Gesamtverzeichnis

 

ZeitgeschichteN

978-3-86331-253-4

Erscheint am
28. August 2015


ISBN: 978-3-86331-253-4
236 Seiten · 19,00 Euro

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Peter Jochen Winters

Den Mördern ins Auge gesehen
Berichte eines jungen Journalisten vom
Auschwitz-Prozess 1963–1965

Am 20. August 1965 endete vor dem Landgericht Frankfurt am Main nach 183 Verhandlungstagen der Auschwitz-Prozess mit der Verkündung des Urteils. Der Prozess gilt als Wegmarke der deutschen Geschichte: der noch nicht beendeten ernsthaften Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit als „Gerichtstag halten über uns selbst“ (Fritz Bauer).
Peter Jochen Winters (Jahrgang 1934) hat als Redakteur der Wochenzeitung „Christ und Welt“ den Prozess besucht und darüber geschrieben. Das Buch enthält seine damaligen Beiträge, die heute Zeitzeugenberichte sind. Ergänzt werden sie durch spätere Artikel des Autors zu Auschwitz aus der F. A. Z. Im Anhang finden sich zudem Auszüge aus dem Frankfurter Urteil, der Zeugenaussage des SS-Richters Konrad Morgen und dem Urteil des Obersten Gerichts der DDR im Verfahren gegen den Auschwitz-Arzt Dr. Horst Fischer.

ZeitgeschichteN

Band 14

978-3-86331-197-1

Juli 2014

ISBN: 978-3-86331-197-1
125 Seiten · 14,00 Euro

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Matthias Steinbach

Der Fall Hodler
Krieg um ein Gemälde 1914–1919

In der Jenaer Universität hängt Ferdinand Hodlers Wandgemälde »Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813«. Entstanden als Auftragswerk zum 350. Gründungsjubiläum der Hohen Schule im Jahr 1908, geriet es in die Kritik, nachdem der Schweizer Maler im September 1914 eine Protestnote gegen die deutsche Kriegführung in Belgien und Frankreich unterzeichnet hatte. Um das Bild entspann sich daraufhin einer der größten Kunstskandale des deutschen Kaiserreichs. Die realsatirische Verarbeitung des Bilderstreits als szenische Lesung bietet, kommentiert und um zeitgenössische Dokumente ergänzt, einen möglichen Zugang zum Kulturkrieg von 1914. Die Affäre mit ihren berühmten Protagonisten Ernst Haeckel und Rudolf Eucken ist dabei mehr als nur historische Etüde oder nationaldeutsche Posse. Offenbart sie doch, wie eine durch internationalistische Tendenzen in Wissenschaft und Kunst abgeschwächte patriotische Grundstimmung im Kriegsfall in wüsten Fremdenhass umschlagen kann und selbst ästhetische Beurteilungskriterien dann dem Primat des Politischen unterliegen.

ZeitgeschichteN

Band 13

978-3-86331-160-5

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-160-5
192 Seiten · 19,00 Euro

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Adriaan in ’t Groen

Jenseits der Utopie
Ostprofessoren der Humboldt-Universität und der Prozess der deutschen Einigung

Mit einem Vorwort von Heinz-Elmar Tenorth

„Es bestätigt alte Erfahrungen, dass uns blinde Stellen der Selbstbeobachtung von außen gezeigt werden. Jetzt geschieht das für die Ostprofessoren, die mit der deutschen Einigung gezwungen wurden, ihr wissenschaftliches Leben neu zu ordnen, und deren Schicksal wir einfach ignoriert haben. Wir sollten diese Biografien endlich zur Kenntnis nehmen und ihre Besonderheit würdigen. Dr. Adriaan in ’t Groen (Universität Leiden, Niederlande) gibt uns dazu die Chance. Die Ergebnisse seiner Studien sind überraschend.“ Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz-Elmar Tenorth

