 |  |  |  |  |  |  |  |  |
 |
|  | | minima judaica |
 |
| | Herausgegeben von Michael Brocke
Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte
Die Reihe minima judaica widmet sich der Vielstimmigkeit jüdischen Lebens zwischen Mittelalter und Gegenwart, den Vermittlungen und Brüchen an den Nahtstellen zwischen jüdischer Lebenswelt und nichtjüdischer Umgebung. Sie steht vor allem jungen Autorinnen und Autoren offen. Die Bände der minima judaica werden ediert am Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen.
|
|
 |
|
Dezember 2010
ISBN 978-3-940938-74-9
400 Seiten
Preis: 24,00 Euro
>>> bestellen
|
Luise Hirsch
Vom Schtetl in den Hörsaal:
Jüdische Frauen und Kulturtransfer
„Was motivierte jüdische Frauen in so erstaunlicher Zahl zum Studium an Universitäten des Kaiserreichs? Dem geht Luise Hirsch am Beispiel der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin nach, an der bis 1914 ein Viertel der Studentinnen jüdisch war. Erstmals unterscheidet sie zwischen den deutschen Studentinnen und denen aus dem Zarenreich zwei kulturell und sozial völlig getrennte Gruppen. Beide aber profitierten nicht nur von der traditionellen Hochschätzung intellektuellen Lernens im Judentum, sondern auch vom Ausschluss von diesem religiösen Ideal der Männlichkeit, das Frauen mehr weltliche Bildung erlaubt hatte. Die Studentinnen aus Osteuropa, meist aus dem Kleinbürgertum des Schtetl kommend, standen dem traditionellen Judentum näher als die eher bürgerlichen deutschen Studentinnen. Was die russischen Studentinnen vor allem unterschied, war der Einfluss der Praxis weiblicher Berufstätigkeit der Jüdinnen im Zarenreich, orientiert an Selbstständigkeit und Durchsetzungskraft. Auch der russische Nihilismus propagierte Gleichberechtigung und Erwerbstätigkeit der Frau. Geprägt von diesem unbürgerlichen Geschlechtsideal, waren die russischen Studentinnen Pionierinnen des Frauenstudiums in Deutschland und der Schweiz.
Anhand zahlreicher Memoiren wird die so unterschiedliche Lebenswelt beider Gruppen veranschaulicht. Russische Studentinnen lebten oft in Armut und promovierten meist in Medizin. Deutsche Jüdinnen wählten auch andere Fächer und bildeten nach 1918 die Mehrheit der Habilitandinnen. Ihre Lebenswege können oft über erste Karrieren in der Weimarer Zeit bis zur Zerstörung durch den Nationalsozialismus dargestellt werden.
Diese transnationale und interkulturelle Studie kommt zu dem interessanten Schluss, dass die jüdische Minderheit die Avantgarde des Frauenstudiums bildete, gefolgt von der christlichen Mehrheit dass also der Kulturtransfer von der Minderheit zur Mehrheit verlief, weil sich die kulturellen Werte beider hinreichend nahestanden.“
Prof. Dr. Monika Richarz
|  minima judaica
Band 9 |
 |
|
|  |
|
 |
|
Februar 2010
ISBN 978-3-940938-62-6
383 Seiten
Preis: 24,00 Euro
>>> bestellen
| Gregor Pelger
Wissenschaft des Judentums und englische Bibliotheken
Zur Geschichte historischer Philologie im 19. Jahrhundert
Mit ihrer Hinwendung zur historischen Philologie entwarf die junge Wissenschaft des Judentums als Disziplin ohne jede institutionelle Organisation ein neuartiges Selbstverständnis. Materialien für die historisch-kritische Forschung waren allerdings schwer zugänglich, fundierte Quellenerschließung forderte außergewöhnliches Engagement. Die Studie verfolgt die Lebenswege deutsch-jüdischer Wissenschaftler, wie sie insbesondere im zunehmenden imperialen Wettstreit um Kulturgüter aufs Engste mit den Schicksalen von Handschriften und Büchern verbunden waren. Vor allem die Erarbeitung berühmter hebräischer Sammlungen in englischen Bibliotheken schuf eine Konstellation, die sowohl die kritische Erschließung jüdischer Literatur ermöglichte als auch wesentliche Aspekte jüdischen Selbstverständnisses hervortreten ließ. Die Bibliothek erlangte als transnationaler Stauraum für die Wissenschaft des Judentums unschätzbare Bedeutung. |  minima judaica
Band 8 |
 |
|
|  |
|
 |
|
Januar 2009
ISBN 978-3-940938-05-3
438 Seiten
Preis: 24,00 Euro
>>> bestellen
| Giuseppe Veltri · Christian Wiese (Hrsg.)
