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September 2011
ISBN: 978-3-86331-056-1
ca. 200 Seiten, 19,00 Euro
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Sergei Kropachev
Von der Lüge zur Aufklärung
Verluste durch „Großen Terror“ und Krieg in der sowjetischen und russischen Historiografie
Aus dem Russischen übersetzt von Vera Ammer
Die gewaltigen Verluste an Menschen, die die Sowjetunion vor allem durch
die „Säuberungen“ 1937/38 und den „Großen Vaterländischen Krieg“ erlitt, wurden in unterschiedlichen Perioden ungleich dargestellt. Stalin sprach wider besseres Wissen von 7 Millionen Toten, seine Nachfolger von 20 Millionen, später war von 27 Millionen die Rede. Dahinter standen ideologische Absichten und verordnete Geschichtsbilder, die Sergei Kropachev offenlegt.
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ZeitgeschichteN
Band 8
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September 2011
ISBN: 978-3-86331-024-0
232 Seiten, 19,00 Euro
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Heinz Schneppen
Walther Rauff
Organisator der Gaswagenmorde
Eine Biografie
Als Gruppenleiter Technik im Reichssicherheitshauptamt war der SS-Standartenführer Walther Rauff maßgeblich an der Entwicklung der „Gaswagen“ beteiligt, die die Massenerschießungen der Einsatzkommandos ergänzen oder ersetzen sollten. Nach Kriegsende gelang ihm die Flucht. In Syrien und Italien arbeitete er für verschiedene Geheimdienste. 1949 setzte er sich nach Südamerika ab. Das von der Bundesrepublik betriebene Auslieferungsverfahren scheiterte 1963 aus formalen Gründen. Rauff, der 1984 in Santiago starb, wurde wegen seiner NS-Verbrechen nie belangt.
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ZeitgeschichteN
Band 7
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Juni 2011
ISBN: 978-3-86331-011-0 248 Seiten
Preis: 19,00 Euro
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Angelika Benz
Der Henkersknecht
Der Prozess gegen John (Iwan) Demjanjuk in München
Von November 2009 bis Mai 2011 stand John (Iwan) Demjanjuk vor dem Landgericht München II angeklagt der 27 900-fachen Beihilfe zum Mord, begangen 1943 im Vernichtungslager Sobibór. War der in einem Kriegsgefangenenlager rekrutierte Trawniki-Mann unbeteiligter Wachsoldat, williger Handlanger der SS oder Mörder aus eigenem Antrieb? Angelika Benz hat den Prozess von Anfang bis Ende beobachtet. Sie rekonstruiert die Verhandlungen, porträtiert Angeklagten, Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und Nebenkläger und stellt die historischen Hintergründe dar. Momentaufnahmen aus dem Gerichtssaal geben einen präzisen Einblick in den Prozessalltag.
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ZeitgeschichteN
Band 6
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Februar 2010
ISBN 978-3-938690-81-9
277 Seiten
Preis: 19,00 Euro
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Wanja Hargens
Der Müll, die Stadt und der Tod
Rainer Werner Fassbinder und ein Stück deutscher Zeitgeschichte
An keinem anderen Theaterstück der Nachkriegszeit entzündeten sich so hitzige Debatten wie an Rainer Werner Fassbinders „Der Müll, die Stadt und der Tod“. Zur Provokation gehört eine ambivalente jüdische Figur, die teilweise philosemitisch, teilweise antisemitisch gedeutet wurde. Der Vorwurf, das Stück sei antisemitisch, führte zur Makulierung der Erstauflage des bei Suhrkamp erschienenen Textes. Eine Bühnenbesetzung in Frankfurt am Main verhinderte die Uraufführung. Im Herbst 2009 ist das Stück erstmals in Deutschland öffentlich aufgeführt worden. Genau und umsichtig betrachtet Wanja Hargens Fassbinders Stück und dessen Entstehungskontext. Als Teil der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte wird seine Wirkung kritisch rekonstruiert. Es entsteht ein fesselnder Beitrag zur bundesrepublikanischen Politik- und Mentalitätsgeschichte.
