Vorschau

 

2009 / 2010

978-3-940938-76-3

August 2010

ISBN 978-3-940938-76-3
152 Seiten
Preis: 17,00 Euro

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Paul Schaffer

Als ich in Auschwitz war

Bericht eines Überlebenden

Mit einem Vorwort von Simone Veil

Paul Schaffer wächst als jüngster Sohn einer jüdischen Familie in Wien auf. Nach dem Novemberpogrom 1938 flieht er mit seinen Eltern nach Belgien und Südfrankreich. Dort wird er zunächst interniert, danach mit seiner Mutter und Schwester über Drancy nach Auschwitz deportiert. Die Frauen werden sofort ermordet. Paul überlebt als Zwangsarbeiter bei Siemens-Schuckert.
Nach der Evakuierung des Außenlagers Bobrek gelingt ihm auf abenteuerlichen Wegen die Flucht nach Frankreich.

Bibliothek der Erinnerung

Band 20

978-3-940938-73-2

August 2010

ISBN 978-3-940938-73-2
163 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Erich Kohlhagen

Zwischen Bock und Pfahl

77 Monate in den deutschen Konzentrationslagern

Erich Kohlhagen wurde 1938 von den Nationalsozialisten verhaftet. Als jüdischer Häftling überlebte er die Konzentrationslager Sachsenhausen, Groß Rosen, Auschwitz und Mittelbau-Dora.
1946 brachte er seine Erinnerungen an die spezifischen Grausamkeiten der einzelnen Lager wie die „Isolierung“ und den Zellenbau in Sachsenhausen, die Steinbrüche in Groß Rosen, den Todesmarsch aus Auschwitz und die unterirdische Raketen-Produktion in Mittelbau-Dora zu Papier.

ÜberLebenszeugnisse

Band 4

978-3-940938-75-6

Juli 2010

ISBN 978-3-940938-75-6
245 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Wolfgang Benz (Hrsg.)

Vorurteile in der Kinder- und Jugendliteratur

Ressentiments gegen Minderheiten in Jugendbüchern, Schullektüren, Comics oder Serien des unterhaltenden Genres sind oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Im Kindes- und Jugendalter erworben, bleiben sie besonders wirksam und bestimmen das Weltbild vieler Erwachsener. Die Folgen können Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt gegenüber ethnischen, kulturellen, sozialen oder sexuellen Minderheiten sein.

Aus dem Inhalt:

Wolfgang Benz:
Von ausgrenzender Propaganda zur missglückten Zuwendung. Feindbilder und Vorurteile im Lesestoff junger Menschen

Mona Körte:
Das Fremde in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

Eske Wollrad: 
Kolonialrassistische Stereotype und Weiße Dominanz in der Pippi-Langstrumpf-Trilogie

Yasemin Shooman: 
„Durch Wüste und Harem.“ „Orient und Orientalen“ bei Karl May

Brigitte Mihok: 
Wild, lockend und gefährlich: „Zigeunerin“ und „Zigeuner“ als populäre Klischees im Comic

Sabine Berloge: 
„Natürlich ist das ein Problem für mich.“ Lesben und Schwule in der Jugendliteratur

Matthias Schwerendt: 
Rudolf Wiggers’ „Rassebüchlein für die Jugend“. 
Radikaler Antisemitismus und völkische Orientbilder in antisemitischen Lektüren für den nationalsozialistischen Unterricht

Ute Benz: 
„Mutter, erzähl von Adolf Hitler!“ Demagogie im Kinderzimmer

Juliane Wetzel: 
„Damals war es Friedrich“. Vom zähen Leben misslungener guter Absicht

Positionen – Perspektiven – Diagnosen

Band 5

978-3-940938-58-9

Juni 2010

ISBN 978-3-940938-58-9
584 Seiten
Preis: 24,90 Euro

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Robert Steegmann

Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof und seine Außenkommandos an Rhein und Neckar 1941–1945

In den Jahren 1941 bis 1945 ließ das nationalsozialistische Regime
etwa 52 000 Häftlinge aus allen Teilen Europas in das KZ Natzweiler-Struthof im Elsass deportieren. Sie sollten dort und in den angegliederten Außenlagern auf beiden Seiten des Rheins Zwangsarbeit leisten. Im Laufe seines Bestehens entwickelte sich Struthof von einem Arbeits- zu einem Todeslager. Nahezu 22 000 Häftlinge starben an Hunger, Entkräftung, Krankheiten – oder wurden direkt ermordet. Die Überlebenden wurden von deutschen Unternehmen, insbesondere in Baden-Württemberg und dem Elsass, erbarmungslos ausgebeutet.
Robert Steegmann ist es in jahrelangen Forschungen gelungen, die Geschichte des KZ Natzweiler-Struthof akribisch zu recherchieren und die Schicksale der massenhaft zu Sklaven degradierten Menschen zu rekonstruieren.

978-3-940938-77-0

Juni 2010

ISBN 978-3-940938-77-0
376 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Werner Bergmann

Soziologische Studien

Zeit, Lebenswelt und soziale Bewegungen

Herausgegeben von
Michael Kohlstruck, Daniel Krüger und Ulrich Wyrwa

Werner Bergmann, Professor am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin, ist als Autor soziologischer und historischer Schriften zum Antisemitismus bekannt. Weniger bekannt ist indes, dass er vor und neben seinem heutigen Arbeitsschwerpunkt durch eine Vielzahl von Studien zu einer bemerkenswert breiten Palette von Themen, Fragen und Problemen der Soziologie hervorgetreten ist. Anlässlich seines 60. Geburtstags machen die Herausgeber Michael Kohlstruck, Daniel Krüger und Ulrich Wyrwa auf jene Arbeiten von Werner Bergmann aufmerksam, die sich insbesondere mit Zeit, Lebenswelt und sozialen Bewegungen befassen.

978-3-940938-72-5

Mai 2010

ISBN 978-3-940938-72-5
432 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Meinhard Stark

Die Gezeichneten

Gulag-Häftlinge nach der Entlassung

Von Mitte der 1920er- bis weit in die 1950er-Jahre hinein mussten zwischen 15 und 18 Millionen Gefangene Zwangsarbeit im Gulag, dem sowjetischen Straflagersystem, leisten. Über das Leben der Entlassenen ist bislang kaum etwas bekannt. Ihre Erfahrungen stehen im Mittelpunkt dieser Darstellung. Meinhard Stark hat mehr als einhundert ehemalige Gulag-Häftlinge in Russland, Kasachstan, Polen, Litauen und Deutschland für seine Forschungen befragt. Nach langen Haftstrafen mussten sie ihr Leben völlig neu ordnen, ihren Berufsweg finden und mit der traumatischen Vergangenheit umgehen – dies auf unterschiedliche Weise in Ost und West. Dass die Staatssicherheit die einstigen Gulag-Häftlinge akribisch registrierte, bei Bedarf „operativ bearbeitete“, teils auch erneut inhaftierte, belegen bis dato völlig unbekannte Archivdokumente.

978-3-940938-71-8

Mai 2010

ISBN 978-3-940938-71-8
223 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Klaus Schmidt

„Ich habe aus Mitleid gehandelt“

Der Kölner Waisenhausdirektor und NS-„Euthanasie“-Beauftragte Friedrich Tillmann (1903–1964)

Der christlich geprägte Nationalsozialist Friedrich Tillmann, der in Köln als angesehener Waisenhausdirektor jüdische Kinder vor dem Zugriff der Gestapo schützte, wirkte 1940/41 in Berlin als Büroleiter bei der „Aktion T4“ mit. Der ersten zentral organisierten Massenmordaktion im Nationalsozialismus fielen in Heil- und Pflegeanstalten mehr als 70 000 Kranke und Behinderte zum Opfer.
Nach 1945 arbeitete Tillmann als Heimleiter in Opladen, Wolfsburg und Castrop-Rauxel. Die Enthüllung seiner Vergangenheit im Jahr 1960 erschütterte die Öffentlichkeit. 1964 fand der wegen Beihilfe zum Krankenmord Angeklagte durch den Sturz aus einem Kölner Verwaltungshochhaus den Tod.

978-3-940938-68-8

Mai 2010

ISBN 978-3-940938-68-8
176 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Wolfgang Benz

„Der ewige Jude“
Metaphern und Methoden nationalsozialistischer Propaganda

Die nationalsozialistische Propaganda benutzte die literarische Figur des ewigen Juden als Metapher des Hasses und instrumentalisierte sie für verschiedene mediale Darbietungen. In München wurde ab November 1937 die Ausstellung „Der ewige Jude“ gezeigt. Die Inszenierung, deren Zweck es war, Abscheu vor Juden zu erregen, wanderte nach Wien, Berlin und in andere Städte. Die Ausstellung bildete die Grundlage für den gleichnamigen Propagandafilm, der im November 1940 Premiere hatte. Der Film bediente sich derselben Methoden wie die Ausstellung: Diskriminierung, Denunziation, Stigmatisierung. Er wurde im ganzen deutschen Herrschaftsgebiet gezeigt mit dem Ziel, Antisemitismus zu stimulieren und die Bevölkerung auf den Judenmord vorzubereiten.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 75

978-3-940938-37-4

April 2010

ISBN 978-3-940938-37-4
245 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Hermann Kaienburg

Nationalsozialistische Konzentrationslager 1933–1945:
Die Veränderung der Existenzbedingungen


Die Geschichte der NS-Konzentrationslager weist immer wieder Veränderungen in den Existenzbedingungen auf. Von den ersten „Schutzhaftlagern“ 1933 bis zu den Massenmorden während des Zweiten Weltkriegs lassen sich Kontinuitäten, aber auch Zäsuren und neue Entwicklungen feststellen. Die Bedingungen wurden härter und unmenschlicher, sie kulminierten während des Zweiten Weltkriegs in Verelendung, Seuchen, Massensterben und Massenmorden.

Geschichte der
Konzentrationslager
1933–1945


Band 11

978-3-938690-81-9

Februar 2010

ISBN 978-3-938690-81-9
277 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Wanja Hargens

Der Müll, die Stadt und der Tod

Rainer Werner Fassbinder und ein Stück deutscher Zeitgeschichte

An keinem anderen Theaterstück der Nachkriegszeit entzündeten sich so hitzige Debatten wie an Rainer Werner Fassbinders „Der Müll, die Stadt und der Tod“. Zur Provokation gehört eine ambivalente jüdische Figur, die teilweise philosemitisch, teilweise antisemitisch gedeutet wurde. Der Vorwurf, das Stück sei antisemitisch, führte zur Makulierung der Erstauflage des bei Suhrkamp erschienenen Textes. Eine Bühnenbesetzung in Frankfurt am Main verhinderte die Uraufführung. Im Herbst 2009 ist das Stück erstmals in Deutschland öffentlich aufgeführt worden. Genau und umsichtig betrachtet Wanja Hargens Fassbinders Stück und dessen Entstehungskontext. Als Teil der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte wird seine Wirkung kritisch rekonstruiert. Es entsteht ein fesselnder Beitrag zur bundesrepublikanischen Politik- und Mentalitätsgeschichte.

ZeitgeschichteN

Band 5

978-3-940938-60-2

Februar 2010

ISBN 978-3-940938-60-2
287 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Andreas H. Apelt · Martin Gutzeit · Gerd Poppe (Hrsg.)

Die deutsche Frage in der SBZ und DDR

Deutschlandpolitische Vorstellungen von Bevölkerung und Opposition 1945–1990

Im Jubiläumsjahr „20 Jahre Mauerfall“ veranstalteten die
Deutsche Gesellschaft e. V., der Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die Konferenz „Die deutsche Frage in der SBZ und DDR. Deutschlandpolitische Vorstellungen von Bevölkerung und Opposition 1945–1990“. Vom 18. bis 20. Februar 2009 diskutierten Historiker und Politologen mit Zeitzeugen und Akteuren der Friedlichen Revolution.
Die Ergebnisse finden sich in diesem Dokumentationsband.

978-3-940938-70-1

Februar 2010

ISBN 978-3-940938-70-1
119 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Andreas H. Apelt (Hrsg.)

Der Weg zur Wiedervereinigung

Voraussetzungen – Bedingungen – Verlauf

Zum 20. Jahrestag der Konstituierung des Zentralen Runden Tisches, der die ersten demokratischen Wahlen in der DDR vorbereiten sollte, veranstaltete die Deutsche Gesellschaft e. V. am 7. Dezember 2009 ein Symposium, in dessen Mittelpunkt die Ursachen, Inhalte und Ziele der Friedlichen Revolution standen. Die Ergebnisse dieser Veranstaltung finden sich im vorliegenden Dokumentationsband.

978-3-940938-62-6

Februar 2010

ISBN 978-3-940938-62-6
383 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Gregor Pelger

Wissenschaft des Judentums und englische Bibliotheken

Zur Geschichte historischer Philologie im 19. Jahrhundert

Mit ihrer Hinwendung zur historischen Philologie entwarf die junge Wissenschaft des Judentums als Disziplin ohne jede institutionelle Organisation ein neuartiges Selbstverständnis. Materialien für die historisch-kritische Forschung waren allerdings schwer zugänglich, fundierte Quellenerschließung forderte außergewöhnliches Engagement. Die Studie verfolgt die Lebenswege deutsch-jüdischer Wissenschaftler, wie sie – insbesondere im zunehmenden imperialen Wettstreit um Kulturgüter – aufs Engste mit den Schicksalen von Handschriften und Büchern verbunden waren. Vor allem die Erarbeitung berühmter hebräischer Sammlungen in englischen Bibliotheken schuf eine Konstellation, die sowohl die kritische Erschließung jüdischer Literatur ermöglichte als auch wesentliche Aspekte jüdischen Selbstverständnisses hervortreten ließ. Die Bibliothek erlangte als transnationaler Stauraum für die Wissenschaft des Judentums unschätzbare Bedeutung.

minima judaica

Band 8

978-3-940938-66-4

Januar 2010

ISBN 978-3-940938-66-4
598 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Ideengeschichte als politische Aufklärung

Festschrift für Wolfgang Wippermann zum 65. Geburtstag

Herausgegeben von
Stefan Vogt, Ulrich Herbeck, Ruth Kinet, Susanne Pocai und Bernard Wiaderny

Wolfgang Wippermann hat in seinem Werk regelmäßig Themen aufgegriffen, die von der deutschen Historiografie ignoriert oder umgangen wurden. Damit hat er die vergleichende Faschismus-, die historische Rassismus- und Antisemitismusforschung und die Analyse des rassistischen Grundcharakters des Nationalsozialismus ebenso entscheidend geprägt wie die Erforschung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Osteuropa und die Forschung zur Politik mit der Vergangenheit. Die Festschrift ehrt mit Wolfgang Wippermann einen Historiker, dessen wissenschaftliche Arbeit immer zugleich kritische politische Intervention ist: Ideengeschichte als politische Aufklärung.

978-3-938690-23-9

Januar 2010

ISBN 978-3-938690-23-9
319 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Peter Fasel

Revolte und Judenmord: Hartwig von Hundt-Radowsky (1780–1835)

Biografie eines Demagogen

Unsere Kenntnisse über die Genese des modernen Antisemitismus im frühen und mittleren 19. Jahrhundert sind nach wie vor lückenhaft. Mit seiner Studie über Hartwig von Hundt-Radowsky legt Peter Fasel die erste wissenschaftliche Biografie eines extremen Judenfeindes dieser Zeit vor. Das weitgehend aus den Quellen erarbeitete Werk weist nach, dass der moderne Vernichtungsantisemitismus sich im geistigen Umfeld der frühen deutschen Nationalbewegung herausgebildet hat. In seinen Kampfschriften breitet Hundt-Radowsky seit den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts ein geschlossenes Welterklärungsmodell aus, das kein Judenfeind vor ihm konstruiert hat.

978-3-940938-53-4

Dezember 2009

ISBN 978-3-940938-53-4
347 Seiten
Preis: 21,00 Euro
(im Abonnement 16,–)

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Jahrbuch für Antisemitismusforschung 18

Herausgegeben von Wolfgang Benz

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

978-3-940938-52-7

Dezember 2009

ISBN 978-3-940938-52-7
191 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Günter Schubert

Erkaufte Flucht

Der Kampf um den Haavara-Transfer

Das Haavara-Verfahren, 1933 ausgehandelt zwischen deutschen Ministerialbeamten und Vertretern der jüdischen Gemeinschaft Palästinas, verhalf Tausenden von Juden zu einer – wenn auch teuer erkauften – Flucht vor dem nationalsozialistischen Terror. Es konnte bis zum Kriegsbeginn praktiziert werden. Dies war nur möglich durch den hinhaltenden Widerstand einiger weniger gegen die Versuche von SD und NSDAP, das Verfahren zu liquidieren. Kaum einer kennt die Namen der Verantwortlichen, denen die Haavara-Regelungen zu verdanken sind. Diese Studie versucht, die Dimension der Auswanderung zu zeigen und das Verdienst der Initiatoren zu beurteilen.

Positionen – Perspektiven – Diagnosen

Band 4

978-3-940938-61-9

Dezember 2009

ISBN 978-3-940938-61-9
128 Seiten, Hardcover
Preis: 16,00 Euro

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Heinrich Demerer

Als Kind in NS-Konzentrationslagern

Aufzeichnungen

Heinrich Demerer war erst elf Jahre alt, als er in das Zwangsarbeits- und spätere Außenlager Blechhammer des KZ Auschwitz eingeliefert wird.
Als Sohn des Lagerältesten Karl Demerer lebt er dort fast zwei Jahre, bis er 1945 nach Todesmärschen über Groß-Rosen, Buchenwald und Flossenbürg von amerikanischen Truppen befreit wird.
Sein im Bundesarchiv aufgefundenes Manuskript »Die vergessene Generation« gehört zu den seltenen Zeugnissen, die die Innenperspektive eines Konzentrationslagers aus kindlichem Blick beschreiben.

Bibliothek der
Erinnerung


Band 19

978-3-940938-46-6

Dezember 2009

ISBN 978-3-940938-46-6
261 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Nina Nahmia

Réina Gilberta

Ein Kind im Ghetto von Thessaloníki

Thessaloniki 1943. Am 8. Februar treten die nationalsozialistischen Nürnberger Rassengesetze auch im besetzten Griechenland in Kraft. Bereits am 25. Februar 1943 beginnt die Deportation von Juden in die Arbeits- und Vernichtungslager. In 18 Transporten werden mehr als 45 000 Juden verschleppt, von denen kaum 1000 zurückkehren. Eine von ihnen ist Edda, die zentrale Figur dieser authentischen Geschichte. Ihre zweijährige Tochter konnte sie rechtzeitig einem katholischen Kloster anvertrauen. Die kleine Réina überlebt unter dem Namen Gilberta den Krieg. Jahrzehnte später, nach dem Tod der Eltern, erzählt sie der Athener Autorin Nina Nahmia die Geschichte ihrer Familie.

