte.

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Band 69

978-3-938690-10-9

April 2008

ISBN 978-3-938690-10-9
448 Seiten
Preis: 28,00 Euro

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Kay Weniger

Zwischen Bühne und Baracke

Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933–1945

In rund 500 zum Teil sehr umfangreichen und detailgenauen Biografien erinnert das weltweit erste Lexikon dieser Art an einst gefeierte Künstler, die in den Jahren des NS-Terrors Opfer rassistischer oder politischer Verfolgung wurden: Schauspieler wie Regisseure, Bühnenbildner wie Komponisten, Kameraleute wie Filmarchitekten, Sänger wie Produzenten, Kostümbildner wie Musikpädagogen. Um ihrem Schicksal nachzuspüren, hat Kay Weniger in nahezu fünfjähriger Forschungsarbeit in zahlreichen Archiven und Gedenkstätten recherchiert, Zeitzeugen interviewt und dabei eine Fülle bislang nicht bekannter Informationen und Fakten zutage gefördert. „Ein Nachschlagewerk von unschätzbarem Wert“ (Paul Spiegel im Geleitwort), das sowohl der Forschung als auch allgemein interessierten Lesern grundlegende biografische Daten über einst geachtete, in der NS-Zeit verfemte und heute oft vergessene Künstler zur Verfügung stellt.

978-3-938690-79-6

April 2008

ISBN 978-3-938690-79-6
410 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Stefanie Hajak · Jürgen Zarusky (Hrsg.)

München und der Nationalsozialismus

Menschen. Orte. Strukturen.

Von München nahm der Nationalsozialismus seinen Ausgang. Hier wurde die NSDAP gegründet, hier fanden sich Partei, „Führer“ und frühe Förderer, hier errangen die Nationalsozialisten erste Erfolge. Der gescheiterte Hitlerputsch wurde alljährlich als „Märtyrergedenken“ kultisch inszeniert. In München befand sich das Verwaltungszentrum der Partei, das nach der Machtübernahme 1933 auf Tausende von Mitarbeitern anwuchs.
In Aufsätzen, Essays und einem Interview gehen Historiker, Literaturwissenschaftler, Publizisten und Zeitzeugen der doppelten Leitfrage nach, welche Bedeutung München für den Nationalsozialismus und welche dieser für die Stadt und ihre Bürger hatte. Wie es der Metropole gelang, das Signum „Hauptstadt der Bewegung“ zu erhalten, wird ebenso untersucht wie die vielfältigen Erscheinungsformen von Terror und Verfolgung, Täterschaft und Kollaboration, Widerstehen und Überleben, aber auch die scheinbar alltäglichen Mechanismen sozialer Integration und Ausgrenzung.

978-3-938690-08-6

April 2008

ISBN 978-3-938690-08-6
326 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Feliks Tych · Alfons Kenkmann · Elisabeth Kohlhaas · Andreas Eberhardt (Hrsg.)

Kinder über den Holocaust

Frühe Zeugnisse 1944–1948

Unmittelbar nach Beendigung der Kriegshandlungen führten Vertreter der Jüdischen Historischen Kommission in Polen Interviews mit überlebenden Kindern durch. Die Aussagen der Mädchen und Jungen stehen noch unter dem Eindruck der Geschehnisse: Sie bezeugen zeitnah und direkt die Erfahrungen von Drangsalierung, Angst und Verfolgung. Sie berichten von mutiger Rettung ebenso wie von verweigerter Hilfe. Nur wenige Kinder hatten den Holocaust überlebt.
Mit der vorliegenden Edition erscheint eine Auswahl aus dieser einzigartigen Quellensammlung erstmals in Deutschland. In einem Kooperationsprojekt des Jüdischen Historischen Instituts in Warschau, der Universität Leipzig und Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. konnten die Protokolle erschlossen und ausgewertet werden.

978-3-938690-78-9

Februar 2008

ISBN 978-3-938690-78-9
144 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Gertrud Lehmann-Waldschütz · Wolfgang Goszczak

Berichte über sowjetische Speziallager in Deutschland

Herausgegeben von Andreas Weigelt

Die Schriftstellerin Gertrud Lehmann-Waldschütz (1905–2001) aus Wünsdorf bei Berlin und der frühere Hitlerjunge Wolfgang Goszczak (1929–2006) aus Ruhland wurden 1945 durch den sowjetischen Geheimdienst verhaftet und in den Speziallagern Frankfurt (Oder), Jamlitz, Mühlberg und Buchenwald interniert.
Der Schriftstellerin wurden ihre Aktivitäten für die NS-Frauenschaft vor 1945 vorgeworfen, dem Hitlerjungen angebliche Partisanen-Tätigkeit nach der Befreiung und Besetzung Ostdeutschlands durch die Rote Armee.
Die Berichte sind zum einen Zeugnisse einer verfehlten Entnazifizierungspolitik sowie der Wirklichkeit in den sowjetischen Speziallagern. Zum anderen fragen die Autoren nach dem Verhältnis zwischen individueller Verantwortung im Nationalsozialismus und ihrer Haft in den sowjetischen Lagern. Wolfgang Goszczak wurde 1950 ohne Verurteilung entlassen, blieb in der DDR und trat später der SED bei. Gertrud Lehmann-Waldschütz wurde 1950 in den sogenannten Waldheimer Kriegsverbrecher-Prozessen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, jedoch bereits zwei Jahre später amnestiert. Sie floh 1953 vor erneuter Verfolgung in die BRD.

978-3-938690-77-2

Februar 2008

ISBN 978-3-938690-77-2
345 Seiten
Preis: 21,00 Euro

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Michael Elm

Zeugenschaft im Film

Eine erinnerungskulturelle Analyse filmischer Erzählungen des Holocaust

Die Studie geht der Frage nach, wie lebensgeschichtliche Berichte von Zeitzeugen des Holocaust im Medium Film ins kulturelle Gedächtnis eingeschrieben werden. Anhand von Produktionen wie Der Untergang oder der Fernsehdokumentation Holokaust (Leitung Guido Knopp) werden die historiografischen Funktionen der Zeitzeugendarstellungen analysiert. Durch Rekurs auf die erinnerungskulturelle Tradition der Zeugenschaft und andere Ansätze diskutiert Michael Elm, welche filmsprachlichen Mittel den Berichten der jüdischen Überlebenden angemessen erscheinen. Die gewonnenen Einsichten werden anhand von Filmen wie Der Pianist und Zeitzeugenportraits des Fortunoff Video Archives reflektiert und auf ihre bildungstheoretischen und medienpädagogischen Gehalte hin befragt.