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ZeitgeschichteN
Band 5
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November 2007
ISBN 978-3-938690-62-8
223 Seiten
Preis: 18,00 Euro
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Sebastian Richter
Norm und Eigensinn
Die Selbstlegitimation politischen Protests in der DDR 19851989
Die Studie geht der Frage nach, ob und in welcher Form Oppositionelle in der DDR zwischen 1985 und 1989 ihren Protest selbst für legitim hielten. Sie entwickelt anhand dreier unabhängiger Gruppen (Initiative Frieden und Menschenrechte, Arbeitskreis Solidarische Kirche und Grünes Netzwerk Arche) ein alternatives Konzept zur Analyse politischen Widerspruchs in der DDR, indem sie nach den Normen fragt, an denen sich der Protest orientierte und mit denen er sich legitimierte, und den Oppositionsbegriff an das Konzept vom gesellschaftlichen Eigensinn koppelt.
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ZeitgeschichteN
Band 4
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März 2007
ISBN 978-3-938690-52-9 280 Seiten
Preis: 19,00 Euro
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Heinz Schneppen
Odessa und das Vierte Reich
Mythen der Zeitgeschichte
Gab es eine Geheimorganisation namens Odessa, die seit 1945 Nazigrößen nach Südamerika geschleust hat? Was sagen die Quellen über die Straßburger Konferenz hoher Partei- und Wirtschaftsführer vom August 1944, auf der Pläne über die Zukunft und eine „Wiedergeburt des Reiches“ geschmiedet worden sein sollen? Tatsächlich war Argentinien Zielland vieler gerichtlich gesuchter Nazis. Die katholische Kirche und der Vatikan ebneten einigen Flüchtigen den Weg nach Südamerika. Reichte der Arm von Odessa bis in den Vatikan?
Mit Simon Wiesenthal hat der Prozess der Mythenbildung über Odessa zwar nicht begonnen, aber er hat ihn erheblich gestaltet. Die Stasi hat sich seiner als Quelle bedient. Wissenschaftler und Publizisten im In- und Ausland sind diesen Spuren gefolgt. Am Ende blieb viel Verschwörung und wenig Substanz.
Heinz Schneppen zerstört die Mythen, indem er zeigt, wie es zur Mythenbildung kam. Das Buch ist ein Lehrstück für einen kritischen Umgang mit den Quellen. Es ist spannend im Inhalt, flüssig im Stil, umfassend in der Recherche, überraschend im Ergebnis.
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ZeitgeschichteN
Band 3
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Oktober 2005
ISBN 3-938690-06-2
156 Seiten
Preis: 16,00 Euro
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Annette Leo
Umgestoßen
Provokation auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin Prenzlauer Berg 1988
Zu Beginn des Jahres 1988 kletterten fünf Jugendliche mehrmals nachts über die Mauer des Jüdischen Friedhofs an der Schönhauser Allee, stießen Grabsteine um und riefen antisemitische Parolen. Als die Polizei sie schließlich verhaftete, wurde der "Einzelfall" zum DDR-Problem: Die Vorbereitungen für eine Gedenkkampagne anlässlich des 50. Jahrestages des Novemberpogroms waren in vollem Gange. Die DDR wollte sich als "wahre Heimstatt" der Juden präsentieren, als ein Staat, in dem die Wurzeln des Antisemitismus für immer ausgerottet seien. Es kam zu einem Schauprozess, bei dem die hohen Gefängnisstrafen für die 16/17-Jährigen schon vorher feststanden. 15 Jahre später suchte die Historikerin Annette Leo nach den Spuren des Geschehens. Sie sprach mit den Verurteilten, mit deren Mitschülern und Lehrern, mit Anwälten und einem der Stasi-Vernehmer. Aus den unterschiedlichen Erinnerungen der Akteure entstand eine Momentaufnahme der DDR, ein Jahr vor ihrem Ende.
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ZeitgeschichteN
Band 2
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|  2003
ISBN 3-936411-21-2
160 Seiten
Preis: 14, Euro
>>> bestellen | Ulrich Wiegmann
Machtprobe
Die Staatssicherheit und der Kampf um
die Schule in M...z
Herausgegeben von Sonja Häder und Ulrich Wiegmann
In einer mecklenburgischen Gemeinde der DDR, wir nennen sie M...z, schien alles, wie es sein sollte: Die Schule war zur "Sache des ganzen Volkes" geworden.
Als aber die Dorfbewohner wenige Jahre vor dem Ende deutscher Zweistaatlichkeit die Existenz ihrer Schule gefährdet glaubten, kehrte sich das Motto gegen die Staatsmacht. In diesem Modernisierungskonflikt zeichneten sich Strukturen schon schwindender, aber noch durchsetzungskräftiger Herrschaft unter Mitwirkung der Staatssicherheit ab. Doch die Ursachenforschung führt weit in die Geschichte zurück.
|  ZeitgeschichteN
Band 1
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