978-3-940938-65-7

Dezember 2009

ISBN 978-3-940938-65-7
176 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Mein Herbst ’89

Zeitzeugen berichten

Herausgegeben von Andreas H. Apelt

„Was haben Sie damals ganz persönlich erlebt? In Ihrer Heimatstadt, in Ihrer Region? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte!“
Diesem Aufruf folgten in den Jahren 2008 und 2009 viele Menschen und erzählten ihre persönlichen Erlebnisse – authentische Erfahrungsberichte, die bewegende Augenblicke der Friedlichen Revolution vom Herbst 1989 festhalten.

978-3-940938-64-0

Dezember 2009

ISBN 978-3-940938-64-0
648 Seiten
Preis: 29,00 Euro

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Transit 68/89

Deutsch-tschechische Kulturgeschichten.

Herausgegeben von Jürgen Danyel, Jennifer Schevardo und Stephan Kruhl

978-3-940938-51-0

Oktober 2009

ISBN 978-3-940938-51-0
460 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Christian Chmel

Die DDR-Berichterstattung bundesdeutscher Massenmedien und die Reaktionen der SED (1972–1989)

Die Studie thematisiert die DDR-Berichterstattung bundesdeutscher Massenmedien und die Rolle der in Ost-Berlin akkreditierten Westkorrespondenten im Spannungsfeld der deutsch-deutschen Beziehungen – vom Grundlagenvertrag 1972 bis zum Ende der SED-Herrschaft 1989. Rekonstruiert wird, wie DDR-Führung und Ministerium für Staatssicherheit auf die bundesdeutsche Berichterstattung reagierten. Dabei werden die Handlungsstrategien der Fernseh- und Zeitungskorrespondenten sowie von SED-Funktionären und Stasi-Mitarbeitern anhand von Erinnerungsberichten der Akteure sowie Vermerken, Protokollen und Arbeitsplänen des DDR-Außenministeriums, der ZK-Abteilung Agitation und der MfS-Hauptabteilung II/13 untersucht. Darüber hinaus zeigt die Studie die Deutungsmuster der Printmedien Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Zeit, Spiegel sowie Welt und Welt am Sonntag am Beispiel von acht Ereignissen im DDR-Kontext auf.

978-3-940938-45-9

Oktober 2009

ISBN 978-3-940938-45-9
368 Seiten
Preis: 21,00 Euro

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Sabine Schalm

Überleben durch Arbeit?
Außenkommandos und Außenlager des KZ Dachau 1933–1945

Das erste Dachauer Außenkommando wurde bereits 1933 eingerichtet. Es war der Beginn von Häftlingsarbeitseinsätzen mit Unterkunft außerhalb des Stammlagers, die bis zum Kriegsende immer differenziertere Formen annahmen. Damit öffnete sich das KZ-System an 140 Standorten in Süddeutschland in die Zivilgesellschaft.
Die Studie befasst sich erstmals mit der Entwicklung und Dimension des Gesamtkomplexes der Dachauer Außenkommandos und Außenlager, ebenso mit deren Beziehungen zum Stammlager. Im Mittelpunkt stehen die Machtstrukturen und Handlungsoptionen der führenden Akteure und die Existenzbedingungen der Gefangenen im Arbeits- und Lageralltag. Die Analyse offenbart die Vielfalt der Ausprägungsformen der Dachauer Außenkommandos und Außenlager und ermöglicht eine Differenzierung der Parameter des individuellen und kollektiven Überlebens.

Geschichte der
Konzentrationslager
1933–1945


Band 10

978-3-940938-43-5

Oktober 2009

ISBN 978-3-940938-43-5
205 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Imke Leicht

Multikulturalismus auf dem Prüfstand
Kultur, Identität und Differenz in modernen Einwanderungsgesellschaften

Spätestens seit dem Mord an dem niederländischen Filmemacher Theo van Gogh im November 2004 macht sich insbesondere in der europäischen Öffentlichkeit Skepsis gegenüber Konzepten und Praktiken des Multikulturalismus breit. Fernab der rassistischen Ablehnung des kulturellen Pluralismus stellt sich die Frage, wie dieser mit demokratischen Grundwerten zu vereinbaren ist. In der Auseinandersetzung spiegelt sich der alte Widerstreit zwischen Universalismus und Kulturrelativismus wider. Die vorliegende Studie diskutiert kulturrelativistische Ansätze im Multikulturalismus. Die Autorin macht deutlich, dass moderne Einwanderungsgesellschaften nicht umhinkommen, sich auf ein kulturkritisches, antiessenzialistisches und an den universellen Menschenrechten orientiertes Konzept des Multikulturalismus zu beziehen.

978-3-940938-47-3

Oktober 2009

ISBN 978-3-940938-47-3
371 Seiten
deutsch und tschechisch
Preis: 24,00 Euro

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Hildegart Stellmacher · Renate Trautmann

Friede dem Fernen und Friede dem Nahen
Erinnerungen an Irma und Jirí Lauscher

Aus dem Ghetto Theresienstadt, das als Sammellager für die tschechischen Juden eingerichtet worden war, wurden Zehntausende in die Vernichtungslager abtransportiert. Aber eine Prager jüdische Familie überlebt das Ghetto. Jirí Lauscher ist als Zimmermann in der Ghettowerkstatt unabkömmlich, Irma Lauscherová, leidenschaftliche Lehrerin, unterrichtet heimlich im Ghetto lebende Kinder. Die Tochter Michaela ist bei der Befreiung acht Jahre alt.
Theresienstadt bleibt die schmerzlichste und unheilbare, prägende Erfahrung ihres Lebens. Ihr Überleben wird ihnen zur Verpflichtung, das Gedächtnis an die Toten wachzuhalten, aber auch aufzuklären und den Nachkommen der Täter und Nutznießer zu begegnen. In den 60-er Jahren lernen sie Lothar Kreyssig kennen, den Gründer der „Aktion Sühnezeichen“. Ein Gespräch kommt zustande, das Genera-tionen prägte und nicht mehr abreißen sollte …
Dieses Buch berichtet aus dem Leben von Irma Lauscherová (1904–1985) und Jirí Lauscher (1901–1989) und davon, wie sie Deutschen in Ost und West halfen, die äußerlichen und geistigen Grenzen zu überwinden, Judentum kennenzulernen und Mitteleuropa neu zu entdecken.

Dr. Christian Staffa, Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

978-3-940938-57-2

Oktober 2009

ISBN 978-3-940938-57-2
240 Seiten mit CD
(Fotodokumentation)
Preis: 19,00 Euro

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Günter Morsch (Hrsg.)

Mittel- und langfristige Perspektiven für den Waldfriedhof Halbe
Abschlussbericht der Expertenkommission und Beiträge

Der Waldfriedhof in Halbe ist die größte Kriegsgräberstätte des Zweiten Weltkriegs in Deutschland. Seit der deutschen Einheit ist er wegen der Vereinnahmungsversuche von Rechtsextremisten und des dagegen gerichteten zivilgesellschaftlichen Protests immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Im Jahr 2009 legte eine Arbeitsgruppe von Experten aus Wissenschaft, Gedenkstätten und Initiativen sowie Vertretern zuständiger Behörden ihren Abschlussbericht vor, der Maßnahmen zum künftigen Umgang mit dem Ort definiert. Die Experten setzen dabei in erster Linie auf historische Aufklärung und Information: Die komplexe „Gemengelage“ des Waldfriedhofs soll erklärt und auf diese Weise der Mythos der „Kesselschlacht“ dekonstruiert werden. Neben dem Abschlussbericht enthält der Band Beiträge weiterer Sachverständiger und zahlreiche Abbildungen.

978-3-940938-59-6

September 2009

ISBN 978-3-940938-59-6
176 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Margot Webb

Schatten überm Christophorus

Arnstadt, Thüringen 1938.
Miriam fühlt, dass etwas nicht stimmt ...
Sie ist erst zehn Jahre alt, als sie mit ihren Eltern zu den Großeltern nach Arnstadt zieht.
Vater und Mutter flüstern viel und sehen sehr besorgt aus. Miriams beste Freundin gehört zu einem Klub, aber sie darf dort nicht mitmachen.
Dann, eines schrecklichen Abends, werden ihr Großvater und ihr Onkel von Nazis verhaftet.
In wenigen Monaten wird Miriam erwachsen.

Margot (Miriam) Webb floh mit ihren Eltern im Frühjahr 1939 in die Vereinigten Staaten. Ihr Buch ist dort 1992 unter dem Titel „Shadows at Noon. A True Story of Love, Terror & Escape“ erschienen.

Ein Buch für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren.

978-3-940938-54-1

September 2009

ISBN 978-3-940938-54-1
144 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Hannes Heer · Jürgen Kesting · Peter Schmidt

Verstummte Stimmen
Die Vertreibung der „Juden“ aus der Oper 1933 bis 1945
Der Kampf um das Hessische Landestheater Darmstadt

Die erstmals 2006 in Hamburg gezeigte Wanderausstellung „Verstummte Stimmen“ widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel der Nazizeit – der Säuberung der deutschen Opernhäuser. Die aus einem überregionalen und einem jeweils neu
recherchierten lokalen Teil bestehende Ausstellung erzählt das Schicksal von 44 prominenten Komponisten, Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik der Nationalsozialisten wurden, darunter Arnold Schönberg, Kurt Weill, Otto Klemperer, Bruno Walter, Gitta Alpár, Delia Reinhardt, Lotte Schöne, Richard Tauber, Joseph Schmidt und Friedrich Schorr.
Die lokale Fallstudie beschäftigt sich mit der Geschichte des Hessischen Landestheaters Darmstadt in dieser Zeit. Neben den Solisten der Oper werden auch die verfolgten Schauspieler des Sprechtheaters vorgestellt. Darüber hinaus erinnern Ausstellung und Katalog an viele bisher Namenlose, die damals entlassen wurden – Chor- und Orchestermitglieder, Bühnenarbeiter und Handwerker. Insgesamt vertrieben die neuen Machthaber 1933 in Darmstadt mehr als 60 Ensemblemitglieder aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder politischen Einstellung.

978-3-940938-49-7

September 2009

ISBN 978-3-940938-49-7
480 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Ulrich Herbeck

Das Feindbild vom „jüdischen Bolschewiken“
Zur Geschichte des russischen Antisemitismus vor und
während der Russischen Revolution

Antisemitismus spielte in der russischen Gesellschaft während der Revolution von 1917 und im anschließenden Bürgerkrieg eine bedeutende und bislang weitgehend unterschätzte Rolle. Eine Folge seiner massiven Verbreitung in diesen Jahren waren antijüdische Pogrome mit vermutlich 150 000 bis 200 000 Toten. Das Feindbild vom Judäobolschewismus stellte dabei den wichtigsten zeitgenössischen Bezugsrahmen des Antisemitismus dar.
Die Studie untersucht die Vorbedingungen für die Entstehung des antijüdischen Feindbildes im spätzaristischen Russland, fragt nach dem historisch Neuen am Judäobolschewismus und bietet eine Kontextualisierung bezogen auf Bürgerkriegskonflikte, Trägerschichten und ideologische Exponenten.

978-3-940938-56-5

September 2009

ISBN 978-3-940938-56-5
192 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Constanze Jaiser · Antje Kahl · Regine Strecker · Iris Wachsmuth

Von Talkshows und Wäscheleinen
Ein anderer Weg in die Gedenkstätte Ravensbrück

Wie viele Fakten und vor allem welche braucht ein Rundgang zur Geschichte des KZ Ravensbrück? Wie kann die Gruppensituation genutzt werden für eine Vielstimmigkeit des Diskurses und als Bereicherung in der Auseinandersetzung mit dem Thema? Und wie vermeidet man moralgeladene Zwänge im Lernprozess?
50 Jahre Gedenkstätte Ravensbrück und 10 Jahre einer außergewöhnlichen Zeitreise, die deutsche und internationale Gruppen von Berlin nach Ravensbrück geführt hat – Grund genug, dieses „ZeitSchritte“ genannte Tagesseminar zu dokumentieren und Interessierten in und außerhalb von Gedenkstätten zur Verfügung zu stellen.

978-3-940938-55-8

September 2009

ISBN 978-3-940938-55-8
213 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Livia Käthe Wittmann

Besänftigung der Stimmen
Berlin, Budapest, Tübingen, Neuseeland – Begegnungen zwischen Ost und West

„Ähnlich wie ihre frühere Arbeit ‚Wiederkunft‘ zeichnet sich auch dieser Text durch einen diskursiven Charakter aus. Er wirkt als Teil eines Generationengesprächs, zu dem die Leser eingeladen werden, um Erfahrungen des schwierigen vergangenen Jahrhunderts aufzuarbeiten … Wer in den siebziger Jahren in Budapest, (Ost) Berlin, Prag und anderswo in der kritisch-intellektuellen Szene zu Hause war, weiß, dass die scheinbar stillen Jahrzehnte mit Erzählungen gefüllt waren, als wäre unser Leben eine einzigartige lange bittersüße Anekdote über das kaum Erzählbare.“

Aus dem Nachwort von György Dalos

978-3-938690-75-8

August 2009

ISBN 978-3-938690-75-8
302 Seiten
Preis: 22,– Euro

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Stefan Hördler · Sigrid Jacobeit (Hrsg.)

Lichtenburg
Ein deutsches Konzentrationslager


An die Peripherie des öffentlichen Gedächtnisses gedrängt, nahm Lichtenburg in Prettin an der Elbe eine Schlüsselposition im System der Konzentrationslager ein. Von Juni 1933 bis Mai 1939 fungierte der ehemalige Witwensitz der sächsischen Kurfürsten als Experimentierfeld für männliche und weibliche Schutzhaft. Die Doppelrolle als monolateral geführtes Männer- und Frauen-KZ ist singulär in der Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Das Frauenlager war zudem das erste seiner Art und diente 1937 bis 1939 als zentrales Schutzhaftlager für das Deutsche Reich. Darüber hinaus wurde Lichtenburg von 1941 bis 1945 als frühes Außenlager des KZ Sachsenhausen genutzt.
Der Sammelband umfasst grundsätzliche Studien zur Verortung und -Bedeutung des KZ Lichtenburg im Lagersystem der Vorkriegszeit, untersucht ausgewählte Aspekte der Geschichte des Männer- und Frauenlagers und widmet sich seiner Nutzung als Kaserne der SS-Totenkopfverbände, als SS-Versorgungslager, SS-Hauptzeugamt und KZ-Außenlager im Zweiten Weltkrieg. Konzeptionelle Überlegungen für einen neuen Dokumentations- und Gedenkort KZ Lichtenburg beschließen den Band.

978-3-940938-35-0

August 2009

ISBN 978-3-940938-35-0
437 Seiten, Hardcover
Preis: 24,– Euro

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Jan Scheunemann

„Gegenwartsbezogenheit und Parteinahme für den Sozialismus“

Geschichtspolitik und regionale Museumsarbeit in der SBZ/DDR 1945–1971

Die Partei- und Staatsführung der DDR war bestrebt, aus der Geschichte eine Legitimation des eigenen Herrschaftsanspruches abzuleiten. Auf welche Weise dies die regionale und lokale Museumsarbeit in der Ära Ulbricht beeinflusste und warum die angestrebte „sozialistische Umgestaltung“ nicht vollständig realisiert werden konnte, analysiert die vorliegende Studie.
Ausgehend von der zentralen politischen und administrativen Ebene werden die organisatorischen und konzeptionellen Anstrengungen verfolgt, ein flächendeckendes Netz von historischen Museen zu installieren, Ausstellungsthemen vorzugeben und somit das gesamte Museumswesen zu instrumentalisieren. Auf breiter Quellenbasis arbeitet Jan Scheunemann Spannungsverhältnisse im Zusammenwirken von Parteigliederungen, kommunalen Trägern und tradierter Fachkompetenz heraus und gibt Einblick in die geschichtspolitische Praxis der Jahre 1945 bis 1971.

978-3-940938-24-4

August 2009

ISBN 978-3-940938-24-4
394
Preis: 24,– Euro

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Matthias Schwerendt

„Trau keinem Fuchs auf grüner Heid, und keinem Jud bei seinem Eid“

Antisemitismus in nationalsozialistischen Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien

Die seit 1933 an deutschen Schulen verpflichtende „Rassen- und Erbkunde“ bedeutet den Einbruch eines vorwiegend naturwissenschaftlichen Rassenparadigmas in die Lehrerbildung und in die schulische Literatur. Die Studie untersucht die Präsenz der „Rassen- und Erbkunde“ in nationalsozialistischen Schulbüchern vor dem Hintergrund der Ideengeschichte des völkischen Antisemitismus. Das in den schulischen Texten formulierte antisemitische Selbst- und Feindbild der Nationalsozialisten thematisierte und systematisierte die konkreten Verfolgungsmaßnahmen gegen die Juden und ordnete sie zugleich in eine völkische Gesamtperspektive ein. In ihr wurde die Geschichte der jüdischen Minderheit in Deutschland und Europa konsequent aus antisemitischer Perspektive neu formuliert.

978-3-940938-42-8

Juni 2009

ISBN 978-3-940938-42-8
528 Seiten, Hardcover
Preis: 29,90 Euro

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Wolfgang Benz

Auftrag Demokratie

Die Gründungsgeschichte der Bundesrepublik und
die Entstehung der DDR 1945–1949

Die Gründung der Bundesrepublik und der DDR in den Jahren 1945 bis 1949 ist von Mythen überwuchert, die Erinnerung an den Untergang der DDR verdeckt zunehmend die dramatische Entwicklung, aus der Bundesrepublik und DDR hervorgingen.
Demokratie in Deutschland zu gründen war Ziel der Alliierten und Auftrag an die Deutschen nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes. Während der Weststaat die Konturen einer parlamentarischen Demokratie annahm, entwickelte sich die Sowjetische Besatzungszone nach den Vorgaben aus Moskau zwangsläufig zum „antifaschistisch-demokratischen“ Gegenmodell.
Die große Studie des Historikers Wolfgang Benz beschreibt die Entstehungsbedingungen der beiden Staatsgründungen. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Neubaus im Rahmen alliierter und deutscher Politik. Ziel und Absicht ist es, durch die Darstellung historischer Ereignisse und Entwicklungen Mythen zu zerstören. Ein Standardwerk zur Vorgeschichte der beiden deutschen Staaten.

978-3-940938-40-4

Juni 2009

ISBN 978-3-940938-40-4
291 Seiten, Hardcover
Preis: 19,90 Euro

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Daniel Hechler · Jens Hüttmann · Ulrich Mählert · Peer Pasternack (Hrsg.)

Promovieren zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte

Handbuch

Wer ein Promotionsprojekt beginnt, unternimmt das typischerweise zum ersten (und zum letzten) Mal: Promovieren kann man nicht trainieren. Gleichwohl lassen sich die Anzahl der Fehler und Havarien vermindern und die Länge holpriger Wegstrecken verkürzen: Wer Beratung nutzt, kann von den Erfahrungen anderer profitieren. Das leistet dieses Handbuch. Es wendet sich speziell an Promovierende des Forschungsfeldes Zeitgeschichte aus allen Fächern – ob Historikerin, Germanist, Juristin, Soziologe, Erziehungswissenschaftlerin oder Mediziner. Das Handbuch zielt darauf, im Prozess der Planung und Realisierung eines zeithistorischen Promotionsprojekts ein höheres Maß an Orientierungssicherheit zu gewinnen, die eigenen Motivationen und Ansprüche zu prüfen sowie Basiskenntnisse zum Promovieren als Prozess zu erwerben.