978-3-938690-57-4

Januar 2008

ISBN 978-3-938690-57-4
294 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Fedra Koutsoukou

Die deutsche Kulturpolitik in Griechenland in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1944)

Die Studie beleuchtet Entwicklungen, Prioritäten und Besonderheiten des nationalsozialistischen „Kulturexports“ nach Griechenland. Ziel des NS-Regimes war es, seine politische und ökonomische Machtstellung durch kulturpolitische Initiativen zu festigen und auszubauen. Dazu gehörten die Aktivitäten der Deutschen Akademie – Vorläuferin des Goethe Instituts –, des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts, des Deutschen Archäologischen Instituts, Deutscher Schulen wie auch griechisch-deutscher Gesellschaften in Athen und in der Provinz.
Während die wissenschaftlich-kulturellen Beziehungen der Vorkriegszeit von Zeitgenossen beider Länder als nahezu harmonisch angesehen wurden, zeigte die Gewalt in der Besatzungszeit erst das ganze Bild der nationalsozialistischen Politik in Griechenland.

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Band 66

978-3-938690-59-8

Januar 2008

ISBN 978-3-938690-59-8
190 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Insa Eschebach (Hrsg. / ed.)

Ravensbrück. Der Zellenbau
Geschichte und Gedenken
Begleitband zur Ausstellung

Ravensbrück. The Cell Building
History and Commemoration
Essays accompanying the exhibition

Der Band dokumentiert aktuelle Forschungsergebnisse zur Geschichte und Nachgeschichte des Lagergefängnisses im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. In einem Beitrag zur Geschichte des Arrestgebäudes von 1939 bis 1945 wird über unterschiedliche Häftlingsgruppen und ihren häufig von Dunkelhaft und Nahrungsentzug geprägten Haftalltag berichtet. Darüber hinaus wird die Geschichte des Gebäudes unter bautypologischen Aspekten dargestellt. Ein eigener Teil des Bandes ist den nationalen Gedenkräumen gewidmet, in denen sich vielfältige Formen europäischen Gedenkens manifestieren.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 18

978-3-938690-15-4

Januar 2008

ISBN 978-3-938690-15-4
349 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Silvija Kavcic

Überleben und Erinnern

Slowenische Häftlinge im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück

Die Studie nimmt erstmals die Verfolgungswege slowenischer Frauen während des Nationalsozialismus in den Blick. Sie rekonstruiert die individuellen Schicksale der Deportierten, aber auch die Bemühungen, als Kollektiv im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück zu überleben. Über 30 Interviews mit zurückgekehrten Frauen bilden die Basis der Untersuchung.
Gefragt wird aber auch nach den Erinnerungsmustern. Wie erzählen die Frauen von ihrer Verfolgung und wie reagierte die slowenische Gesellschaft auf ihre Erinnerungen? Während das neu gegründete sozialistische Jugoslawien das Bild des heldenhaften Partisanen kultivierte, führten Verdächtigungen und staatliche Reglementierungen bei den Frauen zu einer Anpassung der Erinnerungen.

978-3-938690-67-3

Januar 2008

ISBN 978-3-938690-67-3
207 Seiten
Preis: 17,00 Euro

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Lidia Beccaria Rolfi

Zurückkehren als Fremde
Von Ravensbrück nach Italien: 1945–1948

Herausgegeben von Johanna Kootz

Lidia Beccaria Rolfi (1925–1996), deportiert wegen ihrer Beteiligung an der Resistenza, verlässt mit Tausenden Häftlingen am 27. April 1945 das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Eine Monate dauernde Rückkehr nach Italien beginnt. Zunächst noch als Gefangene der Nazis, dann als Displaced Person, erlebt sie die wiedergewonnene Freiheit in den Sammellagern der Alliierten.
Nüchtern und aus erzwungener Distanz beurteilt sie die Reaktionen ihrer Mitbürger auf die heimkehrenden KZ-Häftlinge. Eine selbstbewusste und politisch engagierte Frau schildert die Konfrontation mit den Zumutungen und Bewältigungsstrategien der italienischen Nachkriegsgesellschaft, in der sie eine Fremde ist und als unbequeme Zeugin behandelt wird. Als Lehrerin, Autorin und kritische Zeitgenossin versucht sie, die Erfahrungen der Deportation und Lagerhaft vor dem Vergessen, aber auch vor verfälschenden Umdeutungen zu bewahren.

978-3-938690-76-5

Januar 2008

ISBN 978-3-938690-76-5
408 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Gunther R. Lys

Geheimes Leid – Geheimer Kampf
Ein Bericht über das Außenlager Lieberose des KZ Sachsenhausen

Herausgegeben von Andreas Weigelt

Gunther R. Lys war von 1941 bis 1945 politischer Häftling des KZ Sachsenhausen und des Außenlagers Lieberose im ostbrandenburgischen Jamlitz. Im Jahr 1948 veröffentlichte er den viel beachteten und heute zu Unrecht vergessenen Roman „Kilometerstein 12,6“ über den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Sachsenhausen im April 1945. Er ist Autor des preisgekrönten Films „Ein Tag“ (1965) in der Regie von Egon Monk, der einen Tag in einem KZ-Aufbaulager zeigt.
Zu seinem 100. Geburtstag im Jahr 2007 hat Andreas Weigelt aus Lys‘ Nachlass den vorliegenden „Bericht eines Nichtjuden über die Judenverfolgung“ herausgegeben und kommentiert, der in den Jahren 1976/77 in Israel entstanden ist. Er schildert in Episoden wesentliche Ereignisse im KZ-Außenlager Lieberose, in dem Tausende Häftlinge den Tod fanden. Gunther R. Lys gehörte als Revierschreiber zu einer Widerstandsgruppe um den deutschen Kommunisten Siegmund Sredzki, den sowjetischen Kriegsgefangenen Viktor Braschnikow und den deutschen Juden Hans Landshut.
Der Bericht wird durch eine Biografie des Herausgebers über Gunther R. Lys ergänzt.

