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Nationalsozialismus / Antisemitismus
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Seite 2 von 8
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März 2005
ISBN 3-936411-65-4
348 Seiten
Preis: 19,00 Euro
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Gerhard Jochem / Georg Seiderer (Hrsg.)
Entrechtung, Vertreibung, Mord
NS-Unrecht in Slowenien und seine Spuren in Bayern 19411945
Herausgegeben im Auftrag des Stadtarchivs Nürnberg und der Stiftung "Nürnberg Stadt des Friedens und der Menschenrechte"
Die Geschichte der deutschen Okkupation Sloweniens zwischen 1941 und 1945 gehört zu den letzten weißen Flecken der NS-Forschung. Die Autoren des Sammelbandes Historiker, Journalisten und Zeitzeugen aus Slowenien und Deutschland bieten erstmals in deutscher Sprache eine umfassende und kompakte Darstellung der widersprüchlichen Aspekte nationalsozialistischer Besatzungspolitik in dem Alpenstaat und ihrer Konsequenzen im "Altreich" am Beispiel Bayerns. Im Spannungsfeld zwischen den rassistischen Wahnvorstellungen Himmlers, den Interessen der Gauleiter Kärntens und der Steiermark als Chefs der Zivilverwaltung sowie den militärischen und wirtschaftlichen Begehrlichkeiten des Reiches wurde die einheimische Bevölkerung zum Spielball unterschiedlicher Machtfaktoren. Ihre Wege führten in die Gefängnisse und Konzentrationslager, zu den Partisanen oder zur "Eindeutschung" in die Verbannung fern ihrer Heimat.
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2005
ISBN 3-936411-67-0
176 Seiten
Preis: 18, Euro
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Jan Osers
Unter Hakenkreuz und Sowjetstern
Erlebnisse eines Verfolgten in zwei Diktaturen
Jan Osers, 1921 in Prag geboren, wurde im April 1942 nach Theresienstadt und kurz danach in das ostpolnische Ghetto Zamots deportiert. Im Sommer 1942 wagte er die Flucht nach Ungarn. Dort erlebte er, nach mehreren Verhaftungen und getarnt als taubstummer Vagabund, die Befreiung. Nach Kriegsende kehrte er in seine Heimatstadt zurück und wurde Redakteur der Schriftstellerzeitung Lidové noviny. Kritische Äußerungen führten zu seiner Entlassung. 14 Jahre lang musste er danach in der Schwerindustrie arbeiten.
Nach dem Überfall der Sowjetunion auf die CSSR 1968 emigrierte Osers in die Bundesrepublik Deutschland und ließ sich in Mannheim nieder.
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Bibliothek der
Erinnerung
Band 15
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2005
ISBN 3-936411-52-2
272 Seiten
Preis: 19, Euro
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Jürgen Zieher
Im Schatten von Antisemitismus und Wiedergutmachung
Kommunen und jüdische Gemeinden in Dortmund, Düsseldorf und Köln 19451960
Nach dem Holocaust war eine Etablierung jüdischer Gemeinden in Deutschland alles andere als selbstverständlich. Ob sich vermeintliche Provisorien im Laufe der Zeit zu dauerhaften Einrichtungen wandeln würden, hing insbesondere vom Lebensumfeld "vor Ort" ab. Für die Kultusgemeinden ergaben sich dabei zahlreiche Berührungspunkte mit den Kommunen: der Bau von Betsälen und Synagogen, das Gedenken an den Holocaust sowie der Umgang mit Antisemitismus. Die vorliegende Studie untersucht erstmals in vergleichender Perspektive die Beziehungen zwischen Kommunen und jüdischen Gemeinden am Beispiel der Städte Dortmund, Düsseldorf und Köln in den Jahren 1945 bis 1960. Dabei wird deutlich, inwieweit Anspruch und Wirklichkeit der Wiedergutmachung auf lokaler Ebene übereinstimmten und wie Juden die politische Entwicklung im Nachkriegsdeutschland erlebten.
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Band 55
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2004
ISBN 3-936411-62-X
Preis: 18, Euro
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Brigitte Mihok (Hrsg.)
Ungarn und der Holocaust
Kollaboration, Rettung und Trauma
437 000 ungarische Juden sind zwischen dem 15. März und 9. Juli 1944 nach Auschwitz deportiert worden. Ein Großteil von ihnen wurde unmittelbar nach der Ankunft in den Gaskammern ermordet, etwa 100 000 mussten als KZ-Häftlinge für die deutsche Rüstungsindustrie arbeiten.