978-3-940938-23-7

Juni 2009

ISBN 978-3-940938-23-7
184 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Karsten Porezag

Ernst Leitz aus Wetzlar und die Juden – Mythos und Fakten

Zur Emigration deutscher Juden 1933–1941

Der Wetzlarer Unternehmer Ernst Leitz (1871–1956) wurde in den letzten Jahren weltweit als „zweiter Oskar Schindler“ gefeiert. Die amerikanische Anti-Defamation-League verlieh ihm im Februar 2007 posthum den „Courage to Care Award“ mit der Begründung, dass der Fabrikant der Leica-Kameras vermutlich 200 bis 300 Angestellte und ihre Familien vor den Nazis gerettet habe. In der Tat unterstützte der couragierte Demokrat Ernst Leitz in den Jahren 1933 bis 1939 deutsche Juden durch Anstellung und berufliche Qualifizierung in seinen Unternehmen, aber auch mit anderen Hilfeleistungen.
Karsten Porezag befasst sich mit Mythos und Fakten der Rettungsaktivitäten. Er untersucht quellengestützt, wie vielen jüdischen Emigranten Ernst Leitz geholfen hat, welche Mittel ihm zur Verfügung standen und wie groß Ernst Leitz’ persönliche Gefährdung dabei war. Darüber hinaus kommt die Rolle des erst jetzt wiederentdeckten, nach New York emigrierten „Wohltäters von Wetzlar“ Ludwig Seligmann (1890–1966) zur Sprache. Ein ausführliches Kapitel stellt jüdische Wetzlarer Emigranten in Kurzbiografien vor.

978-3-938690-93-2

Mai 2009

ISBN 978-3-938690-93-2
343 Seiten, Hardcover
Preis: 24,00 Euro

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Heinz Schneppen

Ghettokommandant in Riga
Eduard Roschmann


Fakten und Fiktionen

Frederick Forsyths Bestseller „Die Akte Odessa“ hat Eduard Roschmann, Ghettokommandant in Riga, weltweite Publizität verschafft. Kurz nach dem Krieg verhaftet, gelang dem „Schlächter von Riga“
1948 die Flucht über Rom nach Buenos Aires, wo er fast drei Jahrzehnte ein unauffälliges Leben führte. Von der Auslieferung bedroht, setzte er sich 1977 von Argentinien nach Paraguay ab, wo er bald darauf verstarb.
Das Leben des subalternen SS-Mannes Eduard Roschmann, eines Bürokraten und Opportunisten, eines Mannes ohne besondere Eigenschaften, ist nur von begrenztem Interesse. Dass er zum Mordpersonal von Riga gehörte, steht außer Frage. Wie seine Person zum Objekt von Spekulationen und Fiktionen werden konnte, inwieweit Zeugnisse und Zeugen, Berichte und Literatur mit der historischen Forschung in Konflikt geraten, ist Thema dieser Studie.

978-3-940938-17-6

Mai 2009

ISBN 978-3-940938-17-6
478 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Anette Kretzer

NS-Täterschaft und Geschlecht

Der erste britische Ravensbrück-Prozess 1946/47 in Hamburg

Der erste Hamburger Ravensbrück-Prozess gehört zu den großen, jedoch wenig erforschten westalliierten KZ-Prozessen der unmittelbaren Nachkriegszeit. Angeklagt waren sieben Frauen und neun Männer des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück. Die Studie untersucht die Funktion und Wirkung der Kategorie Geschlecht zwischen krimineller Schuld und Deutungsmustern von NS-Täterschaft.
Im Mittelpunkt steht das Wechselverhältnis zwischen strafrechtlicher Rekonstruktion und gesellschaftlicher Repräsentation. Analysiert wird das Entstehen bestialisierender oder viktimisierender Geschlechterbilder vor Gericht und deren entkonkretisierende und entpolitisierende Entfaltung im bundesdeutschen NS-Verbrechensdiskurs.

978-3-940938-41-1

Mai 2009

ISBN 978-3-940938-41-1
216 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Annegret Stephan · Sascha Möbius (Hrsg.)

Erinnern

Forschung, Bildung und die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit politischer Verfolgung in der SBZ/DDR

Schriftenreihe der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, Band 2

Die Autorinnen und Autoren des Sammelbandes widmen sich der erinnerungskulturellen Auseinandersetzung mit der Diktatur in SBZ und DDR in der politischen Bildung und insbesondere der Gedenkstättenarbeit unter verschiedenen Gesichtspunkten.
Im ersten Abschnitt – Erinnern als Wissenschaft – kommen Experten zu Wort, die Grundlagenforschung zu wichtigen Themen der -aktuellen erinnerungs-kulturellen Diskussion betrieben haben.
Der zweite Abschnitt – Die Last der Erinnerung – wendet sich den Diktaturerfahrungen und ihrer Weitergabe im Spannungsfeld zwischen Traumatisierung und Ostalgie zu.
Der dritte Teil – Erinnern als Aufgabe – behandelt Rahmenbedingungen und Praxis der historisch-politischen Bildung. Dabei werden sowohl die bundesdeutsche Erinnerungslandschaft analysiert als auch Potenziale für Handlungsspielräume diskutiert.

978-3-940938-39-8

Mai 2009

ISBN 978-3-940938-39-8
367 Seiten, Hardcover
Preis: 24,00 Euro

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Volker Mall · Harald Roth

„Jeder Mensch hat einen Namen“

Gedenkbuch für die 600 jüdischen Häftlinge des KZ-Außenlagers Hailfingen/Tailfingen

40 448 – 41 047: Das Nummernbuch des elsässischen KZ Natz-weiler-Struthof führt 600 jüdische Häftlinge auf, die Mitte November 1944 aus dem KZ Stutthof bei Danzig in das KZ-Außenlager Hailfingen/Tailfingen deportiert worden sind. Die Buchhalter des Todes machten aus Menschen Nummern – ob in Auschwitz, Natzweiler, Dachau oder anderen Konzentrationslagern.
Volker Mall und Harald Roth haben in jahrelanger Arbeit die Leidens-wege der Häftlinge rekonstruiert. Das Gedenkbuch gibt den Toten und Überlebenden des KZ-Außenkommandos Hailfingen/Tailfingen durch Selbstzeugnisse, biografische Recherchen und Fotografien -Namen und Würde zurück.
„Dieses Buch ist als Exempel ein Baustein der Erinnerung, es ist ein wichtiger Beitrag zur Lokalgeschichte des KZ-Unrechts-systems und es ist eine notwendige Würdigung der Opfer.“ (Aus dem Vorwort von Wolfgang Benz)

978-3-940938-31-2

April 2009

ISBN 978-3-940938-31-2
166 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Reiner Merker (Hrsg.)

Archiv, Forschung, Bildung

Fünfzehn Jahre Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“

Initiativen der gesellschaftlichen Aufarbeitung und die zeithistorische Forschung haben eine vielfältige Geschichtslandschaft in der Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur entwickelt. Durch den zeitlich knapp bemessenen Abstand zum Ende der Diktatur ist diese jedoch vielfach noch mit der unmittelbaren Erfahrung einer Lebenswirklichkeit vor 1989 verknüpft. Gleichzeitig sind mit der Öffnung der Archive, der Erschließung bisher unbekannter und nicht zugänglicher Dokumente neue Perspektiven ermöglicht worden. Die Überlieferungen der SED-Diktatur sind ein Schwerpunkt dieses Bandes. Er wird durch Fragen nach den Akteuren und dem Stand der Aufarbeitung sowie der Forschung hinsichtlich aktueller Auseinandersetzungen und Defizite in der Aufarbeitung der SED-Diktatur erweitert.

978-3-940938-33-6

März 2009

ISBN 978-3-940938-33-6
196 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Der aufrechte Gang
Opposition und Widerstand in SBZ und DDR


Bundespräsident Horst Köhler und Rainer Eppelmann im Gespräch mit Zeitzeugen und Schülern

Herausgegeben vom Bundespräsidialamt und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Gesprächsreihe „Für Freiheit und Demokratie“, durchgeführt von Bundespräsident Horst Köhler und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, brachte 2007 und 2008 Schüler und Schülerinnen mit Verfolgten und Gegnern der SED-Herrschaft im Schloss Bellevue und in der Gedenkstätte Bautzen zusammen. „Wie hättest du selber dich verhalten“, lautete eine der vielen Fragen, die bewusst machen, wie wichtig die Erinnerung an das SED-Unrecht und an den Widerstand dagegen ist. Die Berichte, Bilder und Zitate in diesem Buch dokumentieren die fruchtbaren und spannenden Begegnungen von Schülern mit Zeitzeugen.

978-3-940938-34-3

März 2009

ISBN 978-3-940938-34-3
263 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Wolfgang Benz · Brigitte Mihok (Hrsg.)

Holocaust an der Peripherie

Judenpolitik und Judenmord in Rumänien und Transnistrien 1940–1944

Die rumänische Geschichtsschreibung hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit mehrheitlich darauf berufen, dass das Land quasi von den Deutschen besetzt gewesen sei. Damit gingen die Gräueltaten auf das Konto der Nationalsozialisten. Die volle historische Wahrheit ist freilich komplizierter: Das mit NS-Deutschland verbündete Land ließ die Juden rumänischer Nationalität im Kerngebiet Rumäniens unbehelligt, vertrieb und mordete aber die Juden in den neu gewonnenen Landesteilen Bukowina und Bessarabien erbarmungslos.
Die Beiträge des Sammelbandes über den Holocaust in Rumänien basieren auf einer internationalen Konferenz des Zentrums für Antisemitismusforschung im Jahr 2008. Die Autoren sind renommierte Holocaustforscher aus Rumänien, Großbritannien, den USA und Deutschland, die verschiedene Aspekte der Verfolgung in Transnistrien behandeln und Einblick in die aktuelle Diskussion zur rumänischen und deutschen Verantwortung geben.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 73

978-3-938690-89-5

März 2009

ISBN 978-3-938690-89-5
278 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Brigitta Elisa Simbürger

Faktizität und Fiktionalität:
Autobiografische Schriften zur Shoah


Mit dieser Arbeit liegt erstmals ein literaturwissenschaftlicher Vergleich zwischen Primo Levis und Imre Kertész’ Schriften über Auschwitz vor. Die Studie geht der Frage nach, was literarisierte und fiktionale Holocaust-Texte im Gegensatz zu historischen Darstellungen leisten können. Während sich Levi von dem Stilideal der „chiarezza“, dem Vorbild wissenschaftlicher Erkenntnis und der Idee der Humanität leiten ließ, weist Kertész das Humanitätsideal als kritisches Regulativ für seine Darstellung zurück. Die Autorin diskutiert, welchen Einfluss Adornos ästhetische Überlegungen zum autonomen Kunstwerk, Bachtins romantheoretische Ausführungen zur Schelmenfigur und Camus’ Existenzphilosophie auf Kertész’ Romankonzeption ausgeübt haben und wie das Spezifische der Erfahrung von Auschwitz, die Vernichtung des Individuums, in der verfremdeten Perspektive dargestellt wird.

978-3-938690-96-3

März 2009

ISBN 978-3-938690-96-3
312 Seiten
Preis: 21,00 Euro

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Peter Birle · Elke Gryglewski · Estela Schindel (Hrsg.)

Urbane Erinnerungskulturen im Dialog: Berlin und Buenos Aires

Der Sammelband dokumentiert die zwischen Wissenschaftlern, Künstlern, staatlichen und zivilgesellschaftlichen Vertretern aus Berlin und Buenos Aires seit einigen Jahren geführten Diskussionen über die urbane Erinnerung an Diktaturen und Menschenrechtsverletzungen. Trotz der unterschiedlichen Geschichte Argentiniens und Deutschlands stellen sich in beiden Ländern ähnliche Fragen im Hinblick auf den Umgang mit der Vergangenheit. Deutsche und argentinische Autorinnen und Autoren berichten über unterschiedliche Formen des Erinnerns und diskutieren über Erfahrungen und Herausforderungen im Zusammenhang mit Denkmalen, Mahnmalen sowie Orten des Terrors, die zu Orten des Gedenkens werden sollen. Auch verschiedene künstlerische Sprachen des Gedenkens werden thematisiert, ebenso wie die Chancen und Schwierigkeiten des Zusammenspiels zwischen zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteuren der Erinnerung. Die Beiträge des Bandes zeigen, wie wichtig und sinnvoll es ist, die in beiden Städten gesammelten Erfahrungen wechselseitig fruchtbar zu machen.

978-3-940938-22-0

März 2009

ISBN 978-3-940938-22-0
173 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Cord Brügmann

Flucht in den Zivilprozess

Antisemitischer Wirtschaftsboykott vor den Zivilgerichten der Weimarer Republik

War die Justiz der Weimarer Republik auf dem rechten Auge blind? Für die Strafjustiz liegen zahlreiche Arbeiten vor, die diese These bestätigen. Die vorliegende Studie geht der Frage nach, wie Zivilgerichte in der Weimarer Republik reagierten, wenn sie mit Fällen antisemitischen Wirtschaftsboykotts konfrontiert wurden. Kern der Arbeit ist eine Nachzeichnung der Rechtsprechungsentwicklung vom ersten überlieferten Zivilurteil zum Boykott aus dem Jahr 1925 bis zu den von der nationalsozialistischen Machtübernahme im Januar 1933 vereitelten Versuchen, einen Boykottfall zur grundsätzlichen Entscheidung vor das Reichsgericht zu bringen. Dabei werden vor allem Akten des Archivs des Berliner Hauptbüros des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (CV) ausgewertet.
Die untersuchten Entscheidungen zeigen, dass das Zivilrecht nicht resistenter gegen undemokratische und antisemitische Einstellungen war als das Strafrecht. Ein ernüchterndes Ergebnis der Untersuchung ist, dass deutsche Juden dort, wo sie nicht Akteure im Diskurs um den Antisemitismus waren, keinen hinreichenden Schutz vor antisemitischem Boykott erlangen konnten.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 72

978-3-940938-38-1

März 2009

ISBN 978-3-940938-38-1
303 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Irith Dublon-Knebel (Hrsg.)

Schnittpunkt des Holocaust:
Jüdische Frauen und Kinder im Konzentrationslager Ravensbrück


Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 28

Tausende von jüdischen Frauen, Mädchen und Kindern waren im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück und dessen Außenlagern inhaftiert. Jüdische Häftlinge befanden sich im Lager, auch nachdem der industrielle Massenmord in den Osten „exportiert“ wurde und die Konzentrationslager innerhalb Deutschlands „judenfrei“ werden sollten.
Der Sammelband umfasst soziohistorische Analysen des jüdischen Kapitels im Mikrokosmos von Ravensbrück von der Anfangsphase bis zur Befreiung. Dabei werden Aspekte des nationalsozialistischen KZ-Systems, die Situation der Häftlinge, geschlechtsspezifische Aspekte des Holocaust, zwischenmenschliche Kontakte sowie die Beziehungen der verschiedenen Gruppen untereinander vor dem Hintergrund des Gesamtkontextes Konzentrationslager untersucht. Auch die Nachkriegserfahrungen der Überlebenden werden berücksichtgt.

978-3-940938-30-5

Februar 2009

ISBN 978-3-940938-30-5
288 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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In den Tod geschickt. Sent to Their Deaths
Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945

Herausgegeben von Linde Apel im Auftrag der Behörde für Kultur, Sport und Medien, in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Katalog zur Ausstellung – deutsch und englisch

Zwischen 1940 und 1945 verließen 20 Deportationszüge den Hannoverschen Bahnhof in Hamburg. Mit ihnen wurden 7692 Juden, Roma und Sinti aus Hamburg und Norddeutschland in die Ghettos und Vernichtungslager Ost- und Mitteleuropas verschleppt. Die meisten kehrten nicht zurück. Der Hannoversche Bahnhof war damit der letzte Ort, den Hamburger Bürgerinnen und Bürger von ihrer Heimatstadt sahen, bevor sie in den Tod geschickt wurden.

978-3-940938-36-7

Februar 2009

ISBN 978-3-940938-36-7
116 Seiten
Preis: 14,00 Euro

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Elke Kimmel

„… war ihm nicht zuzumuten, länger in der SBZ zu bleiben“
DDR-Flüchtlinge im Notaufnahmelager Marienfelde

Herausgegeben von der Erinnerungsstätte Marienfelde – Stiftung Berliner Mauer

Etwa 1,3 Millionen Flüchtlinge und Übersiedler aus der DDR passierten zwischen 1953 und 1990 das Notaufnahmelager Marienfelde als „Tor zum Westen“. Auf ihrem Weg in ein neues Leben waren die Angekommenen einer kritischen Bewertung durch Behörden und die Öffentlichkeit ausgesetzt: Hatte man es mit „echten“ Flüchtlingen zu tun, die politischer Druck zum Weggehen getrieben hatte – oder mit Taugenichtsen, Abenteurern und solchen, die nur ihren wirtschaftlichen Vorteil suchten? Die Studie von Elke Kimmel verdeutlicht, dass glaubwürdig vorgebrachte Gründe sowohl im Notaufnahmeverfahren als auch bei der Gewährung staatlicher Unterstützungsleistungen in den 1950er- und 1960er-Jahren eine entscheidende Rolle spielten. In zahlreichen Fallbeispielen skizziert sie die Schicksale, die sich hinter den Anträgen, Eingaben und Widersprüchen verbergen.

978-3-940938-16-9

Januar 2009

ISBN 978-3-940938-16-9
453 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Juliane Brauer

Musik im Konzentrationslager Sachsenhausen

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 25

Singen und Musizieren auf Befehl gehörten als Instrument der Disziplinierung und Demütigung zur alltäglichen Herrschaftspraxis der SS. Die Erinnerungen der Überlebenden sprechen aber auch dafür, dass Gesang und Musik für zahlreiche Häftlinge eine Lebens-, sogar Überlebensstrategie wurden, mithilfe derer sie ihren Alltag bewältigen konnten.
Die Suche nach Musik im Konzentrationslager Sachsenhausen führte zu Häftlingskapellen, die auf Befehl der Lagerkommandantur entstanden. Es konnten aber auch heimlich verfasste Liederbücher sowie 122 Liedkompositionen in sieben Sprachen gefunden werden. Der vorliegende Band lotet erstmals die Dimension von Musik in einem Konzentrationslager beispielhaft aus. Anhand detaillierter Rekonstruktion der musikalischen Aktivitäten der deutschen kommunistischen Häftlinge, der tschechischen, polnischen, norwegischen und jüdischen Gefangenen sowie der Zeugen Jehovas gelingt eine differenzierte Nahsicht auf Alltagswahrnehmungen und soziale Binnenverhältnisse im KZ Sachsenhausen.

978-3-938690-92-5

Januar 2009

ISBN 978-3-938690-92-5
526 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Eva Lezzi · Dorothea M. Salzer (Hrsg.)