978-3-938690-74-1

Januar 2008

ISBN 978-3-938690-74-1
320 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Cord Pagenstecher / Bernhard Bremberger / Gisela Wenzel

Zwangsarbeit in Berlin

Archivrecherchen, Nachweissuche und Entschädigung

Zwangsarbeiter, die Ansprüche auf Entschädigung geltend machen wollten, mussten ihren während des Nationalsozialismus geleisteten Arbeitseinsatz nachweisen. Allein in Berlin stellten 20 000 Überlebende meist formlos gehaltene Anträge. Die im Jahr 2001 eingerichtete Koordinierungsstelle Zwangsarbeit an der Berliner Entschädigungsbehörde konnte durch umfangreiche Recherchen mehr als 8000 Überlebenden zu Ausgleichszahlungen verhelfen.
Im Zuge der Nachforschungen wurden neue Quellen auch für künftige Projekte zur NS-Zwangsarbeit erschlossen. Der Band schildert die Arbeit der Koordinierungsstelle, stellt spezielle Archive vor und charakterisiert wichtige Quellengruppen, von den Dokumenten der Standes- und Gesundheitsämter über Firmenakten bis zu persönlichen Unterlagen der Betroffenen.

978-3-938690-71-0

November 2007

ISBN 978-3-938690-71-0
352 Seiten
Preis: 21,00 Euro
(im Abonnement 16,–)

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Jahrbuch für Antisemitismusforschung 16

Herausgegeben von Wolfgang Benz

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

978-3-938690-73-4

November 2007

ISBN 978-3-938690-73-4
174 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Reinhard Schlagintweit / Marlene Rupprecht (Hrsg.)

Zwischen Integration und Isolation

Zur Lage von Kindern aus Roma-Familien in Deutschland und Südosteuropa

Mit etwa zehn Millionen Angehörigen sind Roma heute die größte Minderheit Europas. Seit Jahrhunderten werden sie als „Zigeuner“ verfolgt und diskriminiert. Kinder aus Roma-Familien haben in ganz Europa schlechtere Bildungschancen als Kinder aus anderen Gruppen. Im Südosten des Kontinents kämpfen viele täglich ums Überleben. Auch in Deutschland werden Roma-Flüchtlinge benachteiligt. Ob Kinder aus Roma-Familien ihre Rechte auf Bildung, Gesundheit und einen angemessenen Lebensstandard verwirklichen können, hängt vor allem von ihrem Aufenthaltsstatus ab.

978-3-938690-36-9

November 2007

ISBN 978-3-938690-35-2
231 Seiten
Preis: 21,00 Euro

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Wolfgang Schaller (Hrsg.)

Operette unterm Hakenkreuz
Zwischen hoffähiger Kunst und „Entartung“

Beiträge einer Tagung der Staatsoperette Dresden

Hitler liebte die Operetten Franz Lehárs. Die Nationalsozialisten hielt das jedoch nicht davon ab, jüdische Interpreten und Textdichter der Werke des Komponisten zu verfolgen, zu vertreiben und zu ermorden. Während die Operette bis in die 1930er-Jahre hinein im Dialog mit der künstlerischen Avantgarde stand, degenerierte sie nach 1933 zu einem willfährigen Instrument der staatlich gelenkten Unterhaltungsindustrie. Einige ideologische und ästhetische Urteile über das Genre haben das Ende des NS-Regimes überdauert.
Im Mai 2005 initiierte die Staatsoperette Dresden eine Tagung, die erstmals systematisch nach Ursprüngen, Ereignissen und Nachwirkungen der „Operette unterm Hakenkreuz“ fragte. Künstler-Porträts, Analysen der zeitgenössischen Musiklandschaft und des Repertoires entwerfen das Panorama einer unter dem Nationalsozialismus ausblutenden und nach 1945 kulturgeschichtlich unterschätzten Gattung.

978-3-938690-62-8

November 2007

ISBN 978-3-938690-62-8
223 Seiten
Preis: 18,00 Euro

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Sebastian Richter

Norm und Eigensinn

Die Selbstlegitimation politischen Protests in der DDR 1985–1989

Die Studie geht der Frage nach, ob und in welcher Form Oppositionelle in der DDR zwischen 1985 und 1989 ihren Protest selbst für legitim hielten. Sie entwickelt anhand dreier unabhängiger Gruppen (Initiative Frieden und Menschenrechte, Arbeitskreis Solidarische Kirche und Grünes Netzwerk Arche) ein alternatives Konzept zur Analyse politischen Widerspruchs in der DDR, indem sie nach den Normen fragt, an denen sich der Protest orientierte und mit denen er sich legitimierte, und den Oppositionsbegriff an das Konzept vom gesellschaftlichen Eigensinn koppelt.

ZeitgeschichteN

Band 4

978-3-938690-17-8

November 2007

ISBN 978-3-938690-17-8
542 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Anne Klein

Flüchtlingspolitik und Flüchtlingshilfe 1940–1942

Varian Fry und die Komitees zur Rettung politisch Verfolgter in New York und Marseille

Varian Fry und die von ihm geleiteten Hilfskomitees konnten in den Jahren 1940 bis 1942 unter erheblichen persönlichen Risiken und trotz politischer Hindernisse einer großen Anzahl verfolgter Emigranten die Flucht in die Vereinigten Staaten ermöglichen. Mit dem Kriegseintritt der USA im Dezember 1941 waren die letzten offiziellen Emigrationswege unterbrochen. Die in Südfrankreich tätigen Hilfsorganisationen mussten daher kluge und weitsichtige Entscheidungen treffen, wenn sie ihren Auftrag der Hilfe für Verfolgte erfüllen wollten. Aus akteurszentrierter Sicht und unter Berücksichtigung lokaler und transnationaler Zusammenhänge schildert die Studie die Geschichte des Varian Fry-Komitees im Spannungsfeld von Flüchtlingspolitik und Flüchtlingshilfe mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs.