ZeitgeschichteN

Band 12

978-3-86331-159-9

November 2013

ISBN: 978-3-86331-159-9
239 Seiten · 19,00 Euro

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Patricia Pientka

Das Zwangslager für Sinti und Roma
in Berlin-Marzahn

Alltag, Verfolgung und Deportation

Im Sommer 1936 verschleppten Polizisten über 600 Berliner Sinti und Roma auf ein Gelände am Stadtrand der Reichshauptstadt. Das Lager in Berlin-Marzahn war das größte „Zigeunerlager“, das die Nationalsozialisten im Reichsgebiet errichteten. Es existierte bis 1945. Patricia Pientka legt nun die erste umfassende Studie zum Zwangslager Berlin-Marzahn vor. Die Autorin fragt nach den Schicksalen der über
1000 Männer, Frauen und Kinder, die dort leben mussten, rekonstruiert die unmenschlichen Lebensbedingungen, schildert die Gewalt gegen die Internierten sowie die Deportationen in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

ZeitgeschichteN

Band 11

978-3-86331-120-9

April 2013

ISBN: 978-3-86331-120-9
144 Seiten, 16,00 Euro

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Markus Roth · Annalena Schmidt

Judenmord in Ostrów Mazowiecka
Tat und Ahndung

Der Massenmord deutscher Polizisten, SS-Männer, Soldaten und ihrer Helfer an der Zivilbevölkerung im besetzten Osteuropa begann nicht erst im Sommer 1941. Bereits im November 1939 töteten deutsche Polizisten aus Gießen und Saarbrücken im nordostpolnischen Ostrów Mazowiecka erstmals unterschiedslos alle jüdischen Männer, Frauen und Kinder der Stadt. Markus Roth und Annalena Schmidt erzählen die Geschichte dieses nahezu vergessenen Verbrechens und der unzureichenden Anstrengungen der bundesdeutschen Justiz, den Massenmord zu sühnen.

ZeitgeschichteN

Band 10

978-3-86331-069-1

Mai 2012

ISBN: 978-3-86331-069-1
192 Seiten, 19,00 Euro

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Armin Fuhrer

Tod in Davos
David Frankfurter und das Attentat auf Wilhelm Gustloff

Am 4. Februar 1936 erschoss der 26-jährige David Frankfurter den Chef der Auslandsorganisation der NSDAP in der Schweiz, Wilhelm Gustloff. Während der Schütze nach wenigen Jahren in Vergessenheit geriet, wurden dem „Blutzeugen der Bewegung“ weihevolle Ehrungen zuteil. Nach ihm benannten die Nationalsozialisten das KdF-„Traumschiff“, das im Januar 1945 vor der Küste Pommerns unterging. Der Band porträtiert die Protagonisten, schildert das Attentat und rekonstruiert den Prozess gegen den jungen Angeklagten, dessen Fall Parallelen zu dem des Herschel Grynszpan aufweist. Doch anders als bei diesem beschränkten sich die Nationalsozialisten im Jahr der Olympischen Spiele auf eine Propagandaschlacht.

ZeitgeschichteN

Band 9

978-3-86331-056-1

September 2011

ISBN: 978-3-86331-056-1
ca. 200 Seiten, 19,00 Euro

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Sergei Kropachev

Von der Lüge zur Aufklärung
Verluste durch „Großen Terror“ und Krieg in der sowjetischen und russischen Historiografie

Aus dem Russischen übersetzt von Vera Ammer

Die gewaltigen Verluste an Menschen, die die Sowjetunion vor allem durch
die „Säuberungen“ 1937/38 und den „Großen Vaterländischen Krieg“ erlitt, wurden in unterschiedlichen Perioden ungleich dargestellt. Stalin sprach wider besseres Wissen von 7 Millionen Toten, seine Nachfolger von 20 Millionen, später war von 27 Millionen die Rede. Dahinter standen ideologische Absichten und verordnete Geschichtsbilder, die Sergei Kropachev offenlegt.