Dialog der Disziplinen:
Jüdische Studien und Literaturwissenschaft


Als interdisziplinäres Fach sind die Jüdischen Studien eine große Herausforderung. Die methodischen Diskussionen der beteiligten Disziplinen müssen nicht nur nachvollzogen, sondern auch auf Forschungsperspektiven der Jüdischen Studien hin überprüft und oft revidiert werden. Gerade in der Literaturwissenschaft haben sich theoretische Zugänge in den letzten Jahrzehnten verändert und die Philologien beispielsweise auf kulturwissenschaftliche Fragestellungen hin erweitert. Was dies für die Jüdischen Studien bedeutet, die sich textlichen Überlieferungen aus verschiedenen Epochen und kulturellen Zusammenhängen zuwenden, ist bisher jedoch noch nicht vertiefend reflektiert worden. Ebenso gilt es zu klären, inwiefern Themen und Perspektiven der Jüdischen Studien paradigmatisch für die Literaturwissenschaft sind. In vierzehn Beiträgen analysieren international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die wechselseitige Befruchtung zwischen den Jüdischen Studien und neueren literaturtheoretischen Ansätzen und bieten sowohl eine methodologische Standortbestimmung als auch beispielhafte Textanalysen. In ihrer Bedeutung für die Jüdischen Studien beleuchtet werden u. a. Übersetzungstheorien, Diskursanalyse und Medientheorie, literaturwissenschaftliche Ansätze in den gender studies und in den postcolonial studies sowie Theorien der Performativität, der Intertextualität und der Interkulturalität.

Mit Beiträgen von:
Doerte Bischoff, Stephan Braese, Barbara Breysach, Jeffrey A. Grossman, Andreas B. Kilcher, Eva Lezzi, Cornelia Martyn, Dorothea M. Salzer, Andrea Schatz, Stefan Schorch, Christoph Schulte, Gabriele von Glasenapp, Irina Wandrey, Liliane Weissberg

minima judaica

Band 6

978-3-940938-05-3

Januar 2009

ISBN 978-3-940938-05-3
438 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Giuseppe Veltri · Christian Wiese (Hrsg.)

Jüdische Bildung und Kultur in Sachsen-Anhalt von der Aufklärung bis zum Nationalsozialismus

Das heutige Sachsen-Anhalt war im 18. und 19. Jahrhundert Zentrum einer lebendigen jüdischen Bildungs- und Kulturlandschaft. Die Namen bedeutender Gelehrter wie Moses Mendelssohn, Esriel Hildesheimer, Leopold Zunz, Samuel Hirsch, Ludwig Philippson, Hermann Cohen und Emil Fackenheim sind mit Dessau, Halberstadt, Halle und Magdeburg verbunden, und das jüdische Buchdruckereigewerbe und Zeitungswesen erlebte hier eine beispiellose Blüte. In Auseinandersetzung mit den von Wittenberg und Halle ausgehenden Strömungen der christlichen Hebraistik und der protestantischen Judenmission sowie mit den Herausforderungen der Moderne trugen jüdische Intellektuelle zur Ausbreitung der Ideen der Aufklärung und der religiösen Reform bei. Historiker und Judaisten zeichnen in diesem Band die Geschichte der im 20. Jahrhundert zerstörten jüdischen Kulturlandschaft nach und entwerfen ein facettenreiches Bild der jüdischen Religion, Bildung und Gelehrsamkeit in der Region im Zeitraum zwischen Aufklärung und Nationalsozialismus.

minima judaica

Band 7

978-3-940938-29-9

Februar 2009

ISBN 978-3-940938-32-9
151 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Wolfgang Benz (Hrsg.)

Islamfeindschaft und ihr Kontext
Dokumentation der Konferenz „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“

Die wachsende Feindschaft gegen Muslime war Thema einer Tagung, die das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Dezember 2008 veranstaltete. Ziel der Konferenz war es, die aktuellen Ressentiments gegen Muslime in Europa und insbesondere in Deutschland zu thematisieren und mit dem Instrumentarium der Vorurteilsforschung, der Antisemitismus als wichtigstes Paradigma dient, zu untersuchen. Die teilweise heftigen Reaktionen in der Presse, in Internetforen und in der Bloggerszene, überwiegend ohne Kenntnis der Vorträge verfasst, gaben Anlass, die Tagung zu dokumentieren.

Positionen – Perspektiven – Diagnosen

Band 3

978-3-940938-29-9

Januar 2009

ISBN 978-3-940938-29-9
352 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Bert Lewyn · Bev Saltzman Lewyn

Versteckt in Berlin
Eine Geschichte von Flucht und Verfolgung 1942–1945

Berlin 1943: Dagobert Lewin ist noch keine 20 Jahre alt, als er gemeinsam mit seiner frisch angetrauten Frau und deren Sohn in Berlin untertauchen muss, um der Deportation zu entgehen. Viele unbekannte „stille Helden“ helfen ihnen beim Überleben: ein Arbeitskollege aus der Fabrik, ein Alkoholiker aus Kreuzberg, ein blinder Kommunist, Zeugen Jehovas und ein katholisches Ehepaar aus Lübars. Kurz vor Kriegsende scheint dennoch alles umsonst ge-wesen zu sein: Die versteckte Familie wird festgenommen. Während Ilse Lewin mit ihrem Sohn nach Bergen-Belsen verschleppt wird, gelingt Dagobert das Unglaubliche: Er überlebt bei untergetauchten Freunden, direkt im Haus einer ehemaligen NSDAP-Dienststelle.

Dagobert Lewin, geb. 1923, lebt seit 1949 unter dem Namen Bert Lewyn in den USA.

Bev Saltzman Lewyn, vormalige Mitarbeiterin in der Nachrichtenredaktion von CNN, hat die Geschichte ihres Schwiegervaters Bert Lewyn gemeinsam mit ihm aufgeschrieben.

978-3-940938-15-2

Dezember 2008

ISBN 978-3-940938-15-2
272 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Jirí Kosta, Jaroslava Milotová, Zlatica Zudová-Lesková (Hrsg.)

Tschechische und slowakische Juden
im Widerstand 1938–1945


Über den Widerstand der europäischen Juden gegen die NS-Diktatur sind in den letzten Jahren wichtige Beiträge erschienen. Nur ganz sporadisch ist jedoch in der deutschen Literatur das Auflehnen tschechischer und slowakischer Juden gegen ihre Unterdrücker thematisiert worden. Der Grund hierfür ist nicht zuletzt in der Tatsache zu suchen, dass das kommunistische Regime in der ehemaligen CSSR die Rolle der Juden im Widerstand gegen die Okkupanten vertuscht und damit die Forschung behindert hat. Dieses Verschweigen äußerte sich auch in der nicht ausgewiesenen Anzahl der ermordeten Jüdinnen und Juden.
Die 18 Beiträge des Sammelbandes sind in ihrer Originalfassung nach 1989 publiziert worden. Sie geben einen fundierten Überblick über die Strukturen und Einzelaktivitäten des tschechischen bzw. slowakischen Widerstandes gegen das NS-Regime.

978-3-940938-27-5

Dezember 2008

ISBN 978-3-940938-27-5
144 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Karolin Steinke

Züge nach Ravensbrück
Transporte mit der Reichsbahn 1939–1945
Begleitband zur Ausstellung in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Trains to Ravensbrück
Transports by the Reichsbahn 1939–1945

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 26

Deutsch und Englisch

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück war von den Diensten der Deutschen Reichsbahn abhängig. Mit gewöhnlichen Personenwagen, vergitterten Zellenwagen und Güterwagen ließ die SS mehr als 123 000 Häftlinge aus ganz Europa in das Lager nördlich von Berlin transportieren. Seit 1939 mussten sie vor aller Augen am Bahnhof Fürstenberg (Havel) aussteigen. Drei Jahre später erhielt Ravensbrück einen eigenen Bahnhaltepunkt. Zahllose Waggons mit Raubgut und Rohstoffen für die Zwangsarbeit kamen ebenfalls auf dem Schienenweg. Der Katalog gibt den Inhalt der Ausstellung „Züge nach Ravensbrück“ auf dem Freigelände der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück wieder. Ein historischer Güterwagen erinnert dort an ein vergessenes Thema der Lagergeschichte.

978-3-940938-06-0

Dezember 2008

ISBN 978-3-940938-06-0
323 Seiten
Preis: 21,00 Euro

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Iris Wachsmuth

NS-Vergangenheit in Ost und West

Tradierung und Sozialisation

Wie hat die Großelterngeneration ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus an die nachfolgenden Generationen weitergegeben und inwieweit werden die Lebensläufe der Eltern- und Kindergeneration durch diese Übertragungsprozesse mitbestimmt? Zwar gibt es eine breite und differenzierte öffentliche Erinnerungskultur in Deutschland, aber die vorliegende Untersuchung zeigt, dass die „private“ Familiengeschichte in der Enkel- und Enkelinnengeneration emotional und kognitiv von der „großen Geschichte“ getrennt wird. Die Studie eröffnet neue Perspektiven und Einblicke über die Tradierungsweisen von Familiengeschichte in der Verschränkung von Zeitgeschichte und familialem Beziehungsgeflecht.

978-3-940938-18-3

Dezember 2008

ISBN 978-3-940938-18-3
158 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Susan Cernyak-Spatz

»Ich wollte leben ...«
Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Ravensbrück
Drei Stationen meines Lebens

Herausgegeben von Hans H. Pöschko
Aus dem Amerikanischen von Dirk Brinkmann unter Mitwirkung
von Renate Overbeck

Susan Cernyak-Spatz, als Susanne Eckstein in Wien geboren, wächst in Wien und Berlin auf. Im Mai 1942 wird sie zusammen mit ihrer Mutter nach Theresienstadt deportiert, von dort im Januar 1943 nach Auschwitz-Birkenau. Weil die SS sie der Schreibstube und später der Bauleitung zuteilt, kann sie der Vernichtung entkommen. Im Januar 1945 wird sie mit der Frauengruppe des Arbeitskommandos „Kanada“ auf den „Todesmarsch“ in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück geschickt. Nach einem neuerlichen Marsch aus Ravensbrück erlebt sie im Frühjahr 1945 die Befreiung durch die US-Army.

„A riveting, highly personal story, full of insights and surprising details, embedded in a knowledge of the history of the Holocaust, told with passionate conviction and an unmistakably original voice.“
Ruth Klüger

„Cernyak-Spatz’s memoir is an intensely involving personal account which adds immeasurably to our knowledge of the Holocaust. Her story compels the reader’s attention and respect.“
Alan Berger

978-3-940938-25-1

Dezember 2008

ISBN 978-3-940938-25-1
158 Seiten
Preis: 12,00 Euro

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Performing 68/89
Die Oberfläche und die Untergründe

Herausgegeben von Jürgen Danyel, Jennifer Schevardo und Stephan Kruhl
Deutsch und Tschechisch

Performing 68/89 und Transforming 68/89 sind Teil des Projektes „68/89 – Kunst.Zeit.Geschichte.“, in dem Historiker und Künstler aus Deutschland, Tschechien und der Slowakei gemeinsam die europäischen Aufbruchbewegungen der Jahre 1968 und 1989 und verschiedenen Aspekten behandeln und neu bewerten.

978-3-940938-26-8

Dezember 2008

ISBN 978-3-940938-26-8
152 Seiten
Preis: 12,00 Euro

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Transforming 68/89
Umwege am Ende der Geschichte

Herausgegeben von Jürgen Danyel, Jennifer Schevardo und Stephan Kruhl
Deutsch und Tschechisch

978-3-940938-01-5

November 2008

ISBN 978-3-940938-01-5
327 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Kathrin Mess

„... als fiele ein Sonnenschein in meine einsame Zelle“
Das Tagebuch der Luxemburgerin Yvonne Useldinger
aus dem Frauen-KZ Ravensbrück

Am 3. Dezember 1944, etwa 18 Monate nach ihrer Ankunft im Frauen-KZ Ravensbrück, beginnt die damals 23-jährige Luxemburgerin Yvonne Useldinger ein Tagebuch zu schreiben. Wegen ihres aktiven Widerstands gegen die nationalsozialistische Besetzung ihres Landes war sie im Jahr 1942 von der Geheimen Staatspolizei verhaftet und in das Landgerichtsgefängnis Trier gebracht worden. Dort, in einem dem Gefängnis unterstehenden Kloster, kam ihre Tochter Fernande zur Welt.
Am 30. Juni 1943 wurde Yvonne Useldinger in das Frauen-KZ Ravensbrück überstellt, wo sie für den Rüstungskonzern Siemens & Halske arbeiten musste.
Die Schwierigkeit, im KZ ein Tagebuch zu führen und dabei eine dem Grauen entsprechende Sprache zu finden, ist Yvonne Useldinger bewusst: Ungeheuerliches soll beschrieben, Unfassbares überliefert werden. Es entsteht ein authentisches, erschütterndes Zeugnis über die letzten Monate im Konzentrationslager.

978-3-940938-21-3

November 2008

ISBN 978-3-940938-21-3
299 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Insa Eschebach · Regina Mühlhäuser (Hrsg.)

Krieg und Geschlecht
Sexuelle Gewalt im Krieg und Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern

In Kriegs- und Krisengebieten kommt es regelmäßig zu sexueller Gewalt. Die Täter stammen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen. Die Opfer können weiblich oder männlich, jung oder alt, arm oder reich sein.
In den letzten 20 Jahren haben Menschenrechtsorganisationen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Fälle sexueller Gewalt dokumentiert und die Bedeutung und Funktion dieser Gewaltform untersucht. Der vorliegende Band resümiert den aktuellen Forschungsstand.
Thema ist auch die Geschichte der Bordelle, die die SS während des Zweiten Weltkriegs in zehn Konzentrationslagern einrichtete, um die Leistungsbereitschaft männlicher Häftlinge bei der Zwangsarbeit zu steigern. Die SS rekrutierte die Frauen für diesen „Arbeitseinsatz im Bordell“ im KZ Ravensbrück. Der Band fragt nach der besonderen Funktion und Bedeutung dieser Form sexueller Gewalt.

978-3-940938-12-1

November 2008

ISBN 978-3-940938-12-1
163 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Stefanie Endlich · Monica Geyler-von Bernus · Beate Rossié

Christenkreuz und Hakenkreuz
Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus

Zeigte sich nationalsozialistische Ideologie auch in Kirchenarchitektur und kirchlicher Kunst? Wie anfällig waren die Gemeinden beider Konfessionen für Volksgemeinschafts-Propaganda, Rassismus und Totenkult?
Die Ausstellung „Christenkreuz und Hakenkreuz. Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus“ hat diese Fragen an Beispielen aus ganz Deutschland untersucht.
Mehr als eintausend Kirchenneubauten, Umgestaltungen und neue Gemeindehäuser aus den Jahren 1933 bis 1944 widerlegen die verbreitete Ansicht, Kirchenbau und Kirchenkunst seien in der NS-Zeit nahezu zum Erliegen gekommen. Architektur-Ansätze jener Zeit propagierten die Rückkehr zum mittelalterlichen Bauen oder beschworen die völkische „Blut und Boden“-Ideologie. Beispiele der Kirchenkunst zeigen, wie christliche Motive nationalsozialistisch umgedeutet wurden, NS-Propaganda in den kirchlichen Bereich eindrang und nationalsozialistische Symbole und Figuren den Altarraum prägten.
Das Katalogbuch dokumentiert die Ausstellung; sechs Beiträge verschiedener Autorinnen und Autoren geben Einblick in die historischen Zusammenhänge und bieten Ansätze für eine kritische Aufarbeitung.

978-3-938690-97-0

November 2008

ISBN 978-3-938690-97-0
191 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Edith Raim (Hrsg.)

Überlebende von Kaufering
Biografische Skizzen jüdischer ehemaliger Häftlinge

Materialien zum KZ-Außenlagerkomplex Kaufering

Der Band vereint Kurzbiografien von über vierzig jüdischen Überlebenden aus ganz Europa, die als Kinder und Jugendliche in Ghettos und Lager verschleppt wurden und deren Lebenswege sich in dem Dachauer KZ-Außenlagerkomplex Kaufering kreuzten. Begleitet werden die Lebensläufe von zahlreichen Privatfotos aus der Zeit vor der Verfolgung, der unmittelbaren Nachkriegszeit und der Gegenwart. Außerdem enthält der Band Auszüge aus der Kauferinger Lagerzeitung „Nitzotz“ (Der Funke), zwei 1947 auf Jiddisch entstandene Schilderungen zum Todesmarsch von Kaufering nach Dachau und zwei autobiografische Texte Überlebender.

978-3-940938-20-6

November 2008

ISBN 978-3-940938-20-6
352 Seiten
Preis: 21,00 Euro
(im Abonnement 16,–)

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Jahrbuch für Antisemitismusforschung 17

Herausgegeben von Wolfgang Benz

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

978-3-938690-14-7

November 2008

3., vollständig
überarbeitete Auflage

ISBN 978-3-938690-14-7
476 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Arsenij Roginskij · Frank Drauschke · Anna Kaminsky (Hrsg.)

„Erschossen in Moskau …“
Die deutschen Opfer des Stalinismus auf dem Moskauer Friedhof Donskoje 1950–1953

Annähernd eintausend Deutsche wurden zwischen 1950 und 1953 von östlichen Geheimdiensten verhaftet, von sowjetischen Militärtribunalen in der DDR wegen angeblicher Spionage und antisowjetischer Agitation zum Tode verurteilt und in Moskau hingerichtet. Die Toten wurden im Krematorium des Moskauer Friedhofs Donskoje verbrannt und in einem Massengrab verscharrt. Über Jahrzehnte hatten Moskau und Ost-Berlin alles daran gesetzt, die Spuren der Opfer zu verwischen.
In einem gemeinsamen Forschungsprojekt ist es der russischen Menschenrechtsorganisation „Memorial“ International Moskau, Facts & Files – Historisches Forschungsinstitut Berlin und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gelungen, Akten über die Verurteilungen, Hinrichtungen und die verzweifelte Suche der Angehörigen aufzufinden. Das Leben und der gewaltsame Tod dieser Frauen und Männer werden in dem vorliegenden Totenbuch dokumentiert.

Ein beachtlicher Zuwachs an neuen Informationen führte dazu, dass sich der bisherige Wissensstand erheblich erweitert hat. Es war daher unverzichtbar, die letzte Auflage des Buches komplett zu überarbeiten. Der neue Band stellt das Ergebnis dieser umfassenden Aktualisierung dar.

978-3-938690-95-6

November 2008

ISBN 978-3-938690-95-6
222 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Ingrid Littmann-Hotopp

Jüdische Lehrkräfte an den Berliner Gemeindechulen
zwischen 1875 und 1914


Auch nach dem Emanzipationsedikt von 1812 und dem Reichsgesetz von 1869 über die Gleichberechtigung der Konfessionen blieb Juden der Zugang zu Ämtern im Staatsdienst häufig versagt. Die Auseinandersetzungen zwischen dem Berliner Magistrat und dem Kultusministerium ab 1895 zeigen, wie auf dem Verwaltungsweg durch Erlasse und Gesetze jüdische Lehrkräfte von einer Anstellung an öffentlichen Schulen ausgegrenzt wurden.