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Texte –
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Band 61

978-3-938690-61-1

Oktober 2007

ISBN 978-3-938690-61-1
185 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Annette Leo

„Das ist so’n zweischneidiges Schwert hier unser KZ ...“

Der Fürstenberger Alltag und das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück

Fürstenberg ist ein Beispiel. Es steht für viele ostdeutsche Orte, in denen die Menschen ihre widersprüchlichen Erfahrungen ähnlich erzählen. Zweifellos hat die unmittelbare Nachbarschaft zum Frauenkonzentrationslager und später zur sowjetischen Garnison auf dem Gelände die Situation dramatisch zugespitzt. Wie in einem Mikrokosmos drängen sich hier die Brüche und Kontinuitäten in der Erinnerungslandschaft des vergangenen gewalttätigen Jahrhunderts zusammen.

978-3-938690-36-9

September 2007

ISBN 978-3-938690-36-9
370 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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978-3-938690-72-7

Englische Ausgabe:

ISBN 978-3-938690-72-7
24,00 Euro

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Günter Morsch (Hrsg.)

Von der Sachsenburg nach Sachsenhausen

Bilder aus dem Fotoalbum eines KZ-Kommandanten

Der Ausstellungskatalog präsentiert rund 200 Aufnahmen aus dem dienstlichen Fotoalbum des ersten Kommandanten von Sachsenhausen, Karl Otto Koch, das die Gedenkstätte Sachsenhausen in den Archiven des russischen Geheimdienstes fand. Aus dem Blickwinkel der SS-Täter wird darin nicht nur die Errichtungsphase des KZ Sachsenhausen dokumentiert, sondern auch der Aufbau des KZ-Systems in Deutschland von 1933 bis Juli 1937. Die Bilder zeigen den Aufstieg Kochs vom SS-Führer zum Fachmann für die Reorganisation und den Neuaufbau von Konzentrationslagern.
Die Fotografien sind mit wissenschaftlichen Kommentaren versehen; ihrer Täter-Perspektive werden Berichte von ehemaligen Häftlingen entgegengestellt, die auf die Bilder Bezug nehmen und diese konterkarieren. Außerdem enthält der Ausstellungskatalog eine ausführliche Darstellung der Gründungsphase des KZ Sachsenhausen, Beiträge zu den frühen KZ Hohnstein, Sachsenburg, Columbia und Esterwegen, zum Selbstbild der SS sowie zu fotohistorischen und biografischen Aspekten.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 19




Günter Morsch (ed.)

From Sachsenburg to Sachsenhausen

Pictures from the Photograph Album of a Concentration Camp Commandant

The exhibition catalogue presents for the first time some two hundred photographs from the service album of the first Commandant of Sachsenhausen, Karl Otto Koch, which were found by the Sachsenhausen Memorial in the archives of the Russian Secret Service. In this album not only the construction and setting-up phase of Sachsenhausen Concentration Camp but also the development of the concentration camp system in Germany from 1933 to July 1937 is documented from the point of view of the SS perpetrators. The pictures document the rise of Koch from being an SS officer to being an expert on the reorganisation and reconstruction of concentration camps.
The pictures are accompanied by scholarly commentaries; their perpetrator perspective is moreover balanced by reports by former inmates which make reference to the pictures and provide an alternative view of them. The exhibition catalogue also includes a comprehensive depiction of the formation phase of Sachsenhausen Concentration Camp, articles on the early concentration camps at Hohnstein, Sachsenburg, Columbia and Esterwegen, on the self-image of the SS and on photo-historical and biographical aspects.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Vol. 20

978-3-938690-12-3

August 2007

ISBN 978-3-938690-12-3
412 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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978-3-938690-69-7

Englische Ausgabe:

ISBN 978-3-938690-69-7
22,00 Euro

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Astrid Ley · Günter Morsch

Medizin und Verbrechen

Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936–1945

Der Band enthält alle Texte und viele Abbildungen der Ausstellung „Medizin und Verbrechen. Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936–1945“, die Ende 2004 in den Originalbaracken R I und R II eröffnet wurde. Im Krankenrevier wurden zahlreiche medizinische Experimente und „Rassenforschungen“ an Häftlingen durchgeführt. SS-Ärzte nahmen Zwangssterilisationen und Zwangskastrationen vor. Mehrere tausend KZ-Häftlinge wurden im Rahmen systematischer Krankenmordaktionen getötet. Das Krankenrevier sollte aber auch eine minimale medizinische Versorgung der Häftlinge sicherstellen. Aufgrund von Überfüllung, schlechter Versorgung mit Arzneien und unmenschlicher Behandlung waren die Bedingungen in den Krankenbaracken größtenteils katastrophal. Hilfe erhielten die Kranken und Sterbenden vor allem durch Häftlingspfleger und -ärzte.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 21




Astrid Ley · Günter Morsch

Medical Care and Crime

The Infirmary at Sachsenhausen Concentration Camp 1936–1945

The book contains the complete text and many illustrations from the exhibition “Medical Care and Crime. The Infirmary at Sachsenhausen Concentration Camp 1936–1945”. It was opened in November 2004 in the original barracks R I and R II. In the infirmary “racial research” and numerous medical experiments were carried out on inmates. SS doctors performed compulsory sterilisations and castrations. Several thousand inmates were murdered in systematically planned programmes to dispose of the sick. The infirmary was also intended to provide a minimal medical care for inmates. Overcrowding, inhuman treatment and a poor supply of medicine led to mostly excruciating conditions in the infirmary. Care and treatment for the ill and dying came mainly from inmates assigned to work as medical assistants and doctors.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Vol. 22

978-3-938690-63-5

August 2007

ISBN 978-3-938690-63-5
560 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Alfred Neumeyer
Alexander Karl Neumeyer
Imanuel Noy-Meir

»Wir wollen den Fluch in Segen verwandeln«

Drei Generationen der jüdischen Familie Neumeyer:
eine autobiografische Trilogie

Herausgegeben von
Robert Schopflocher und Rainer Traub

Die Lebenserinnerungen von Angehörigen dreier Generationen der Familie Neumeyer spiegeln deutsch-jüdische Geschichte über einen Zeitraum von 140 Jahren: vom sozialen Aufstieg im Kaiserreich über den wachsenden Antisemitismus in der Weimarer Republik und die Verfolgung unter dem NS-Regime bis zum Neubeginn erst in Argentinien, dann in Israel.