Jüdische Bildung und Kultur in Sachsen-Anhalt von der Aufklärung bis zum Nationalsozialismus
Das heutige Sachsen-Anhalt war im 18. und 19. Jahrhundert Zentrum einer lebendigen jüdischen Bildungs- und Kulturlandschaft. Die Namen bedeutender Gelehrter wie Moses Mendelssohn, Esriel Hildesheimer, Leopold Zunz, Samuel Hirsch, Ludwig Philippson, Hermann Cohen und Emil Fackenheim sind mit Dessau, Halberstadt, Halle und Magdeburg verbunden, und das jüdische Buchdruckereigewerbe und Zeitungswesen erlebte hier eine beispiellose Blüte. In Auseinandersetzung mit den von Wittenberg und Halle ausgehenden Strömungen der christlichen Hebraistik und der protestantischen Judenmission sowie mit den Herausforderungen der Moderne trugen jüdische Intellektuelle zur Ausbreitung der Ideen der Aufklärung und der religiösen Reform bei. Historiker und Judaisten zeichnen in diesem Band die Geschichte der im 20. Jahrhundert zerstörten jüdischen Kulturlandschaft nach und entwerfen ein facettenreiches Bild der jüdischen Religion, Bildung und Gelehrsamkeit in der Region im Zeitraum zwischen Aufklärung und Nationalsozialismus. |  minima judaica
Band 7 |
 |
|
|  |
|
 |
|
Januar 2009
ISBN 978-3-938690-92-5
526 Seiten
Preis: 24,00 Euro
>>> bestellen
| Eva Lezzi · Dorothea M. Salzer (Hrsg.)
Dialog der Disziplinen:
Jüdische Studien und Literaturwissenschaft
Als interdisziplinäres Fach sind die Jüdischen Studien eine große Herausforderung. Die methodischen Diskussionen der beteiligten Disziplinen müssen nicht nur nachvollzogen, sondern auch auf Forschungsperspektiven der Jüdischen Studien hin überprüft und oft revidiert werden. Gerade in der Literaturwissenschaft haben sich theoretische Zugänge in den letzten Jahrzehnten verändert und die Philologien beispielsweise auf kulturwissenschaftliche Fragestellungen hin erweitert. Was dies für die Jüdischen Studien bedeutet, die sich textlichen Überlieferungen aus verschiedenen Epochen und kulturellen Zusammenhängen zuwenden, ist bisher jedoch noch nicht vertiefend reflektiert worden. Ebenso gilt es zu klären, inwiefern Themen und Perspektiven der Jüdischen Studien paradigmatisch für die Literaturwissenschaft sind. In vierzehn Beiträgen analysieren international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die wechselseitige Befruchtung zwischen den Jüdischen Studien und neueren literaturtheoretischen Ansätzen und bieten sowohl eine methodologische Standortbestimmung als auch beispielhafte Textanalysen. In ihrer Bedeutung für die Jüdischen Studien beleuchtet werden u. a. Übersetzungstheorien, Diskursanalyse und Medientheorie, literaturwissenschaftliche Ansätze in den gender studies und in den postcolonial studies sowie Theorien der Performativität, der Intertextualität und der Interkulturalität.
Mit Beiträgen von:
Doerte Bischoff, Stephan Braese, Barbara Breysach, Jeffrey A. Grossman, Andreas B. Kilcher, Eva Lezzi, Cornelia Martyn, Dorothea M. Salzer, Andrea Schatz, Stefan Schorch, Christoph Schulte, Gabriele von Glasenapp, Irina Wandrey, Liliane Weissberg |  minima judaica
Band 6 |
 |
|
|  |
|
 |
|
Dezember 2005
ISBN 3-936411-55-7
442 Seiten
Preis: 21, Euro
>>> bestellen
| Nathanja Hüttenmeister / Christiane E. Müller
Umstrittene Räume:
Jüdische Friedhöfe in Berlin
Große Hamburger Straße und Schönhauser Allee
Zwei Berliner jüdische Friedhöfe, in Mitte (17. Jahrhundert) und in Prenzlauer Berg (19. Jahrhundert), erfahren in diesem Band erstmals seit Jahrzehnten die ihnen gebührende forscherische Aufmerksamkeit. Der zerstörte Friedhof Große Hamburger Straße erhält in einer ebenso überraschenden wie überzeugenden virtuellen Rekonstruktion seine volle historische Gestalt zurück. Der von Verwitterung bedrohte Nachfolgefriedhof Schönhauser Allee wird in seinen dramatischen Anfängen und seiner frühen Geschichte erhellt, an Steinen und Inschriften im Detail aufgefächert.