Die Deportation der ungarischen Juden ist zwar erst durch die deutsche Besetzung Ungarns ermöglicht worden, doch ohne die aktive Beteiligung der ungarischen wirtschaftlichen, politischen und administrativen Führung wäre sie kaum durchführbar gewesen. Der vorliegende Sammelband geht der Geschichte des Holocaust in Ungarn sowie den Mythen und Realitäten der Rettungsaktionen nach. Neben der aktuellen Diskussion der Verantwortung werden auch die Identitätsstrategien jüdischer Gruppen seit 1990 beleuchtet.
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Band 56
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2004
ISBN 3-936411-58-1
324 Seiten
Preis: 21, Euro
(im Abonnement 16,)
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Jahrbuch für Antisemitismusforschung 13
Herausgegeben von Wolfgang Benz
für das Zentrum für Antisemitismusforschung
der Technischen Universität Berlin
Redaktion:
Werner Bergmann, Mona Körte, Peter Widmann
Geschäftsführende Redakteurin: Juliane Wetzel
Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgung, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.
>>> Aus dem Inhalt
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2004
ISBN 3-936411-48-4
404 Seiten
Preis: 19, Euro
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Werner Bergmann / Mona Körte (Hrsg.)
Antisemitismusforschung in den Wissenschaften
Die antijüdische Politik der Nationalsozialisten und insbesondere der Völkermord an den europäischen Juden gaben den entscheidenden Anstoß für die Herausbildung einer modernen Antisemitismusforschung, an der angesichts der Heterogenität des Phänomens Antisemitismus eine Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen beteiligt ist. Namhafte Fachvertreter stellen die Forschungsgeschichte, den spezifischen methodischen Zugriff, den aktuellen Forschungsstand und die besonderen Probleme ihrer Disziplinen in der Erforschung des Antisemitismus vor. Vertreten sind Theologie und Religionsgeschichte, die Geschichtswissenschaft mit einigen ihrer Teildisziplinen wie der Medizin- und der Rechtsgeschichte, die Sozialwissenschaften, eine Reihe kulturwissenschaftlicher Fächer sowie die Sprach- und Literaturwissenschaft. Die Aufsätze des Bandes bilden damit die Vielfalt disziplinärer Zugangsweisen ab.
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2004
ISBN 3-936411-64-6
176 Seiten
Preis: 16, Euro
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Dorit Seichter
Salo. Das bewegte Leben eines Juden aus Sachsen
Dorit Seichter erzählt die Geschichte des Salomon Scheinik, der 1913 im Städtchen Schneeberg in Sachsen geboren wird und durch den Rassenwahn der Nationalsozialisten alles verliert: die geliebte und später oft so schmerzlich vermisste Heimat im beschaulichen Erzgebirge, seine Freunde und seine Arbeit, aber vor allem seine Mutter, die, wie er lange nach seiner Emigration erfährt, zu den sechs Millionen Menschen gehört, die dem Holocaust zum Opfer fallen.
Im Jahr 1935 wird er, der Sozialdemokrat und Jude, verhaftet, kommt in das berüchtigte Gestapo-Gefängnis Schloss Osterstein in Zwickau, bevor er nach Dresden in das nicht weniger gefürchtete Mathildenschlösschen überführt wird. Das Urteil: 13 Monate Haft wegen Hochverrats. 1937 flieht er nach Prag und wandert schließlich mit seiner Verlobten Luise nach Bolivien und später nach Uruguay aus, wo sie einen harten Kampf ums wirtschaftliche Überleben führen. Nach Deutschland zurückzukehren, kommt den beiden für Jahrzehnte nicht in den Sinn. Dafür braucht es Zeit und Vertrauen. Aber im hohen Alter wagen sie den Schritt.
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2004
ISBN 3-936411-51-4
200 Seiten
Preis: 18, Euro
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Tamara Anthony
Ins Land der Väter oder der Täter?
Israel und die Juden in Deutschland nach der Schoah
Die Frage, ob ein Wiederaufbau jüdischen Lebens in Deutschland nach der Schoah möglich oder gar wünschenswert sei, wurde unter Juden in allen Ländern kontrovers diskutiert. Für die Juden in Palästina/Israel war es schlicht unbegreiflich, dass Juden in Deutschland bleiben wollten. Von den ca. 200 000 Überlebenden, die in den Transitlagern der alliierten Besatzungsmächte aufgenommen wurden, warteten die meisten auf Ausreisemöglichkeiten. Andere fanden sich mit einem Verbleib in Deutschland ab und gehörten zu den Mitbegründern jüdischer Gemeinden. Tamara Anthony untersucht die Motive der Bleibenden und die Haltung der israelischen Regierung und Öffentlichkeit zu einem Wiederaufbau jüdischen Lebens in Deutschland in den Jahren 1945 bis 1952.