978-3-940938-13-8

November 2008

ISBN 978-3-940938-13-8
196 Seiten
Preis: 14,90 Euro

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Joy Markert

Das Kalte Herz – Die schöne Lau
Erzählung

Eine kurze Zeit zwischen zwei großen Ereignissen: Sonnenfinsternis im Sommer 1999 und Neujahr 2000. Eine Clique hat sich am Berliner Stadtrand ein altes Haus gekauft, als alle sich beruflich noch sicher fühlten. In der nun brüchig werdenden Existenz merken sie, wie sehr sie sich übernommen haben. Bei den aufbrechenden Konflikten erwachen Erinnerungen an entscheidende Lebensmomente: Jugend, sechziger und siebziger Jahre, die Wendezeit um 1990, verpasste Chancen und unauslöschliche Träume. Im Mittelpunkt steht das Paar Olga und Gecko mit seinen Krisen und Leidenschaften. Im Spätherbst sucht Olgas Zwillingsschwester Rose bei ihnen Zuflucht vor immer wiederkehrenden psychischen Problemen. Olga, die ihre Schwester mehr liebt als jeden anderen Menschen, drängt Gecko, sich um Rose zu kümmern, was unausweichlich zu einem „Happyend der Tragödien“ führt.
Joy Markert schrieb Drehbücher für Kinofilme und Fernsehspiele, Theaterstücke, rund siebzig Hörspiele, zahlreiche Essays, Radioerzählungen und Features sowie Geschichten und Hörspiele für Kinder, Lyrik und Prosa. Er veröffentlichte u. a. Asyl (1985), Malta – Reisen eines Ahnungslosen in die Steinzeit (1989), Nachtcafé Schroffenstein (1994, gemeinsam mit Sibylle Nägele), Die Potsdamer Straße. Geschichten, Mythen und Metamorphosen (gemeinsam mit Sibylle Nägele, Metropol Verlag 2006).

978-3-940938-14-5

Oktober 2008

ISBN 978-3-940938-14-5
126 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Hannes Heer · Jürgen Kesting · Peter Schmidt

Verstummte Stimmen
Die Vertreibung der „Juden“ aus der Oper 1933 bis 1945
Der Kampf um das Württembergische Landestheater Stuttgart

Die erstmals 2006 in Hamburg gezeigte Wanderausstellung „Verstummte Stimmen“ widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel der Nazizeit – der Säuberung der deutschen Opernhäuser. Die aus einem überregionalen und einem jeweils neu recherchierten lokalen Teil bestehende Ausstellung erzählt das Schicksal von 44 prominenten Komponisten, Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik der Nationalsozialisten wurden.
Neben prominenten Namen wie Arnold Schönberg, Kurt Weill, Otto Klemperer, Bruno Walter, Gitta Alpár, Delia Reinhardt, Lotte Schöne, Richard Tauber, Joseph Schmidt, Friedrich Schorr werden auch die unbekannten verfolgten Ensemblemitglieder des Württembergischen Landestheaters Stuttgart erinnert – die Solisten aus der zweiten Reihe, die Kapellmeister, die Mitglieder von Chor und Orchester, die Arbeiter, Handwerker und Angestellten hinter der Bühne.

978-3-938690-90-1

Oktober 2008

ISBN 978-3-938690-90-1
173 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Hans-Jürgen Döscher

„Kampf gegen das Judenthum“:
Gustav Stille (1845–1920)


Antisemit im deutschen Kaiserreich

Gustav Stille (1845–1920), Mediziner und -Schriftsteller, war einer der frühen Propheten und intellektuellen Vorkämpfer des Antisemitismus. Rasse und Lebensraum, Volkskraft und Weltpolitik bildeten die Axiome seines innen- und außenpolitischen Programms, mit dem er zentrale Ideologeme des Nationalsozialismus antizipierte. In seinem Buch „Der Kampf gegen das Judenthum“, das zwischen 1891 und 1912 acht Auflagen erzielte, forderte Stille nicht nur die Entfernung der Juden aus dem kulturellen und wirtschaftlichen Leben Deutschlands, sondern auch deren existenzielle Vernichtung. Mit seiner Schrift „Volkskraft und Weltpolitik“ (1897) propagierte er die Abkehr von der Kolonialpolitik, stattdessen die Lebensraumerweiterung im Osten, letztlich dessen Germani-sierung. Biografie, Zielsetzungen und Rezeption Stilles werfen ein neues Licht auf die Entstehung und Reichweite des Rassenantisemitismus in Deutschland.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 71

978-3-938690-91-8

Oktober 2008

ISBN 978-3-938690-91-8
236 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Martin Kaneko

Die Judenpolitik der japanischen Kriegsregierung

Die Studie geht der Frage nach, ob es in Japan unter der Kriegsregierung eine offizielle Politik der „Judenfreundlichkeit“ gegeben hat. Die Verfechter dieser These beziehen sich vor allem auf drei Argumente: die von Sugihara Chiune in Kaunas/Litauen an jüdische Flüchtlinge erteilten Visa (Juli/August 1940), den „projüdischen“ Beschluss der Fünf-Minister-Konferenz (1938) und die Aufnahme von angeblich 20 bis 30 000 deutsch-jüdischen Flüchtlingen in der Mandschurei (März 1938). Martin Kaneko unterzieht diese Behauptungen einer quellenkritischen Analyse. Er kommt zu einem anderen Ergebnis. Nicht nur die Medien und Teile der Öffentlichkeit, sondern auch Regierungsvertreter waren antisemitisch eingestellt, obwohl nur etwa 1000 Juden in Japan lebten.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 70

978-3-938690-85-7

Oktober 2008

ISBN 978-3-938690-85-7
360 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Michael Lemke (Hrsg.)

Konfrontation und Wettbewerb

Keine andere europäische Metropole war nach 1948 intensiver vom Kalten Krieg betroffen, nahm aber gleichzeitig auf ihn einen nachhaltigeren Einfluss als das geteilte Berlin. Fünfzehn Experten gehen der Frage nach, wie die Verflechtungs- und Teilungsgesellschaften auf beiden Seiten der Großstadt in der alltäglichen Systemkonkurrenz die je eigene Rechtmäßigkeit und Überlegenheit demonstrierten. „Magnetismus“ im Innern wie nach außen war ein herausragendes Instrument der Herrschaftsstabilisierung. Aussagekräftige Beispiele aus Wissenschaft, Technik und Kultur stellen Funktionen und Formen von schroffer wie modifizierter Konfrontation bis hin zum konstruktiven interaktiven Wettbewerb vor. Sie lassen Berliner Geschichten im Ost-West-Konflikt – etwa über die konkurrierende Stadt- und „Küchentechnik“ – kenntnisreich und vergnüglich aufleben.

978-3-940938-11-4

September 2008

ISBN 978-3-940938-11-4
205 Seiten
Preis: 18,00 Euro

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Enrico Heitzer

„Affäre Walter“

Die vergessene Verhaftungswelle

Am 8. September 1951 wurde „Fred Walter“ in Ost-Berlin von der sowjetischen Geheimpolizei festgenommen. „Walter“ war Mitarbeiter der anti-kommunistischen „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ (KgU), im Frühjahr 1951 aber zum amerikanischen Geheimdienst übergewechselt. Nur Stunden später begann eine heute nahezu vergessene Verhaftungswelle, die den Namen ihres mutmaßlichen Verursachers erhielt – „Affäre Walter“. Bei dieser Aktion, die nach Gründung der DDR wohl die meisten Todesopfer gefordert hat, wurden etwa 200 Personen festgenommen. Sie hatten Flugblätter gegen das kommunistische Regime verteilt und Informationen gesammelt. In einer Reihe von Geheimprozessen fällten sowjetische Militärtribunale nach bisheriger Kenntnis ca. 50 Todesurteile; mindestens 43 Menschen wurden in Moskau erschossen oder starben im Lager.
Enrico Heitzer legt die erste Gesamtdarstellung der Verhaftungsaktion vor, ergänzt um eine DVD mit weiterführenden Informationen, Zeit-zeugeninterviews sowie pädagogischen Materialien.

978-3-940938-04-6

3. überarbeitete und ergänzte Auflage
September 2008


ISBN 978-3-940938-02-2
220 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Beate Niemann

Mein guter Vater

Leben mit seiner Vergangenheit
Biografie meines Vaters als Täter

„Ich bin immer von der Unschuld meines Vaters ausgegangen. Dass er, Bruno Sattler, etwas gewusst hatte von Kriegsverbrechen, war gewiss nicht zu leugnen, aber das hatte er mit vielen Deutschen gemein. Es hatte sie zu Mitwissern, nicht aber zu Mittätern gemacht. Über die Zeit meines Vaters als Kriminalbeamter, dann Gestapobeamter, hatte es in der Familie immer geheißen, er sei ein echter preußischer Beamter gewesen, habe im Jahr 1928 eine gute Ausbildung bei der Berliner Polizei erhalten und sei dann in die Gestapo ›übernommen‹ worden.
Als ich die Spurensuche nach dem vermeintlich unschuldigen Vater begann, hatte ich nicht erwartet, dass aus dem Mitwisser ein Täter werden könnte. Jetzt wird mir klar, dass Bruno Sattler ein Mörder gewesen ist. Was mein Vater zu verantworten hat, liegt außerhalb meiner Vorstellungswelt.“

978-3-940938-04-6

August 2008

ISBN 978-3-940938-04-6
317 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Susanne Muhle · Hedwig Richter · Juliane Schütterle (Hrsg.)

Die DDR im Blick

Ein zeithistorisches Lesebuch

„Die DDR im Blick“ präsentiert 28 prägnante „Geschichten“ aus den Forschungswerkstätten junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu einem vielfältigen und anschaulichen Streifzug durch die DDR-Vergangenheit einladen. Sie berichten über eine Lebenswelt, die vom totalen Machtanspruch des Regimes durchdrungen war, von Begegnungen zwischen Ost und West, aber auch von Ausbruchsversuchen aus dem realsozialistischen Alltag. So spiegeln die Texte aktuelle Debatten in der DDR-Forschung wider und zeugen von der Doppelbödigkeit und Komplexität der DDR-Geschichte, hinter deren nostalgischer Verklärung oft die Verdrängung von Verantwortung steht. Die Beiträge sollen zum Weiterlesen anregen, zur Diskussion über die jüngste deutsche Vergangenheit anstiften und die Erinnerung an die SED-Diktatur wachhalten.

978-3-938690-83-3

August 2008

ISBN 978-3-938690-83-3
474 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Jens Hüttmann

DDR-Geschichte und ihre Forscher

Akteure und Konjunkturen der bundesdeutschen DDR-Forschung

Die friedliche Revolution von 1989/1990 hatte kein Ende der DDR-Forschung zur Folge. Gerade als historisches Untersuchungsobjekt fand die DDR-Geschichte im vereinigten Deutschland großes Interesse, es entwickelte sich ein regelrechter Forschungsboom. Mehr als 1500 Forschungsprojekte seit 1990 verdecken jedoch, dass sich bereits seit der „doppelten Staatsgründung“ 1949 im Laufe von 40 Jahren in der Bundesrepublik eine Community etabliert hatte, deren wissenschaftliches Interesse der DDR galt. Die Studie rekonstruiert erstmals die Geschichte der DDR-Forschung und beleuchtet die Rahmenbedingungen, in denen ihre Akteure handelten. Ältere Konzepte, Praktiken und Ergebnisse werden neu entdeckt und mit den Forschungsanstrengungen nach 1990 in Beziehung gesetzt.

978-3-940938-03-9

August 2008

ISBN 978-3-940938-03-9
208 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Frank Möller · Ulrich Mählert (Hrsg.)

Abgrenzung und Verflechtung

Das geteilte Deutschland in der zeithistorischen Debatte

Bis in die jüngste Zeit haben Historiker die deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte überwiegend als voneinander getrennte Geschichte zweier Teilstaaten geschrieben. Auch wenn sich mittlerweile der Konsens herausgebildet hat, dass die im doppelten Wortsinn geteilte deutsche Nachkriegsgeschichte stärker integrativ betrachtet werden sollte, bestehen nach wie vor Kontroversen über das Für und Wider einer vergleichenden DDR-Forschung. Der Band dokumentiert wesentliche Debattenbeiträge der letzten Jahre und gibt sieben Gespräche mit renommierten Historikern wieder, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln Standortbestimmungen zur Geschichtsschreibung über das geteilte Deutschland vornehmen und Themen diskutieren, die durch eine gesamtdeutsche Betrachtung präzisere Konturen gewinnen.

978-3-940938-10-7

Juli 2008

ISBN 978-3-940938-10-7
461 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Wolfgang Benz · Angelika Königseder (Hrsg.)

Das Konzentrationslager Dachau

Geschichte und Wirkung nationalsozialistischer Repression

In dreißig Beiträgen renommierter Autoren werden die Entwicklung des KZ Dachau von der Gründung im März 1933 bis zur Befreiung durch die US-Army Ende April 1945 beschrieben und die Geschichte der Nachnutzung als Internierungs-, Kriegsgefangenen- und DP-Lager bis zur Errichtung der Gedenkstätte 1965 und ihrer Entwicklung bis zur Gegenwart dargestellt.
Exemplarisch sind Täter und Opfer thematisiert, die Gesellschaft der Gefangenen steht im Mittelpunkt des Bandes: Kinder und Jugendliche als Häftlinge, Nationalitäten, »Aktionsjuden«, Zeugen Jehovas, »Asoziale« und »Berufsverbrecher«, Geistliche.
Sieben Überlebende des Konzentrationslagers kommen mit autobiografischen Texten zu Wort.
Der Band bietet auf dem aktuellen Stand der Forschung ein Kompendium aller Aspekte der Geschichte des Konzentrationslagers Dachau vom frühen KZ bis zur meistbesuchten Gedenkstätte am Ort eines ehemaligen Konzentrationslagers.

978-3-938690-37-6

Juli 2008

ISBN 978-3-938690-37-6
192 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Hans Pöschko (Hrsg.)

Die Ermittler von Ludwigsburg

Deutschland und die Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen

Die „Zentrale Stelle“ hat seit ihrer Gründung 1958 die juristische Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen maßgeblich vorangetrieben und darüber hinaus der historischen Forschung grundlegendes Quellenmaterial hinterlassen.
Zum 50-jährigen Bestehen der Behörde gibt der Band einen Einblick in die Geschichte der Institution und ihrer Funktion als Ort der Forschung und Information.

978-3-938690-87-1

Juli 2008

ISBN 978-3-938690-87-1
286 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Irene Mayer-von Götz

Terror im Zentrum der Macht

Die frühen Konzentrationslager in Berlin 1933/34–1936

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten entstanden in Berlin über 170 Folterstätten und elf frühe Konzentrationslager der SA und SS. Sie waren über die ganze Stadt verteilt und sollten die Bevölkerung, insbesondere in den Arbeiterbezirken, einschüchtern. Der Terror fand nicht im Verborgenen, sondern in aller Öffentlichkeit statt.
Der vorliegende Band analysiert die erste Phase der frühen Berliner Konzentrationslager, die im März 1933 begann und mit der Schließung des Konzentrationslagers Columbia-Haus im November 1936 endete.
Bestandteil der Studie sind der Umgang der Justiz mit den begangenen Verbrechen sowie das Gedenken an den Standorten der ehemaligen Lager.

Geschichte der
Konzentrationslager
1933–1945


Band 9

978-3-938690-65-9

Juli 2008

ISBN 978-3-938690-65-9
224 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Johannes Ibel (Hrsg.)

Einvernehmliche Zusammenarbeit?

Wehrmacht, Gestapo, SS und sowjetische Kriegsgefangene

SS-Angehörige ermordeten Zehntausende sowjetischer Kriegsgefangener in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern oder setzten sie unmenschlichen Lebensbedingungen aus. Anhand neuer Forschungsergebnisse stellen Experten die Hintergründe und Dimensionen dieser Verbrechen dar und versuchen, die Beteiligung von Wehrmacht, Gestapo und SS zu klären. Exemplarisch werden die Vorgänge in den Konzentrationslagern Dachau, Flossenbürg, Mauthausen und Ravensbrück rekonstru-iert. Darüber hinaus behandelt der Sammelband den Versuch, Kriegsgefangene als Agenten hinter der Front einzusetzen, die archäologische Ausgrabung eines Kriegsgefangenenlagers, die Bemühungen zur Gründung einer Gedenkstätte sowie erste Erfahrungen in einer jungen Gedenkstätte.

978-3-938690-98-7

Mai 2008

ISBN 978-3-938690-98-7
124 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Hannes Heer · Jürgen Kesting · Peter Schmidt

Verstummte Stimmen

Die Vertreibung der „Juden“ aus der Oper 1933 bis 1945

Die erstmals 2006 in Hamburg gezeigte Wanderausstellung „Verstummte Stimmen“ widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel der Nazizeit – der Säuberung der deutschen Opernhäuser. Die aus einem überregionalen und einem jeweils neu recherchierten lokalen Teil bestehende Ausstellung erzählt das Schicksal von 44 prominenten Komponisten, Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik der Nationalsozialisten wurden.
Neben prominenten Namen wie Arnold Schönberg, Kurt Weill, Otto Klemperer, Bruno Walter, Gitta Alpár, Delia Reinhardt, Lotte Schöne, Richard Tauber, Joseph Schmidt, Friedrich Schorr werden auch die unbekannten verfolgten Ensemblemitglieder der Berliner Staatsoper Unter den Linden erinnert – die Solisten aus der zweiten Reihe, die Kapellmeister, die Mitglieder von Chor und Orchester, die Arbeiter, Handwerker und Angestellten hinter der Bühne.

978-3-940938-08-4

Juni 2008

ISBN 978-3-940938-08-4
160 Seiten
Preis: 12,00 Euro

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Crossing 68/89
Grenzüberschreitungen und Schnittpunkte zwischen den Umbrüchen

Herausgegeben von Jürgen Danyel, Jennifer Schevardo und Stephan Kruhl

Deutsch und Tschechisch

Ist der Osten 1989 nach Europa zurückgekehrt? Wenn ja, setzte sich damit die westliche Sicht auf die Geschichte Europas durch? Ausgangspunkt der Überlegungen von deutschen, tschechischen und slowakischen Historikern, Künstlern, Schriftstellern, Politikern und ehemaligen Aktivisten ist der als Prager Frühling bekannte Reformprozess in der damaligen Tschechoslowakei. Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes wird „1968“ in die europäische und globale Geschichte der sozialen Protestbewegungen der späten sechziger Jahre eingeordnet. Dabei stehen Ähnlichkeiten und Interdependenzen zwischen den Bewegungen, kulturelle Transfers sowie ideologische Annäherungen und Trennungen im Vordergrund.