Beide Studien sind von großer Bedeutung für die Berliner Stadtgeschichte wie für die kulturelle und sprachliche Entfaltung des deutsch-jüdischen Lebens. Sie erschließen diese „umstrittenen Räume“ geraubter Geschichte und sichern sie für die Zukunft. |  minima judaica
Band 5 |
 |
|
|  |
|
 |
|  2004
ISBN 3-936411-47-6
312 Seiten
Preis: 18, Euro
>>> bestellen | Christiane E. Müller / Andrea Schatz (Hrsg.)
Der Differenz auf der Spur
Frauen und Gender in Aschkenas
Die Geschichte jüdischer Frauen und Konstruktionen der Geschlechterdifferenz (Gender) im Judentum sind heute Gegenstand weit verzweigter und sich rasch entwickelnder Forschungsfelder. Beiträge von international renommierten und von jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zeigen hier exemplarisch, welchen Reichtum das gehobene und noch zu hebende Material jüdischer Quellen für die Geschlechterforschung birgt und welche Sprengkraft neue Fragen, gerichtet an altbekannte Texte, haben können. Studien zu Frauen, Gender und Gender trouble in Mittelalter und Früher Neuzeit sind ebenso vertreten wie Untersuchungen zu Geschlechterverhältnissen in der Moderne zwischen jüdischer und nichtjüdischer Welt, Familie und bürgerlicher Öffentlichkeit, Nation, Diaspora und Exil. |  minima judaica
Band 4 |
 |
|
|  |
|
 |
|  2003
ISBN 3-936411-29-8
167 Seiten
Preis: 17, Euro
>>> bestellen | Barbara Schäfer
Berliner Zionistenkreise Eine vereinsgeschichtliche Studie
Berlin als vorübergehende Hauptstadt des Zionismus spielt bei der Wiederentdeckung der deutsch-jüdischen Geschichte bis heute eine untergeordnete Rolle. Die Studie rekonstruiert jene zionistischen Lebenswelten, die Ende des 19. Jahrhunderts durch russische Studenten und Exilanten im Schatten der emanzipierten jüdischen Gesellschaft Berlins zunächst in kleinen Vereinen entstanden, sich mit der Gründung der Zionistischen Organisation 1897 zu wichtigen Orten ideologischer und weltanschaulicher Auseinandersetzungen entwickelten, bis sie 1933 ihr gewaltsames Ende fanden.
|  minima judaica
Band 3 |
 |
|
|  |
|
 |
|  März 2006
ISBN 3-932482-88-3 280 Seiten Preis: 21, Euro
>>> bestellen
| Christian Wiese / Andrea Schatz (Hrsg.)
Janusfiguren „Jüdische Heimstätte“,
Exil und Nation im deutschen Zionismus
Die in diesem Band vereinten Forschungen fragen, wie sich zwischen 1897 und 1948 innerhalb des deutschen Zionismus die politische, ökonomische und kulturelle Konstruktion einer jüdischen „Heimstätte“ in Palästina vollzog. Als zentrales Motiv tritt das Ringen mit dem europäischen Nationalismus hervor, jenem „modernen Janus“, der als befreiende und zugleich aggressive Kraft seine widersprüchlichen Spuren auch in zionistischer Ideologie und Politik hinterließ. Der Versuch deutscher Zionisten, angesichts des Völkermords im Herzen Europas und der Gefahren des Chauvinismus für das entstehende jüdische Gemeinwesen in Palästina einen emanzipatorischen „jüdischen Nationalismus“ zu begründen, wirft ein Licht auf Gegennarrative und Gegenträume, die, auch wenn sie unter den Bedingungen des Nahostkonflikts wenig wirksam wurden, dem zionistischen Entwurf einer „Heimstätte“ von Beginn an innewohnten und heute auf neue Weise zur Sprache kommen.
| |  minima judaica
Band 2
|
 |
|
|  |
|
 |
|  ISBN 3-932482-77-8
339 Seiten
Preis: EUR 19,
>>> bestellen | Michael Brocke / Aubrey Pomerance / Andrea Schatz (Hrsg.)
Neuer Anbruch
Zur deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur
Weitreichende Veränderungen deutsch-jüdischer Geschichte und Kultur zeigen sich nicht allein in "großen" Zusammenhängen. In vorsichtigen Verschiebungen, energischen Aufbrüchen und umstrittenen Neuerungen wurden sie konkret vollzogen. Die Studien junger Judaistinnen und Judaisten lenken die Aufmerksamkeit auf die Vielstimmigkeit jüdischen Lebens im deutschsprachigen Raum zwischen dem Mittelalter und dem 20. Jahrhundert.
>>> Aus dem Inhalt
|  minima judaica
Band 1 |
 |
|
|  | [ zurück zur Übersicht ] |
|
 |
|
 |
|  |  | 2006 | 2007 | Home |