Dr. Alfred Neumeyer (1867–1944) war jahrzehntelang Vorsitzender der Bayerischen Israelitischen Gemeinden und einer der höchsten Richter Bayerns. Zusammen mit seiner Frau Elise gelang ihm im Januar 1941 die Flucht zu seinem Sohn nach Argentinien, wo er unmittelbar nach Vollendung seiner Lebenserinnerungen starb.

„Wir wollen den Fluch in Segen verwandeln“ schrieb Alfreds Sohn Alexander Karl Neumeyer (1910–1989) schon am 1. August 1933 in der Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung. 1938 emigrierte der studierte Jurist nach Argentinien und verdiente seinen Lebensunterhalt als Landwirt. 1950 wanderte er mit seiner Familie nochmals aus: ins kurz zuvor gegründete Israel.

Alexander Karls Sohn Imanuel Noy-Meir, 1941 in Argentinien geboren, lebt seit 1950 in Israel und ist dort Professor für Botanik und Ökologie. Seine Erinnerungen an die frühe Kindheit in der Pampa und sein Aufwachsen im jungen, angefeindeten Staat Israel klingen mit einer Reise in die bayerische Heimat seiner Vorfahren und einem Blick auf das Deutschland von heute aus.

Bibliothek der
Erinnerung


Band 18

978-3-938690-55-0

August 2007

ISBN 978-3-938690-68-0
199 Seiten
Preis: 18,00 Euro

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Anning Lehmensiek

»Ich war und bin eine stolze Jüdin«

Eva Lux Braun – eine Begegnung

„Ich habe mich auf die Suche nach den Spuren, die Deine Erlebnisse in Auschwitz hinterlassen haben, gemacht und war verwirrt, als ich nicht das gefunden habe, was ich mir vorgestellt habe. Ganz schön vermessen! Ich habe nach Schmerz, nach Leiden, nach Depression, nach
Resignation gesucht und habe eine tätige, zupackende, sehr bestimmende und bestimmte Frau gefunden. Ich habe Gebrochenheit erwartet und eine Frau gefunden, die sich nicht hat brechen lassen.“

Aus einer zufälligen Begegnung in Yad Vashem entsteht eine Freundschaft zwischen Eva Lux Braun und Anning Lehmensiek, die zu einem beide bewegenden Projekt führt: der Auseinandersetzung einer während des Krieges geborenen Deutschen mit der ebensgeschichte einer Jüdin aus Ungarn, die als 16-Jährige nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurde.

978-3-938690-58-1

August 2007

ISBN 978-3-938690-58-1
349 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Jana Leichsenring

Die Katholische Kirche und „ihre Juden“

Das „Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat Berlin“ 1938–1945

Die Studie behandelt die Frage, wie die Katholische Kirche mit jenem Teil ihrer Gläubigen verfuhr, die die Nationalsozialisten zu „Juden“ erklärten und aus „rassischen“ Gründen verfolgten. Im Zentrum steht das „Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat Berlin“, das sich um diesen Personenkreis kümmern sollte. Jana Leichsenring kommt zu dem Ergebnis, dass die Hilfe in der Seelsorge stecken blieb und mehr auf das Jenseits als auf das Diesseits zielte. Leben zu retten betrachtete das Hilfswerk hingegen nicht als seine Aufgabe, obgleich die deutschen Bischöfe genaue Informationen über die Judenverfol-gungen und die Deportationen besaßen.

Dokumente –
Texte –
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Band 67

978-3-938690-64-2

August 2007

ISBN 978-3-938690-64-2
230 Seiten
Preis: 18,00 Euro

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Enrico Heitzer

„Einige greifen der Geschichte in die Speichen.“

Jugendlicher Widerstand in Altenburg/Thüringen 1948 bis 1950

Herausgegeben von Uwe Schwabe und Rainer Eckert

Dezember 1949, Stalins 70. Geburtstag. In Altenburg versuchen Angehörige einer Widerstandsgruppe, mit einem Radiosender die Übertragung der Rede Wilhelm Piecks zu Ehren des sowjetischen Diktators zu stören und selbst auf Sendung zu gehen. Der Sprecher prangert das DDR-Regime an, verlangt die Entlassung von politischen Häftlingen und freie Wahlen. Drei Monate später wird die Gruppe vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR und von der sowjetischen Geheimpolizei zerschlagen. Sowjetische Militärgerichte führen den Prozess gegen ein Dutzend Angeklagte. Vier junge Männer werden zum Tod verurteilt und hingerichtet.
Die Studie spürt einem weithin unbekannten Kapitel der frühen DDR-Geschichte nach und beleuchtet detailliert die Tätigkeit der Gruppe, ihre Zerschlagung und Verurteilung.

978-3-938690-41-3

August 2007

ISBN 978-3-938690-48-2
375 Seiten
Preis: 21,00 Euro

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Hans Ellger

Zwangsarbeit und weibliche Überlebensstrategien

Die Geschichte der Frauenaußenlager des Konzentrationslagers Neuengamme 1944/45

Im letzten Kriegsjahr 1944/45 existierten in Nordwestdeutschland 24 Frauenaußenlager, die zum Verwaltungsbereich des KZ Neuengamme gehörten. Unter den ca. 13 700 dort inhaftierten KZ-Häftlingen befanden sich etwa zwei Drittel Jüdinnen. Die Frauen mussten in Rüstungsbetrieben arbeiten oder wurden für die Trümmerbeseitigung und den Bau von Behelfsunterkünften eingesetzt. Bei der Räumung der Außenlager im April 1945 wurden viele Frauen nach Bergen-Belsen gebracht, wo Hunderte von ihnen aufgrund der katastrophalen Haftbedingungen noch in den letzten Kriegstagen den Tod fanden.

Mit dieser Studie liegt erstmals eine umfassende Untersuchung über die Frauenaußenlager des KZ Neuengamme und das Schicksal der dort Inhaftierten vor.