978-3-940938-09-1

Juni 2008

ISBN 978-3-940938-09-1
160 Seiten
Preis: 12,00 Euro

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Misunderstanding 68/89
Fremde Zeitgenossen und umstrittene Deutungen

Herausgegeben von Jürgen Danyel, Jennifer Schevardo und Stephan Kruhl

Deutsch und Tschechisch

„Misunderstanding 68/89“ dokumentiert ideologische und persönliche Missverständnisse der „68er“ in Ost und West, deckt verbreitete Mythen und Fehldeutungen auf und untersucht die gegenseitige Wahrnehmung der Akteure diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs. Es geht um den Prager Frühling und den Pariser Mai, um Rudi Dutschkes Besuch in Prag, die schwierigen Begegnungen deutscher und tschechoslowakischer Studenten, um die Rolle der „68er“ in Ost und West heute, um die Frage, wann der Prager Frühling endete, und um die ostdeutsche Beteiligung am Einmarsch.

978-3-938690-94-9

Mai 2008

ISBN 978-3-938690-94-9
234 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Olga Kurilo · Gerd-Ulrich Herrmann (Hrsg.)

Täter, Opfer, Helden

Der Zweite Weltkrieg in der weißrussischen und deutschen Erinnerung

Der Sammelband stellt das Ergebnis eines deutsch-weißrussischen Projektes dar, das die Täter-Opfer-Helden-Darstellungen in der deutschen und weißrussischen Gesellschaft zum Ziel hatte. Die Wissenschaftler und Studierenden aus Deutschland und Weißrussland nehmen Rotarmisten und Wehrmachtssoldaten, Partisanen und Kollaborateure, Holocaustüberlebende und Zwangsarbeiter, deutsche und weißrussische Erinnerungsorte in den Blick. Dabei kommen durchaus unterschiedliche Sichtweisen zum Tragen.
Die Studien bieten die Möglichkeit, Weißrussland, das in der Bundesrepublik als „unbewegliches“ Land gilt, aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. Sie liefern zahlreiche Informationen, die in der deutschen Öffentlichkeit bisher unbekannt waren.

978-3-938690-82-6

Mai 2008

ISBN 978-3-938690-82-6
228 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Wolfgang Benz (Hrsg.)

Der Hass gegen die Juden

Dimensionen und Formen des Antisemitismus

Judenfeindschaft in ihren verschiedenen Erscheinungsformen – christlicher Antijudaismus, Rassenantisemitismus, sekundärer Antisemitismus der Schuldumkehr nach dem Holocaust, Antizionismus – präsentiert sich in so vielen Facetten, dass oft von einem „neuen Antisemitismus“ gesprochen wird. Tatsächlich ist es aber immer der alte Hass, der mit stereotypen Bildern von Juden, mit Klischees und tradierten Einstellungsmustern transportiert wird. Theodor W. Adorno hat den Antisemitismus „das Gerücht über den Juden“ genannt und damit den Kern aller Judenfeindschaft enthüllt: Die Minderheit wird über Feindbilder definiert, um sie negativ instrumentalisieren zu können.

Positionen –
Perspektiven –
Diagnosen

Band 2

978-3-938690-66-6

Mai 2008

ISBN 978-3-938690-66-6
215 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Inbal Steinitz

Der Kampf jüdischer Anwälte gegen den Antisemitismus

Die strafrechtliche Rechtsschutzarbeit des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (1893–1933)

War der Kampf jüdischer Anwälte gegen den Antisemitismus im Kaiserreich und in der Weimarer Republik trotz vieler verlorener Prozesse erfolgreich? Im Gegensatz zur bisherigen Forschung bejaht die Autorin diese Frage. Sie zeigt, dass das Ziel der Anwälte des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (CV) gerade nicht das Gewinnen möglichst vieler Prozesse gegen Antisemiten war. Vielmehr strebten die CV-Anwälte danach, durch gezielte Prozesse, Aktionen und Kampagnen ihrem Kampf gegen den Antisemitismus Öffentlichkeit zu verschaffen. Damit gelang dem CV etwas, das vor ihm keiner jüdischen Organisation gelungen war: Selbstverteidigung im Lichte der Öffentlichkeit.

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Band 68

978-3-938690-84-0

Mai 2008

ISBN 978-3-938690-84-0
395 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Matthias Steinbach

Ökonomisten, Philanthropen, Humanitäre

Professorensozialismus in der akademischen Provinz

Über deutsche Professoren ist viel Abwertendes gesagt worden. Im Elfenbeinturm lebensferner Wissenschaft, so heißt es, hätten sie sich verschanzt und fällige Bildungsreformen verhindert. Gelehrtenpolitik sei „Klassenkampf von oben“ gewesen. Die vorliegende Studie macht eine andere Rechnung auf. Sie zeigt für den Zeitraum zwischen Frühaufklärung und Erstem Weltkrieg am Beispiel einer klassischen Universität, wie wissenschaftliche Innovation, sozialer Sinn und politisches Handeln ineinandergriffen. Im kommunalstaatlichen Maßstab wird die Spur eines langlebigen und temporär erfolgreichen Professorensozialismus nachgezeichnet, der sich durch originelle Problemlösungsstrategien den Herausforderungen des Wandels gewachsen zeigte. Um 1900 erreichte dieser Trend, verstärkt durch Einflüsse des englischen New Liberalism und der Settlement-Bewegung, einen gewissen Höhepunkt.

978-3-938690-70-3

Mai 2008

ISBN 978-3-938690-70-3
672 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Bärbel Schrader

„Jederzeit widerruflich“

Die Reichskulturkammer und die Sondergenehmigungen in Theater und Film des NS-Staates

„Jederzeit widerruflich“ – so hieß es ab 1935 in jenen Schreiben der Reichskulturkammer, mit denen Künstler jüdischer Herkunft und andere Verfolgte eine Sondergenehmigung erhielten, die sie von den Berufsverboten vorerst ausnahm. Die zum Goebbels-Ministerium gehörende Reichskulturkammer suchte auf diese Weise zu verschleiern, dass sie bei allen „Säuberungsaktionen“ auf eine Vielzahl bewährter Kräfte – bis hin zum technischen Personal – nicht verzichten konnte.
Anhand der Auswertung mehrerer hundert überlieferter Personalakten von Film- und Theaterschaffenden aus deutschen, österreichischen und tschechischen Archiven weist die Studie erstmals nach, in welchem Umfang und in welchen Abstufungen Sondergenehmigungen erteilt wurden. Sie wendet sich dabei nicht nur dem Schicksal der Betroffenen zu, sondern untersucht zugleich die wechselvolle Geschichte der Reichskulturkammer und ihres Beamtenapparates.

978-3-938690-80-2

April 2008

ISBN 978-3-938690-80-2
192 Seiten
Preis: 19,– Euro

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English Edition:

ISBN 978-3-938690-99-4
192 pp.
19,– Euro

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Günter Morsch · Astrid Ley (Hrsg.)

Das Konzentrationslager Sachsenhausen 1936–1945

Ereignisse und Entwicklungen

Der Katalog gibt einen kompakten Überblick über ausgewählte Ereignisse aus der Geschichte des KZ Sachsenhausen. Er veranschaulicht wichtige Eckdaten wie die Gründung 1936, die Masseneinlieferungen 1938, den Kriegseinschnitt 1939, den Massenmord an den sowjetischen Kriegsgefangenen 1941, die Gründung der Außenlager ab 1942/43 sowie die Endphase mit den Massenmorden und Todesmärschen und schließlich die Befreiung.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 23


Günter Morsch · Astrid Ley (ed.)

Sachsenhausen Concentration Camp 1936–1945

Events and Developments

The catalogue offers a compact overview of selected parts of the camp’s history. It examines important events and periods such as the camp’s establishment in 1936, the mass internments in 1938, changes with the outbreak of war in 1939, the mass murder of Soviet prisoners of war in 1941, the creation of satellite camps beginning in 1942, and the final phase, with mass murders, the death marches and, at last, liberation.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 24

978-3-938690-86-4

April 2008

ISBN 978-3-938690-86-4
432 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Martin Friedenberger

Fiskalische Ausplünderung

Die Berliner Steuer- und Finanzverwaltung und die jüdische Bevölkerung 1933–1945

Die Reichsfinanzverwaltung war seit 1933 eine der wichtigsten Stützen der Verfolgungsmaßnahmen des NS-Regimes. Während sie in den Anfangsjahren des Dritten Reiches die Enteignung der Emigranten vollzog, wirkte sie im Zuge der eskalierenden antisemitischen Politik durch Sondersteuern und Vollstreckungsmaßnahmen wesentlich an der wirtschaftlichen Existenzvernichtung der jüdischen Bevölkerung mit. Das Oberfinanzpräsidium Berlin-Brandenburg und die Berliner Finanzämter spielten bei der staatlichen Ausplünderung eine besondere Rolle: Sie nahmen zentrale Aufgaben für das gesamte Reichsgebiet wahr und kooperierten besonders eng mit der Gestapo. Auf der Grundlage bisher weitgehend unbekannten Quellenmaterials schildert die Studie ein unheilvolles Kapitel deutscher Verwaltungsgeschichte.

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Band 69

978-3-938690-10-9

April 2008

ISBN 978-3-938690-10-9
448 Seiten
Preis: 28,00 Euro

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Kay Weniger

Zwischen Bühne und Baracke

Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933–1945

In rund 500 zum Teil sehr umfangreichen und detailgenauen Biografien erinnert das weltweit erste Lexikon dieser Art an einst gefeierte Künstler, die in den Jahren des NS-Terrors Opfer rassistischer oder politischer Verfolgung wurden: Schauspieler wie Regisseure, Bühnenbildner wie Komponisten, Kameraleute wie Filmarchitekten, Sänger wie Produzenten, Kostümbildner wie Musikpädagogen. Um ihrem Schicksal nachzuspüren, hat Kay Weniger in nahezu fünfjähriger Forschungsarbeit in zahlreichen Archiven und Gedenkstätten recherchiert, Zeitzeugen interviewt und dabei eine Fülle bislang nicht bekannter Informationen und Fakten zutage gefördert. „Ein Nachschlagewerk von unschätzbarem Wert“ (Paul Spiegel im Geleitwort), das sowohl der Forschung als auch allgemein interessierten Lesern grundlegende biografische Daten über einst geachtete, in der NS-Zeit verfemte und heute oft vergessene Künstler zur Verfügung stellt.

978-3-938690-79-6

April 2008

ISBN 978-3-938690-79-6
410 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Stefanie Hajak · Jürgen Zarusky (Hrsg.)

München und der Nationalsozialismus

Menschen. Orte. Strukturen.

Von München nahm der Nationalsozialismus seinen Ausgang. Hier wurde die NSDAP gegründet, hier fanden sich Partei, „Führer“ und frühe Förderer, hier errangen die Nationalsozialisten erste Erfolge. Der gescheiterte Hitlerputsch wurde alljährlich als „Märtyrergedenken“ kultisch inszeniert. In München befand sich das Verwaltungszentrum der Partei, das nach der Machtübernahme 1933 auf Tausende von Mitarbeitern anwuchs.
In Aufsätzen, Essays und einem Interview gehen Historiker, Literaturwissenschaftler, Publizisten und Zeitzeugen der doppelten Leitfrage nach, welche Bedeutung München für den Nationalsozialismus und welche dieser für die Stadt und ihre Bürger hatte. Wie es der Metropole gelang, das Signum „Hauptstadt der Bewegung“ zu erhalten, wird ebenso untersucht wie die vielfältigen Erscheinungsformen von Terror und Verfolgung, Täterschaft und Kollaboration, Widerstehen und Überleben, aber auch die scheinbar alltäglichen Mechanismen sozialer Integration und Ausgrenzung.

978-3-938690-08-6

April 2008

ISBN 978-3-938690-08-6
326 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Feliks Tych · Alfons Kenkmann · Elisabeth Kohlhaas · Andreas Eberhardt (Hrsg.)

Kinder über den Holocaust

Frühe Zeugnisse 1944–1948

Unmittelbar nach Beendigung der Kriegshandlungen führten Vertreter der Jüdischen Historischen Kommission in Polen Interviews mit überlebenden Kindern durch. Die Aussagen der Mädchen und Jungen stehen noch unter dem Eindruck der Geschehnisse: Sie bezeugen zeitnah und direkt die Erfahrungen von Drangsalierung, Angst und Verfolgung. Sie berichten von mutiger Rettung ebenso wie von verweigerter Hilfe. Nur wenige Kinder hatten den Holocaust überlebt.
Mit der vorliegenden Edition erscheint eine Auswahl aus dieser einzigartigen Quellensammlung erstmals in Deutschland. In einem Kooperationsprojekt des Jüdischen Historischen Instituts in Warschau, der Universität Leipzig und Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. konnten die Protokolle erschlossen und ausgewertet werden.

978-3-938690-78-9

Februar 2008

ISBN 978-3-938690-78-9
144 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Gertrud Lehmann-Waldschütz · Wolfgang Goszczak

Berichte über sowjetische Speziallager in Deutschland

Herausgegeben von Andreas Weigelt

Die Schriftstellerin Gertrud Lehmann-Waldschütz (1905–2001) aus Wünsdorf bei Berlin und der frühere Hitlerjunge Wolfgang Goszczak (1929–2006) aus Ruhland wurden 1945 durch den sowjetischen Geheimdienst verhaftet und in den Speziallagern Frankfurt (Oder), Jamlitz, Mühlberg und Buchenwald interniert.
Der Schriftstellerin wurden ihre Aktivitäten für die NS-Frauenschaft vor 1945 vorgeworfen, dem Hitlerjungen angebliche Partisanen-Tätigkeit nach der Befreiung und Besetzung Ostdeutschlands durch die Rote Armee.
Die Berichte sind zum einen Zeugnisse einer verfehlten Entnazifizierungspolitik sowie der Wirklichkeit in den sowjetischen Speziallagern. Zum anderen fragen die Autoren nach dem Verhältnis zwischen individueller Verantwortung im Nationalsozialismus und ihrer Haft in den sowjetischen Lagern. Wolfgang Goszczak wurde 1950 ohne Verurteilung entlassen, blieb in der DDR und trat später der SED bei. Gertrud Lehmann-Waldschütz wurde 1950 in den sogenannten Waldheimer Kriegsverbrecher-Prozessen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, jedoch bereits zwei Jahre später amnestiert. Sie floh 1953 vor erneuter Verfolgung in die BRD.

978-3-938690-77-2

Februar 2008

ISBN 978-3-938690-77-2
345 Seiten
Preis: 21,00 Euro

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Michael Elm

Zeugenschaft im Film

Eine erinnerungskulturelle Analyse filmischer Erzählungen des Holocaust

Die Studie geht der Frage nach, wie lebensgeschichtliche Berichte von Zeitzeugen des Holocaust im Medium Film ins kulturelle Gedächtnis eingeschrieben werden. Anhand von Produktionen wie Der Untergang oder der Fernsehdokumentation Holokaust (Leitung Guido Knopp) werden die historiografischen Funktionen der Zeitzeugendarstellungen analysiert. Durch Rekurs auf die erinnerungskulturelle Tradition der Zeugenschaft und andere Ansätze diskutiert Michael Elm, welche filmsprachlichen Mittel den Berichten der jüdischen Überlebenden angemessen erscheinen. Die gewonnenen Einsichten werden anhand von Filmen wie Der Pianist und Zeitzeugenportraits des Fortunoff Video Archives reflektiert und auf ihre bildungstheoretischen und medienpädagogischen Gehalte hin befragt.

978-3-938690-57-4

Januar 2008

ISBN 978-3-938690-57-4
294 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Fedra Koutsoukou

Die deutsche Kulturpolitik in Griechenland in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1944)

Die Studie beleuchtet Entwicklungen, Prioritäten und Besonderheiten des nationalsozialistischen „Kulturexports“ nach Griechenland. Ziel des NS-Regimes war es, seine politische und ökonomische Machtstellung durch kulturpolitische Initiativen zu festigen und auszubauen. Dazu gehörten die Aktivitäten der Deutschen Akademie – Vorläuferin des Goethe Instituts –, des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts, des Deutschen Archäologischen Instituts, Deutscher Schulen wie auch griechisch-deutscher Gesellschaften in Athen und in der Provinz.
Während die wissenschaftlich-kulturellen Beziehungen der Vorkriegszeit von Zeitgenossen beider Länder als nahezu harmonisch angesehen wurden, zeigte die Gewalt in der Besatzungszeit erst das ganze Bild der nationalsozialistischen Politik in Griechenland.

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Band 66

978-3-938690-59-8

Januar 2008

ISBN 978-3-938690-59-8
190 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Insa Eschebach (Hrsg. / ed.)

Ravensbrück. Der Zellenbau
Geschichte und Gedenken
Begleitband zur Ausstellung

Ravensbrück. The Cell Building
History and Commemoration
Essays accompanying the exhibition

Der Band dokumentiert aktuelle Forschungsergebnisse zur Geschichte und Nachgeschichte des Lagergefängnisses im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. In einem Beitrag zur Geschichte des Arrestgebäudes von 1939 bis 1945 wird über unterschiedliche Häftlingsgruppen und ihren häufig von Dunkelhaft und Nahrungsentzug geprägten Haftalltag berichtet. Darüber hinaus wird die Geschichte des Gebäudes unter bautypologischen Aspekten dargestellt. Ein eigener Teil des Bandes ist den nationalen Gedenkräumen gewidmet, in denen sich vielfältige Formen europäischen Gedenkens manifestieren.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 18

978-3-938690-15-4

Januar 2008

ISBN 978-3-938690-15-4
349 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Silvija Kavcic

Überleben und Erinnern

Slowenische Häftlinge im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück

Die Studie nimmt erstmals die Verfolgungswege slowenischer Frauen während des Nationalsozialismus in den Blick. Sie rekonstruiert die individuellen Schicksale der Deportierten, aber auch die Bemühungen, als Kollektiv im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück zu überleben. Über 30 Interviews mit zurückgekehrten Frauen bilden die Basis der Untersuchung.
Gefragt wird aber auch nach den Erinnerungsmustern. Wie erzählen die Frauen von ihrer Verfolgung und wie reagierte die slowenische Gesellschaft auf ihre Erinnerungen? Während das neu gegründete sozialistische Jugoslawien das Bild des heldenhaften Partisanen kultivierte, führten Verdächtigungen und staatliche Reglementierungen bei den Frauen zu einer Anpassung der Erinnerungen.

978-3-938690-67-3

Januar 2008

ISBN 978-3-938690-67-3
207 Seiten
Preis: 17,00 Euro

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Lidia Beccaria Rolfi

Zurückkehren als Fremde
Von Ravensbrück nach Italien: 1945–1948

Herausgegeben von Johanna Kootz

Lidia Beccaria Rolfi (1925–1996), deportiert wegen ihrer Beteiligung an der Resistenza, verlässt mit Tausenden Häftlingen am 27. April 1945 das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Eine Monate dauernde Rückkehr nach Italien beginnt. Zunächst noch als Gefangene der Nazis, dann als Displaced Person, erlebt sie die wiedergewonnene Freiheit in den Sammellagern der Alliierten.
Nüchtern und aus erzwungener Distanz beurteilt sie die Reaktionen ihrer Mitbürger auf die heimkehrenden KZ-Häftlinge. Eine selbstbewusste und politisch engagierte Frau schildert die Konfrontation mit den Zumutungen und Bewältigungsstrategien der italienischen Nachkriegsgesellschaft, in der sie eine Fremde ist und als unbequeme Zeugin behandelt wird. Als Lehrerin, Autorin und kritische Zeitgenossin versucht sie, die Erfahrungen der Deportation und Lagerhaft vor dem Vergessen, aber auch vor verfälschenden Umdeutungen zu bewahren.