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Band 54
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2004
ISBN 3-936411-44-1
239 Seiten
Preis: 19, Euro
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Daniela Weiland
Otto Glagau und "Der Kulturkämpfer"
Zur Entstehung des modernen Antisemitismus
im frühen Kaiserreich
Eine der zentralen Figuren bei der Geburt des modernen deutschen Antisemitismus wurde von der historischen Forschung bisher vernachlässigt: der Berliner Publizist Otto Glagau. Das Wirken Glagaus und insbesondere die von ihm zwischen 1880 und 1888 herausgegebene Zeitschrift Der Kulturkämpfer stehen im Zentrum der vorliegenden Arbeit. Dabei untersucht Daniela Weiland einerseits die Rolle Glagaus innerhalb der antisemitischen Bewegung in der Ära Bismarck. Andererseits analysiert sie die im Kulturkämpfer vorgetragenen antisemitischen Stereotype und arbeitet daran den weltanschaulichen Charakter des modernen Antisemitismus eines seiner frühen Ideologen heraus.
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Band 53
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2004
ISBN 3-936411-53-0
275 Seiten
Preis: 18, Euro
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Wolfgang Benz / Barbara Distel (Hrsg.)
Terror im Westen
Nationalsozialistische Lager in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg 19401945
Terror gegen die Zivilbevölkerung gehörte in elementarer Weise zur Technik der deutschen Besatzungspolitik in den Niederlanden, in Belgien und in Luxemburg. Er diente dazu, jede Regung von Widerstand zu unterdrücken und sämtliche Ressourcen der Länder auszubeuten. Für die dort lebenden Juden bedeutete die Besatzung Verfolgung und Deportation zum Völkermord. Der vorliegende Band gibt einen Überblick über Lager, die die Nationalsozialisten in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg einrichteten.
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Geschichte der
Konzentrationslager
19331945
Band 5
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2004
ISBN 3-936411-59-X
290 Seiten
Preis: 18, Euro
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Beate Kosmala / Feliks Tych (Eds.)
Facing the Nazi Genocide: Non-Jews and Jews in Europe
This volume includes twelve studies mostly based on research results presented at two workshops of the European Science Foundation international project "Nazi Occupation in Europe: The Impact of National Socialist and Fascist Rule in Europe, 19381950" Research Team "Persecution of the Jews". The attempt to analyze the attitudes and behavior of the populations in different countries ruled or occupied by the Nazis and their allies (Germany, the Netherlands, Belgium, France, Poland, Lithuania, Romania, Russia, Slovakia, Hungary) towards the Jews facing genocide, was made with a specific underlying question, namely: under what circumstances are people ready to accept or even support the discrimination, segregation, persecution, and annihilation of their fellow-citizens? The degree of indifference to the fate of the Jews and the background of such attitudes are the focus of attention of most of the authors.
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2004
ISBN 3-936411-40-9
271 Seiten
Preis: 19, Euro
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Sigrun Jochims-Bozic
"Lübeck ist nur eine kurze Station auf dem jüdischen Wanderweg"
Jüdisches Leben in Schleswig-Holstein 19451950
Im Mai 1945 befreite die britische Armee in Schleswig-Holstein etwa 1300 jüdische Häftlinge, die verschiedene Konzentrationslager und Todesmärsche überlebt hatten. Mehrheitlich befanden sie sich in Neustadt/ Holstein und in Lübeck, wo sie auf Auswanderungsmöglichkeiten warteten. Auf umfangreicher Quellengrundlage dokumentiert die Studie jüdisches Leben in Schleswig-Holstein nach 1945 und beschreibt das spannungsreiche Beziehungsgeflecht zwischen Juden, britischer Besatzungsmacht, Deutschen und nichtjüdischen Displaced Persons.
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Band 51
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2004
ISBN 3-936411-35-2
392 Seiten
Preis: 19, Euro
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Wolfgang Benz / Juliane Wetzel (Hrsg.)