Geschichte der
Konzentrationslager
1933–1945


Band 8

978-3-938690-55-0

Juli 2007

ISBN 978-3-938690-55-0
340 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Christof Biggeleben / Beate Schreiber / Kilian J. L. Steiner (Hrsg.)

„Arisierung“ in Berlin

Obgleich Berlin in der NS-Zeit das deutsche Wirtschafts- und Finanzzentrum war und vor 1933 die größte jüdische Gemeinde beherbergte, fehlt bisher eine Gesamtdarstellung zur „Arisierung“ in der ehemaligen Reichshauptstadt. Auf der Grundlage jüngster Forschungen publiziert der vorliegende Band Fall-studien über die Verdrängung jüdischer Manager und Unternehmer aus Schlüssel-positionen der Wirtschaft und zur „Arisierung“ von Unternehmen in den Jahren zwischen 1933 und 1938. Darüber hinaus wird die Frage der Restitution von jüdischem Eigentum nach 1945 in Berlin behandelt.

978-3-938690-41-3

Mai 2007

ISBN 978-3-938690-41-3
454 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Ulrich Friedrich Opfermann

„Seye kein Ziegeuner,
sondern kayserlicher Cornet“


Sinti im 17. und 18. Jahrhundert
Eine Untersuchung anhand archivalischer Quellen

Anton La Grave galt in Hessen-Kassel als „Räuber-hauptmann“. Er wurde gesucht, während er zugleich im benachbarten Kurmainz die höchste Polizeifunktion innehatte und beauftragt war, das Land von „Zigeunern“ zu säubern. In Hessen-Kassel galt er selbst als „Ziegeuner“, ein Etikett, das die Kurmainzer Behörden vermieden.
Der kurmainzische Landleutnant ist nur ein Beispiel unter anderen. Die vorliegende Arbeit beschreibt die widerspruchsvolle Geschichte und Lebenswirklichkeit der im Westen Deutschlands lebenden Sinti im 17. und 18. Jahrhundert: zwischen Vertreibung und Duldung, zwischen Repression und energischer Selbstbehauptung, denunziert und gejagt von den Eingesessenen und von ihnen beherbergt. Die Studie stützt sich in einem bislang nicht erreichten Umfang auf zeitgenössische Quellen zahlreicher Archive.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 65

978-3-938690-53-6

Mai 2007

ISBN 978-3-938690-53-6
256 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Mordechai Ciechanower

Der Dachdecker von Auschwitz-Birkenau

Mit einem Vorwort von Gideon Greif

Herausgegeben von Gegen Vergessen –
Für Demokratie e. V.,
Sektion Böblingen-Herrenberg-Tübingen

Mordechai Ciechanower erzählt von seiner Kindheit in der Welt der osteuropäischen Juden in einem polnischen Shtetl. Er wird nach Auschwitz deportiert und überlebt in einem Dachdeckerkommando. Über das KZ Stutthof/Danzig kommt er in das Außenlager Hailfingen/Tailfingen. In Bergen-Belsen wird er befreit, ehe er eine abenteuerliche Reise nach Israel antreten kann.

Bibliothek der
Erinnerung


Band 17

978-3-938690-54-3

Mai 2007

ISBN 978-3-938690-54-3
320 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Lars Karl (Hrsg.)

Leinwand zwischen Tauwetter und Frost

Der osteuropäische Spiel- und Dokumentarfilm im Kalten Krieg

Als Projektionsfläche für Sehnsüchte, Ängste und Stimmungen, als Träger kollektiver Erinnerungen und nicht zuletzt als Mittel ideologischer Einflussnahme liefern Filme wichtige Hinweise auf gesellschaftliche und politische Orientierungen europäischer Staaten im blockübergreifenden Wettbewerb der Systeme. Der Sammelband unternimmt erstmalig den Versuch, die nationalen Filmkulturen Osteuropas vor dem Hintergrund des Kalten Krieges vergleichend zu analysieren. Behandelt werden dabei die Rolle des Films als Herrschafts- und Repräsentationsmittel, Filmöffentlichkeiten und Zensur, Aspekte von „Kulturaußenpolitik“ sowie die Funktion sozialistischer Filmfestivals.

978-3-938690-32-1

Mai 2007

ISBN 978-3-938690-32-1
410 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Stephanie Tauchert

Jüdische Identitäten in Deutschland

Das Selbstverständnis von Juden in der Bundesrepublik und
der DDR 1950 bis 2000

Für die Mehrheit der überlebenden Juden, die sich in den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland aufhielten, war das Land der Täter nur eine Durchgangsstation auf dem Weg in die Emigration. Einige von ihnen konnten oder wollten jedoch nicht auswandern, andere kehrten in den nächsten Jahren nach Deutschland zurück. In beiden Teilen Nachkriegsdeutschlands entstanden wieder jüdische Gemeinden.
Welche neuen Formen jüdischen Selbstverständnisses entwickelten sich aus den Trümmern der zerstörten Lebenswelten und wie veränderten sie sich über fünfzig Jahre? Dass jüdische Identitäten in Deutschland zwischen 1950 und 2000 mit dem Schlagwort „Holocaust-Identität“ keineswegs zutreffend beschrieben sind, ist eines der Ergebnisse der vorliegenden Studie.

978-3-938690-19-2

April 2007

ISBN 978-3-938690-19-2
374 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Simone Erpel (Hrsg.)

Im Gefolge der SS:
Aufseherinnen des Frauen-KZ Ravensbrück

Begleitband zur Ausstellung

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück diente zwischen 1942 und 1944 als zentrales Ausbildungslager für weibliches KZ-Personal.
Über 3500 SS-Aufseherinnen hielten in ihren zumeist niederen Rängen das Lagersystem am Laufen. Sie nahmen Verbrechen billigend in Kauf oder waren selbst daran beteiligt. Wer waren diese Frauen und wie wurde ihre Beteiligung an den KZ-Verbrechen nach 1945 juristisch geahndet? Wie gingen überlebende Häftlinge mit den Erinnerungen an ihre Peinigerinnen um? Auf welche Weise wurde weibliche Täterschaft im öffentlichen Gedächtnis, aber auch im Familiengedächtnis und in der Nachbarschaft des ehemaligen Frauen-KZ tradiert?
Die in dem Begleitband zur Ausstellung versammelten Beiträge gehen diesen Fragen nach.