ZeitgeschichteN

Band 8

978-3-86331-024-0

September 2011

ISBN: 978-3-86331-024-0
232 Seiten, 19,00 Euro

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Heinz Schneppen

Walther Rauff
Organisator der Gaswagenmorde

Eine Biografie

Als Gruppenleiter Technik im Reichssicherheitshauptamt war der SS-Standartenführer Walther Rauff maßgeblich an der Entwicklung der „Gaswagen“ beteiligt, die die Massenerschießungen der Einsatzkommandos ergänzen oder ersetzen sollten. Nach Kriegsende gelang ihm die Flucht. In Syrien und Italien arbeitete er für verschiedene Geheimdienste. 1949 setzte er sich nach Südamerika ab. Das von der Bundesrepublik betriebene Auslieferungsverfahren scheiterte 1963 aus formalen Gründen. Rauff, der 1984 in Santiago starb, wurde wegen seiner NS-Verbrechen nie belangt.

ZeitgeschichteN

Band 7

978-3-86331-011-0

Juni 2011

ISBN: 978-3-86331-011-0
248 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Angelika Benz

Der Henkersknecht
Der Prozess gegen John (Iwan) Demjanjuk in München

Von November 2009 bis Mai 2011 stand John (Iwan) Demjanjuk vor dem Landgericht München II – angeklagt der 27 900-fachen Beihilfe zum Mord, begangen 1943 im Vernichtungslager Sobibór. War der in einem Kriegsgefangenenlager rekrutierte Trawniki-Mann unbeteiligter Wachsoldat, williger Handlanger der SS oder Mörder aus eigenem Antrieb? Angelika Benz hat den Prozess von Anfang bis Ende beobachtet. Sie rekonstruiert die Verhandlungen, porträtiert Angeklagten, Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und Nebenkläger und stellt die historischen Hintergründe dar. Momentaufnahmen aus dem Gerichtssaal geben einen präzisen Einblick in den Prozessalltag.

ZeitgeschichteN

Band 6

978-3-938690-81-9

Februar 2010

ISBN 978-3-938690-81-9
277 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Wanja Hargens

Der Müll, die Stadt und der Tod

Rainer Werner Fassbinder und ein Stück deutscher Zeitgeschichte

An keinem anderen Theaterstück der Nachkriegszeit entzündeten sich so hitzige Debatten wie an Rainer Werner Fassbinders „Der Müll, die Stadt und der Tod“. Zur Provokation gehört eine ambivalente jüdische Figur, die teilweise philosemitisch, teilweise antisemitisch gedeutet wurde. Der Vorwurf, das Stück sei antisemitisch, führte zur Makulierung der Erstauflage des bei Suhrkamp erschienenen Textes. Eine Bühnenbesetzung in Frankfurt am Main verhinderte die Uraufführung. Im Herbst 2009 ist das Stück erstmals in Deutschland öffentlich aufgeführt worden. Genau und umsichtig betrachtet Wanja Hargens Fassbinders Stück und dessen Entstehungskontext. Als Teil der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte wird seine Wirkung kritisch rekonstruiert. Es entsteht ein fesselnder Beitrag zur bundesrepublikanischen Politik- und Mentalitätsgeschichte.

ZeitgeschichteN

Band 5

978-3-938690-62-8

November 2007

ISBN 978-3-938690-62-8
223 Seiten
Preis: 18,00 Euro

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Sebastian Richter

Norm und Eigensinn

Die Selbstlegitimation politischen Protests in der DDR 1985–1989

Die Studie geht der Frage nach, ob und in welcher Form Oppositionelle in der DDR zwischen 1985 und 1989 ihren Protest selbst für legitim hielten. Sie entwickelt anhand dreier unabhängiger Gruppen (Initiative Frieden und Menschenrechte, Arbeitskreis Solidarische Kirche und Grünes Netzwerk Arche) ein alternatives Konzept zur Analyse politischen Widerspruchs in der DDR, indem sie nach den Normen fragt, an denen sich der Protest orientierte und mit denen er sich legitimierte, und den Oppositionsbegriff an das Konzept vom gesellschaftlichen Eigensinn koppelt.