Solidarität und Hilfe für Juden
während der NS-Zeit
Regionalstudien 4
Slowakei, Bulgarien, Serbien, Kroatien mit Bosnien und Herzegowina, Belgien, Italien
Der vierte Band mit Regionalstudien
(Band 7 der Gesamtreihe) über Solidarität und Hilfe für Juden während der NS-Zeit schließt die Buchserie ab. Nach einem Überblick über die Situation der Juden und die Judenverfolgung in den jeweiligen Ländern untersuchen die Autoren das Verhältnis der Mehrheitsgesellschaft zum jüdischen Bevölkerungsteil und die Strukturen, die halfen, dem Verfolgungsdruck zu widerstehen. Im Mittelpunkt stehen die Aspekte des Verfolgungsalltags und die Vielfältigkeit der möglichen Hilfe.
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Solidarität
und Hilfe
Band 7
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2004
ISBN 3-936411-46-8
141 Seiten
Preis: 14, Euro
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Ernest Stock (Hrsg.)
Jugend auf der Flucht
Die Tagebücher von Ernst und Julie Stock
Mit einer Einleitung von Prof. Edward Timms, ehem. Leiter des
Centre for German-Jewish Studies an der University of Sussex.
Für die jüdische Frankfurter Familie Stock wird das Thema Auswanderung im Herbst 1938 zu einer brennenden Frage. Während der Vater kurz nach der Pogromnacht in ein KZ eingeliefert wird, entschließt sich die Mutter schweren Herzens, die Kinder Ernst und Lotte zu Freunden nach Frankreich zu schicken. Von dort beginnt ein abenteuerlicher Weg, der die Minderjährigen bis in die Vereinigten Staaten führt. Mutter Julie Stock begleitet den Lebensweg von Ernst mit liebevollen Worten in ihrem Tagebuch. Ernst selbst beginnt als Jugendlicher in Frankreich, Aufzeichnungen zu verfassen. Beide Zeugnisse, zusammen mit Briefen des Vaters aus dem holländischen Exil, ergeben ein bis in die Einzelheiten klares und dokumentarisches Bild von jungen Menschen, die ihrer Heimat beraubt wurden und unter großen Schwierigkeiten ein neues Leben beginnen, das Ernst am Ende nach Israel führt.
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2004
ISBN 3-936411-33-6
960 Seiten, gebunden
Preis: 28, Euro
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Wolfram Selig
"Arisierung" in München
Die Vernichtung jüdischer Existenz 19371939
Im Jahr 1937 gab es in München noch über 1800 jüdische Firmen, vom Einmannbetrieb bis zum großen Kaufhaus. Die Unternehmen wurden bis 1939 "arisiert" oder liquidiert. Manchen der beraubten Geschäftsinhaber glückte die Flucht, viele wurden in die Vernichtungslager deportiert und dort ermordet.
Wolfram Selig dokumentiert umfassend die Eliminierung der Betriebe und die rücksichtslose Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz von Tausenden Münchner Juden unter der Verantwortung städtischer und staatlicher Behörden. Er unternimmt damit erstmals den Versuch, für eine Großstadt alle in den einschlägigen Akten niedergelegten Fälle von "Arisierung" darzustellen und den Umfang der Enteignungen zu rekonstruieren.
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2004
ISBN 3-936411-43-3
271 Seiten,
zahlreiche Abbildungen
Preis: 16, Euro
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"Hier war das ganze Europa"
Überlebende der Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen in der europäischen Nachkriegspolitik
Herausgegeben von Günter Morsch, Agnes Ohm und Sylvia de Pasquale
Katalog zur Ausstellung Hier war das ganze Europa der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Sachsenhausen/Oranienburg, Oktober 2003 bis Juli 2004)
Hier war das ganze Europa. Mit diesem Satz beschrieb der polnische Schriftsteller und ehemalige Sachsenhausen-Häftling Andrzej Szczypiorski am 50. Jahrestag der Befreiung 1995 die europäische Zwangsgemeinschaft nicht nur im KZ Sachsenhausen. Viele der befreiten Häftlinge haben nach 1945 die Politik in ihren Heimatländern mitgestaltet und zum Teil bedeutende politische Ämter bekleidet. Die von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten erarbeitete Sonderausstellung rückt die Lebenswege von 24 ehemaligen Häftlingen der Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück und ihr politisches Wirken nach 1945 in den Kontext der unterschiedlichen europäischen Erinnerungskulturen.
Das Buch dokumentiert die Ausstellung mit mehr als
100 Abbildungen, z. T. in Farbe.
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Nationalsozialismus / Antisemitismus >> Fortsetzung
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