Schriftenreihe
der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Band 17

978-3-938690-60-4

April 2007

ISBN 978-3-938690-60-4
32 Seiten
Preis: 14,00 Euro

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Batsheva Dagan

Wenn Sterne sprechen könnten

Bilder von Avi Kaz

Ein Kinderbuch über die Geschichte einer Familie, die die Nazis ins Ghetto verschleppten. Bevor die Mutter ins Konzentrationslager gebracht wird, gibt sie ihren Kindern ein Versprechen: Immer wenn die Sterne am Himmel stehen, wird sie bei ihnen sein.

978-3-938690-33-8

April 2007

ISBN 978-3-938690-33-8
304 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Franziska Bruder

„Den ukrainischen Staat erkämpfen
oder sterben“

Die Organisation ukrainischer Nationalisten (OUN) 1929–1948

Als der ukrainische Präsident Viktor Juscenko vor wenigen Jahren dazu aufrief, die Gräben der Vergangenheit zuzuschütten und die ehemaligen Soldaten der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) den Veteranen der Roten Armee gleichzustellen, löste er damit heftige Kontroversen aus. Die historische Bewertung der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und ihres militärischen Arms, der UPA, ist bis heute heftig umstritten. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der OUN unter Stepan Bandera und der UPA für das Gebiet der Westukraine. Kontinuitäten wie Brüche in Bezug auf Ziele, Mobilisierungsstrukturen und Aktionsstrategien der Organisation werden herausgearbeitet und damit die Grundlagen einer differenzierten Beurteilung geschaffen.

Dokumente
Texte
Materialien


Band 64

978-3-938690-56-7

März 2007

ISBN 978-3-938690-56-7
375 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Ulrich Wiegmann

Pädagogik und Staatssicherheit

Schule und Jugend in der Erziehungsideologie und -praxis des DDR-Geheimdienstes

Die Studie nimmt sich der beträchtlichen schriftlichen Überlieferung an, die über das Verhältnis von Erziehung und Staatssicherheit existiert. Vorgestellt werden die geheimdienstliche Beobachtung der Erziehungstatsachen, die Einflussnahme der Staatssicherheit auf die schulische und außerschulische Erziehung, die Rekrutierung, Erziehung und Ausbildung junger Inoffizieller Mitarbeiter des MfS und der Versuch, die Bedingungen des Aufwachsens in der DDR in pädagogischer Absicht konspirativ zu korrigieren.

978-3-938690-51-2

März 2007

ISBN 978-3-938690-51-2
64 Seiten
Preis: 8,00 Euro

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Berliner Büro des American Jewish Committee
Landesinstitut für Schule und Medien
Zentrum für Antisemitismusforschung (Hrsg.)

Fit machen für Demokratie und Toleranz – Jugendliche setzen sich mit Antisemitismus auseinander

Dokumentation des Youth-Leader-Trainings

978-3-938690-49-9

März 2007

ISBN 978-3-938690-49-9
144 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Monika Schmidt

Schändungen jüdischer Friedhöfe in der DDR

Eine Dokumentation

Übergriffe auf jüdische Friedhöfe waren in der DDR kein seltenes Phänomen. Sie umfassten das Umstoßen und Beschädigen der Grabsteine, in einigen Fällen ein regelrechtes Zertrümmern der Denkmale, aber auch nazistische Schmierereien. Häufig wurden Grabsteine gestohlen, Friedhofsmauern eingerissen und abgetragen. Nicht wenige Friedhöfe waren darüber hinaus nahezu unkenntlich geworden, verwahrlost oder eingeebnet und bebaut, andere als private Gärten oder Äcker vereinnahmt.
Täter wurden selten ermittelt, die Schändungen meist verschwiegen – so sind antisemitische Übergriffe bis heute nicht im öffentlichen Bewusstsein über die DDR-Geschichte präsent.

Positionen Perspektiven Diagnosen

Band 1

978-3-938690-52-9

März 2007

ISBN 978-3-938690-52-9
280 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Heinz Schneppen

Odessa und das Vierte Reich

Mythen der Zeitgeschichte

Gab es eine Geheimorganisation namens Odessa, die seit 1945 Nazigrößen nach Südamerika geschleust hat? Was sagen die Quellen über die Straßburger Konferenz hoher Partei- und Wirtschaftsführer vom August 1944, auf der Pläne über die Zukunft und eine „Wiedergeburt des Reiches“ geschmiedet worden sein sollen? Tatsächlich war Argentinien Zielland vieler gerichtlich gesuchter Nazis. Die katholische Kirche und der Vatikan ebneten einigen Flüchtigen den Weg nach Südamerika. Reichte der Arm von Odessa bis in den Vatikan?
Mit Simon Wiesenthal hat der Prozess der Mythenbildung über Odessa zwar nicht begonnen, aber er hat ihn erheblich gestaltet. Die Stasi hat sich seiner als Quelle bedient. Wissenschaftler und Publizisten im In- und Ausland sind diesen Spuren gefolgt. Am Ende blieb viel Verschwörung und wenig Substanz.
Heinz Schneppen zerstört die Mythen, indem er zeigt, wie es zur Mythenbildung kam. Das Buch ist ein Lehrstück für einen kritischen Umgang mit den Quellen. Es ist spannend im Inhalt, flüssig im Stil, umfassend in der Recherche, überraschend im Ergebnis.

„Eine profunde Darstellung des Gesamtkomplexes mit dem Namen Odessa.“
DeutschlandRadio

ZeitgeschichteN

Band 3

978-3-938690-44-4

2007

ISBN 978-3-938690-44-4
64 Seiten, Hardcover
Preis: 14,00 Euro

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Tom Rölecke

OSTour

„Tom Rölecke, Jahrgang 1980, begab sich mit dem Fotoapparat auf die Suche nach Relikten und Handlungsräumen der zweiten deutschen Diktatur. Die facettenreiche Dokumentation dieser Suche ist in Form von anspruchsvollen Bildern, deren ausdrucksvolle Motive viel Raum für Emotionen lassen, festgehalten. Prägnante Zitate und informative Texte rahmen dabei die jeweils dargestellten Aspekte ein, pointieren und erläutern.“
(Aus dem Vorwort von Rainer Eppelmann)

978-3-938690-47-5

2007

ISBN 978-3-938690-47-5
112 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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»... warum es lebenswichtig ist, die Erinnerung wachzuhalten«
Zwangsarbeit für Siemens in Auschwitz und Berlin

Dokumentation einer Begegnung mit ehemaligen KZ-Häftlingen

Herausgegeben von Zwangsarbeit erinnern e. V.