ZeitgeschichteN

Band 4

978-3-938690-52-9

März 2007

ISBN 978-3-938690-52-9
280 Seiten
Preis: 19,00 Euro

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Heinz Schneppen

Odessa und das Vierte Reich

Mythen der Zeitgeschichte

Gab es eine Geheimorganisation namens Odessa, die seit 1945 Nazigrößen nach Südamerika geschleust hat? Was sagen die Quellen über die Straßburger Konferenz hoher Partei- und Wirtschaftsführer vom August 1944, auf der Pläne über die Zukunft und eine „Wiedergeburt des Reiches“ geschmiedet worden sein sollen? Tatsächlich war Argentinien Zielland vieler gerichtlich gesuchter Nazis. Die katholische Kirche und der Vatikan ebneten einigen Flüchtigen den Weg nach Südamerika. Reichte der Arm von Odessa bis in den Vatikan?
Mit Simon Wiesenthal hat der Prozess der Mythenbildung über Odessa zwar nicht begonnen, aber er hat ihn erheblich gestaltet. Die Stasi hat sich seiner als Quelle bedient. Wissenschaftler und Publizisten im In- und Ausland sind diesen Spuren gefolgt. Am Ende blieb viel Verschwörung und wenig Substanz.
Heinz Schneppen zerstört die Mythen, indem er zeigt, wie es zur Mythenbildung kam. Das Buch ist ein Lehrstück für einen kritischen Umgang mit den Quellen. Es ist spannend im Inhalt, flüssig im Stil, umfassend in der Recherche, überraschend im Ergebnis.

ZeitgeschichteN

Band 3

3-938690-06-2

Oktober 2005

ISBN 3-938690-06-2
156 Seiten
Preis: 16,00 Euro

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Annette Leo

Umgestoßen

Provokation auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin Prenzlauer Berg 1988

Zu Beginn des Jahres 1988 kletterten fünf Jugendliche mehrmals nachts über die Mauer des Jüdischen Friedhofs an der Schönhauser Allee, stießen Grabsteine um und riefen antisemitische Parolen. Als die Polizei sie schließlich verhaftete, wurde der "Einzelfall" zum DDR-Problem: Die Vorbereitungen für eine Gedenkkampagne anlässlich des 50. Jahrestages des Novemberpogroms waren in vollem Gange. Die DDR wollte sich als "wahre Heimstatt" der Juden präsentieren, als ein Staat, in dem die Wurzeln des Antisemitismus für immer ausgerottet seien. Es kam zu einem Schauprozess, bei dem die hohen Gefängnisstrafen für die 16/17-Jährigen schon vorher feststanden. 15 Jahre später suchte die Historikerin Annette Leo nach den Spuren des Geschehens. Sie sprach mit den Verurteilten, mit deren Mitschülern und Lehrern, mit Anwälten und einem der Stasi-Vernehmer. Aus den unterschiedlichen Erinnerungen der Akteure entstand eine Momentaufnahme der DDR, ein Jahr vor ihrem Ende.

ZeitgeschichteN

Band 2

Machtprobe

2003

ISBN 3-936411-21-2
160 Seiten
Preis: 14,– Euro

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Ulrich Wiegmann

Machtprobe
Die Staatssicherheit und der Kampf um
die Schule in M...z

Herausgegeben von Sonja Häder und Ulrich Wiegmann

In einer mecklenburgischen Gemeinde der DDR, wir nennen sie M...z, schien alles, wie es sein sollte: Die Schule war zur "Sache des ganzen Volkes" geworden.
Als aber die Dorfbewohner wenige Jahre vor dem Ende deutscher Zweistaatlichkeit die Existenz ihrer Schule gefährdet glaubten, kehrte sich das Motto gegen die Staatsmacht. In diesem Modernisierungskonflikt zeichneten sich Strukturen schon schwindender, aber noch durchsetzungskräftiger Herrschaft unter Mitwirkung der Staatssicherheit ab. Doch die Ursachenforschung führt weit in die Geschichte zurück.

ZeitgeschichteN

Band 1

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