978-3-938690-76-5

Januar 2008

ISBN 978-3-938690-76-5
408 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Gunther R. Lys

Geheimes Leid – Geheimer Kampf
Ein Bericht über das Außenlager Lieberose des KZ Sachsenhausen

Herausgegeben von Andreas Weigelt

Gunther R. Lys war von 1941 bis 1945 politischer Häftling des KZ Sachsenhausen und des Außenlagers Lieberose im ostbrandenburgischen Jamlitz. Im Jahr 1948 veröffentlichte er den viel beachteten und heute zu Unrecht vergessenen Roman „Kilometerstein 12,6“ über den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Sachsenhausen im April 1945. Er ist Autor des preisgekrönten Films „Ein Tag“ (1965) in der Regie von Egon Monk, der einen Tag in einem KZ-Aufbaulager zeigt.
Zu seinem 100. Geburtstag im Jahr 2007 hat Andreas Weigelt aus Lys‘ Nachlass den vorliegenden „Bericht eines Nichtjuden über die Judenverfolgung“ herausgegeben und kommentiert, der in den Jahren 1976/77 in Israel entstanden ist. Er schildert in Episoden wesentliche Ereignisse im KZ-Außenlager Lieberose, in dem Tausende Häftlinge den Tod fanden. Gunther R. Lys gehörte als Revierschreiber zu einer Widerstandsgruppe um den deutschen Kommunisten Siegmund Sredzki, den sowjetischen Kriegsgefangenen Viktor Braschnikow und den deutschen Juden Hans Landshut.
Der Bericht wird durch eine Biografie des Herausgebers über Gunther R. Lys ergänzt.

978-3-938690-74-1

Januar 2008

ISBN 978-3-938690-74-1
320 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Cord Pagenstecher / Bernhard Bremberger / Gisela Wenzel

Zwangsarbeit in Berlin

Archivrecherchen, Nachweissuche und Entschädigung

Zwangsarbeiter, die Ansprüche auf Entschädigung geltend machen wollten, mussten ihren während des Nationalsozialismus geleisteten Arbeitseinsatz nachweisen. Allein in Berlin stellten 20 000 Überlebende meist formlos gehaltene Anträge. Die im Jahr 2001 eingerichtete Koordinierungsstelle Zwangsarbeit an der Berliner Entschädigungsbehörde konnte durch umfangreiche Recherchen mehr als 8000 Überlebenden zu Ausgleichszahlungen verhelfen.
Im Zuge der Nachforschungen wurden neue Quellen auch für künftige Projekte zur NS-Zwangsarbeit erschlossen. Der Band schildert die Arbeit der Koordinierungsstelle, stellt spezielle Archive vor und charakterisiert wichtige Quellengruppen, von den Dokumenten der Standes- und Gesundheitsämter über Firmenakten bis zu persönlichen Unterlagen der Betroffenen.

978-3-938690-71-0

November 2007

ISBN 978-3-938690-71-0
352 Seiten
Preis: 21,00 Euro
(im Abonnement 16,–)

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Jahrbuch für Antisemitismusforschung 16

Herausgegeben von Wolfgang Benz

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

978-3-938690-73-4

November 2007

ISBN 978-3-938690-73-4
174 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Reinhard Schlagintweit / Marlene Rupprecht (Hrsg.)

Zwischen Integration und Isolation

Zur Lage von Kindern aus Roma-Familien in Deutschland und Südosteuropa

Mit etwa zehn Millionen Angehörigen sind Roma heute die größte Minderheit Europas. Seit Jahrhunderten werden sie als „Zigeuner“ verfolgt und diskriminiert. Kinder aus Roma-Familien haben in ganz Europa schlechtere Bildungschancen als Kinder aus anderen Gruppen. Im Südosten des Kontinents kämpfen viele täglich ums Überleben. Auch in Deutschland werden Roma-Flüchtlinge benachteiligt. Ob Kinder aus Roma-Familien ihre Rechte auf Bildung, Gesundheit und einen angemessenen Lebensstandard verwirklichen können, hängt vor allem von ihrem Aufenthaltsstatus ab.

978-3-938690-36-9

November 2007

ISBN 978-3-938690-35-2
231 Seiten
Preis: 21,00 Euro

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Wolfgang Schaller (Hrsg.)

Operette unterm Hakenkreuz
Zwischen hoffähiger Kunst und „Entartung“

Beiträge einer Tagung der Staatsoperette Dresden

Hitler liebte die Operetten Franz Lehárs. Die Nationalsozialisten hielt das jedoch nicht davon ab, jüdische Interpreten und Textdichter der Werke des Komponisten zu verfolgen, zu vertreiben und zu ermorden. Während die Operette bis in die 1930er-Jahre hinein im Dialog mit der künstlerischen Avantgarde stand, degenerierte sie nach 1933 zu einem willfährigen Instrument der staatlich gelenkten Unterhaltungsindustrie. Einige ideologische und ästhetische Urteile über das Genre haben das Ende des NS-Regimes überdauert.
Im Mai 2005 initiierte die Staatsoperette Dresden eine Tagung, die erstmals systematisch nach Ursprüngen, Ereignissen und Nachwirkungen der „Operette unterm Hakenkreuz“ fragte. Künstler-Porträts, Analysen der zeitgenössischen Musiklandschaft und des Repertoires entwerfen das Panorama einer unter dem Nationalsozialismus ausblutenden und nach 1945 kulturgeschichtlich unterschätzten Gattung.

978-3-938690-62-8

November 2007

ISBN 978-3-938690-62-8
223 Seiten
Preis: 18,00 Euro

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Sebastian Richter

Norm und Eigensinn

Die Selbstlegitimation politischen Protests in der DDR 1985–1989

Die Studie geht der Frage nach, ob und in welcher Form Oppositionelle in der DDR zwischen 1985 und 1989 ihren Protest selbst für legitim hielten. Sie entwickelt anhand dreier unabhängiger Gruppen (Initiative Frieden und Menschenrechte, Arbeitskreis Solidarische Kirche und Grünes Netzwerk Arche) ein alternatives Konzept zur Analyse politischen Widerspruchs in der DDR, indem sie nach den Normen fragt, an denen sich der Protest orientierte und mit denen er sich legitimierte, und den Oppositionsbegriff an das Konzept vom gesellschaftlichen Eigensinn koppelt.

ZeitgeschichteN

Band 4

978-3-938690-17-8

November 2007

ISBN 978-3-938690-17-8
542 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Anne Klein

Flüchtlingspolitik und Flüchtlingshilfe 1940–1942

Varian Fry und die Komitees zur Rettung politisch Verfolgter in New York und Marseille

Varian Fry und die von ihm geleiteten Hilfskomitees konnten in den Jahren 1940 bis 1942 unter erheblichen persönlichen Risiken und trotz politischer Hindernisse einer großen Anzahl verfolgter Emigranten die Flucht in die Vereinigten Staaten ermöglichen. Mit dem Kriegseintritt der USA im Dezember 1941 waren die letzten offiziellen Emigrationswege unterbrochen. Die in Südfrankreich tätigen Hilfsorganisationen mussten daher kluge und weitsichtige Entscheidungen treffen, wenn sie ihren Auftrag der Hilfe für Verfolgte erfüllen wollten. Aus akteurszentrierter Sicht und unter Berücksichtigung lokaler und transnationaler Zusammenhänge schildert die Studie die Geschichte des Varian Fry-Komitees im Spannungsfeld von Flüchtlingspolitik und Flüchtlingshilfe mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 61

978-3-938690-61-1

Oktober 2007

ISBN 978-3-938690-61-1
185 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Annette Leo

„Das ist so’n zweischneidiges Schwert hier unser KZ ...“

Der Fürstenberger Alltag und das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück

Fürstenberg ist ein Beispiel. Es steht für viele ostdeutsche Orte, in denen die Menschen ihre widersprüchlichen Erfahrungen ähnlich erzählen. Zweifellos hat die unmittelbare Nachbarschaft zum Frauenkonzentrationslager und später zur sowjetischen Garnison auf dem Gelände die Situation dramatisch zugespitzt. Wie in einem Mikrokosmos drängen sich hier die Brüche und Kontinuitäten in der Erinnerungslandschaft des vergangenen gewalttätigen Jahrhunderts zusammen.


Siehe auch Annalise-Wagner-Preis 2008 an Annette Leo

978-3-938690-36-9

September 2007

ISBN 978-3-938690-36-9
370 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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978-3-938690-72-7

Englische Ausgabe:

ISBN 978-3-938690-72-7
24,00 Euro

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Günter Morsch (Hrsg.)

Von der Sachsenburg nach Sachsenhausen

Bilder aus dem Fotoalbum eines KZ-Kommandanten

Der Ausstellungskatalog präsentiert rund 200 Aufnahmen aus dem dienstlichen Fotoalbum des ersten Kommandanten von Sachsenhausen, Karl Otto Koch, das die Gedenkstätte Sachsenhausen in den Archiven des russischen Geheimdienstes fand. Aus dem Blickwinkel der SS-Täter wird darin nicht nur die Errichtungsphase des KZ Sachsenhausen dokumentiert, sondern auch der Aufbau des KZ-Systems in Deutschland von 1933 bis Juli 1937. Die Bilder zeigen den Aufstieg Kochs vom SS-Führer zum Fachmann für die Reorganisation und den Neuaufbau von Konzentrationslagern.
Die Fotografien sind mit wissenschaftlichen Kommentaren versehen; ihrer Täter-Perspektive werden Berichte von ehemaligen Häftlingen entgegengestellt, die auf die Bilder Bezug nehmen und diese konterkarieren. Außerdem enthält der Ausstellungskatalog eine ausführliche Darstellung der Gründungsphase des KZ Sachsenhausen, Beiträge zu den frühen KZ Hohnstein, Sachsenburg, Columbia und Esterwegen, zum Selbstbild der SS sowie zu fotohistorischen und biografischen Aspekten.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 19




Günter Morsch (ed.)

From Sachsenburg to Sachsenhausen

Pictures from the Photograph Album of a Concentration Camp Commandant

The exhibition catalogue presents for the first time some two hundred photographs from the service album of the first Commandant of Sachsenhausen, Karl Otto Koch, which were found by the Sachsenhausen Memorial in the archives of the Russian Secret Service. In this album not only the construction and setting-up phase of Sachsenhausen Concentration Camp but also the development of the concentration camp system in Germany from 1933 to July 1937 is documented from the point of view of the SS perpetrators. The pictures document the rise of Koch from being an SS officer to being an expert on the reorganisation and reconstruction of concentration camps.
The pictures are accompanied by scholarly commentaries; their perpetrator perspective is moreover balanced by reports by former inmates which make reference to the pictures and provide an alternative view of them. The exhibition catalogue also includes a comprehensive depiction of the formation phase of Sachsenhausen Concentration Camp, articles on the early concentration camps at Hohnstein, Sachsenburg, Columbia and Esterwegen, on the self-image of the SS and on photo-historical and biographical aspects.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Vol. 20

978-3-938690-12-3

August 2007

ISBN 978-3-938690-12-3
412 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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978-3-938690-69-7

Englische Ausgabe:

ISBN 978-3-938690-69-7
22,00 Euro

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Astrid Ley · Günter Morsch

Medizin und Verbrechen

Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936–1945

Der Band enthält alle Texte und viele Abbildungen der Ausstellung „Medizin und Verbrechen. Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936–1945“, die Ende 2004 in den Originalbaracken R I und R II eröffnet wurde. Im Krankenrevier wurden zahlreiche medizinische Experimente und „Rassenforschungen“ an Häftlingen durchgeführt. SS-Ärzte nahmen Zwangssterilisationen und Zwangskastrationen vor. Mehrere tausend KZ-Häftlinge wurden im Rahmen systematischer Krankenmordaktionen getötet. Das Krankenrevier sollte aber auch eine minimale medizinische Versorgung der Häftlinge sicherstellen. Aufgrund von Überfüllung, schlechter Versorgung mit Arzneien und unmenschlicher Behandlung waren die Bedingungen in den Krankenbaracken größtenteils katastrophal. Hilfe erhielten die Kranken und Sterbenden vor allem durch Häftlingspfleger und -ärzte.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 21




Astrid Ley · Günter Morsch

Medical Care and Crime

The Infirmary at Sachsenhausen Concentration Camp 1936–1945

The book contains the complete text and many illustrations from the exhibition “Medical Care and Crime. The Infirmary at Sachsenhausen Concentration Camp 1936–1945”. It was opened in November 2004 in the original barracks R I and R II. In the infirmary “racial research” and numerous medical experiments were carried out on inmates. SS doctors performed compulsory sterilisations and castrations. Several thousand inmates were murdered in systematically planned programmes to dispose of the sick. The infirmary was also intended to provide a minimal medical care for inmates. Overcrowding, inhuman treatment and a poor supply of medicine led to mostly excruciating conditions in the infirmary. Care and treatment for the ill and dying came mainly from inmates assigned to work as medical assistants and doctors.

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Vol. 22

978-3-938690-63-5

August 2007

ISBN 978-3-938690-63-5
560 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Alfred Neumeyer
Alexander Karl Neumeyer
Imanuel Noy-Meir

»Wir wollen den Fluch in Segen verwandeln«

Drei Generationen der jüdischen Familie Neumeyer:
eine autobiografische Trilogie

Herausgegeben von
Robert Schopflocher und Rainer Traub

Die Lebenserinnerungen von Angehörigen dreier Generationen der Familie Neumeyer spiegeln deutsch-jüdische Geschichte über einen Zeitraum von 140 Jahren: vom sozialen Aufstieg im Kaiserreich über den wachsenden Antisemitismus in der Weimarer Republik und die Verfolgung unter dem NS-Regime bis zum Neubeginn erst in Argentinien, dann in Israel.

Dr. Alfred Neumeyer (1867–1944) war jahrzehntelang Vorsitzender der Bayerischen Israelitischen Gemeinden und einer der höchsten Richter Bayerns. Zusammen mit seiner Frau Elise gelang ihm im Januar 1941 die Flucht zu seinem Sohn nach Argentinien, wo er unmittelbar nach Vollendung seiner Lebenserinnerungen starb.

„Wir wollen den Fluch in Segen verwandeln“ schrieb Alfreds Sohn Alexander Karl Neumeyer (1910–1989) schon am 1. August 1933 in der Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung. 1938 emigrierte der studierte Jurist nach Argentinien und verdiente seinen Lebensunterhalt als Landwirt. 1950 wanderte er mit seiner Familie nochmals aus: ins kurz zuvor gegründete Israel.

Alexander Karls Sohn Imanuel Noy-Meir, 1941 in Argentinien geboren, lebt seit 1950 in Israel und ist dort Professor für Botanik und Ökologie. Seine Erinnerungen an die frühe Kindheit in der Pampa und sein Aufwachsen im jungen, angefeindeten Staat Israel klingen mit einer Reise in die bayerische Heimat seiner Vorfahren und einem Blick auf das Deutschland von heute aus.

Bibliothek der
Erinnerung


Band 18

978-3-938690-55-0

August 2007

ISBN 978-3-938690-68-0
199 Seiten
Preis: 18,00 Euro

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Anning Lehmensiek

»Ich war und bin eine stolze Jüdin«

Eva Lux Braun – eine Begegnung

„Ich habe mich auf die Suche nach den Spuren, die Deine Erlebnisse in Auschwitz hinterlassen haben, gemacht und war verwirrt, als ich nicht das gefunden habe, was ich mir vorgestellt habe. Ganz schön vermessen! Ich habe nach Schmerz, nach Leiden, nach Depression, nach
Resignation gesucht und habe eine tätige, zupackende, sehr bestimmende und bestimmte Frau gefunden. Ich habe Gebrochenheit erwartet und eine Frau gefunden, die sich nicht hat brechen lassen.“

Aus einer zufälligen Begegnung in Yad Vashem entsteht eine Freundschaft zwischen Eva Lux Braun und Anning Lehmensiek, die zu einem beide bewegenden Projekt führt: der Auseinandersetzung einer während des Krieges geborenen Deutschen mit der ebensgeschichte einer Jüdin aus Ungarn, die als 16-Jährige nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurde.

978-3-938690-58-1

August 2007

ISBN 978-3-938690-58-1
349 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Jana Leichsenring

Die Katholische Kirche und „ihre Juden“

Das „Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat Berlin“ 1938–1945

Die Studie behandelt die Frage, wie die Katholische Kirche mit jenem Teil ihrer Gläubigen verfuhr, die die Nationalsozialisten zu „Juden“ erklärten und aus „rassischen“ Gründen verfolgten. Im Zentrum steht das „Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat Berlin“, das sich um diesen Personenkreis kümmern sollte. Jana Leichsenring kommt zu dem Ergebnis, dass die Hilfe in der Seelsorge stecken blieb und mehr auf das Jenseits als auf das Diesseits zielte. Leben zu retten betrachtete das Hilfswerk hingegen nicht als seine Aufgabe, obgleich die deutschen Bischöfe genaue Informationen über die Judenverfol-gungen und die Deportationen besaßen.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 67

978-3-938690-64-2

August 2007

ISBN 978-3-938690-64-2
230 Seiten
Preis: 18,00 Euro

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Enrico Heitzer

„Einige greifen der Geschichte in die Speichen.“

Jugendlicher Widerstand in Altenburg/Thüringen 1948 bis 1950

Herausgegeben von Uwe Schwabe und Rainer Eckert

Dezember 1949, Stalins 70. Geburtstag. In Altenburg versuchen Angehörige einer Widerstandsgruppe, mit einem Radiosender die Übertragung der Rede Wilhelm Piecks zu Ehren des sowjetischen Diktators zu stören und selbst auf Sendung zu gehen. Der Sprecher prangert das DDR-Regime an, verlangt die Entlassung von politischen Häftlingen und freie Wahlen. Drei Monate später wird die Gruppe vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR und von der sowjetischen Geheimpolizei zerschlagen. Sowjetische Militärgerichte führen den Prozess gegen ein Dutzend Angeklagte. Vier junge Männer werden zum Tod verurteilt und hingerichtet.
Die Studie spürt einem weithin unbekannten Kapitel der frühen DDR-Geschichte nach und beleuchtet detailliert die Tätigkeit der Gruppe, ihre Zerschlagung und Verurteilung.