Sie waren zwischen 17 und 20 Jahre alt, als sie in Auschwitz zur Zwangsarbeit für Siemens ausgewählt wurden: Marcel Tuchman, Gilbert Michlin, Paul Schaffer und Henry Schwarzbaum.
Mehr als 60 Jahre später besuchen sie auf Einladung von
»Zwangsarbeit erinnern e. V.« das heutige Berlin.
Der Band dokumentiert die Begegnung der vier Überlebenden mit Spandauer Schülerinnen und Schülern im November 2005. Auf der beigefügten DVD sprechen die jüdischen ehemaligen KZ-Häftlinge über ihre Verfolgung.

978-3-938690-50-5

2007

ISBN 978-3-938690-50-5
256 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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KZ-Verbrechen
Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager und ihrer Erinnerung

Herausgegeben von
Wojciech Lenarczyk, Andreas Mix, Johannes Schwartz, Veronika Springmann

Dieser Band präsentiert die Ergebnisse des zwölften Workshops zur Geschichte der Konzentrationslager, der vom 26. bis zum 30. Oktober 2005 in Lublin in Zusammenarbeit mit den Gedenkstätten Majdanek und Beec stattfand.
An dem Workshop nahmen insgesamt
42 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Polen, Litauen, Weißrussland, Dänemark, Großbritannien, Japan, Österreich und Deutschland teil.
Die 17 Autorinnen und Autoren beschäftigen sich mit den Biografien einzelner KZ-Täter, der Bedeutung von Sport und Musik für KZ-Häftlinge, der Darstellung von Konzentrationslagern in Mahnmalen, Film und Literatur sowie heutigen und zukünftigen Konzepten der Pädagogik, der Erinnerungskultur und der Ausstellungen in KZ-Gedenkstätten.

978-3-938690-22-2

2007

ISBN 978-3-938690-22-2
200 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Dennis Riffel

Unbesungene Helden

Die Ehrungsinitiative des Berliner Senats 1958 bis 1966

Im Jahr 1958 rief der damalige Westberliner Innensenator Joachim Lipschitz eine Initiative ins Leben, in deren Verlauf bis 1966 insgesamt 760 Menschen vom Berliner Senat geehrt und bei Bedürftigkeit finanziell unterstützt wurden, weil sie während der NS-Zeit Verfolgte, in den meisten Fällen Jüdinnen und Juden, unterstützt, versteckt und verpflegt hatten. Die Ehrungen waren die erste öffentliche Würdigung für diesen Personenkreis, der sonst in der Erinnerungskultur der Nachkriegszeit nicht vorkam.
Dennis Riffel untersucht das Zustandekommen, die administrative Umsetzung und die öffentliche Darstellung der Ehrungsinitiative „Unbesungene Helden“. Er zeigt, welche politischen Ziele mit dieser Initiative verbunden waren, nach welchen Kriterien über die Ehrungswürdigkeit entschieden wurde, welche Probleme sich dabei ergaben und wie die Initiative aus Sicht der Geehrten und Nichtgeehrten betrachtet wurde.

„Dennis Riffel leuchtet alle Facetten des Themas aus und beschreibt sie quellennah und präzise.“
Frankfurter Rundschau

Dokumente
Texte
Materialien


Band 63

978-3-938690-45-1

2007

ISBN 978-3-938690-45-1
597 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Stefanie Endlich

Wege zur Erinnerung

Gedenkstätten und -orte für die Opfer des Nationalsozialismus
in Berlin und Brandenburg

„Wege zur Erinnerung“ führen zu den Orten von Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus, die hier umfassend und auf aktuellem Stand beschrieben werden. Die Orte sind zugleich Erinnerungs-Räume, die das historische Geschehen in die Gegenwart zurückholen. Gedenkstätten, Denkmäler, Dokumentationen und Erinnerungszeichen tragen dazu auf unterschiedliche Weise bei.
Die Text- und Bilddokumentation mit 200 Fotos und Hunderten von Ortsbeschreibungen gibt präzise Auskunft über Erinnerungsorte in Berlin und Brandenburg. Sie informiert über
– die Ereignisse und Personen der NS-Zeit
– Entstehung, Erscheinungsbild und Vermittlungsangebote der aktiven Gedenkstätten
– Zustandekommen und künstlerische Konzepte von Denkmälern und Erinnerungszeichen
– materielle Spuren und Relikte.

Dr. Stefanie Endlich ist Publizistin und Honorarprofessorin für Kunst im öffentlichen Raum an der Universität der Künste Berlin.

„Das Buch informiert präzise über die Stätten des Gedenkens sowie über die Lebensläufe der damit geehrten Personen.“
Der Tagesspiegel

978-3-938690-28-4

2007

ISBN 978-3-938690-28-4
440 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Matthias Brosch / Michael Elm / Norman Geißler / Brigitta Elisa Simbürger / Oliver von Wrochem (Hrsg.)

Exklusive Solidarität

Linker Antisemitismus in Deutschland

Inklusion, Solidarität und Gleichheit gehören traditionell zu den konstitutiven Begriffen und Motiven linker Weltanschauung und linken Handelns. Dennoch kam und kommt in der Argumentation und Politik der deutschen Linken beim Thema Israel und Judentum nicht selten eine Kerndoktrin rechter politischer Ideologie zum Tragen: die Exklusion. Die Studien des Sammelbandes diskutieren die Bedeutung antisemitischer Topoi in der deutschen Linken in Geschichte und Gegenwart. Sie belegen, dass Antisemitismus keine Randerscheinung, sondern in vielen Fällen ein struktureller Bestandteil linker Ideologien und Bewegungen ist.

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