978-3-938690-41-3

August 2007

ISBN 978-3-938690-48-2
375 Seiten
Preis: 21,00 Euro

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Hans Ellger

Zwangsarbeit und weibliche Überlebensstrategien

Die Geschichte der Frauenaußenlager des Konzentrationslagers Neuengamme 1944/45

Im letzten Kriegsjahr 1944/45 existierten in Nordwestdeutschland 24 Frauenaußenlager, die zum Verwaltungsbereich des KZ Neuengamme gehörten. Unter den ca. 13 700 dort inhaftierten KZ-Häftlingen befanden sich etwa zwei Drittel Jüdinnen. Die Frauen mussten in Rüstungsbetrieben arbeiten oder wurden für die Trümmerbeseitigung und den Bau von Behelfsunterkünften eingesetzt. Bei der Räumung der Außenlager im April 1945 wurden viele Frauen nach Bergen-Belsen gebracht, wo Hunderte von ihnen aufgrund der katastrophalen Haftbedingungen noch in den letzten Kriegstagen den Tod fanden.

Mit dieser Studie liegt erstmals eine umfassende Untersuchung über die Frauenaußenlager des KZ Neuengamme und das Schicksal der dort Inhaftierten vor.

Geschichte der
Konzentrationslager
1933–1945


Band 8

978-3-938690-55-0

Juli 2007

ISBN 978-3-938690-55-0
340 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Christof Biggeleben / Beate Schreiber / Kilian J. L. Steiner (Hrsg.)

„Arisierung“ in Berlin

Obgleich Berlin in der NS-Zeit das deutsche Wirtschafts- und Finanzzentrum war und vor 1933 die größte jüdische Gemeinde beherbergte, fehlt bisher eine Gesamtdarstellung zur „Arisierung“ in der ehemaligen Reichshauptstadt. Auf der Grundlage jüngster Forschungen publiziert der vorliegende Band Fall-studien über die Verdrängung jüdischer Manager und Unternehmer aus Schlüssel-positionen der Wirtschaft und zur „Arisierung“ von Unternehmen in den Jahren zwischen 1933 und 1938. Darüber hinaus wird die Frage der Restitution von jüdischem Eigentum nach 1945 in Berlin behandelt.

978-3-938690-41-3

Mai 2007

ISBN 978-3-938690-41-3
454 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Ulrich Friedrich Opfermann

„Seye kein Ziegeuner,
sondern kayserlicher Cornet“


Sinti im 17. und 18. Jahrhundert
Eine Untersuchung anhand archivalischer Quellen

Anton La Grave galt in Hessen-Kassel als „Räuber-hauptmann“. Er wurde gesucht, während er zugleich im benachbarten Kurmainz die höchste Polizeifunktion innehatte und beauftragt war, das Land von „Zigeunern“ zu säubern. In Hessen-Kassel galt er selbst als „Ziegeuner“, ein Etikett, das die Kurmainzer Behörden vermieden.
Der kurmainzische Landleutnant ist nur ein Beispiel unter anderen. Die vorliegende Arbeit beschreibt die widerspruchsvolle Geschichte und Lebenswirklichkeit der im Westen Deutschlands lebenden Sinti im 17. und 18. Jahrhundert: zwischen Vertreibung und Duldung, zwischen Repression und energischer Selbstbehauptung, denunziert und gejagt von den Eingesessenen und von ihnen beherbergt. Die Studie stützt sich in einem bislang nicht erreichten Umfang auf zeitgenössische Quellen zahlreicher Archive.

Dokumente –
Texte –
Materialien


Band 65

978-3-938690-53-6

Mai 2007

ISBN 978-3-938690-53-6
256 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Mordechai Ciechanower

Der Dachdecker von Auschwitz-Birkenau

Mit einem Vorwort von Gideon Greif

Herausgegeben von Gegen Vergessen –
Für Demokratie e. V.,
Sektion Böblingen-Herrenberg-Tübingen

Mordechai Ciechanower erzählt von seiner Kindheit in der Welt der osteuropäischen Juden in einem polnischen Shtetl. Er wird nach Auschwitz deportiert und überlebt in einem Dachdeckerkommando. Über das KZ Stutthof/Danzig kommt er in das Außenlager Hailfingen/Tailfingen. In Bergen-Belsen wird er befreit, ehe er eine abenteuerliche Reise nach Israel antreten kann.

Bibliothek der
Erinnerung


Band 17

978-3-938690-54-3

Mai 2007

ISBN 978-3-938690-54-3
320 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Lars Karl (Hrsg.)

Leinwand zwischen Tauwetter und Frost

Der osteuropäische Spiel- und Dokumentarfilm im Kalten Krieg

Als Projektionsfläche für Sehnsüchte, Ängste und Stimmungen, als Träger kollektiver Erinnerungen und nicht zuletzt als Mittel ideologischer Einflussnahme liefern Filme wichtige Hinweise auf gesellschaftliche und politische Orientierungen europäischer Staaten im blockübergreifenden Wettbewerb der Systeme. Der Sammelband unternimmt erstmalig den Versuch, die nationalen Filmkulturen Osteuropas vor dem Hintergrund des Kalten Krieges vergleichend zu analysieren. Behandelt werden dabei die Rolle des Films als Herrschafts- und Repräsentationsmittel, Filmöffentlichkeiten und Zensur, Aspekte von „Kulturaußenpolitik“ sowie die Funktion sozialistischer Filmfestivals.

978-3-938690-32-1

Mai 2007

ISBN 978-3-938690-32-1
410 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Stephanie Tauchert

Jüdische Identitäten in Deutschland

Das Selbstverständnis von Juden in der Bundesrepublik und
der DDR 1950 bis 2000

Für die Mehrheit der überlebenden Juden, die sich in den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland aufhielten, war das Land der Täter nur eine Durchgangsstation auf dem Weg in die Emigration. Einige von ihnen konnten oder wollten jedoch nicht auswandern, andere kehrten in den nächsten Jahren nach Deutschland zurück. In beiden Teilen Nachkriegsdeutschlands entstanden wieder jüdische Gemeinden.
Welche neuen Formen jüdischen Selbstverständnisses entwickelten sich aus den Trümmern der zerstörten Lebenswelten und wie veränderten sie sich über fünfzig Jahre? Dass jüdische Identitäten in Deutschland zwischen 1950 und 2000 mit dem Schlagwort „Holocaust-Identität“ keineswegs zutreffend beschrieben sind, ist eines der Ergebnisse der vorliegenden Studie.

978-3-938690-19-2

April 2007

ISBN 978-3-938690-19-2
374 Seiten
Preis: 22,00 Euro

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Simone Erpel (Hrsg.)

Im Gefolge der SS:
Aufseherinnen des Frauen-KZ Ravensbrück

Begleitband zur Ausstellung

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück diente zwischen 1942 und 1944 als zentrales Ausbildungslager für weibliches KZ-Personal.
Über 3500 SS-Aufseherinnen hielten in ihren zumeist niederen Rängen das Lagersystem am Laufen. Sie nahmen Verbrechen billigend in Kauf oder waren selbst daran beteiligt. Wer waren diese Frauen und wie wurde ihre Beteiligung an den KZ-Verbrechen nach 1945 juristisch geahndet? Wie gingen überlebende Häftlinge mit den Erinnerungen an ihre Peinigerinnen um? Auf welche Weise wurde weibliche Täterschaft im öffentlichen Gedächtnis, aber auch im Familiengedächtnis und in der Nachbarschaft des ehemaligen Frauen-KZ tradiert?
Die in dem Begleitband zur Ausstellung versammelten Beiträge gehen diesen Fragen nach.

Schriftenreihe
der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Band 17

978-3-938690-60-4

April 2007

ISBN 978-3-938690-60-4
32 Seiten
Preis: 14,00 Euro

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Batsheva Dagan

Wenn Sterne sprechen könnten

Bilder von Avi Kaz

Ein Kinderbuch über die Geschichte einer Familie, die die Nazis ins Ghetto verschleppten. Bevor die Mutter ins Konzentrationslager gebracht wird, gibt sie ihren Kindern ein Versprechen: Immer wenn die Sterne am Himmel stehen, wird sie bei ihnen sein.

978-3-938690-33-8

April 2007

ISBN 978-3-938690-33-8
304 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Franziska Bruder

„Den ukrainischen Staat erkämpfen
oder sterben“

Die Organisation ukrainischer Nationalisten (OUN) 1929–1948

Als der ukrainische Präsident Viktor Juscenko vor wenigen Jahren dazu aufrief, die Gräben der Vergangenheit zuzuschütten und die ehemaligen Soldaten der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) den Veteranen der Roten Armee gleichzustellen, löste er damit heftige Kontroversen aus. Die historische Bewertung der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und ihres militärischen Arms, der UPA, ist bis heute heftig umstritten. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der OUN unter Stepan Bandera und der UPA für das Gebiet der Westukraine. Kontinuitäten wie Brüche in Bezug auf Ziele, Mobilisierungsstrukturen und Aktionsstrategien der Organisation werden herausgearbeitet und damit die Grundlagen einer differenzierten Beurteilung geschaffen.

Dokumente
Texte
Materialien


Band 64

978-3-938690-56-7

März 2007

ISBN 978-3-938690-56-7
375 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Ulrich Wiegmann

Pädagogik und Staatssicherheit

Schule und Jugend in der Erziehungsideologie und -praxis des DDR-Geheimdienstes

Die Studie nimmt sich der beträchtlichen schriftlichen Überlieferung an, die über das Verhältnis von Erziehung und Staatssicherheit existiert. Vorgestellt werden die geheimdienstliche Beobachtung der Erziehungstatsachen, die Einflussnahme der Staatssicherheit auf die schulische und außerschulische Erziehung, die Rekrutierung, Erziehung und Ausbildung junger Inoffizieller Mitarbeiter des MfS und der Versuch, die Bedingungen des Aufwachsens in der DDR in pädagogischer Absicht konspirativ zu korrigieren.

978-3-938690-51-2

März 2007

ISBN 978-3-938690-51-2
64 Seiten
Preis: 8,00 Euro

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Berliner Büro des American Jewish Committee
Landesinstitut für Schule und Medien
Zentrum für Antisemitismusforschung (Hrsg.)

Fit machen für Demokratie und Toleranz – Jugendliche setzen sich mit Antisemitismus auseinander

Dokumentation des Youth-Leader-Trainings

978-3-938690-49-9

März 2007

ISBN 978-3-938690-49-9
144 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Monika Schmidt

Schändungen jüdischer Friedhöfe in der DDR

Eine Dokumentation

Übergriffe auf jüdische Friedhöfe waren in der DDR kein seltenes Phänomen. Sie umfassten das Umstoßen und Beschädigen der Grabsteine, in einigen Fällen ein regelrechtes Zertrümmern der Denkmale, aber auch nazistische Schmierereien. Häufig wurden Grabsteine gestohlen, Friedhofsmauern eingerissen und abgetragen. Nicht wenige Friedhöfe waren darüber hinaus nahezu unkenntlich geworden, verwahrlost oder eingeebnet und bebaut, andere als private Gärten oder Äcker vereinnahmt.
Täter wurden selten ermittelt, die Schändungen meist verschwiegen – so sind antisemitische Übergriffe bis heute nicht im öffentlichen Bewusstsein über die DDR-Geschichte präsent.

Positionen Perspektiven Diagnosen

Band 1

978-3-938690-52-9

März 2007

ISBN 978-3-938690-52-9
280 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Heinz Schneppen

Odessa und das Vierte Reich

Mythen der Zeitgeschichte

Gab es eine Geheimorganisation namens Odessa, die seit 1945 Nazigrößen nach Südamerika geschleust hat? Was sagen die Quellen über die Straßburger Konferenz hoher Partei- und Wirtschaftsführer vom August 1944, auf der Pläne über die Zukunft und eine „Wiedergeburt des Reiches“ geschmiedet worden sein sollen? Tatsächlich war Argentinien Zielland vieler gerichtlich gesuchter Nazis. Die katholische Kirche und der Vatikan ebneten einigen Flüchtigen den Weg nach Südamerika. Reichte der Arm von Odessa bis in den Vatikan?
Mit Simon Wiesenthal hat der Prozess der Mythenbildung über Odessa zwar nicht begonnen, aber er hat ihn erheblich gestaltet. Die Stasi hat sich seiner als Quelle bedient. Wissenschaftler und Publizisten im In- und Ausland sind diesen Spuren gefolgt. Am Ende blieb viel Verschwörung und wenig Substanz.
Heinz Schneppen zerstört die Mythen, indem er zeigt, wie es zur Mythenbildung kam. Das Buch ist ein Lehrstück für einen kritischen Umgang mit den Quellen. Es ist spannend im Inhalt, flüssig im Stil, umfassend in der Recherche, überraschend im Ergebnis.

„Eine profunde Darstellung des Gesamtkomplexes mit dem Namen Odessa.“
DeutschlandRadio

ZeitgeschichteN

Band 3

978-3-938690-44-4

2007

ISBN 978-3-938690-44-4
64 Seiten, Hardcover
Preis: 14,00 Euro

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Tom Rölecke

OSTour

„Tom Rölecke, Jahrgang 1980, begab sich mit dem Fotoapparat auf die Suche nach Relikten und Handlungsräumen der zweiten deutschen Diktatur. Die facettenreiche Dokumentation dieser Suche ist in Form von anspruchsvollen Bildern, deren ausdrucksvolle Motive viel Raum für Emotionen lassen, festgehalten. Prägnante Zitate und informative Texte rahmen dabei die jeweils dargestellten Aspekte ein, pointieren und erläutern.“
(Aus dem Vorwort von Rainer Eppelmann)

978-3-938690-47-5

2007

ISBN 978-3-938690-47-5
112 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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»... warum es lebenswichtig ist, die Erinnerung wachzuhalten«
Zwangsarbeit für Siemens in Auschwitz und Berlin

Dokumentation einer Begegnung mit ehemaligen KZ-Häftlingen

Herausgegeben von Zwangsarbeit erinnern e. V.

Sie waren zwischen 17 und 20 Jahre alt, als sie in Auschwitz zur Zwangsarbeit für Siemens ausgewählt wurden: Marcel Tuchman, Gilbert Michlin, Paul Schaffer und Henry Schwarzbaum.
Mehr als 60 Jahre später besuchen sie auf Einladung von
»Zwangsarbeit erinnern e. V.« das heutige Berlin.
Der Band dokumentiert die Begegnung der vier Überlebenden mit Spandauer Schülerinnen und Schülern im November 2005. Auf der beigefügten DVD sprechen die jüdischen ehemaligen KZ-Häftlinge über ihre Verfolgung.

978-3-938690-50-5

2007

ISBN 978-3-938690-50-5
256 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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KZ-Verbrechen
Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager und ihrer Erinnerung

Herausgegeben von
Wojciech Lenarczyk, Andreas Mix, Johannes Schwartz, Veronika Springmann

Dieser Band präsentiert die Ergebnisse des zwölften Workshops zur Geschichte der Konzentrationslager, der vom 26. bis zum 30. Oktober 2005 in Lublin in Zusammenarbeit mit den Gedenkstätten Majdanek und Beec stattfand.
An dem Workshop nahmen insgesamt
42 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Polen, Litauen, Weißrussland, Dänemark, Großbritannien, Japan, Österreich und Deutschland teil.
Die 17 Autorinnen und Autoren beschäftigen sich mit den Biografien einzelner KZ-Täter, der Bedeutung von Sport und Musik für KZ-Häftlinge, der Darstellung von Konzentrationslagern in Mahnmalen, Film und Literatur sowie heutigen und zukünftigen Konzepten der Pädagogik, der Erinnerungskultur und der Ausstellungen in KZ-Gedenkstätten.

978-3-938690-22-2

2007

ISBN 978-3-938690-22-2
200 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Dennis Riffel

Unbesungene Helden

Die Ehrungsinitiative des Berliner Senats 1958 bis 1966

Im Jahr 1958 rief der damalige Westberliner Innensenator Joachim Lipschitz eine Initiative ins Leben, in deren Verlauf bis 1966 insgesamt 760 Menschen vom Berliner Senat geehrt und bei Bedürftigkeit finanziell unterstützt wurden, weil sie während der NS-Zeit Verfolgte, in den meisten Fällen Jüdinnen und Juden, unterstützt, versteckt und verpflegt hatten. Die Ehrungen waren die erste öffentliche Würdigung für diesen Personenkreis, der sonst in der Erinnerungskultur der Nachkriegszeit nicht vorkam.
Dennis Riffel untersucht das Zustandekommen, die administrative Umsetzung und die öffentliche Darstellung der Ehrungsinitiative „Unbesungene Helden“. Er zeigt, welche politischen Ziele mit dieser Initiative verbunden waren, nach welchen Kriterien über die Ehrungswürdigkeit entschieden wurde, welche Probleme sich dabei ergaben und wie die Initiative aus Sicht der Geehrten und Nichtgeehrten betrachtet wurde.

„Dennis Riffel leuchtet alle Facetten des Themas aus und beschreibt sie quellennah und präzise.“
Frankfurter Rundschau

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Band 63

978-3-938690-45-1

2007

ISBN 978-3-938690-45-1
597 Seiten
Preis: 29,90 Euro

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Stefanie Endlich

Wege zur Erinnerung

Gedenkstätten und -orte für die Opfer des Nationalsozialismus
in Berlin und Brandenburg

„Wege zur Erinnerung“ führen zu den Orten von Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus, die hier umfassend und auf aktuellem Stand beschrieben werden. Die Orte sind zugleich Erinnerungs-Räume, die das historische Geschehen in die Gegenwart zurückholen. Gedenkstätten, Denkmäler, Dokumentationen und Erinnerungszeichen tragen dazu auf unterschiedliche Weise bei.
Die Text- und Bilddokumentation mit 200 Fotos und Hunderten von Ortsbeschreibungen gibt präzise Auskunft über Erinnerungsorte in Berlin und Brandenburg. Sie informiert über
– die Ereignisse und Personen der NS-Zeit
– Entstehung, Erscheinungsbild und Vermittlungsangebote der aktiven Gedenkstätten
– Zustandekommen und künstlerische Konzepte von Denkmälern und Erinnerungszeichen
– materielle Spuren und Relikte.

Dr. Stefanie Endlich ist Publizistin und Honorarprofessorin für Kunst im öffentlichen Raum an der Universität der Künste Berlin.

„Das Buch informiert präzise über die Stätten des Gedenkens sowie über die Lebensläufe der damit geehrten Personen.“
Der Tagesspiegel

978-3-938690-28-4

2007

ISBN 978-3-938690-28-4
440 Seiten
Preis: 24,00 Euro

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Matthias Brosch / Michael Elm / Norman Geißler / Brigitta Elisa Simbürger / Oliver von Wrochem (Hrsg.)

Exklusive Solidarität

Linker Antisemitismus in Deutschland

Inklusion, Solidarität und Gleichheit gehören traditionell zu den konstitutiven Begriffen und Motiven linker Weltanschauung und linken Handelns. Dennoch kam und kommt in der Argumentation und Politik der deutschen Linken beim Thema Israel und Judentum nicht selten eine Kerndoktrin rechter politischer Ideologie zum Tragen: die Exklusion. Die Studien des Sammelbandes diskutieren die Bedeutung antisemitischer Topoi in der deutschen Linken in Geschichte und Gegenwart. Sie belegen, dass Antisemitismus keine Randerscheinung, sondern in vielen Fällen ein struktureller Bestandteil linker Ideologien und Bewegungen ist.

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